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“Gender Disappointment”: Wenn blaues Konfetti Tränen auslöst – Warum immer mehr werdende Eltern einen Sohn fürchten

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BERLIN. Tränen bei Gender-Reveal-Partys, Schuldgefühle in Elternforen, Expertenwarnungen aus Bildung und Psychologie: Die wachsende Enttäuschung über ungeborene Jungen ist kein skurriler Social-Media-Trend. Sie verweist auf ein tieferliegendes gesellschaftliches Problem – und auf eine Bildungsrealität, in der Jungen zunehmend ins Hintertreffen geraten.

Jungen unerwünscht. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

„Ich bekomme meine Enttäuschung einfach nicht in den Griff!“ Der Satz steht am Anfang eines längeren Beitrags in einem Schwangerschaftsforum der „Urbia Community“. Eine werdende Mutter beschreibt darin, wie sie erfahren hat, dass sie einen Jungen erwartet – und wie schwer es ihr fällt, diese Nachricht anzunehmen. „Der Junge wird sicher toll, aber wir haben uns so sehr (ich schon immer) ein Mädchen gewünscht und uns als Mädchen-Eltern gesehen.“

Was folgt, ist kein Ausbruch, sondern ein tastendes, fast hilfloses Ringen um Worte. Sie schreibt von verletzenden Momenten, wenn sie draußen kleine Mädchen sieht. Von einer „Blase“, die sie sich jahrelang ausgemalt habe – und die nun geplatzt sei. „Ich denke, ich kann mich mit einem Jungen nicht identifizieren“, heißt es weiter. Sie versuche, sich auf das ungeborene Kind einzulassen, „aber es klappt nur so semi“. Am Ende steht die Hoffnung, „dass der Schalter sich in meinem Kopf einfach mal umlegt“.

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„Es ist ein Junge! Früher war das meist ein freudiger Ausruf, vermengt mit Stolz und ehrgeizigen Erwartungen“

Was hier wie ein sehr persönliches Bekenntnis wirkt, ist längst Teil eines breiteren öffentlichen Phänomens. In sozialen Netzwerken kursieren Videos von sogenannten Gender-Reveal-Partys, bei denen die Verkündung „Es wird ein Junge!“ nicht Jubel, sondern Enttäuschung auslöst. Die „Rheinische Post“ beschreibt diese Szenen als symptomatisch für eine Verschiebung, die irritiert. „Es ist ein Junge! Früher war das meist ein freudiger Ausruf, vermengt mit Stolz und ehrgeizigen Erwartungen“, heißt es dort. Heute jedoch flössen bei manchen werdenden Eltern Tränen, wenn blauer Glitzer aus einem Luftballon regne. Die Enttäuschung werde gefilmt, geteilt, kommentiert – und unter dem Schlagwort „Gender Disappointment“ verhandelt.

Dass sich diese Enttäuschung zunehmend gegen Jungen richtet, ist aus Sicht von Fachleuten kein Zufall. Die „Rheinische Post“ verweist darauf, dass männliche Kinder und Jugendliche in der öffentlichen Debatte häufig im Problemmodus erscheinen: Jungen begehen deutlich häufiger Gewaltkriminalität, schneiden im Durchschnitt schlechter in der Schule ab, gelten als risikofreudiger, anfälliger für Extremismus, schwieriger im Umgang. Diese Diskussionen seien berechtigt, prägten aber das Bild von Männlichkeit – und damit auch die Erwartungen werdender Eltern.

Der „Spiegel“ greift diese Beobachtung in einem Beitrag auf. Unter der Überschrift „Wollen Eltern etwa nur noch Mädchen?“ wird dort auf Studien verwiesen, die eine wachsende Präferenz für Töchter nahelegen. Die Leiterin einer US-amerikanischen Kinderwunschklinik wird mit den Worten zitiert: „Früher ging es nur um Jungen. Doch mittlerweile wünschen sich Eltern immer öfter ein Mädchen.“ Der Spiegel ordnet ein, dass sich diese Tendenz vor allem in Ländern mit hoher Frauenerwerbsquote zeigt. Töchter gelten zunehmend als verlässlicher, anschlussfähiger an moderne Lebensentwürfe – auch mit Blick auf spätere Pflegeverantwortung. Männerrollen hingegen hätten sich weniger stark verändert. Ein Sohn erscheine vielen Eltern langfristig als unsicherere Wette.

Gleichzeitig warnt das Blatt vor vorschnellen Schlüssen. Die oft zitierten Studien zu „Gender Disappointment“ untersuchten nicht die inneren Wünsche von Eltern, sondern ihr Verhalten. So zeige sich vor allem der Wunsch nach einer Mischung aus Mädchen und Jungen. Dennoch bleibe ein Detail auffällig: Frauen bekämen etwas häufiger ein weiteres Kind, wenn sie bislang nur Söhne haben. Die Enttäuschung über einen Jungen sei zwar, wie die Soziologin Hilke Brockmann betont, „ein Randthema mit vernachlässigbaren Folgen“. Doch sie sei ein Indikator für verschobene Erwartungen.

„Kommt es anders als erträumt, scheint es bisher so, als hätten Mütter im Schnitt mehr daran zu knabbern als Väter“

Auch die „Apotheken Umschau“ greift das Thema auf und zitiert die Psychologin Julia Ditzer von der Universität Dresden. „Viel Forschung gibt es dazu nicht“, sagt Ditzer. Eine der wenigen Studien deute darauf hin, dass sich skandinavische Eltern seit den 1980er-Jahren eher Mädchen wünschen. Ditzer beobachtet, dass vor allem Mütter stärker mit der Enttäuschung ringen. „Kommt es anders als erträumt, scheint es bisher so, als hätten Mütter im Schnitt mehr daran zu knabbern als Väter.“ Ihre Kollegin Stefanie Heer, Psychologin, systemische Familientherapeutin und Hebamme aus Bonn, spricht von Schuldgefühlen und Scham. „Viele schämen sich, haben Schuldgefühle und denken, eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater zu sein. Dabei sind das völlig legitime Gefühle. Man muss von einem Teil des Lebens Abschied nehmen, den man sich anders erträumt hatte.“

Was in diesen Beiträgen anklingt, ist mehr als eine private Gefühlslage. Die Enttäuschung über einen Jungen speist sich aus konkreten Vorstellungen davon, wie Jungen heute sind – und wie schwer es offenbar ist, sie gut durch Kindheit, Schule und Gesellschaft zu begleiten. Genau hier setzt die bildungspolitische Dimension an, die News4teachers seit Jahren begleitet.

Der Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Herbert Renz-Polster beobachtet seit Jahrzehnten, wie sich die Lebenswelt von Kindern verändert. Im Gespräch mit dem Spiegel warnt er vor einer Entwicklung, die tief ins Bildungssystem hineinreicht. „In Institutionen wie Kita, Kindergarten und Schule haben Jungen mehr Misserfolge, mehr Konflikte, mehr Stress. Das hat Folgen für den Selbstwert – und macht anfällig für autoritäre Erzählungen“, sagt Renz-Polster. Jungen seien in ihrer sprachlichen und emotionalen Entwicklung im Durchschnitt langsamer als Mädchen und bräuchten mehr Unterstützung. Die „durchpädagogisierte Kindheit“, wie er es nennt, passe oft schlechter zu ihren Bedürfnissen.

Diese Einschätzung deckt sich mit zahlreichen empirischen Befunden. Der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann stellte bereits 2012 fest, dass Jungen seit Jahrzehnten an Boden verlieren. Heute machen sie laut Statistischem Bundesamt nur noch 45 Prozent der Abiturienten aus, stellen aber 60 Prozent der Schulabbrecher. 15 Prozent der Männer zwischen 25 und 34 Jahren haben weder Abitur noch eine abgeschlossene Ausbildung. Die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm spricht (laut einem Beitrag des Bildungsjournalisten Jan-Martin Wiarda) von „Underachievern“: Jungen, deren tatsächliche Leistung hinter ihrem Potenzial zurückbleibt.

Hinzu kommen Erwartungseffekte. Eine internationale Längsschnittstudie der Universität Halle-Wittenberg zeigt, dass Lehrkräfte Leistungen von Mädchen in sprachlichen Fächern tendenziell überschätzen und die von Jungen unterschätzen. In Mathematik sei es umgekehrt. Solche Verzerrungen wirkten über Jahre hinweg – und prägten Selbstbilder. Der Zeit-Autor Martin Spiewak beschreibt die Krise der Jungen („Jung, männlich, abgehängt“) als strukturell: Schon bei der Einschulung seien zwei Drittel der zurückgestellten Kinder Jungen. Moderne Unterrichtsformen setzten auf Selbstorganisation, während Jungen im Durchschnitt länger klare Strukturen und direkte Ansprache benötigten.

„Nun ja, was soll ich sagen, mittlerweile freu ich mich sehr auf unseren kleinen Jungen“

Vor diesem Hintergrund bekommt die Enttäuschung über einen ungeborenen Jungen eine andere Bedeutung. Sie ist nicht nur Ausdruck individueller Wunschvorstellungen, sondern spiegelt reale gesellschaftliche Erfahrungen. Wer Jungen heute beobachtet – im Bildungssystem, in Statistiken, in öffentlichen Debatten –, sieht eine Gruppe, die häufig scheitert, auffällt, zurückbleibt. Dass werdende Eltern diese Bilder internalisieren, ist kaum überraschend.

Und doch lösen sich viele dieser Ängste, sobald das Kind da ist. Auch das zeigen die Stimmen aus den Foren. „Nun ja, was soll ich sagen, mittlerweile freu ich mich sehr auf unseren kleinen Jungen“, schreibt eine Nutzerin der „Urbia Community“ wenige Tage nach der Diagnose. „Das allerwichtigste war mir natürlich, dass alles gesund ist beim Baby, egal welches Geschlecht.“ Eine andere ergänzt erleichtert: „Es ist beruhigend zu lesen, dass es auch anderen so geht und man enttäuscht sein kann.“ Die Enttäuschung weiche, die Beziehung beginne. Man nehme, was kommt – und hoffe, dass der Junge vielleicht sogar Gefallen am Reitsport findet. News4teachers 

Warum Jungen im Schnitt schlechter durch Kita und Schule kommen – und dann anfällig für Autoritarismus werden

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Achin
1 Monat zuvor

Wer eine “Gender-Reveal-Party” feiert und dies in den Sozialen Medien zudem öffentlich macht, der hat sich aus der bürgerlichen Gesellschaft verabschiedet – auch wenn es sich dabei um (junge) Lehrerkolleginnen und -kollegen handelt.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Was ist Ihrer Meinung nach die “bürgerliche Gesellschaft” aus der sich diese Leute angeblich verabschiedet hätten?

Ich halte Ihre Behauptung für Unsinn.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Viele junge Kolleginnen haben sich aus der bürgerlichen Gesellschaft verabschiedet, auch ohne Gender Reveal Parties.

Opossum
1 Monat zuvor

Ist “Junge”-“Madchen”, “Mann”-“Frau” nicht nur ein soziales Konstrukt?

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Könnten Sie die Frage noch einmal wiederholen, sodass die von einer breiten Mehrheit als schlau oder wenigstens sinnvoll gestellt empfunden wird?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Ich habe verstanden, was Opossum meint. Sie nicht? Oder wollten Sie es nur nicht verstehen?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Warum gestehen Sie mir lediglich einen Minderheitenstatus zu?

Steißtrommler
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Seien Sie doch froh, manche kämpfen lange dafür!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Es macht aber einen Unterschied, ob man sich zu einer Minderheit bekennt, oder fälschlicherweise von einem Individuum mit eingeschränktem Horizont zu einem Teil einer kleinen, nicht relevanten Gruppe erklärt wird.
Transit, intransitiv, Sie verstehen – also verhauen vs verhauen werden.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Dachte ich auch. Muss doch keiner wissen, dass ich ‘nen Jungen bekommem hab’. Rein ins rosa Tüllröckchen, ab ins Ballett und zu jedem Geburtsrag gibt’s was von Barbie. Merkt kein Mensch. Und wenn das Kleine nix anderes kennt, merkt es auch nix. Mein Kind erzieh ich schließlich noch immer zu dem, was ich will. Basta.
“Aber der Penis?”
“Seit wann sagt ein Penis etwas übers Geschlecht aus, Sie Reaktionär!” (Scherz)

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ging nicht “auf Kosten von Transmenschen.”
Das spielte auf die Aussage vom Geschlecht als sozialem Konstrukt an.
Das ist ein Unterschied.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn ein Kind zur Welt gekommen ist, dann wird relativ frühzeitig geguckt, welche Geschlechtsteile es hat.
Hat es einen Penis fällt wohl in aller Regel der Satz: “Es ist ein Junge.”
Ich habe noch nie gehört, dass Arzt oder Hebamme beim Blick auf das Geschlechtsteil des Kindes, sofern es sich um einen Penis handelt, ausgerufen haben: “Es könnte sich evtl. um einen Jungen handeln. Aber warten wir mal ab. Wer weiß…”
Ich finde, ein Penis ist ein sehr starkes Infiz dafür, dass es sich bei einem Neugeborenen um einen biologischen Jungen handelt.
Als was er sich später mal idendifiziert, ist eine andere Frage und es steht jedem frei, zu entscheiden, als was er sich selbst wahrnimmt.
Selbstverständlich sind auch biologisch Abweichungen von der Zweigeschlechtlichkeit möglich. Aber die sind sehr selten und auf den ersten Blick nicht zu erkennen.
Das macht sich wohl erst später bemerkbar und dann muß man natürlich reagieren und sehr sensibel damit umgehen.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Er hatte einen Zusammenhang mit @Opossums Komnentar.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Biologische Merkmale zweier Geschlechter kommen deutlich häufiger vor, als Ihnen scheinbar bewusst ist.
Bis vor kurzem wurden einfach die Geschlechtsmerkmale, die man annahm, die zusätzlich seien entfernt und damit durchaus häufig auch ein Fehler begangen.

Dass es kaum bekannt ist, dass Teile beider Geschlechtmerkmale häufiger vorkommen liegt wohl daran, dass es bis heute nahezu undenkbar wäre, sein Kind als divers vorzustellen oder zu erziehen.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das biologische Geschlecht lässt sich alleine anhand der der Chromosomen bestimmen. Das ist unstrittig. Was Sie meinen ist die Geschlechtsidentität.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Allen ernstes ist es aber bezeichnend, wie manche stumpf verharren. Von Aufklärung reden, natürlich gegen religiöses Dogma und wissenschaftsfreundlich – aber wehe, der Junge trägt rosa! Wer soll da noch ernsthaft etwas erwarten, wenn es um biologisches Geschlecht, Gender oder Orientierung geht?

