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A13 für alle – aber… Lehrer-Gewerkschaften warnen vor „erheblicher Demotivation“

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DÜSSELDORF. Die Angleichung der Einstiegsbesoldung für Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen sollte ein Signal der Gleichwertigkeit senden. Doch kurz vor Inkrafttreten der Reform wächst der Protest. Gewerkschaften und Opposition kritisieren, dass Beförderungs- und Leitungsstellen von der Anpassung ausgenommen bleiben – und sehen dadurch neue Ungerechtigkeiten entstehen.

Da fehlt was… (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Die Angleichung der Einstiegsgehälter für Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen sorgt für wachsenden Unmut in den Lehrerzimmern. Ab dem 1. August 2026 sollen alle Lehrkräfte unabhängig von Schulform und Lehramt mit der Besoldungsstufe A13 in den Dienst starten. Damit wird die bisher niedrigere Eingangsbesoldung für Lehrkräfte der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I an Haupt-, Real- und Gesamtschulen auf das Niveau der Gymnasien angehoben.

Die schwarz-grüne Landesregierung verfolgt mit dieser Reform das Ziel, die Gleichwertigkeit der Lehrämter auch finanziell abzubilden und insbesondere die Personalsituation an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I zu verbessern. Das Vorhaben gilt als eines der kostenintensivsten bildungspolitischen Projekte der laufenden Legislaturperiode.

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„Am 1. August 2026 stehen wir vor der absurden Situation, dass Eingangsamt und erstes Beförderungsamt besoldungsgleich sind. Das ist nicht akzeptabel“

Doch während die Einstiegsgehälter angeglichen werden, bleibt die Besoldung von Beförderungs- und Funktionsstellen sowie von Schulleitungen unverändert. Hier setzt die Kritik der Gewerkschaften lehrer nrw und Verband Bildung und Erziehung Nordrhein-Westfalen (VBE NRW) an. In einem gemeinsamen offenen Brief an Schulministerin Dorothee Feller (CDU) warnen sie vor erheblichen Folgen. In dem Schreiben heißt es wörtlich: „Mit großer Sorge stellen wir fest, dass der Haushaltsplan für 2026 keinerlei Weiterentwicklung für Beförderungs- und Funktionsstellen sowie für Schulleitungen in der Primarstufe und der Sekundarstufe I vorsieht.“

Weiter führen die Verbände aus: „Wird hier keine neue Perspektive eröffnet, ist von einer erheblichen Demotivation dieser hoch engagierten Kolleginnen und Kollegen auszugehen.“

Konkret entsteht nach Darstellung der Gewerkschaften eine Situation, in der das Eingangsamt und das erste Beförderungsamt künftig besoldungsgleich sind. Sven Christoffer, Vorsitzender von lehrer nrw, erklärt: „Am 1. August 2026 stehen wir vor der absurden Situation, dass Eingangsamt und erstes Beförderungsamt besoldungsgleich sind. Das ist nicht akzeptabel.“ Im offenen Brief heißt es, die fehlende Weiterentwicklung entwerte die betroffenen Stellen: „Dies nicht umzusetzen, entwertet die Stellen.“

„Diese Aufgaben sind für das System Schule unverzichtbar – ihre fehlende besoldungsrechtliche Weiterentwicklung ist nicht länger vermittelbar“

Betroffen seien insbesondere Lehrkräfte, die nach einem Revisionsverfahren Funktions- oder Beförderungsstellen übernommen haben. Sie koordinierten zentrale Aufgaben, entlasteten Schulleitungen und trügen Verantwortung für Schul- und Unterrichtsentwicklung. „Diese Aufgaben sind für das System Schule unverzichtbar – ihre fehlende besoldungsrechtliche Weiterentwicklung ist nicht länger vermittelbar“, schreiben die Verbände. Der VBE NRW betont zudem die strukturelle Dimension des Problems. In dem Brief heißt es: „Die fehlende Fortentwicklung betrifft nahezu ausschließlich die Primarstufe und die Sekundarstufe I, während in anderen Schulformen Laufbahnperspektiven selbstverständlich sind.“