Aber was soll man sonst bei der nächsten Wahl priorisieren? Bildungspolitik? 😛

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wieviele Religionen erkennen denn “alle Geschlechter” an? Sie kennen sich ja so gut mit Religionen aus. Was sagt “Buch Gottes” [egal welches] denn dazu?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Jaja, wenn nur die Religionen nicht währen (augenroll)
https://www.ndr.de/geschichte/Schwule-und-Lesben-in-der-DDR-Unsichtbar-im-Osten,homosexualitaet212.html

Ich bestritt ja nicht, dass es bei Religionen nicht wenige Probleme gibt, WESHALB ich ja bspw. Religionsunterricht an Schulen begrüße, welcher persönlichen Glauben und gesellschaftliches Leben in Einklang zu bringen helfen kann.

Aber was aud bspw. Opossum oder DerechteNorden entgegnen, welche sich öffentlich – nach jahrelanger Diskussion – angeblich irritiert und/ oder abwehrend zeigen, um LGTBQ aus der Öffentlichkeit zu verbannen? Welcher Religion folgen die Ihrer Meinung nach?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Als mein damals vierjähriger Sohn vor den roten Lackschuhen im Schuhgeschäft verharrte und diese unbedingt haben wollte, habe ich sie ihm nicht gekauft….

So, und nun sehe ich schon Ihre Schublade aufgehen….

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die sind mindestens genau so lustig wie über

– Männer (#killallmen, tumbe Triebbestien oder nicht kriegstüchtig genug, alles Bildungsversager aber nachher doch oft Firmenchef wohl wegen Patriarchat usw. usf.)

– Frauen (wahlweise Karriere- oder Rabenmütter, verführte Supermodels oder angeblich bossy Slay-Queen, “Lifestyle-Freizeit”-Nutzer; an “kriegen nicht genug Kinder” traut man sich NOCH nicht ran, kommt aber sicher noch).

Im übrigen kann selbstverständlich (ob mit oder ohne Verfassungsgericht) von “Fuchs” oder “Eisenbahnlok” oder LGBTQ++-whatever jeder alles sein und ausleben, was er/sie/es/themthey will – da dies nicht verboten und damit in der Bundesrepublik erlaubt ist.

Nur ein (krankhaftes, btw.) “Recht auf kritiklos geliebt und bejubelt werden” – das gibt es für niemanden.
Nicht mal für Bahnwärter, Bäcker, Lehrer, Männer, Frauen und sonstige Geschlechter.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Krankhaft bezog sich offensichtlich auf den Sprachgebrauch des Umgangs bzw. den Umgang selbst.

Ist also erstmal Quatsch den hier anzuführen, außer wir “reduzieren” Sprache so, dass wir nahezu keine “Aneckpunkte” bekommen. Dann wird’s jedoch tatsächlich oft sehr schwierig und extrem kompliziert.
Dann wäre nämlich “Artgenossen” auch ziemlich … “Unsensibel”.

Ansonsten geht es halt wieder mal um den Diskurs des Geschlechts.

Biologisch gibt es eben männlich und weiblich [geprägt].
Gesellschaftlich [Sozialisiert] – je nach Gesellschaft.
Gefühlstechnisch – wie jeder und jede und alle möchten.
Grammatikalisch – je nach Sprache.

Und dementsprechend “spricht man aneinenander” dann oft vorbei.

Biologische Minderheit? Das betrifft tatsächlich sehr wenige. Gibt es. Früher nannte man das eher “Fehlprägungen” biologisch? Man könnte auch sagen “Primärgeschlechtlich anders gesprägt als die Norm” – divers. Jedoch gibt es oft eben “wie hormontechnisch aufgewachsen”. Also hier kann man das durchaus medizinisch ja sehen usw.
Bei Gedächtnissachen und “Störungen” ist man hier durchaus inzwischen etwas weiter … Auch hier hat man Neurodivers/Neurodivergent inzwischen als Fachbegriff. Eben “anders als die Norm” – also als “Neurotypisch”.

Man kann ja bspw. auch sagen: Biologisch männlich geboren – fühlt sich als Frau.
Ist doch auch okay?
Oder Biologisch weiblich geboren – non-binär fühlend.
Oder Biologisch Intergeschlechtlich geboren – männlicher Verlauf – fühlt sich als Frau.

Oder geht das nicht? Warum denn nicht?
Man sucht sich halt “normalerweise” weder den eigenen Körper, noch die Familie [geburtstechnisch biologisch], noch das Geschlecht aus.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist leider so. Aber das hat auch damit zu tun, dass diese Menschen eben oft nicht gleich und nicht normal behandelt werden.

Wie sollten alle Menschen gleich achten und akzeptieren und eben keine Unterschiede machen. Das ständige Betonen der Unterschiede erreicht nur das Gegenteil

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Also doch Unterschiede?

Auf irgendwas muss man sich doch “festlegen”. Entweder “alle sind gleich”. Oder “alle sind anders”. Oder “alles sind Menschen”. Oder “sei kein Arsch – kommuniziere, wie du Sachen meinst” – dann aber auch “sei nicht gleich angefressen, wenn es jemand gut meint – aber falsch ausspricht”.

Wie denn genau jetzt? Und wer bestimmt das? Und für wieviele? Warum?

Und da dreht man sich eben ständig im Kreis.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Nur Sie drehen sich im Kreis.
Gleichwertig mit Respekt zu behandeln bedeutet nicht unterschiedslose Gleichbehandlung.

Das packen die Menschen hier wie auch bei der Inklusion aus, um – seit Jahren – nichts dazugelernt haben zu müssen.

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde sagen, das ist das Henne-Ei-Problem.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Jaja, höchst komplex!
Schauen Sie bezeiten mal ins Grundgesetz, da wird Ihr Henne-Ei-Problem überraschend eindeutig gelöst 😉

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Im übrigen kann selbstverständlich (ob mit oder ohne Verfassungsgericht) von “Fuchs” oder “Eisenbahnlok” oder LGBTQ++-whatever jeder alles sein und ausleben, was er/sie/es/themthey will…“

Das ist falsch! Jeder kann alles sein und ausleben, was er ist und nicht, was er will. Und ich glaube, wir sind uns einig, dass die Möglichkeit bisher eher nur auf dem Papier existiert als real.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

„ Und ich glaube, wir sind uns einig, dass die Möglichkeit bisher eher nur auf dem Papier existiert als real.“

Nö, erlebe ich anders. Wir haben inzwischen in etlichen Klassen SuS, die sich nicht ihrem biologischen Geschlecht zugehörig empfinden und dies ausleben. Es gibt zu Beginn der Phase nach dem Outing mitunter Kommentare der Mitschüler (wird, soweit bekannt, innerschulisch aufgearbeitet). Diese Kommentare gibt es insbesondere dann, wenn der/die Betreffende bereits vor dem Outing nicht fest in der Gruppe integriert war. Ich habe bisher noch nicht erlebt, dass ein in der Gruppe sozial anerkannter und beliebter Schüler nach dem Outing mit Ausgrenzung oder Diskriminierung in der jeweiligen Gruppe zu kämpfen gehabt hätte.

Wenn es an unserer Schule Probleme mit Ausgrenzung/Diskriminierung gibt, dann nicht speziell auf LGBTQ+ bezogen (es scheint inzwischen eher cool zu sein, nicht hetero-normativ zu empfinden), sondern generell auf „Anders sein“. Dieses “Anders sein“ umfasst aber sehr viel mehr als die geschlechtliche Identität: dass kann ganz banal auch Kleidungsstil, Frisur, Hobby sein. Und wie gesagt: interessanterweise wird bei einer Person es als cool empfunden, dass diese Person sich als nonbinär bezeichnet, die andere sich als nonbinär bezeichnende Person erntet innerhalb derselben Gruppe schräge Blicke. Und bei manchen ist es völlig wumpe.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Nö, ist es nicht.

Wenn Sie gleich z.B. einen Rock anziehen wollen (oder ‘ne Hose) und morgen z.B. verkünden, mit ihrem Wahlpartner beliebigen Geschlechts zusammen-/auseinanderziehen zu wollen…
– werden Sie verhaftet ?
– gekündigt ?
– zwangsweise in die Psychatrie gesteckt?
– das Konto gekündigt ?
– ihr Haus/Wohnung überfallen ?

Nö, nix davon passiert.

Das einzige, worauf Sie KEINE Garantie haben ist, dass jeder durch moralischen Zwang verpflichtet wird, Sie und ihre “geschlechtlichen” Entscheidungen zu BEJUBELN.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Natürlich.

Große Überraschung: Es gibt gewalttätige Kriminelle diverser Art, die andere angreifen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Nö, nix davon passiert.”
Vielleicht zusammengeschlagen, von Leuten, die das eklig finden.
Oder Parteien wollen die Existenz leugnen, bekämpfen und gesellschaftlich ausgrenzen.
Oder Weltreligionen erklären jemanden zur Ausgeburt des Bösen.
Oder das Gesundheitswesen benachteiligt/ diskriminiert jemanden.
Oder jemand wird krininalisiert, sich an Kindern zu vergreifen.

Aber ja, was kann schon passieren.
So lange keine Parteien einen Straftäter zujubeln, der Gesetze – falsch und völlig ohne Erfolgsaussichten – auszunutzen versucht. Im Zweifelsfall geht da der persönliche Ekel vor Rechtstaatlichkeit…
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/selbstbestimmung-gesetz-debatte-100.html

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Achja, Sie ekelten sich ja bereits öffentlich beim Gedanken (!) an den Christopher Street Day…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Stellen Sie sich mal vor:

Selbst als mehrjähriger Wahl-Kölner kann man Homosexualität ekelig finden (ja, schockschwere Not, ekelig!) und mit ganz normalen homosexuellen Personen…
– Freundschaften pflegen
– auf Arbeit zusammen arbeiten
– eine gute Nachbarschaft haben
– ausgehen
– im Fall einer zivilisierten Anmache sagen: “Sorry, superstraight”
– im Fall einer unzivilisierten Anmache Grenzen klarmachen

Und sich (man glaubt es kaum) gelegentlich GEMEINSAM darüber wundern, wie manche glauben durch (auch früher schon beliebte) Hundemasken beim gleichzeitigen Herzeigen gewisser Körperteile in gewissen Zuständen “Akzäähhhhptahhhhnz” erzeugen zu können – statt Ablehnung bis hin zu Ekel oder gar Hass.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Es gibt auch mehrjährige Immis (Wahlkölner), die den Wölky gut finden. Dann doch lieber rosa wölkchen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Stimme zu.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und 447 würde denen helfend beispringen, wenn ich deren Verteidigung Wölkys als ekelhaft bezeichne…
Stellen Sie sich mal vor

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Und aufgrund dieses Gefühls die Veranstaltung für alle verbieten wollen – ein völliges Rätsel, warum ich sowas kritisiere.

Aber ja, Sie können sich gerne als queerfeindlich bezeichnen, aber dann erwarten Sie doch bitte nicht, Ihre “Witze” als queerfeindlich zu bezeichnen 😀
“Da ist doch schon die post-moderne Lösung mitgegeben:
Einfach als Mädchen identifizieren. ”
Geschmacklos, aber was von jemanden erwarten, der sich nichtmal zum Grundgesetz durchringen kann, sondern lieber seinen Verachtung öffentlich macht.

Warum sollte man Ihre Aussagen nicht als menschenfeindlichen Unsinn verstehen?

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wer will die Veranstaltung denn verbieten?
Also ich nicht. Und bei @447 stand doch auch nichts von verbieten.
In Ihrer Vorstellung scheint es nur zwei Optionen zu geben: Entweder man lehnt eine Sache ab, was in Ihren Augen offenbar gleichbedeutend ist mit “verbieten wollen”. Oder man tut uneingeschränkt seine Zustimmung kund und stimmt Jubelarien an.
Man kann eine Sache aber auch einfach nicht gut, blöd, scheiße finden oder sie sonstwie einfach nicht mögen, und trotzdem die Toleranz aufbringen, den anderen ihren Spaß zu lassen.
Wenn ich eine Veranstaltung nicht mag, geh ich halt nicht hin. Verbieten muß da wegen mir keiner was. Schon gar nicht den Christopher Street Day.
Ich bin mir dessen Ursprung bewußt und beführworte, was da im Grunde dahintersteht.
Und trotzdem kann ich so manche Verkleidung, die da vorgeführt wird abstoßend finden.
Und Sie dürfen sie mögen.
Ich versteh echt Ihr Problem nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

“Wer will die Veranstaltung denn verbieten?”
Wer ist schon so bescheuert, Ihrem Wunsch nachzukommen…

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/csd-queer-bedrohung-100.html

https://www.con-nect.de/ronnenberg/archiv-nachricht/fdp-kritisiert-afd-vorstoss-gegen-den-christopher-street-day-scharf

Seltsam, anscheinend sind Sie da mit Ihrem Ekel und Ihrem Wunsch, andere in deren Freiheit zu beschränken, nicht alleine – wer hätte es geahnt?
Sogar die FDP findet das bescheuert und die setzen sich mit Leib und Seele gegen Rücksicht auf Schwächere ein 😀

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Artikel 3 GG. Wird permanent kritisiert.

Klar sind bspw. Queere – als Menschen – rechtlich geschützt. Wie eben alle Menschen erstmal.

Und weiter? Warum fordern denn Verbände und Betroffene die Umänderung und direkte Anerkennung, wenn es “im Grundgesetz” doch so eindeutig ist?

Hm … Wie gesagt … Als Mensch ja. Das ist eindeutig.

Als “sexuelle Identität/sexuelle Orientierung”? Direkt? Nope.

Fügen Sie doch bitte Ihre Quellen und Verweise hierzu an.
Ansonsten wäre ja die Logik: Die Verbände und Betroffenen sollen die Kl… halten. Steht doch eh schon drin. Wäre das “Ihre Aussage”?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Artikel 3 GG. Wird permanent kritisiert. ”
Dann lassen Sie doch Ihre Kritik einfach weg oder wandern Sie aus 😉

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sorry Rainer … Das macht aber wirklich gar keinen Sinn jetzt?
Artikel 3 GG. Wird ja nicht von mir kritisiert. Ich sehe das ebenfalls “übergeordnet” als “Menschen”.
Bin allerdings weder direkt “Betroffen”, noch vertrete ich hier einen Verband – noch bin ich für das GG zusätzlich.
Viele Betroffene und Verbände fordern eine Änderung bzw. Ergänzung des Artikel 3 GG .
Demnach wollen Sie, dass die aus Deutschland auswandern?

Also wollen Sie hiermit den Betroffenen und Verbänden sagen: “Haltet euer M…. Nix fordert ihr. Schaut mal in das GG – da steht schon alles gut drin.” ?
Oder wie soll ich denn Ihren Kommentar jetzt verstehen/einordnen?

Sie sagen: GG ist super so.
Viele Betroffene und Verbände sagen: Ne, ist es nicht.
Sie sagen: Nene, ihr habt kein Plan – schaut doch GG.
Die: Haben wir – das reicht ja eben nicht.
Sie: Dann wandert doch aus!
Betroffene und Verbände: ????
Sie: Lasst doch einfach die Kritik weg. GG ist top. Akzeptiert es. Oder wandert aus!
Betroffene und Verbände: ??????!

Oder wie?
Das war ja eines Ihrer “geistreichsten” Beiträge/Kommentare, die ich hier lesen durfte …
Wieder gar nichts gecheckt, aber dann “aus Ungeschick und Unwissen” komplett gegen die Betroffenen und Verbände geschosse. Na … Glückwunsch.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Artikel 3 GG. Wird ja nicht von mir kritisiert. Ich sehe das ebenfalls “übergeordnet” als “Menschen”.
Bin allerdings weder direkt “Betroffen”, noch vertrete ich hier einen Verband – noch bin ich für das GG zusätzlich.”

Sind Sie high? Sie dürfen andere Menschen aufgrund deren Geschlechts nicht benachteiligen. SIE SIND BETROFFEN! Alle in Deutschland sind es – aber das Fass mach ich heute nicht wieder auf 😛

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Sind Sie high? Sie dürfen andere Menschen aufgrund deren Geschlechts nicht benachteiligen. ”

Schön wär’s. Dann könnte ich vielleicht mit viel Mühe und genug “Highness” auch Ihre Texte mal verstehen – oder zumindest, wie diese entstehen.

Rainer, das sagte doch auch keiner. Warum können Sie einfach keine Kommentare/Texte mal lesen und verstehen? Ich checks echt nicht. Haben Sie sich für das Studium die Inhalte diesbezüglich immer vorlesen lassen und erklären lassen? Oder verstehen Sie einfach “einseitige/”einschlägige” Fachlektüre im Förderbereich – aber alles andere nicht?

“SIE SIND BETROFFEN! Alle in Deutschland sind es – aber das Fass mach ich heute nicht wieder auf ”

Ja, Rainer … Genau DESHALB HABE ich SOGAR “direkt” als Wort dazugeschrieben. Eben … Damit es nochmal rauslesbar ist … Alle sind betroffen – aber nicht alle sind gleich [doppeldeutig] Betroffen[e] [ebenso doppeldeutig].

Wie soll ich es Ihnen denn noch verständlicher machen? Ich schreibe sowieso schon [bewusst] “alltagsmäßig” und stark reduziert normalerweise. Dazu mit vielen Einschüben und stellenweise Erklärungen, sowieso Erweiterungen/genaueren Erläuterungen.
Hilft alles nichts bei Ihnen …
Vielleicht würde es helfen, wenn wir mehr “auf gehobener Fachebene” schreiben? Können wir auch gerne mal versuchen …
Normal ist das für öffentliche Foren allerdings eher “schwieriger”.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zitieren Sie doch mal, wo ich irgendwem sexuell oder geschlechtsspezifisch irgendwas “verbieten” will.

Und im Gegensatz zu Ihnen wurde meine Verfassungstreue schon von Profis überprüft.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Und im Gegensatz zu Ihnen wurde meine Verfassungstreue schon von Profis überprüft.”
Besorgniserregend, aber nicht überraschend bei Ihren Aussagen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Haben Sie mal mit Ihren “Freudin” darüber gesprochen, dass diese Sie anekeln?
Ich meine, Sie SIND doch Freunde? 😉

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube.

Noch ein Schocker für Sie:
Man kann mit Menschen vierlei Aktivitäten und Freundschaften pflegen, OHNE mit diesen gleichzeitig sexuelle Kontakte zu haben oder (wohl aus chronischer Untervögeltheit, wie bei gewissen typischen Menschen) ständig und permanent an Sex, Geschlecht etc. zu denken.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube.”
Aber Sie sprachen mit Ihren Freunden darüber, welche Ekel Sie bezüglich deren Homosexualität empfinden?
Es sind Ihre Freunde, da ist ja ein wenig Ehrlichkeit und Verständnis angebracht.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn das Thema aufkommt – etwa, weil der Freund des Freundes nach ‘nem Kölsch zu viel gewisse Aktivitäten vorschlägt – natürlich.

Zum Beispiel, indem man sagt: “Nö, das finde ich echt ekelig, da ich hetero bin.”

Ein Schocker nach dem anderen hier! 😀

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ne, ich bezog mich auf Ihre Aussage, dass Sie Homosexuelle ekelig finden, nicht gegen Ihren Willen von irgendwen angegangen zu werden:
“Selbst als mehrjähriger Wahl-Kölner kann man Homosexualität ekelig finden”

Zurückrudern von Ihrer Äußerung, ganze Menschengruppen als ekelig abzuwerten. Wers glaubt…

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Möchte mal wissen, was es Sie angeht, wovor ich mich ekle. Sie dürfen sich doch auch ekeln, wovor Sie wollen.
Ekel kann man weder verbieten, noch ihn vorschreiben.
Ist wie mit Hass. Oder mit Liebe. Oder mit Freude. Oder mit Trauer. Oder mit Zorn. Gefühle halt. Sie sind da, oder halt nicht. Sie kommen und gehen. Man sollte sie halt einigermaßen im Griff haben und nicht andere unter den eigenen Gefühlen leiden lassen.
Im Übrigen ekle ich mich nicht beim Gedanken an den Christopher Street Day.
Ich finde nur nicht jede Verkleidung ansprechend.
Ansonsten schließe ich mich den Ausführungen von 447 an.
Ich würde zwar nicht sagen, dass ich Homosexualität an sich eklig finde. Aber wenn sich zwei Männer leidenschaftlich küssen, dann guck ich da nicht so gerne hin. Und das darf ich.
Die dürfen sich auch gerne küssen, soviel sie wollen. Und ich darf wegschauen so viel ich will, weil ich das ganze halt nicht so ansprechend finde.
Aber es ist ja eh hölicher, andere beim Austausch von Zärtlichkeiten nicht anzuglotzen, oder?
Also was genau ist jetzt nochmal Ihr Problem?

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Schwule Männer dürfen sich gerne in Filmen küssen, aber der funky JLo Hüftschwung netter Ladys gefällt mir besser! Darf ich sagen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Ich weiß nicht, viele finden das eklig…
Warum SIE zum Maß aller Dinge machen, wenn Sie bereits den CSD verboten sehen möchten, obwohl Sie da nicht hingehen?

Ein Hoch auf Ihre “Toleranz”, aber wenn wir dieser schädlichen Logik folgen wollen, gehen die Befindlichkeiten der Mehrheit vor.

Oder was wollen Sie anderen entgegnen, die sich beim Anblick küssender Männer ekeln? 😉

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

1. Sie verwechseln Mario und Marion.

2. Ich zitiere aus meinem (nicht Marios) Kommentar: “Wenn mir eine Veranstaltung nicht gefällt, dann geh ich halt nicht hin. VERBIETEN MUSS DA WEGEN MIR KEINER WAS. SCHON GAR NICHT DEN CHRISTOPHER STREET DAY. Ich bin mir dessen Ursprung bewußt und BEFÜHRWORTE, was da im Grunde dahintersteht.”

Lesekompetenz: Setzen – Sechs!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Ne, es ging um ein Verbot weil da welche – ich schätze fast alle? – mit Hundemasken rumrennen und das eklig ist.
Sich im Internet gegen den CSD ausschreiben, während nicht wenige Rechtsextreme ein Verbot fordern oder direkt blockieren/ attackieren, naja… :/

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Im Übrigen steht es Ihnen doch völlig frei zu verkünden, dass Sie den “funky JLo Hüftschwung” netter Ladies eklig finden.
JLo wird’s überleben. Die Ladies auch.
Sollten Sie es eklig finden, wenn Frauen und Männer sich küssen, dürfen Sie das ebenso ganz allgemein aussprechen. Ich denke dadurch wird sich kein Hetero-Paar persönlich angegriffen fühlen.
Und wenn Sie als evtl. schwuler Mann, mit Heteros befreundet sind, dann müssen Sie es denen ja nicht persönlich auf die Nase binden, dass Sie es nicht so ansprechend finden, wenn die sich küssen.
Gucken Sie halt weg.
Oder weisen Sie darauf hin, dass Sie es generell nicht so mögen, wenn Paare, egal ob homo oder hetero, vor Ihren Augen rumknutschen.
Ich wette, Sie können ohne weiteres trotzdem Freunde bleiben.
Mir zumindest ist es völlig gleichgültig, welche sexuelle Präferenz meine Freunde haben.
Ich muss ja keine sexuelle Beziehung mit ihnen eingehen.
Es geht um Freundschaft.
Ich verstehe also Ihr Problem noch immer nicht.

“Oder was wollen Sie anderen entgegnen, die sich beim Anblick küssender Männer ekeln?”
Denen entgegne ich:
“Dann schau halt nicht hin.”
Was sonst?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

“Im Übrigen steht es Ihnen doch völlig frei zu verkünden, dass Sie den “funky JLo Hüftschwung” netter Ladies eklig finden.”
Warum sollte man das im Internet schreiben, dazu auch noch in einem Forum für Bildung??

Aber Sie haben recht. JLo – werauchimmer das ist – wird es überleben.
Queere Menschen möglicherweise nicht…
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/SicherheitLSBTIQ/SicherheitLSBTIQ_node.html
Danke nochmal für IHREN öffentlichen Ekel, garantiert werden sich Täter*innen noch darauf berufen 🙁

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

“Möchte mal wissen, was es Sie angeht, wovor ich mich ekle.”
Gar nichts, aber Sie schreiben es unaufgefordert ins Internet ^^

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie schreiben doch auch unaufgefordert jeden Stuß ins Internet.
Muss ich warten, bis Sie mich auffordern, bevor ich etwas schreiben darf?
Sie haben sehr seltsame Vorstellungen…..
Wollen Sie bestimmen was andere schreiben dürfen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

“Sie schreiben doch auch unaufgefordert jeden Stuß ins Internet.”
Ja!
Ich könnte mich irren, aber ich glaube, ein, vielleicht zweimal bezüglich meiner Beiträge kritisiert worden zu sein 😉

“Wollen Sie bestimmen was andere schreiben dürfen?”
Nö, ich kritisiere SIE für Ihre queerfeindliche, frauenfeindliche Scheiße, die Sie in einem öffentlichen Forum verbreiten!

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Und @ 447
Ekel ist als Begriff falsch!

Ekel erzeugt Gänsehaut und im schlimmsten Fall ein Erbrechen und ist von Natur aus für krank machende Dinge gedacht, von denen wir uns fern halten sollen.
Wurm-und Madenbefall, Schimmel, Gammel, Verdorbenes, Unhygienisches, ect.
Der Mensch an sich kann keinen Ekel hervor rufen, nur in Verbindung mit krank machendem, zB Rotznase.
Sehr feuchte Küsse bzw deren Anblick können evtl sehr indirekt anekeln, weil der Weg zu ungesund im Bezug auf Flüssigkeiten doch noch sehr weit ist.

Ich hatte eine Zeitlang viel bei queer.de gelesen, als es dort noch die Kommentarspalten gab. Da gab es ZB schwule Männer, die mit Frauen befreundet sind, evtl sogar besser als mit Männern, denen aber beim Gedanken an ein weibliches Geschlechtsteil und an Heterosex schlecht wird. Die können auch nicht zwischen attraktiven und unattraktiven Frauen entscheiden, wie sie behaupten, weil sie alle Frauen häßlich finden. Und manche könnten nicht einmal mit Frauen befreundet sein, sondern leben in einer Blase, wo es angeblich keine Frauen gibt. Gibt es umgekehrt bei Lesben auch. Sind halt Extremfälle.

Ich glaube nicht, dass das nicht berührt! Mich befremdet das, vielleicht ja nur, weil ich bi bin, aber :

1. Man kann auch Kinder und alte Menschen, obwohl sie keine sexuellen Partner sind und man sich auch nicht “verliebt” , schön finden.

2. Bestimmte Gruppen auszublenden, als gäbe es sie nicht, ist schon menschenfeindlich und da sollte man mal sein eigenes Problem überprüfen, als nur auf seine Freiheiten, das zu dürfen, zu pochen.

3. Mit so einer Aussage (Ekel) wirst du aufgrund deines Geschlechtsteils, deiner sexuellen Orientierung mit Wurm – und Madenbefall auf eine Stufe gestellt! Auch Stillen im öffentlichen Raum gehört für manche, auch Heteros, dazu! Müsste der Logik nach also als krank machend empfunden werden, wenn man das ekelig findet.

Wenn solche Aussagen wirklich nicht berühren, dann nur, weil man weiß, dass die Person selber nicht weiß, was sie da sagt und das Wort nicht hinterfragt.

Ich würde sagen, im Bezug auf eine andere, ungewohnte sexuelle Orientierung geht es vor allem um fremdeln! Und Unbekanntes kann Ängste, sprich Phobien auslösen. Also, ja, man hat selber ein Problem. Auch so ein schwuler Mann bei queer.de, der scheinbar Angst vor einer Vagina hat. Und tatsächlich liegt dem oft auch etwas zugrunde. Missbrauchserfahrungen, Neurosen. Nicht selten stellt man dann auch fest, dass genau diese Person sich auch vor allem ekelt, was nicht vegan ist. Milch, Käse,…
und kein Blut sehen kann. Und das passt dann zu der Angst vor Frauen, die stillen, gebären, ect.