Neben den Gewerkschaften äußert auch die Opposition im Landtag Kritik. Die FDP-Bildungsexpertin Franziska Müller-Rech erklärte einem Bericht der „Rheinischen Post“ zufolge: „Wer eine Schule leitet oder zusätzliche Aufgaben etwa als Fachleitung übernimmt, muss mehr verdienen als jemand, der das nicht tut. Der fehlende Lohnabstand macht Leitungs- und Funktionsstellen besonders in Grundschulen und der Sekundarstufe I unattraktiv – und das rächt sich bereits heute.“

Die SPD sieht einen Zusammenhang zwischen der Besoldungsstruktur und den landesweit rund 1200 unbesetzten Schulleitungs- oder Stellvertreterposten. Die schulpolitische Sprecherin der Fraktion, Dilek Engin, wird von der „Rheinischen Post“ mit den Worten zitiert: „Ist das ein Denkfehler bei der Besoldung nach A13, oder macht die Landesregierung das mit Absicht, um Geld zu sparen?“ Weiter sagte sie: „Jedenfalls ist es vollkommen ungerecht. Man darf sich wirklich nicht darüber wundern, dass das Land den Lehrermangel nicht in den Griff kriegt, wenn einerseits Schulleitungen und Personal fehlen und die Landesregierung andererseits alles tut, um die Menschen zu vergraulen, die im System sind.“

Die Gewerkschaften fordern eine „zeitnahe Weiterentwicklung der Besoldung für Schulleitungen sowie für Beförderungs- und Funktionsstellen in der Primarstufe und der Sekundarstufe I“ sowie „verlässliche und gerechte Laufbahnperspektiven“ und eine „klare haushalterische Absicherung dieser Schritte zum Jahr 2027“. News4teachers / mit Material der dpa

Hamburg befördert alle Grundschullehrkräfte zu Studienräten (was bedeutet: A13 plus Zulage). GEW: Vorbildlich!

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dickebank
1 Monat zuvor

Wie, jetzt wollen die NRW-Lehrkräfte an GS und Schulen der SekI, die für die Übernahme zusätzlicher Aufgaben ein Beförderungsamt innehaben und zu A13 bzw. E13 vergütet werden, noch mehr Geld (mind. 450 EUR/Monat) haben? Das ist ja wohl die Höhe.
“Mitarbei bei …” an HS oder RS soll jetzt wie an einem richtigen GY mit A14 vergütet werden?
War doch an GE bis jetzt immer so lustig, dass z.B. Mitarbeit bei der Organisation (Stundenplanung) für Lehrer A13 und für Studienräte A14 gab – bei gleichen Tätigkeitsmerkmalen. Der Vertretungsplan vom A14er war aber auch nicht besser als der vom A14er

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

An den Gesamtschulen ist nur sek I bei gleichem Geld auch viel weniger Arbeit als sek I und sek II. Dafür sind die Klassen anstrengender.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Dafür gibt’s auch an GE in der Laufbahngruppe II, zweites Einstiegsamt aber mehr Beförderungsstellen (A14/A15). Und für die Arbeit in der SekI+II gib’s auch noch die Ratszulage. Hinzu kommt, dass mindestens die Hälfte des Deputats in der SekI unterrichtet werden muss, so viele Unterrichtsstunden hat die GOSt nun wiederum auch nicht.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Oh, dann haben sie wohl noch nicht an einer Schwerpunktschule für Inklusion im Ganztag gearbeitet…. ich glaube Sie würden sich wundern und vermutlich hinschmeißen.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ganz davon abgesehen gibt es an Gymnasien doch für ALLES eine Funktionsstelle. Das was dort ein Beförderungsamt macht, machen wir alles nebenbei.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

“Ganz davon abgesehen gibt es an Gymnasien doch für ALLES eine Funktionsstelle.”