An dieser Stelle sei anzumerken, dass es um bestimmte Leute geht und nicht um die Schwulen! Genauso, wie nicht alle Heteros schreiend davon laufen, wenn sie ein schwules Paar sehen!

Wenn Menschen sich sehr freizügig, oder nicht regelkonform zB auf einem CSD verhalten , oder in irgendeiner Weise, nicht nur körperlich, entblößend, kann man den Eindruck haben, sie machen sich lächerlich. Oder sie machen sich “angreifbar”. Das kann dazu führen, dass man sie als peinlich empfindet und den Respekt verliert. Vielleicht empfindet man es auch so, dass die Personen sich selbst entwürdigen. Andere sehen es genau umgekehrt. Da spielen natürlich gesellschaftliche Normen und Erziehung mit rein. Und das alles kann man dann als Abstoßend empfinden, weil man es den Leuten charakterlich anprangert, sich dafür herzugeben oder sich so vorzuführen. Das ist aber kein Ekel! Und ist auch in Ordnung, wenn in einer Gesellschaft Normen und Erziehung mitspielen, kann man auch gar nicht verhindern. Wäre aber gut, wenn man das reflektiert.

Also kurz, wer bei etwas, das nicht ansteckend, infizierend, krank machend ist, wirklich Ekel empfindet, der hat ein ureigenes , neurotisches, krankhaftes Problem und muss zum Doktor, weil es ungesund ist, gesunde Dinge für ungesund zu halten.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Irgendwie erinnere ich mich gerade daran, dass vor längerer Zeit ein Forist, sich über FKK-Strände in Ostdeutschland mokierte. Er fand das für seine Kinder nicht zumutbar/ anstößig. Und ich konnte nicht verstehen, dass er mit seinen Kindern dann in die Nähe eines solchen Strandes geht. Wenn ich etwas unangenehm finde, dann meide ich nach Möglichkeit entsprechende Situationen. Wo ist das Problem?

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich habe das Wort “Ekel” von mir aus auch nicht ins Spiel gebracht!
Das ist Herrn Zufalls Interpretation!
Ich ekle mich weder vor Homosexuellen noch vor dem Christopher Street Day.
Ich habe an anderer Stelle im Forum zu Thema Flaggen an Schulen lediglich mal geäußert, dass ich persönlich mich nicht so gerne unter diesem Banner einreihe, weil es inzwischen für etwas steht, was ich nicht mehr alles ohne Wenn und Aber befürworte. Es ging um die ein oder andere Verkleidung am CSD, die mich doch eher abschreckt und um noch ein paar andere Punkte, deren Ausführung jetzt zu weit führen würde.
Dennoch habe ich bereits x-mal betont, dass ich den Grundgedanken des CSD befürworte, dass ich nicht im Mindesten ein Interesse an einem Verbot habe und ich aus tiefstem Herzen ein Mensch bin, dessen Devise “jeder nach seiner Fasson” bin.
Trotzdem ist Herr Zufall davon überzeugt, ich würde aufgrund meines angeblichen Ekels vor dem ganzen CSD, selbigen gerne verboten sehen und mich davor, sowie vor Homosexualität generell, ekeln.
Ich zitiere da mal eine bekannte SPD-Politikerin:
“BULLSHIT”!!!
Und jetzt bin ich definitiv raus aus dem Thema.
Ich brauche nämlich keine Definition des Begriffs Ekel.
Erklären Sie das von mir aus Herrn Zufall.
Ihre Küchenpsychologie können Sie dann ja gerne mal bei ihm ausprobieren.
Ich dachte, Sie lesen wenigsten die Beiträge, auf die Sie sich beziehen, etwas aufmerksamer, als genannter Herr.
War wohl ein Irrtum.
Schade.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Entschulgigung – es muss heißen “….dessen Devise ‘jeder nach seiner Fasson’ lautet.”

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Noch ein Nachtrag:
Ich habe es versäumt, mich hier klar von dem, von HERRN ZUFALL ins Spiel gebrachten, Begriff “Ekel” zu distanzieren.
Nachdem der werte Herr aber sowieso alles ignoriert, was andere schreiben und auf Biegen und Brechen seine eigene Interpretation unter die Leute bringen will, egal wie sehr man schon beteuert hat, dass man es nicht so gemeint hat, wie er es verstanden hat, habe ich das einfach so stehen lassen und nicht klargestellt, dass dieser Begriff in meinem Fall nicht zutrifft.
Dennoch dürfte es, beim Lesen meiner Kommentare doch relativ klar sein, dass ich keine neurotische, krankhafte, behandlungsbedürftige Abneigung gegen Homosexualität habe.
Das wird hier echt langsam absurd.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Sie interpretieren meinen Beitrag völlig falsch. Das war eine sachliche Erläuterung. 447 schrieb, es sei seine Sache, ob er Homosexualität ekelig finde. Sie erwiderten darauf Rainer, was es ihn angehe, vor wem Sie (oder sonstwer) sich ekelten. Ich defeniere nur Ekel mit mehreren Beispielen, die Sie gar nicht auf sich beziehen müssen.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Danke, dass Die das richtig gestellt haben. 🙂
Diese Definition des Wortes Ekel hätten Sie dann vielleicht auch, oder sogar im Besonderen, an Herrn Zufall richten sollen.
Denn er unterstellt mir dieses Gefühl auf alles, was mit CSD, Homosexualität, Queerness oder weiß der Himmel was zu tun hat.
Ich selbst habe dieses Wort gegenüber anderen Menschen noch nicht in den Mund genommen.
Ich hätte auf seinen Kommentar gar nicht eingehen sollen, stattdessen habe ich versucht mich zu verteitigen und dabei das Wort übernommen. Allerdings habe ich ja deutlich klar gemacht, dass ich mich keineswegs vor Homosexuellen ekle.
Ansonsten möchte ich mich nicht weiter mit diesem Thema beschäftigen. Ich habe dazu gesagt, was ich zu sagen hatte, habe vielleicht auch den ein oder anderen mehr oder weniger gelungenen Scherz dazu gemacht und zum gefühlt neuntrillionsten mal feststellen müssen, dass es sehr ermüdend sein kann mit Menschen zu kommunizieren, die man nicht sieht und nicht kennt und die einen zu häufig mißverstehen (wollen?). Ob ich wohl jemals daraus lerne?
Jetzt kommt ja bald die Fastenzeit.
Ich denk, ich werd mal wieder versuchen ein wenig digital zu fasten.
Macht den Kopf frei.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Da ist doch schon die post-moderne Lösung mitgegeben:
Einfach als Mädchen identifizieren. 😀

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Herzlichen Glückwunsch! Sie sind auf dem moralischen als auch geistigem Niveau des Rechtsextremisten Liebig gelandet – wie weit Sie es geschafft haben….
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/selbstbestimmung-gesetz-debatte-100.html

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Das sollten Sie die Gender-Revealer*innen fragen, ob die da Ihr Kind nicht einschränken oder ob SIE da als einzige Person (aus Überforderung heraus?) schlechte Stimmung zu verbreiten versuchen 😉

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Ihre Aussage klingt so als könnte man entweder seine Kinder als Junge oder Mädchen erziehen oder als könnten sich diese ihr gefühltes Geschlecht aussuchen.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Als ich aus den mehreren Artikeln erfahren habe, man könne nicht wissen, welches Gender ein Kind hätte, egal mit welchen Geschlechtsteilen es zur Welt käme. Wie auch immer es erzogen wird, das wahre “ich” wird sich zeigen lassen.

Dazu verstehe ich wirklich nicht, was bedeutet in unserer Gesellschaft ein Kind “als Junge oder Mädchen” zu erziehen. Im Haushalt müssen alle helfen, Haare kämen auch. Heute tragen fast alle Hosen aus Bequemlichkeit. Nähmaschine oder Werkzeug – nach Interessen. Nur WC müssen sie im öffentlichen Raum nach Geschlecht auswählen. Obwohl bis zum bestimmten Alter musste ich auch Jungs mit in die Frauenumkleide/WC nehmen. Und nach dem Turnen versuche ich Jungs aktiv zu motivieren, schwere Geräte aufzubauen und aufzuräumen – das ist meine Erziehung nach Geschlecht. Sonst machen das fast ausschließlich Mädchen, während Jungs mit dem Ball spielen.

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Der letzte Satz ist Teil des Problems… 😉

Die meisten Jungs, die bei mir zum reiten geschleppt werden, wären so glücklich einfach nur die ganze Stunde in den Strohballen herum zu klettern. Oder sie finden einen ganz tollen Stock, während wir mit den Ponys durch den Wald spazieren und würden so gerne dort verweilen und Kastanien auflesen, Blätter, Zapfen und Bucheckern sammeln. Aber auch Mädchen hatten da schon so Sehnsüchte und wir hielten eine Weile an, weil da so ein guter Baumstamm zum klettern rumlag – die waren übrigens schon Ende Grundschulalter.
Aber kein Wunder, so einen Stock oder Baumstamm oder Zapfen ist ja in keinem teuren Vergnügungspark der Welt zu bekommen und auch bei keinem teuren Hobby und auch auf den meisten Schulhöfen nicht. Hat also Seltenheitswert! Und wo kämen wir denn da hin, wenn das Hobby des Sohnes nur einmalig 20 Strohballen a 2 Euro kostet? Und das hat man dann in der Kapuze, in den Socken…
Außerdem muss der therapiert werden, eben zB mit reiten! Weil, der gibt sich oft als sehr schlechtes Mädchen und die Mädchen in der Schule, die wissen, dass sie die Guten sind, piesacken ihn so nicht-körperlich aber gehaltvoll, dass er dann irgendwann immer voll körperlich reagiert und das ist für seine Schulegemeinschaft ein Beweis, wer hier der Böse ist.
Uns so robben wir mit der Allzeit bereiten Wasserflasche und Der Packung Apfelscheiben auf Augenhöhe neben ihm her und hoffen, dass er doch noch kommunikativer wird.
So viel dazu.

Es ist übrigens nicht nur der schlechte Ruf von Jungen, der Eltern dazu bringt, sich ein Mädchen zu wünschen, sondern auch Selbstverliebtheit, Narzissmus. “Ein Mädchen kann man schöner anziehen” ist so ein typischer Spruch. Früher ging es halt um Existenz und wie im Artikel steht damit verbundener Stolz und Ehrgeiz.
Heute ist es wohlstandsbedingt anders, aber das gleiche in grün. Da geht es dann eben um Eitelkeiten. Deshalb findet man dieses Phänomen in Ländern mit hoher Frauenerwerbsquote. Weil es um Wohlstand geht! Der erlaubt es einem, vor allem das Niedliche im Kind zu sehen, es schön anzuziehen, sich selber mit seinen Wünschen darin wieder zu finden und die Wehrhaftigkeit oder Risikobereitschaft von Jungs braucht es halt in Friedenszeiten nicht, das stört nur.

Zum Glück sind das aber alles nur Oberflächlichkeiten. Ob man sein Kind liebt, stellt sich an anderer Stelle heraus und wird einem zur Lebensaufgabe gestellt. Und genau diese Lebensaufgabe wollen Eltern, wenn man mal tiefer blickt.
ZB so : Scheidung, Job weg, Kind behindert, Freundeskreis bröckelt – und du merkst auf einmal, dass du mit deinen Erwartungen nicht so wichtig bist und damit leben kannst, weil jetzt ein anderer Mensch zählt.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Tolle Beschreibung der Situation. Ich finde es gruselig zu lesen, dass werdende Eltern sich nicht etwa freuen, dass ihr Kind gesund ist, sondern sich am vermeintlich falschen Geschlecht stören. Leider habe ich auch Bekannte, die ihre Kinder eher als “Projekte” ansehen und enttäuscht sind, wenn diese nicht so laufen, wie man sich das vorgestellt hatte.

Auch ich finde den vermeintlich beruhigenden, letzten Satz furchtbar.
Hauptsache, das Kind mag das, was ich mag. Denn ich finde mich selbst ganz toll und mein Kind soll auch so toll werden wie ich…

Letztendlich ist es, wie Stine weiter unten schreibt:

Wer unglücklich ist, das “falsche” Geschlecht im Bauch auszutragen, sollte sich vorher überlegen, ob er ein Kind bekommen sollte.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

“Wer unglücklich ist, das “falsche” Geschlecht im Bauch auszutragen, sollte sich vorher überlegen, ob er ein Kind bekommen sollte.”
Tja, das ist Schwachsinn. Nächstes Mal schreibt er bestimmt nen Knüller. Daumendrück! 😉

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Warum ist das Schwachsinn? Erklären Sie mal bitte.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Soll ich jetzt hierauf antworten oder auf “blau”?

Also ja … Verstehe.
Aber gilt nicht irgendwie “beides”?

Also klar darf man (und hat auch oft) so seine “Vorstellungen”. Dementsprechend auch oft “Wünsche”. Alles klar. Alles okay.

Aber darf man nicht auch sagen: “Realität sollte man auch etwas beherzigen”?
Also nicht NUR die emotionale Ebene.

Und die Aussage stimmt ja trotzdem etwas … Wenn man noch “durchgehend” und “auch nach Geburt/Kindesalter” ergänzen würde bspw.
Und auch das gibt es halt leider eben.
Und das ist tatsächlich halt nicht “gesund” für die Psyche. Weder für das Kind – das merkt es durchaus häufig. Als auch für die Eltern (Frust). Dieser wird dann ggf. auch “weitergegeben”/”übertragen”.

Habe im näheren Umfeld durchaus solche “Gegebenheiten”. Das kann was mit jemanden machen.
Und auch diese Perspektive darf man durchaus bedenken.

Also warum kann es nicht “beides” geben, wenn es doch beides gibt?

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Eben. Sehr viele Eltern bevorzugen ein Geschlecht und sind dann kurzzeitig enttäuscht, wenn das andere Geschlecht verkündet wird. Das gibt sich idr aber ganz schnell wieder. Man muss nur mit einer alten Fantasie abschließen und man entwickelt eine neue. So ist das eben. Und kommt mir nicht mit, dass Fantasien schädlich seien für das Kind. Es ist völlig normal, dass man solche hat. Schon mit positivem Test malt man sich das Leben mit Baby aus und u.a. deshalb ist es auch echte Trauer und Verlust, wenn man einen frühen Abgang hat. Es ist im Kopf schon ein richtiger kleiner Mensch der Zukunft.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Danke, Indra Rupp!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

“Ein Mädchen kann man schöner anziehen”
Sagt wer? Irgendwelche rechtsbiodeutsche Michels, welche Ihren Jungen keine Farbe gönnen wollen aus Angst, Farbe könnte deren völlig poröse Konstrukt “Männlichkeit” einstürzen lassen? 😀

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ihrem Kommentar kann ich entnehmen, dass Sie davon also auch keine Ahnung haben.

Einfach mal einen Instagram Account anlegen und sich in einschlägigen Gruppen umschauen. Oder sich mal mit jungen Eltern unterhalten. Frau Rupp bringt da echt vieles auf den Punkt und hat dank ihres Berufes auch genügend Einblick.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich hoffe da auf etwas belastbarere Informationen als Instagram.
Schauen wir mal, ob Frau Rupp meinen Kommentar so verstand wie Sie 😉

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Antworten Sie dem doch nicht! Der ist jenseits von Gut und Böse.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Einstellung, gerade Jungs hätten nur bestimmte optische Optionen, zieht sich durch die ganze Gesellschaft, also auch links, sicher rechts mehr.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Absolut, umgekehrt fällt mir keine (normale, nichts rechtsextreme) rechte Bewegung, Entwicklung, Gesetzgebung ein, die da irgendwas lieferte, was es nicht längst bei liberalen oder linken Parteien ggf. schon gab.
Sich mit dem System zu beschäftigen, an Rollenerwartungen, dem Geschlecht als soziales Konstrukt – sicherlich nicht rechts…

Das auch vermeindlich moderne Familien bspw. bei Corona in alte Rollen fielen – weil diese Strukturen nie weg waren – stelle ich nicht infrage.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Vielleicht hätten die Jungs mehr Lust auf Ponyreiten, wenn sie ‘nen Cowboyhut und ein Holzgewehr oder ein Lasso mitführen dürften.
Federschmuck und Pfeil und Bogen gehen nicht.
Das wäre kulturelle Aneignung, die Redaktion würde mir Scherze auf Kosten indigener Bevölkerungsgruppen in Nordamerika vorwerfen und ich müßte mir schon wieder das Büßergewandt überschmeißen.
Also bleiben wir besser beim Cowboy.
Obwohl…..
Da war doch was mit……
Ok. Ich denke es ist tatsächlich besser, die Jungs lassen die Finger vom Reiten und spielen mit Strohballen und Stöcken.
Da kommt man in nix rein….

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja selbstverständlich lese ich Rechtsdrallpostillen.
Und im Gegenzug lese ich Ihre Linksdrallpostille.
Sie sehen – ich informiere mich ausgesprochen vielfältig.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Einigung auf: Sei kein Arsch/keine Ärschin?

Sensibilität ist immer … Relativ subjektiv. Das ist meist das Problem bei Sensibilitäten.
Aber die “Absicht hinter etwas” ist da meist (eigentlich) aussagekräftiger. Rest klärt sich oft im Gespräch.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Sensibilität ist immer … Relativ subjektiv.”
Die Freiheit zur Selbstentfaltung vs. das Bestreben, andere an der Selbstentfaltung zu hindern.
Schon fast ein Henne-Ei-Problem, wer da die Arschlöcher sind …

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Kritisieren Sie die Rechtsdralllostillen ebenfalls oder behalten Sie sich das Medien vor, die mit Quellen arbeiten?

Sie KÖNNTEN übrigens Ihre vielen ernsthaften Fragen zügig lösen, indem Sie die Jungs FRAGEN, was sie machen wollen, anstatt Gedankenspiele zu betreiben, was die Gesellschaft da für angemessen hält 😉

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Jetzt habe ich mir meine damaligen Kommentare ja tatsächlich nochmal durchgelesen.
Ich unterschreibe nach wie vor jedes einzelne Wort, dass ich da geschrieben habe und ich kann immernoch keine Diskrepanz zu meinem kleinen Scherz hier feststellen. Es ging um Ihren weiter oben getätigten Vorwurf, ich würde Witze auf Kosten von Transmenschen machen. Was nicht meine Absicht war, wie ich beteits weiter oben erkläre.
Deshalb die Anspielung, ich würde mir einen weiteren Rüffel einfangen, wenn ich Frau Rupp scherzhaft! Vorschläge mache, wie sie evtl. den Spaßfaktor für Jungs am Pony-Reiten bzw. Spazierenführen befördern könnte. Was in Ihren Augen ebenso einen Witz auf Kosten von Minderheiten darstellen würde.
Auf wessen Kosten die Zurschaustellung des eigenen “Nervenzusammenbruchs” geht, angesichts der dramatischen Tatsache, dass das heiß ersehnte Kind ein Junge ist, (wie kann es nur), beschreibe ich weiter unten.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Geht übrigens auch auf Kosten kleiner Jungs. Aber die sind ja keine Minderheit.
Und toxisch sind sie auch noch.
Und aggressiv.
Und schlecht in der Schule.
Versager halt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Inwiefern? Weil Sie die Jungs nicht fragen, was Sie wollen?
Oder weil Sie gesellschaftliche Erwartungen und toxische Männlichkeit auf die projezieren?

Müssen Sie übrigens nicht 😉
Zärtlichkeit, Rücksicht und Mitgefühl sind nicht weiblich. Es ist ein gesellschaftliches Konstrukt (da ist es! 😀 ), dass Jungen große, starke Familienversorger und “Gewinner” zu seien haben. (Manche denken ja, solche Rollenerwartungen – gerade in einer Zeit mit wenig wirtschaftlichem Aufschwung – würden da überfordernd, frustierend und schädlich wirken. Nahezu toxisch… Aber DAS wäre ua Feminismus ^^)

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde sagen, sie reagiert aus Kränkung .
Es wäre einfacher, man hätte wirklich die Leute zur Unterhaltung vor sich.
Bei ausschließlichem Schriftverkehr kann vieles falsch interpretiert werden und jedes Wort wird als in Stein gemeißelt betrachtet.
Wir sind also hier lauter Pseudo-Autoren, die das nicht gelernt haben.
Vielleicht sagt man auch nur mal B, weil alle anderen zuviel A gesagt haben und man das Ganze wieder ins Gleichgewicht bringen will und nicht, weil man nur B meint.
Ich interpretiere Marion jedenfalls anders, auch wenn ich das jetzt nur grob rückblickend betrachte und hier natürlich nicht alles lese.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Danke.
An der Sache mit der Kränkung ist was dran, dass muß ich mir ehrlicherweise eingestehen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ach bitte! Als ob Marion oder Potschemuschka die betroffenen Jugendlichen ihrer eigenen Beispielen befragen würden XD

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

@Indra Rupp
Mal ganz abseits von meinem eher spaßig gemeinten Kommentar: Ich stimme ihren Ausführungen voll und ganz zu.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Realistisch würde ich sagen, viele entdecken an ihrem Kostüm die Flinte und das Lasso und treiben dann damit Unfug, der die Tiere erschreckt. 🙂
Aber ich frage mich, ob Jungs derzeit etwas mit Cowboys anfangen können. Es gibt keine aktuellen Geschichten, Filme und natürlich hierzulande auch eher keine Vorbilder.
Da könnte man eher mit Bob der Baumeister zum handwerkeln animieren.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das ist wohl wahr. Wie gesagt – war eh nicht wirklich ernst gemeint.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Meine Mutter war froh, nur Jungen bekommen zu haben, weil sie keine Lust auf Gezicke hatte.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wissen wir das sicher? Unsere Eltern gehören noch zu der Kategorie, die aus Anstand vermutlich auch etwas ähnliches behauptet hätten, wenn es genau andersherum gewesen wäre.

Und ein wenig Anstand ist auch nicht immer verkehrt, gerade wenn es um den Umgang mit Kindern geht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Wow, war wohl ne dünne Linie, die manche Eltern damals hatten, Ihren Kindern bloße Enttäuschung ins Gesicht zu schmettern…

Aber nein, keine Liebe, keine Gewöhnung an eine Realität, die von einer Phantasie abwichen – und nicht selten trotzdem erfüllten – es war bloßer Anstand, die Kinder nicht über die persönliche Enttäuschung zu informieren.
Zum Glück suchen Eltern heute da deutlich mehr Zeit MIT der Familie 😛

Cornelia
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wahrscheinlich hatte sie mehrere Schwestern.

GraueMaus
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Und in Indien werden angeblich noch heute Mädchen oft nach der Geburt umgebracht, weil man lieber Jungen hätte.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Liebe Indra, danke für deine Gedanken dazu!
Grüße aus der Nachbarschaft.

Katze
1 Monat zuvor

Blaues Konfetti fällt – und plötzlich bricht eine Welt zusammen. Die „Blase“, die man sich jahrelang ausgemalt hat, platzt, und man hört Sätze wie: „Ich denke, ich kann mich mit einem Jungen nicht identifizieren.“ Und ich kann nicht mehr, wenn ich mit derartigen Blubberblasen konfrontiert werde.
Ja klar. Kinder als Spiegelbild der eigenen Innenarchitektur – was soll da schon schiefgehen.
Dann die pädagogische Diagnose: Jungen hätten „mehr Misserfolge, mehr Konflikte, mehr Stress“, seien sprachlich und emotional langsamer, bräuchten mehr Unterstützung. Und die „durchpädagogisierte Kindheit“ passe nicht zu ihren Bedürfnissen.
Wer hätte das ahnen können. Vielleicht alle, die schon einmal eine Kita oder Schule betreten haben.
Und dann das große Mantra moderner Pädagogik und Didaktik:
Selbstorganisiertes Lernen. Kompetenzorientierung. SOL. Lernjobs. Kompetenzraster.
Kompetenznebel statt Klartext und Schwammzone statt klarer Ansagen.
Ein System, das so tut, als könnten Kinder und Jugendliche sich selbst steuern, während viele einfach nur gern wüssten, was konkret erwartet wird, statt sich durch laminierte Lernlandkarten zu kämpfen wie durch einen Escape Room ohne Hinweise.
Na dann: Her mit der Jungenschule. Ich – und viele meiner renitenten Oldschool‑Kollegen – wären sofort dabei. Klare Strukturen, klare Ansagen, klare Erwartungen.
Ein Hoch auf alle jungen Männer und Frauen, die nicht nach ‚Selbstreflexion ihres Kompetenzprofils‘ verlangen, sondern schlicht nach Orientierung – und zwar bevor Unterricht und soziale Erziehung zur pädagogischen Schnitzeljagd verkommen.

Ein dreifaches Helau darauf, dass man über all das offenbar erst nachdenkt, wenn bei der Gender-Reveal-Party das falsche Konfetti fällt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

“Jungen hätten „mehr Misserfolge, mehr Konflikte, mehr Stress“, seien sprachlich und emotional langsamer, bräuchten mehr Unterstützung. Und die „durchpädagogisierte Kindheit“ passe nicht zu ihren Bedürfnissen.”
Aber Sie sind bereit, diese Mehrarbeit zu leisten? Respekt 🙂

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Häää? Welche Mehrarbeit? Rain zufällig suche ich diese ominöse Mehrarbeit, von der Sie sprechen, immer noch.
Strukturierter Unterricht, klare Regeln, eindeutige Erwartungen… das ist doch kein Zusatzaufwand, das ist schlicht pädagogische Hygiene.
Der eigentliche Kraftakt und die Frustration bei immer mehr KuK beginnen doch erst, wenn wir Lehrkräfte zu ‚durchpädagogisierenden Kompetenzjongleuren‘ werden sollen, die Kinder und Jugendliche in endlosen Scheinkompetenzen pampern, weil das so bestellt wird. Genau dieses Setting produziert oft mehr Unsicherheit und fachlichen Leerlauf, der gerade Jungen nachweislich überfordert.
Und Überraschung: Es gibt tatsächlich Jungen, die mit klaren Ansagen, weniger Gedöns aber mehr Struktur plötzlich besser lernen und weniger emotionalen Stress verspüren.
Für mich ist das jedenfalls keine Mehrarbeit. Dafür bin ich als MINT‑Lehrer im gymnasialen Bildungsgang einst angetreten.
Dann gäb’s bei mir kein Augenroll.
Ich fänd’s ganz einfach wundervoll.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Also ich strukturiere meinen Unterricht nach Lemov und es hilft auch den Mädchen. Gerade in MINT ducken die sich schonmal gerne weg. Bei mir nicht mehr möglich. Alle müssen dabei sein. So viel mehr Disziplin, so viel mehr ertragreiches Lernen. ABER so viel mehr Arbeit auch.

Stine
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Wir hatten ein paar Wochen getrennten MINT-Unterricht mit der Folge, dass sich ein paar Jungs beschwert haben, sie könnten wegen der anderen lauten Jungs so nichts lernen und die Mädchen würden viel mehr Stoff schaffen, für die Arbeiten sei das unfair. Nun haben sie wieder gemeinsam…

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Stine

Für die 11. Klasse wählen die Schüler bei uns Profilklassen. In einer Klasse hatte ich dann vor Jahren nur Jungs sitzen.

Ich dachte, das würde richtig stressig – und hatte dann den entspanntesten Kurs überhaupt. Die Jungs mussten wohl niemandem imponieren, haben sich gut benommen, toll mitgearbeitet.

In den Kursen der 12. Klasse waren sie dann wieder mit den Mädchen aus den Parallelklasse gemischt und unruhig.

Auch in meiner eigenen (Sek I)Klasse merke ich, dass die Jungs viel entspannter sind, wenn man die Klasse mal trennt.

H. F.
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

// Dann die pädagogische Diagnose: Jungen hätten „mehr Misserfolge, mehr Konflikte, mehr Stress“, seien sprachlich und emotional langsamer, bräuchten mehr Unterstützung. //

Um Himmels Willen, was für eine rabenschwarze Defizitorientierung! 😉

Ursula
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Endlich mal jemand, der eines der Grundprobleme auf den Punkt bringt, danke! Diese ganze”Jeder sucht sich ein Arbeitsblatt-Pädagogik” ist gerade für Jungen schon der erste Schritt in eine problematische Schulzeit. In der Grundschule müsste strukturiertes und nachhaltiges Lernen vermittelt werden, außerdem müssen Selbstorganisation und Zuverlässigkeit im Lernverhalten trainiert werden.