Das ist eine sehr pauschalisierende Aussage, die ich aus meiner persönlichen Perspektive so nicht bestätigen kann: Auch an Gymnasien werden GANZ VIELE Dinge einfach ‘nur’ nebenbei möglich gemacht – allerhöchstens mit Abminderungsstunde (wenn man Glück hat bzw. diese bestimmte Sache der Schulleitung wahnsinnig wichtig ist).

Linea
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

In der Grundschule erledigen wir viele Dinge, für die es am Gy eine Beförderungsstelle oder Anrechnungsstunden gibt, noch so obendrauf (Homepage,…). Für die ganze Schule haben wir 4 Anrechnungsstunden und das Gemeine dabei ist:
Je kleiner die Schule (= weniger Vollzeitstellen) desto weniger Anrechnungsstunden für die gleiche Arbeit wie an großen Schulen (= mehr Arbeit für jeden Einzelnen ohne Ausgleich/Anrechnungsstunden).

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Wäre mir neu, zumindest in meinem Bundesland.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika BB

Ist in den großen Flächenstasten mit vielen Landesbeschäftigten aber so, da viele Lehrkräfte eben auch mehr ybeförderungsstellen bedeutet. Darauf wird in jedem Ministerium äußerster Wert gelegt, dass der Stellenkegel passt. Schließlich müssen die Beamten aller Ressorts gleichbehandelt werden.
Das Besondere im Schuldienst ist ja das der personelle Unterbau fehlt. Es gibt ja an Schulen unterhalb der Laufbahngruppe II, erstes Einstiegsamt keine Stellen.

Pädagogische Fachkraft
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Stimmt für BW überhaupt nicht. Das Verhältnis A14 zu A13 wird seit Jahren und Jahrzehnten schlechter, d. h. es gibt immer weniger Beförderungen. Mehr und mehr gehen Lehrkräfte am Gymnasium mit A13 in den Ruhestand.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das mag in den alten Bundesländern so sein – kann ich nicht beurteilen. BB ist ein Flächenland mit vielen Landesbediensteten: Funktionsstellen gibts bei uns am Gym außer Schulleitung inklusive Oberstufenkoordinator keine. Höchstens ne Abminderungsstunde für Leitung eines großen Fachbereichs (kleine Fachbereiche wie Physik oder Bio leitet man hier für lau).

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Viel weniger Arbeit? Man kann als Sek2 Lehrer auch nur einen Oberstufenkurs und den Rest Sek1 unterrichten. Wirklich mehr Arbeit sehe ich nur in der Abiturzeit. Und He das wird ja durch die Zulage ausgeglichen

blau
11 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das ist pauschal falsch. Ich mit Mathe Physik Sek1 arbeite definitiv mehr als mein Kollege mit Bio und Sport Sek1 und Sek2. Ist auch eine Einstellungssache. Und komm mir nicht mit Abi. Dafür findet kein Unterricht meh in der Q2 statt nach Ostern.

Meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Was ist der Unterschied zwischen einem Studienrat und einem Lehrer??

Bei uns warten Kollegen auf die Bezahlung für Beförderungsämter sprich die Beförderung tw. bis zu 11 Jahren. Die Arbeit darfst du trotzdem machen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Meiomei

Lehrer ist zu nächst einmal als Berufsbezeichnung ein Sammelbegriff.
Angestellte Lehrkräfte tragen egal in welcher Schulform und in welcher Laufbahngruppe die Amtsbezeichnung Lehrer. Ebenso alle verbeamteten Lehrkräfte, die nicht der Ratslaufbahn angehören, denen also die Lehrbefähigung für die SekI und II fehlt.

Ich sehe zur Zeit nicht, dass Lehrkräfte der Primarstufe und der Sekundarstufe I demnächst ebenfalls die Amtsbezeichnung StR zugewiesen bekommen, auch wenn sie im Eingangsamt die A13 erhalten.

Ein OAR oder ein 1.PHK werden ebenfalls mit A13 besoldet, genauso wie der Rat respektive Polizeirat.