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Ich sehe das so, dass das nur (noch) so lange funktionieren wird, bis sich die Realität Bahn bricht und man sich diesen Hokuspokus nicht mehr leisten kann.
Irgendwann wird man sich fragen müssen, wie lange man es sich wird leisten können eine Gesellschaft herunterzuwirtschaften.

Es wird nur eine Frage der Zeit sein bis man zum “chinesischen Modell” wechselt, wo es dann knallharten Frontalunterricht geben mit harten Leistungsbewertungen gibt. Und ja, chinesisch, weil die a) als erfolgreiches Vorbild (vom Schwellenland zur führenden Industrienation) genommen werden und b), weil Deutsche keinen Mittelweg kennen und daher komplett in die andere Richtung kippen werden.

Das wird nicht nur die Schulen, sondern die Gesellschaft als Ganzes betreffen, was auch in der Arbeitswelt die Anforderungen massiv steigen lassen wird.

Das ist einfach nur von mir mal so predicted.

447
1 Monat zuvor

Finde ich nicht verwunderlich – in einer sozial-gefühlten Umgebung des materiellen Überflusses (ja, nicht für alle) und der “woman are wonderful”-Effekte ist es doch zu erwarten, dass Mädchen bessere Chancen haben. Haben sie ja auch.

Das spiegelt sich dann bei manchen (werdenden) Eltern natürlich auch emotional.

dickebank
1 Monat zuvor

Und hier ein kleiner Trost für die armen werdenden Eltern; die Sterblichkeitsquote der Jungen ist höher als die der Mädchen.

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Zynisch, aber das muss auch mal sein…

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Ja, hier hat schon so manch ausgelassenes Fest für Zyniker stattgefunden……

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

So ist es. Mancher hat sich hier auch schon von der Currywurst distanziert.
Plane gerade meine Urlaubsreise nach Ironien. Das liegt am Sarkastischen Meer. Kommen Sie mit? Oder wollen Sie wieder alleine losschleichen? Vielleicht machen wir auch einen Abstecher ins Hochland von Zynismus – da weht der Wind manchmal etwas von rechts, aber keine Sorge: Das ist nur Wetter, kein Weltbild.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die will doch nur spielen, die Katze.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Poly deutet aber auf viele oder mehrere hin. Und das bezweifele ich in dem Zusammenhang rechter, völkischer Einheitsbestrebungen. Ein Volk, ein Reich, ein Höcker.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Rechtspopulopoly? Interessant. Ich war bisher davon ausgegangen, das Spiel hier heißt ‚Wer zuerst etikettiert, gewinnt‘ – wobei euer Spielfeld ja ohnehin nur zwei Felder hat: ‚Wir haben recht‘ und ‚Du bist rechts‘. Ein erstaunlich überschaubares Brettspiel.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich kommentiere hier im Forum – nicht mehr, nicht weniger. Und ich bleibe seit Jahren bei denselben Positionen. Dass alle meine Beiträge in ein bestimmtes Deutungsraster einsortiert werden, wirkt inzwischen fast ritualisiert.
Dass die gefeierten Reformen Deutschland im internationalen Vergleich zuverlässig nach unten sortiert haben (PISA zeigt das seit Jahren recht klar), fügt sich da erstaunlich gut ein.
Nur damit ich Sie richtig verstehe: Wer Schule nicht als pädagogisches Streichelzoo‑Projekt betrachtet, sondern als Ort, an dem Lehrkräfte Autorität haben und Kinder etwas lernen sollen, steht bei Ihnen offenbar schon halb im Vorhof der AFD‑Bildungsreformhölle. Interessant. Offenbar gilt also die gesamte Pädagogik vor 1995 rückwirkend als extremismusverdächtig.
Und dann Ihr Satz: „…dass jeglicher Reformansatz komplett bescheuert ist (egal, wie sehr sich die Welt um Schule herum verändert).“
Nun ja – wenn Reformansätze über Jahre hinweg vor allem aus fachlichem Abspecken, Beliebigkeit und pädagogischem Wunschdenken bestehen, ist die Einschätzung nicht völlig abwegig. Zumal genau diese Reformmedizin seit Jahren zuverlässig mehr Schaden anrichtet, als sie jemals beheben könnte. Aber klar: Wer das ausspricht, ist in Ihrem pädagogischen Märchen sofort der Schurke.
Und bevor Sie mir erneut eine „Haltung“ andichten: Diese Positionen vertrete ich seit vielen Jahren – lange bevor es die AfD überhaupt gab. Und ich bin damit keineswegs allein; viele Kolleginnen, Kollegen und Foristen hier bei N4T fragen sich ebenfalls, warum man es immer wieder mit dieselbe Rezeptur versucht, obwohl sie nachweislich nur verschlimmbessert. Dass heute jede Abweichung vom pädagogischen Zeitgeist reflexhaft politisch etikettiert wird, ist nicht mein Problem.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Respekt an Ihren Einsatz und Ihr Herzblut an einer konstruktiven Diskussion ❤️

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Wieso sind Statistiken bzw. deren Erwähnung zynisch?

Marion
1 Monat zuvor

Hmmmm, da gibt es also Menschen, die ein Kind erwarten.
Jeder weiß, die Möglichkeit, dass es ein Mädchen oder ein Junge wird, liegt bei so ziemlich genau 50:50.
Und dann schaffen es diese Menschen tatsächlich, sich derart in die Vorstellung hineinzusteigern, dass es ein Mädchen wird, dass sie völlig aus allen Wolken fallen, wenn es anders kommt?
Ich kann mir ja durchaus eher ein Mädchen wünschen. Aber die Möglichkeit, dass es evtl. auch ein Junge werden könnte, wenn ich schwanger bin, die kann man doch nicht vollkommen ausblenden.
Ich bin nie Mutter geworden. Aber bei einer Schwangerschaft “Horrorvorstellungen” vor Augen zu haben, wie die Zukunft meines werdenden Kindes aussehen könnte, nur weil es vielleicht ein Junge wird, befremdet mich sehr.
Gott sei Dank scheint sich das zu legen, sobald das Kind dann da ist.
Ich denke gerade an all die wunderbaren kleinen Jungs bei uns im Kindergarten. Ich möchte nicht einen einzigen von ihnen missen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen ist höher als die für ein Mädchen. Nix mit fifty/fifty

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Oh my gooood! Verraten Sie das bitte nicht all den potentiellen zukünftigen Müttern. Sonst rasselt die Geburtenrate noch weiter in den Keller.
Man stelle sich das nur mal vor: Schwanger – und dann ein erhöhtes Risiko auf ‘nen Jungen!!!
Das tut sich doch keiner an.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Da bekommt der Begriff “Risikoschwangerschaft” eine ganz neue Dimension.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Genau! Die Spermien mit dem kleineren, etwas leichteren Y‑Chromosom sind tatsächlich schneller unterwegs. Aber eines gilt doch für uns alle: Am Anfang standen Millionen Starter – und wir alle sind das Ergebnis des einen, der das Ziel erreicht hat. Jeder Mensch ist das Produkt eines Siegers. Und genau das sage ich auch meinen Schülern, wenn das Selbstwertgefühl in der Pubertät mal ins Straucheln gerät: Das Menschsein beginnt mit einem Sieger — mit euch.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Das ist ein sehr schönes Bild!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Aber manche sagen, Sie seien nichts Besonderes, sollen sich einem Rollenbild fügen, das oft – nicht immer – durch biologische Kriterien vorgegeben sind, welche das Kind nicht wahrnimmt, ggf. sogar gegensätzlich zur Erwartung empfindet.

Wir hatten den Mist bei Homosexualität, jetzt machen wir den gleichen Mist wieder, als wüssten wir es nicht besser 🙁

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Könnte so sein, wenn nicht so häufig in das Wettrennen eingegriffen würde bzw. das Rennen nicht in den ersten 12 Wochen abgebrochen würde.
Letzteres soll nicht heißen, dass ich ein Gegener von Schwangerschaftsabbrüchen bin.

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Also ich bin es und das nicht nur, weil ich mir denke, dass jedes Jahr über 100.000 Rentenzahler und Arbeitskräfte nicht existieren werden.

Eine Gesellschaft, die bei dem Thema so ist, wie sie ist, wird irgendwann verschwinden und durch andere Gesellschaften ersetzt werden.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Umvolkung? An der Stelle hört bei mir das Verständnis auf. Stecken Sie sich Ihren Ariernachweis sonstwo hin.
Der deutsche Michel ist genetisch so reinrassig wie ein Straßenköter – ebenso wie Frau Mustermann.
Wann verabschiedet sich der deutsche Volkskörper vom ius sanguinis.
Wo derjenige, der derzeitig für meine Rentenzahlungen Sozialabgaben und Steuern abführt, herkommt.
Und da ist mir der Immigranten, schwerschuftende Mitbürger dreimal lieber als der typische biodeutsche Entenklemmer, der Angst um sein Schwarzgeld hat. Host mi?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da nich für!
Bin ja selbst verwundert, dass ich dabei eine gemäßigte Tonlage getroffen habe.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Daumen hoch dafür!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nach “… herkommt”, – ist mir egal – fehlte noch, um einen vollständigen Satz zu erzeugen.

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sie haben sich ja vollständig vom rationalem Denken verabschiedet!

1 Mir wäre neu, dass man bis 2000 einen “Ariernachweis” gebraucht hätte oder, so wie sie es suggerieren, ein rassistischer oder nationalsozialistischer Staat gewesen wäre

2 Geht es nicht um Abstammung (mir wäre neu, dass man beim Arzt nach einem Pass gefragt wird), sondern um fehlende Rentenzahler und Fachkräfte

3 und da lügen die Statistiken nun einmal nicht, dass diejenigen, die etwas können lieber dieses Land verlassen (der Auswanderungswunsch bei Menschen mit Migrationshintergrund ist sogar noch größer als bei den Biodeutschen) und gar nicht erst hier her kommen. Stattdessen gibt es vielmehr eine Einwanderung in die Sozialsysteme, auch da lügt die Statistik nun einmal nicht.

Ergo gibt gibt es zu wenig Steuerzahler, während die Anzahl der Steuernehmer immer weiter ansteigt. Es ist einfach nur Mathematik.

Mir persönlich ist ihre Ignoranz schei**egal. Wir als Familie haben eh beschlossen uns die türkische Staatsbürgerschaft wiederzuholen, die wir einst abgegeben haben und engagieren uns gleichzeitig für den Erhalt der Green Card. Wie sie sich denken können, bin ich keiner von den ungebildeten Sozialfällen.

Also genießen Sie ihre Rente so lange, wie Sie sie noch bekommen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Lieber irrational als national!

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Merci@dickebank!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Danke! Ich stimme Ihnen selten zu, daher wollte ich mehr hinterlassen als einen Daumen.

“Und da ist mir der Immigranten, schwerschuftende Mitbürger dreimal lieber als der typische biodeutsche Entenklemmer, der Angst um sein Schwarzgeld hat. Host mi?”
Was auch immer das in richigen Hochdeutsch bedeuten soll, Danke 🙂

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Danke für die biologischen Einblicke. Ich wusste zwar, dass Jungen wetwas wahrscheinlicher als Mädchen sind, aber nicht, dass y-Spermien leichter sind, und nicht dass das tatsächlich etwas in der Geschwindigkeit ausmacht.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Wie sieht das bei Zwillingen aus? Wie erklären Sie das? Oder einfach keine Zwillinge in der Klasse?
Frage rein aus Interesse.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Eineiige oder zweieiige Zwillinge?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Menschliche Zwillinge kommen nicht aus Eiern … Mensch potschemutschka.

Ansonsten: Beides. Gibt es ja auch beides.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Übrigens gibt es bei Zwillingen auch oft einen “Sieger” und das muss, bei Zwillingen, nicht unbedingt der Junge sein. Nur mal so angemerkt. 🙂

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wenn man den Artikel bedenkt – unter welchen Sie das schreiben – dann isg der Junge hier wohl “öfter der Verlierer”. Zumindest als “Wunschziel”. Und oh Gottchen … Wehe es werden hleich “zwei Gleich(e)”.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

🙂 Naja, ich kenne persönlich einige Zwillingspärchen, und bei Zwillingen ist sehr oft einer etwas “stärker”, auch bei eineiigen. Bei zweieiigen verschiedenen Geschlechts, ist oft der Junge der schwächer entwickelte. Warum, weiß ich aber nicht. Anekdotische Evidenz halt.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kommt drauf an, wie Sie das “sehen”. Durchaus häufig eine Sache der Sozialisation. Die gesellschaftliche Sicht und “Erwartungshaltung” ist oft anders geprägt.
Bei einigen Zwillingen ist “der Ältere” ja durchaus auch sehr sehr stolz darauf, dass er der Ältere ist. Und sieht sich “deutlich weiter” – als ob hier Jahre dazwischen liegen würden.
Ansonsten gilt weiterhin “Alle sind Menschen – aber kein Mensch ist gleich gleich”.
Ist eben komplexer … Auch bei Intessen durch Familie – Eigeninteressen – “Begabung/Ausprägung” usw. Auch hier sind eben nicht alle Zwillinge gleich … So wie keiner und niemand halt.
Ich denke und hoffe, dass wir “den Klon” als Bild gesellschaftlich etwas raus haben/bekommen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Da gehe ich mit! 🙂

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Dafür leben die Spermien mit dem X Chromosom etwas länger.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Bei einer künstlichen Befruchtung kann man das Geschlecht bestimmen … geht doch. Dabei kann direkt der Termin für den Kaiserschnitt gebucht werden, dann muss der Urlaub auch nicht verschoben werden.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Gibt aber ne Narbe. Ist da nicht die Legalisierung von Leihmutterschaften wünschenswert?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Nicht in Deutschland. Da müssten Sie schon ins Ausland reisen

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Work-life-balance nennt man das. 🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Welche Auswirkungen es haben kann, wenn ein Geschlecht in einer Gesellschaft anzahlmäßig überwiegt, kann man an folgenden Beispielen sehen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_gesch%C3%BCtzten_M%C3%A4nner_(Roman)
Männerüberschuss, Frauenmangel, Vergreisung: China propagiert die Drei-Kind-Familie
Beide Varianten finde ich gruselig!

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Jepp, alles andere wäre ja schließlich eine echte Zumutung!