JonasG
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist auch so eine Frechheit. Man quält sich durch 10 Semester Bachelor und Master, absolviert 1.5 Jahre Vorbereitungsdienst und bekommt am Ende mit 6.5 Jahren Ausbildung nichtmal den höheren Beamtendienst. Für mich eine der größten Frechheiten im öffentlichen Dienst.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  JonasG

Eigentlich müsste man nicht nur die Tabellen der Bezahlungen öffentlich machen, sondern auch die Tabellen der dienststellenschafen Stellen mit “frei bzw befristetbesetzt bzw unbefristetbesetzt”
insbesondere um zu zeigen, dass sehr viele im öffentlichen Dienst eben nicht ein super Einkommen haben.
Ich meine hier keine Zuordnung von Person zu Einkommen, sondern
Anzahl EG9 (offen, besetzt, befristet), EG13 (…), EG15 (…),
und dann kann sich die Öffentlichkeit öffentlich informieren, ob der gesetzliche Umstand “Dauerarbeit ist Dauerstelle” eingehalten ist und wieweit wirklich der ÖD mit dem Steuergeld durch Personalbezahlung “übertreibt” …

Kaunas
1 Monat zuvor
Antwortet  JonasG

Sie sprechen von 5000-6000 Euro Gehalt. Durchschnitt in Deutschland sollen rund 4500 sein. Viele haben also weniger.

Dann wähle man einfach einen anderen Beruf.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Vergleichsmaßstab ist aber das Medianeinkommen.
Der Durchschnitt ist wenig aussagekräftig, da er unabhängig vom Beschäftigungsgrad (TZ/VZ) berechnet wird. Wenn schon müsste der Durchschnittswert über gerichtete Mittelung erfolgen, und schon sind die 5000/6000 Euro gar nicht mehr so hoch.

JonasG
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Achso. Motto Pech gehabt? Das rechtfertigt amtsunangemessene Besoldung trotz Master? Master ist mit Ref nunmal höherer Beamtendienst. Das ist so beamtenrechtlich geregelt.
Das zu verweigern ist schlicht eine Frechheit. Aber lassen sie mich raten: Sie sind Gymnasiallehrer und wollen schlicht keinen Grundschulpöbel im höheren Beamtendienst

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  JonasG

Das entscheidende ist der Master-Degree. Den Vorbereitungsdienst müssen Anwärter auf den gehobenen Dienst ja auch machen. Nur reicht dann als tertiärer Abschluss ein Bachelor-Degree.
Bei Einstieg in den mittleren Dienst braucht es keinen Hochschulabschluss, da reicht eine entsprechende, interne Ausbildung innerhalb der Verwaltung.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Wenn schon muss man das Gehalt von Menschen mit ähnlich langer und umfangreicher Ausbildung vergleichen

Kaunas
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ich meine, Studienrat ist man nur als verbeamteter Lehrer der Sek I oder Sek II, richtig? Als angestellter Lehrer der Sek I oder Sek II hingegen nie. Es ist aber nur eine Art Titel.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Es ist eine Amtsbezeichnung. Im übrigen habe ich nichts Anderes behauptet.
Die Amtsbezeichnung tarifbeschäftigter Lehrkräfte ist grundsätzlich, unabhängig von der Schulform “Lehrer”. In anderen Bereichen der Landesverwaltung von NRW heißen die Tarifbeschäftigten “Regierungsbeschäftigte”, abgekürzt RB.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sehenden Auges lief man in diese Situation. Die Verbände haben schon bei Einführung darauf hingewiesen, dass das problematisch ist. Aber wer hätte das schon im Ministerium ahnen können?