Meine Empfindung zu diesem Thema / diesem “Problem”:
“Das Maß der (emotionalen) Wohlstandsverwahrlosung steigt und steigt … Leute, die diese gedanklichen / emotionale Belastungen haben, sollten einfach auf Kinder verzichten – die stören solche Leute nur in ihrer maximal hedonistischen Lebensgestaltung und Selbstoptimierung.”

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Ich war schon bei der Nummer, dass man Glitzer aus Luftballons regnen lässt, raus…. was für ein Zirkus!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Besser ist es. Da könnte ich glatt Sympathie für Sie entwickeln.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Fein.
Ich mag viele Ihrer Kommentare sehr (von mir zahlreiche grüne Daumen). Und lustig ist es auch hie und da.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sie sinkt mit dem Alter der Mutter

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Also sind viele Mädels die Folge von Muttis Eierstöcke-Resterampe?
Die Mädels kommen also mehrheitlich vom Grabbeltisch im Schlussverkauf, ach watt.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ne, die sind langsamer, aber halten länger durch, wie im späteren Leben auch.
😉

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Zähe Luder meinen Sie, sagen Sie das doch gleich

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

“Ich denke gerade an all die wunderbaren kleinen Jungs bei uns im Kindergarten. Ich möchte nicht einen einzigen von ihnen missen.”

Was mit dem Rest der (nicht wunderbaren) “kleinen Jungs”?
Also differenzieren Sie hier in “wunderbare kleine Jungs” und in andere? Wie nennen wir diese?
Und wie sieht es bei anderen Kindergärten aus? Denken Sie nur Ihr Kindergarten wäre was besonderes? Alle Jungs der anderen Kindergärten sind wohl nicht “wunderbar”?
Finde ich etwas “verstörend”.

[Sorry, wollte mal in die Rolle von Rainer schlüpfen – fühlte mich gerade etwas danach.]

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Na, jetzt haben Sie mich aber echt erschreckt. Da ham’se ‘ne wahrlich oscar-reife Vorstellung hingelegt.

Stine
1 Monat zuvor

Ich bin ein bisschen baff. Ich habe beides zuhause und das ist gut so, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Wer unglücklich ist, das “falsche” Geschlecht im Bauch auszutragen, sollte sich vorher überlegen, ob er ein Kind bekommen sollte. Ein Kind bedeutet Verantwortung zu übernehmen und nicht einem Statussymbol hübsche Kleidchen zu kaufen. Wohin diese Einstellung führt, sehen wir gerade am Verhalten in den Klassenzimmern…

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Stine

Volle Zustimmung.
„‚Es ist ein Junge!‘ – früher angeblich ein Ausruf voller Stolz und ehrgeiziger Erwartungen.”
In meinem „früher“ und auch schon in dem „früher“ meiner Großeltern war der wirklich freudige Satz: ‚Es ist ein gesundes Kind.‘
Nicht Projektionsfläche, nicht Statussymbol – einfach ein kleiner Mensch, für den man dankbar ist.
Dankbarkeit für das schiere Wunder des Lebens.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Meine verstorbene Verwandtschaft erfreute sich besonders über gut genährt wirkende Babys.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor

Wer enttäuscht ist und sich nicht mit dem Geschlecht seines Kindes “identifizieren” kann (gilt natürlich auch umgekehrt), sollte besser keiner Kinder bekommen. Kinder sind doch in erster Linie keine Spielkameraden oder gar etwas wie Spielzeug oder Projektionsfläche für eigene kitschige Wünsche.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Wie sagte mein Mann damals, während der Schwangerschaften immer so schön, wenn er gefragt wurde, was er sich wünscht: “Haut- und Haarfarbe sind mir egal! Hauptsache das Kind ist gesund!” 🙂
Er wusste durch mich (Sonderpädagogik-Studium), was alles während Schwangerschaft und Geburt schief gehen kann. Und damals erfuhr man das Geschlecht erst nach der Geburt des Kindes. Mein Mann war bei der Geburt dabei. Wir beide fragten als erstes: “Ist alles in Ordnung?” Das Geschlecht war uns egal. Wir haben zwei Jungs!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wie, zweimal ein X mit nur einem Beinchen? Ungesund

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Stimmt! Trotz dieses “Mangels”, sind die beiden ganz gut geraten. 🙂

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das menschliche Y‑Chromosom schrumpft evolutionär betrachtet zwar seit Millionen Jahren. Bei manchen Männern geht es im Alter in einzelnen Blutzellen sogar verloren (LOY, Loss of Y).
Dennoch ist der Mann kein baldiges Auslaufmodell der Evolution. Es gibt biologische Mechanismen zur Stabilisierung, und sein mögliches Verschwinden würde laut aktuellen Studien (leider keine Metastudien) noch Millionen Jahre dauern.
Also keine Sorge, dickebank — du bist dicke da und kannst dich entspannt zurücklehnen sowie manche Unternehmung noch auf die lange Bank schieben, obwohl dir ein chromosomales Beinchen fehlt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Danke! Wieder etwas gelernt! Dass mit dem schrumpfenden y-Chromosom wusste ich noch nicht. Erzähle ich das jetzt meinen “Männern”, oder würde sie das emotional zu sehr belasten? Hmmm, … muss ich noch drüber nachdenken. 🙂

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Alles bleibt im Gleichgewicht, die y-Chromosomen schrumpfen, der Bauchumfang nimmt zu. Alles gut

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Aufgrund der häufigen Prostataprobleme vieler Männer werden sie im Alter aber häufig zu Auslaufmodellen.
Unten dicht und oben klar, so ist das Altern wunderbar!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Steigt dann, mit zunehmendem Alter des werdenden Vaters, die Wahrscheinlichkeit, ein Mädchen zu zeugen? Frage für eine Freundin. 🙂

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nein aber mit zunehmendem Alter der Frau. Echt

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Satz mit X, dat war wohl nix

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

… und mit zwei x überhaupt nix? An Ihrer Stelle würde ich mit dem Frauenbild nächsten Donnerstag im Rheinland nicht vor die Tür gehen

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wenn ich gefragt wurde, was ich mir wünsche, habe ich immer geantwortet “ein Kind!”
Wer blöd fragt, kriegt ne blöde Antwort.

dickebank
1 Monat zuvor

Na, dann lasst uns mal alle auf eine allgemeine Dienstpflicht für Jungen und Mädchen hin arbeiten, ohne jetzt Diverse ausgrenzen zu wollen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Vielleicht ist diese neue Wehrpflichtdiskussion ja auch ein Grund? … weil man keinen “Soldaten” möchte?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kann nicht sein. Überlegen Sie wie heftig das Forum gegen die Verweiger*innen wetterte, die keinen Dienst an der Waffe leisten wollten.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Oder Soldatinnen? Wehrpflicht oder allgemeine Dienstpflicht – vertiefte Kenntnisse des GG würden diverse Fragestellungen schon im Keime ersticken.
Im übrigen ist es eine Diskussion über den Grundwehrdienst. Die älteren Semester können als ehemalige Wehrpflichtige noch bis zum 60. Lebensjahr beordert werden, wenn sie nicht nachträglich den Dienst an der Waffe verweigert haben bzw. das PersABw die Adressen noch hätte.Gilt trotz Wiedervereinigung übrigens nur für diejenigen, die beim Bund waren, und nicht für die, die bei der Fahne waren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ist beabsichtigt, erfordert jedoch eine Grundgesetzänderung. Fast so als würden Sie völlig aus der Zeit gefallenen Witze kloppen, die längst ernsthaft angegangen werden – als ginge es dabei um Krieg…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn ich Witze kloppen wollte, Sie Witzbold würden es als Erster leidvoll erfahren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Für diesen Fall schrieb ich ja, dass es eine Grundgesetzänderung braucht.
Diese wurde nicht ausgeschlossen, mit Blick auf die aktuelle Bedrohungslage durch Russland wurde aber die schnellere Reaktivierung des Wehrdienstes für “Männer” (fürs Erste) beschlossen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Diese Gesetzesänderung könnte man ja auch machen.
So rein der Gleichstellung und “Gleichheit” halber?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Klar. Meines Wissens spricht sich niemand dagegen aus, außer natürlich der Rechtsextremen, die Frauen zu Kinderpflege und Haushalt zurückkatapiltieren wollen (https://www.focus.de/politik/gastbeitrag-von-susan-arndt-sie-sind-eine-frau-und-waehlen-afd-lesen-sie-mal-was-sie-da-tun_id_259815521.html)
und Deutschland an Russland möglichst widerstandslos ausliefern möchten (https://www.focus.de/politik/deutschland/diese-antwort-der-afd-jugend-zeigt-das-bizarre-militaer-hoecke-dilemma-der-partei_e54df1e8-ac75-4608-bf20-cba4b5dec56f.html

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-reichte-seit-2020-gut-7000-sicherheitsrelevante-anfragen-ein-a-a6d2fedb-6830-426f-a5cc-1153d188d530)

Halt echte Patriot*innen XD

Aber ja, Wehrdienst für Frauen wird nicht ausgeschlossen, Reaktivierung geht lediglich schneller, da keine Grundgesetzänderung

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn nur die AfD dagegen ist … Kann man das ja tatsächlich recht “fix” umsetzen?
Meines Wissens nach sind große Teile der Linken usw. auch dagegen?

Meine persönliche Meinung:
Keiner sollte “Drohnenfutter” sein.
Professionalisierung des Militärs als Qualität > Quantität. Daher … Technik und Schulung. Dome dazu und EU-Kooperationen stärken.
Dazu eben ggf. die Attraktivität verbessern.
Und das tatsächlich geschlechtsunabhängig.

Wenn jedoch “Pflichteinzug” (ich nenne mal so … Das ja nen Witz, wie man das aktuell “Labelt”) – dann für alle, ganz geschlechtsunabhängig. Gerade in Zeiten von “Gleichheit” etc. Zudem als “Zivilpflicht” – wer nicht möchte: Wehrdienst. Also “umdrehen”.
Also wie ich es auch bei Organspende machen würde … Recht auf Verweigerung. Ansonsten Pflicht/Recht des Arztes/Sanis …

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Meines Wissens nach sind große Teile der Linken usw. auch dagegen? ”

“„Wenn wir Gleichberechtigung ernst nehmen, müssen wir auch über die Wehrpflicht für Frauen sprechen.“ Sie betonte, dass dafür eine Grundgesetzänderung mit einer Zweidrittelmehrheit im Bundestag erforderlich sei, was „derzeit nicht absehbar“ sei.” (SPD, https://www.fr.de/politik/frauen-zur-wehrpflicht-linke-kritisiert-vorschlag-und-spricht-von-militarisierung-93910813.html)

Die Kritik der Linken gilt dem Losverfahren im Zweifelsfall und die Regierung will mit denen darüber reden.
Fix geht das nicht, zugegeben, aber es steht in keinem Verhältnis zur rechtsextremen AfD, welche die Landesverteidigung verweigern will und unter Verdacht steht, für Putin zu spionieren :/

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Kritik der Linken gilt häufig allgemein gehen “Pflicht an Waffe”. Daher auch bei Frauen und “Dienst an Waffe”.
Dementsprechend müssten Sie den Linken (ebenfalls) unterstellen, dass sie “uns angreifbar für Russland” machen.
Rein/Rain der/Ihrer Logik hier mal …

Aber winden Sie sich gerne weiter raus und machen es sich passend.
Fakt ist: Es sind mehr als nur die AfD gegen eine (allgemeine) Wehrpflicht.
Wie man das persönlich “empfindet” – spielt gar keine Rolle. Das ist mal die Faktenlage – ganz ohne “Emotionale Einordnung”.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Pflicht an der Waffe” ist halt etwas anderes als Freiwilligkeit – die Stand ja in Deutschland durchaus zur Diskussion, auch wenn viele Ältere sich darin gefielen, die friedliche Vergangenheit gegen die aktuelle (aus der “friedlichen” Zeit resultierenden?) Bedrohungslage aufzuwiegen… :/

Aber wenn die Linke unter Verdacht steht, kritische Sicherheitsinformationen an Russland weiterzugeben, oder sich dafür ausspricht, dass die Deutsche Gesellschaft keiner Verteidigung würdig sei, geben Sie bescheid – DANN wäre die kleine Linke tatsächlich so armselig und bedrohlich wie die größte Oppositionspartei in (bzw. gegen) Deutschland

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

https://www.die-linke.de/themen/frieden/ukraine-krieg/

Die Konsequenzen des “Verhandeln ohne willige Handlungspartei(en)” ziehen Sie bitte selbst.

Ist ja alles “sozial” und gut gemeint. Nur gut gemeint ist nicht gut gemacht immer.

Es ist eine andere Art “der logischen Unfähigkeit gegen Diktatoren/Autokraten”.
Der Gedankengang ist ebenfalls ein anderer. Aber auch hier spielt eben die Realität so seine Rolle.

Natürich kann man AfD und Linke hier bei weiten nicht “gleichstellen”. Dazu sind – wie sie selbst “andeuten” – die Voraussetzungen und Ziele andere. Aber Einzelvergleiche bei Militärpolitik und militärischer Demographie, sowie Agitation gegenüber Machtextremen kann man als Folgelogiken und -konsequenzen durchaus berechtigt stellen und ziehen.
Wünschenswert wäre es, wenn man global-gesellschaftlich so weit wäre, dass die “Ideen” der Linken mit der Realität von Kriegsfaktoren einhergingen. Dann gäbe es nämlich gar keinen Krieg. Aber so weit sind wir nicht und der Trend geht genau gegenteilig aktuell sogar. Also … Werden wir vielleicht nie so weit kommen – oder das sehr sicher nicht in unserer “Lebzeit” miterleben (dürfen).