Ich sehe das momentan häufiger, dass sich Kollgen fragen, warum sie sich noch Ganztag, IT Betreuung, Inklusion etc. zusätzlich antun sollen. Andere bekommen ja schließlich das gleich Geld für weniger Arbeit. Die geben dann reihenweise ihre Aufgaben ab. Tja, so ist das halt…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich weiß.
Aber ich muss mich nicht mehr aufregen, meine E13-Beförderungsstelle ist ohnehin nach meinem Abgang weg gefallen.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

An den RS wurde der Anteil der A13 Stellen auch über Jahrzehnte immer weiter abgesenkt. Obwohl das mal anders vereinbart war. Der Wahnsinn hat also Methode.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ja, so ist das….unsere Steuergruppe hat sich gerade im Kollektiv aufgelöst, davor der Lehrerrat…..alles Ämter, die viel Arbeit haben, aber nicht oder kaum entlastet werden….die Fakos (an Grundschulen nicht vorgeschrieben) hängen auch am seidenen Faden…..
Und meine Konrektorin und ich? Tjoa…..wir haben beschlossen, das zu tun, was wir für wichtig halten, aber von außen angetragene Anforderungen zurückzustellen…..solange wir keine Ressourcen erhalten (weil Neueinstellungen im Haushalt nicht vorgesehen sind) und es keine Entlastung gibt, die nicht nur auf dem Papier erscheint, geht halt auch nichts….sorry…..

Linea
1 Monat zuvor

Wir werden zu Fachkonferenzen, Steuergruppe etc. verpflichtet (GS), bekommen aber NICHTS für die zusätzliche Arbeit. Es gibt einfach nichts, was wir bekommen könnten sagt unser Schulleiter

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Linea

Und da hat er leider recht….

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

… besser als der vom A13er.

Tausendsassa
1 Monat zuvor

Und was ist mit der Demotivation an den höheren Schulen?

Aber vor allem was ist mit der Demotivation der angestellten Lehrer, die massiv gegenüber den verbeamteten benachteiligt werden?

A13 oder E13 sind auch ein enormer Unterschied von mehreren hundert Euro!

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Tausendsassa

Stimmt. Nach meinen Informationen in NRW A13 in der Endstufe 6.174 €, TVdL E13 in der Endstufe 6.580€.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Brutto

Kaunas
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Netto dürfte es dann wieder genau “andersherum” sein. Haben Sie noch nie mitbekommen, dass das die Ungerechtigkeit ist?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Der zahlt doch keine Sozialabgaben, weder AV noch RV, noch KV, noch PV und erst recht nicht den Zusatzbeitrag zur KV. Und dass das sozialversicherungspflichtige Brutto sogar höher ist als das Steuerbrutto vermutlich auch nicht.
Abzüge an das VBL muss er als Pensionsberechtigter auch nicht abführen.
Dass zur Grundbesoldung noch Zuschläge kommen, die es gem. TV-L nicht gibt, verrät er ja auch nicht.
Folglich ist die Brutto-Besoldung höher als das Tabellenentgelt gem. Besoldungstabelle.

Anaconda
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Natürlich verschweigt der das und stellt wahrscheinlich noch die Beamten als arme Kirchenmäuse dar.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Natürlich habe ich das mitbekommen.

Auch dass es Leute gibt, die diese Ungerechtigkeiten beseitigen wollen,

Das soll dann dadurch geschehen, dass künftig alle Lehrkräfte so vergütet werden sollen wie aktuell nur die Tarifbeschäftigten. Dadurch würde es zwar für die Tarifbeschäftigten nicht besser, aber das ist ja auch nicht das Ziel. Wenn es allen gleich schlecht geht, ist das eben gerechter.

Ist halt ähnlich wie bei der Bildungsgerechtigkeit.
Ein Bildungssystem in Land A, in dem die sozial-privilegierte Schicht 78 Punkte Kompetenzvorsprung vor der sozial benachteiligten Schicht hat, gilt ja auch als ungerechter als B mit nur 60 Pkt Abstand. Wenn in B die sozial-benachteiligten Sus im Schnitt 30 Pkt weniger erzielen als in A, spielt das bei der Beurteilung ja auch keine Rolle.

Kaunas
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Wenn es allen gleich schlecht geht, wie Sie es nennen, bei 5000-6000 Euro brutto, dann würden sich aber auch alle mehr gemeinsam dagegen stemmen und nicht nur jede Gruppe für sich – von denen die eine zu klein ist (Angestellte) und die andere zu wehrlos (Beamte).

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Wie hat das mit dem “gemeinsam dagegen stemmen” denn in den Bundesländern geklappt, die jahrelang nur Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis beschäftigt haben?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Mit den Füßen.

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Ziemlich dreiste Viertelwahrheit.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Und dann mal mit Zulagen rechnen bitte…

Tanya
1 Monat zuvor

Es muss A14 für alle werden.
Wir machen nen Deal, entweder 4 Tage Woche oder 800 Euronen
Mehr!
Warum sollen andere durchs Homeoffice profitieren, wir wollen auch solche benefits! Ganz klar!

Also haut rein und was ist mit den 4 Urlaubstagen mehr??

Petra OWL
1 Monat zuvor

Verliert euch nicht im Kleinen.
Es sind die allgemeinen hohen Präsenzstunden (41 Std) und das geringe Gehalt hierfür.
Wenn Hasi mit 3 Tagen Homeoffice, 35 Std Woche, Flexiurlaub, 13. Monatsgehalt mehr hat, denkt mal dran. Wenn ich seine Extrazshlungem pro Jahr zusammenzähle, müssen wir 600 im Monat mehr verdienen 🙂
Denkt da mal drüber nach 🙂
Und eure 9 Freistunden sind nicht vergütet, oder?
Die Peti 🙂

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

In ewiger Dauerschleife! Hansi gibt es nicht

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Bei meiner Frau auch so^^
Nicht fair mit Homeoffice & Co.
13.5 Gehälter, das musst du dir mal reinziehen 🙁

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Kritisiere ich den deutschen ÖD, dann höre ich, kann jeder BeamtIn werden und so! Jede Person kann in der freien Wirtschaft arbeiten

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Beamte anderer Dienststellen – so auch in der Schulaufsicht und im MSB – haben tlw. 4 Tage HO bei einer Vollzeitstelle.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Bei nachgewiesener Eignung und Befähigung, diese Einschränkungen werden gerne übersehen. Gilt übrigens auch für Regierungsbeschäftigte.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Naja bestimmte Erzählung und Einstellung Mentalität muss vorhanden sein

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Ohne Einstellung haste ja auch keinen Job, erzähl mir doch nix.
Kommt Mentalität von Fernet menta? Es gibt also doch legale Kräuter, um den Amtsschimmel zu füttern, Flüssignahrung eben

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Ernsthaft glaube ich, dass es möglichst vielen Menschen bestmöglich gehen soll! Erklärt mir jemand, wie Homeoffice im Schulbereich gewinnbringend laufen kann, dann teilweise gerne

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Ich glaube inzwischen auch nicht mehr, dass es Hasi überhaupt gibt.

Kaunas
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Natürlich nicht. Und alle diese Nicks sind eine einzige Person. Das ist doch klar.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Kaunas

Meistens mit gängigen weibl. Vornamen (außer Ulla).
TROLLis

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Denkst Du, dass es sich um einen “falschen Hasen” handelt?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Dass “falscher Hase” aka “Dachhase” eine Katze ist, wird mir @Katze hoffentlich nicht krumm nehmen

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sitzt ein Hackbraten auf Balkonien?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Bei McDonald, draußen im Außengelände, aber auf dem Balkon? Weeß nisch

Schotti
1 Monat zuvor

Es wird halt keine Bewerber für Funktions- und Beförderungsstellen geben. Auch Fachleiter an den Studienseminaren fallen dadurch eigentlich komplett weg. Es wird allerdings erstmal fünf Jahre dauern, bis in der Politik darauf reagiert wird.

GraueMaus
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

“Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Oberrat.” (anonym überliefert)

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

D’dorf Oberrath vermutlich. Regelbeförderungen in NRW gibt es nicht, zumindest im Schuldienst nicht.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Wieso Bewerber? Die Aufgaben werden oktroyiert. Funktioniert bei Vakanzen Leitungs-/Funktionsstellen doch auch. Läuft eben alles kommissarisch weiter. Ist auch kostengünstiger.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn sich Dumme finden…Fehler passieren, das “kommissarische” Aufzwingen kann gewaltig nach hinten losgehen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Im Regelfall ganz einfach, der/die dienstälteste Kolleg*in an der Schule.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ich “schlecht machen” von aufgezwungenen Aufgaben bin ich sehr gut.

Anaconda
1 Monat zuvor

Aha, erhebliche Demotivation? Und wie will die GEW die erhebliche Demotivation der angestellten Lehrer beseitigen? Kommt da noch was nach dem rührseligen Appell vom VBE?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Anaconda

Der VBE ist Teil des dbb Beamtenbund und Tarifunion.

Salpeter
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sie meinen, deshalb ist vom VBE nichts zu erwarten?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Ausser Entgeltforderungen nichts, auf gar keinen Fall Unterstützung bei der Forderung den 44er zu schleifen.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn der 44er im TVL komplett verschwände, dann würden Lehrkräfte an Schulen genauso im allgemeinen Verwaltungsteil einzusortieren sein, wie Lehrkräfte an Hochschulen und Universitäten. Das wäre in gewisserweise eine “Gleichbehandlung” aber die schlechtere Variante..

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Anaconda

Es ist zwar berechtigt, wenn Sie eine finanzielle Gleichstellung von Angestellten und Beamten fordern.

In der Form, wie Sie ihre Kritik hier vorbringen, ist sie aber nicht angemessen. Das im Artikel beschriebene Anliegen der GEW ist berechtigt. Man kann nicht immer jeden Missstand ansprechen.

Salpeter
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich bin dankbar, dass das überhaupt jemand anspricht. Ich habe noch nirgends aktuell gelesen, dass die GEW sich auch für uns Angestellte einsetzt. Aber zum Streik ruft sie uns auf.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Die GEW hat vor Jahren immerhin die Erfahrungsstufe 6 durchsetzen können.
Davor hat sie überhaupt erst diesem TV-L und der Abschaffung des BAT (waren das Zeiten) zugestimmt.
Seither: Fallen mir keine Großtaten der GEW ein. Die würden jetzt sagen. “JA13” -aber ohne Blick darauf dass nun das erste Beförderungsamt und Eingangsamt deckungsgleich sind. Super Motivation für alle in einem Beförderungsamt (außer an Gy/GE).
Die GEW hat es aber auch schwer: dringt ggü. ver.di nicht durch mit lehrerspezifischen Forderungen in der gemeinsamen Tarifkommission, hat eine sehr kleine streikbereite Mitgliedschaft und befindet sich nun im Teufelskreis, aus Sicht der Angestellten: kaum Verbesserungen -> geringe Streikbereitschaft -> geringe Durchsetzungskraft.
Raus aus dem TV-L (siehe Hessen) wäre das einzige, was Angestellten was bringen könnte.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Die Kritik der GEW ist berechigt.

Natürlich fühlt man sich veräppelt, wenn man zusätzliche Arbeit erledigt und man jetzt dasselbe verdient wie die, die deutlich weniger tun.

In NRW ist es jetzt schon schwierig Schulleitungen für Grundschulen zu finden. Jetzt ist der Anreiz Schulleiter:in zu werden noch geringer geworden.

JonasG
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das macht man ganz geschickt. Beförderungen nimmt man zumindest an Grundschulen weniger wegen des Geldes als mehr wegen des sofortigen Schulwechsels an. Versetzungen werden quasi aus Prinzip seit Ewigkeiten abgelehnt. Wer wirklich weg will, muss sich zu diesen Bedingungen wegbefördern lassen. Ein perfides ab wirksames Prinzip

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