Ist nicht böse gemeint. Habe auch nichts gegen “die Linke” per se. Haben neben den Humanisten aufgrund von “Regionalem Fehlen der Humanisten auf dem Wahlzettel” auch eine meiner Stimmen bekommen. Auch wenn in Bayern hier klar CSU eben ist … Ist mir auch klar gewesen. Daher mehr “als Zeichen”, als “als Sinn” das Wahlkreuz.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Keine Sorge, das Gesetz einmal genau lesen – im Ernstfall zählt das echte Geschlecht.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Deshalb schrieb ich ja “Jungen und Mädchen”. Die Erwähnung der Diversen ist ja nur erfolgt, um die Geschlechterdebatte bezüglich der allgemeinen Dienstpflicht von der Genderdebatte abzugrenzen.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nein danke. Frauen müssen schon genug körperlich durchstehen und sind außerdem auch nicht so belastbar wie Männer. Frauen haben eine Hernie im Beckenboden, die größte Hernie im ganzen menschlichen Körper, durch die gerne Organe sich absenken usw. Frauen müssen geschützt werden, damit sie gesund bleiben. Freiwillig gerne. Aber keine Pflicht!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Sie vergessen, dass die Männer beim Zeugungsakt mehr reinstecken als sie rausholen. Wo bleibt da der Return on Invest? Vom zeugungsschmerz einmal ganz zu schweigen. Und dann noch die gewichtszunahme in der Schwangerschaft.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Bei Schnellkraft unterlegen, bei Ausdauer sieht das schon anders aus.
Im übrigen verstehe ich nicht, warum eine Gebärmutter ein Hinderungsgrund für einen allgemeinen Pflichtdienst sein soll. Es gibt deutlich mehr Verwendungen als den Dienst an der Waffe.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Aber nicht bei der Ausdauer schwere Sachennzu schleppen

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ich bin gegen Wehrpflicht im Sinne von Wehrdienst. Da tragen Mann wie Frau gleich viel

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Dass sich diese Enttäuschung zunehmend gegen Jungen richtet, ist aus Sicht von Fachleuten kein Zufall.”
Sehe ich auch so.

Bei allem Respekt: Fickt Euch!
Schaut mal in die Statistik, wer schlechter bezahlt, ausgebeutet,benachteiligt, betatscht, verachtet, vergewaltigt und im Verhältnis völlig überproportional vom anderen Geschlecht ermordet wird…

Ja, Kinder stellen Eltern vor Herausforderungen und Sorgen – no shit! Aber dieser Artikel ist ja schon fast Trolling: Oh, nein! Wir müssen etwas tun, dass unser Kind kein Täter wird – mir fällt da mindestens ein schlimmeres Szenario ein -___-

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Den Wortwitz [und die Ironie] haben Sie aber selbst schon gemerkt … Mit dem Zufall?
Naja, egal.

“Schaut mal in die Statistik, wer schlechter bezahlt, ausgebeutet,benachteiligt, betatscht, verachtet, vergewaltigt und im Verhältnis völlig überproportional vom anderen Geschlecht ermordet wird…”

Arme Menschen? Ja.
Frauen? Ja.

“Oh, nein! Wir müssen etwas tun, dass unser Kind kein Täter wird”

Die Doppelironie ist auch hier Ihnen bewusst?
Wenn man gesellschaftlich ständig “aber der böse Mann” propagiert … Dann wollen vllt. auch weniger davon. Und wenn “der Mann” häufig unter Generalverdacht steht … Dann dementsprechend noch weniger.

Dazu kommen natürlich noch weitere gesellschaftliche und soziale Sachen etc.
Mädchen gelten als “ruhiger” … Jungs? ADHS – da kannste gar nimmer schlafen mit solchen Burschen im Haus.
Spielt es bei uns “als sozialer, religiöser oder vermögenstechnischer Faktor” tatsächlich eine große Rolle? Naja … Heirat zahlt nicht die “Mädchenseite” unbedingt. Männer gelten nicht unbedingt als “höheres Statussymbol”. Nerven oft … Sind wir mal ehrlich … So unter uns – Rainer.
Also ist natürlich nicht wie China und deren Ein-Kind-Politik [Zwei erst am Land bei “Mädchen” als Erstgeburt … Bah … Ist ja auch komisch – oder?].
Also … Irgendwie … Könnte man auch drauf kommen … Warum einige keine “Jungs” hier wollen – anderswo durchaus schon.

“mir fällt da mindestens ein schlimmeres Szenario ein”

Ja gut … So ein “Opfer” will man natürlich auch nicht. Und ein “männliches Opfer” – um Himmels Willen. Gott … Bloß nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Den Wortwitz [und die Ironie] haben Sie aber selbst schon gemerkt … Mit dem Zufall?”
Maybe, I never tell 😉

“Wenn man gesellschaftlich ständig “aber der böse Mann” propagiert …”
Propagierten Sie ss, als Sie über Frauen und arme Menschen schrieben?
Nein. Ich gehe also davon aus, dass Sie meine Kritik daran, dass Eltern von Jungen GRÖẞERE Sorgen machen würden/ können/ sollten nicht zum Generalverdacht taugen, den Sie hier herunschwenken

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ging auch weniger um “Sie” und “ich”.
Geht durchaus um gesellschaftlichen Wandel und Wahrnehmung.
Und wenn “Jungs” oft “die Bösen” sind … Wer soll’s denn verübeln, dass dann auch einige Eltern lieber “knuffige Mädels” wollen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ach, Sie meinten nicht uns, dass missverstand ich.

“Wenn man gesellschaftlich ständig “aber der böse Mann” propagiert …”
Haben Sie Quellen dazu?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das schaffen Sie tatsächlich selbst. Davon bin ich überzeugt. Ich helfe Ihnen sogar etwas:
Google – Suche:
“Männer sind böse”
[Sie können danach auch gerne den Spieß umdrehen und mal nach “Frauen sind böse” googlen]
Stellen Sie einen Unterschied fest?
Dann “Glückwunsch”.

Arno Handke
1 Monat zuvor

Das “Selbstbestimmungsgesetz” sieht für unter-14-Jährige (trifft auf Neugeborene zu) vor, dass die Eltern das Geschlecht des Kindes angeben = festlegen, eine ärztliche Gegenprüfung ist nicht vorgesehen. Von daher kann man nur hoffen und beten, dass die werdende Mutter wie im letzten Absatz die emotionale Wende schafft und das Kind nicht im Wunschgeschlecht anmeldet. SBGG §3 (2)
https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2024/206/VO.html

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

Was daran liegt, dass ca. 1,7% mit mehreren Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen (Quelle: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ueber-diskriminierung/diskriminierungsmerkmale/geschlecht-und-geschlechtsidentitaet/inter/inter-node.html)

Früher wurde dann halt mal ein wenig an den Kindern herumoperiert, bis das vermutete Geschlecht eindeutig war.

Unter diesen Gesichtspunkten macht das Gesetz dann durchaus auch Sinn.

Susanne M.
1 Monat zuvor

Ich wollte vorher gar nicht wissen, was es wird – das war für mich sehr unwichtig. Und : Nicht alle Mädchen sind süße kleine Prinzessinnen in rosa Kleidchen mit Glitzer. Nicht alle Jungs sind Raubauken, die nur herumschlägern.
Gibt es auch weitgehende Untersuchungen darüber, warum eine werdende Mutter keinen Sohn möchte? Ich denke da an mögliche Traumatisierungen in der Vergangenheit.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Ich wundere mich über die Bezeichnung “Gender-Reveal-Party”.

Bei diesen Partys wird schließlich das biologische Geschlecht (sex) und nicht das soziale Geschlecht (gender) verkündet.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das wissen diese Eltern wohl nicht, dass es da einen Unterschied gibt. Es würde mich wirklich interessieren, welchen sozialen Status und Bildungsgrad die Eltern aus dem Artikel haben, oder ob Status und Bildung da keine Rolle spielen.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Na ja, zu einer „sex-party“ einzuladen, könnte leicht nach hinten losgehen…

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Der Begriff kommt aus dem USA. Da ist bekanntlich gender und Sex dasselbe. Weil das so sein muss.

ed840
1 Monat zuvor

In Mathematik sei es umgekehrt. Solche Verzerrungen wirkten über Jahre hinweg – und prägten Selbstbilder.

Dann sollte man wieder mehr Lehrkräfte zur Fortbildung nach Finnland schicken, das ja gerne als Vorbild in Sachen Schulbildung gehandelt wird.

Dort schnitten bei PISA 2022 die Jungs ja auch in Mathematik schlechter ab und stellten ca. 25% mehr “low-performer” in Mathe als die Mädchen.
Im Lesen war der Rückstand der Jungs mit -45 Punkten dann schon mehr als doppelt so hoch wie in DE (- 19 Pkt ) und sie stellten doppelt so viele “low-performer” wie die finnischen Mädchen.

Bildungsnah
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Klar wollen Eltern keine Jungs. Die öffentliche Debatte ist nun mal seit Jahren sehr jungenfeindlich. In vielen Ländern sind Jungs nur noch in Informatik marginal besser. Da werden dann, wie im Musterland Finnland, Millionen investiert um den Abstand von sowieso nur wenigen Punkten einen Ticken zu verbessern. Um die -45 Punkte im Lesen bei den Jungs kümmert sich keiner.

Man sieht es auch an den Artikeln in diesem Portal, permanent geht es um Förderung der Mädchen. Bei Jungs geht es im Regelfall darum, deren problematisches (unmädchenhaftes) Verhalten zu korrigieren.

Jungs sind rechts, Jungs sind gewalttätig, Jungs sind Schulversager. Wer sollte so etwas als Kind haben wollen? Zur toxischen Maskulinität gibt es noch nicht mal ein Wort als Gegenstück.

Schulen sind hauptsächlich auf Mädchen ausgerichtet und um das noch weiter zu treiben, schicken wir am besten Lehrkräfte noch nach Finnland. Was soll schon schief gehen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Bildungsnah

Würde mich nicht wundern, wenn manche Leute glauben würden, dass die Werte in Finnland super wären und die Mädchen in DE nur wegen struktureller Benachteiligung den Jungs nicht so weit enteilen wie in Suomi.

Sim Si
1 Monat zuvor

Ich finde die Kommentare hier teilweise erschreckend, z.B. dass Menschen dann lieber keine Kinder bekommen sollten, wenn ihnen das Geschlecht nicht egal ist! Solche Gefühle sind völlig normal und legitim. Und das ist auch kein neues Phänomen, sondern gab es früher schon genauso – egal ob mit Jungs oder Mädchen. Und es gibt das auch in vielen anderen Kulturen. Die Großmutter meines Mannes hat 6 Jungs – alle wissen, dass sie sich sehnlichst ein Mädchen gewünscht hat. Na und? — In anderen Kulturen werden Jungs bevorzugt, weil Mädchen großzuziehen und zu verheiraten teuer ist. Hier werden Mädchen bevorzugt, weil Jungs meist schwieriger sind, einem mehr Sorgen machen und sich später weniger um die alten Eltern kümmern. Was ist an solchen Gedanken und Gefühlen verwerflich? — Ich wollte auch immer am liebsten nur Mädchen, weil mein Vater ein schwieriger Mensch ist. Ich habe zwei Jungs und ein Mädchen. Und ja, die Jungs machen mir insgesamt mehr Sorgen als das Mädchen. Lieben tue ich sie trotzdem alle drei! Gefühle sind menschlich und haben ihre Gründe! Und von daher sollten manche sich vielleicht einfach ihre gefühllosen Kommentare sparen!

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Kommt auf den Umgang drauf an denke ich? Und natürlich spielen hier auch “Gefühle” eine Rolle. Trotzdem gibt es sowas wie “Realität(en)”. Und wenn man ewig “traurig ist, dass man ‘nur’ einen Jungen hat” ist das doch nicht unbedingt (psychisch) wirklich so top. Weder für jemanden selbst – und v. A. nicht für das Kind. Da man biologisch weiß, dass man das Geschlecht nicht direkt “aussuchen” kann … Sollte man eben auch in betracht ziehen, dass “es” auch ein “Junge” werden kann.
Ist jetzt nicht soooo überraschend. Für manche schon irgendwie.
Und neee … Da hilft auch kein “Bett Richtung XY” oder sonst welche “aber bei meinen Eltern half das – die bekamen nur YX”.
Realität ansehen … Überlegen, “was so geht”. “Notfalls” … Wenn es wirklich sein muss … Dann darf’s [muss] es wohl auch für manche ein Junge sein.

Der Artikel gibt eben einen bzw. mehrere “Beigeschmäcke”. Das kann man doch nicht leugnen, oder?
Natürlich darf sich jeder/jede wünschen, was er/sie möchte … Das ist das emotionale und gefühlstechnische. Aber komplett die “Biologiekonsequenz” und Statistik, sowie Logik [Kopf] ausschalten … Sollte man nicht. Sonst kann es eben dazu führen, dass man “emotional” nicht fertig wird. Siehe Artikel …

Ich wünsche mir auch einen Beruf, in dem ich 100.000 im Monat verdiene. Die Realität holt mich da sehr schnell ab. Wenn ich damit nicht zurecht käme … Schlecht. Und vom “Gefühl” ist das dann auch vllt. eher deprimierend. Aber so ist es halt. Kann man sich nur bedingt aussuchen.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

An solchen Gedanken und Gefühlen ist erst mal gar nichts verwerflich.
Natürlich kann man sich wünschen dass das noch ungeborene Kind lieber ein Mädchen werden soll.
Genauso wie man sich lieber einen Jungen wünschen kann.
Und dass die Großmutter Ihres Mannes es bedauert hat, dass keines ihrer sechs Kinder ein Mädchen geworden ist – wer könnte ihr das verübeln.
Was bei mir Befremden auslöst ist die Tatsache, dass es bei manchen offenbar völlig außerhalb des Vorstellungsvermögens lag, dass sie auch einen Jungen bekommen könnten.
Da feiert man eine sog. Gender-Reveal-Party und fällt aus allen Wolken, wenn das Konfetti oder die Tortenfüllung die falsche Farbe hat.
Das ist doch grotesk. Wenn mich der Gedanke, dass ich einen Jungen zur Welt bringen könnte, derart erschreckt, dann nehme ich sowas doch nicht zum Anlaß ‘ne Party zu feiern und stelle davon Videos in den sozialen Netzwerken zur Schau, nur um alle Welt daran teilhaben zu lassen, wie sehr es mich enttäuscht, dass mein Kind das falsche Geschlecht hat.
Als erwachsener Mensch muß man doch schon vorher wenigstens in Betracht ziehen, dass es auch ein Junge werden könnte. Wenn mir dieser Gedanke so großes Unbehagen bereitet, dann mach ich aus der Verkündung doch kein Event.
Eine gute Bekannte von mir, die einen, inzwischen erwachsenen, Sohn hat, hat mir mal erzählt, dass sie so negativ geprägt war vom sehr angespannten Verhältnis zu ihrer Mutter, dass sie während ihrer Schwangerschaft kaum den Gedanken ertragen konnte, sie könne vielleicht eine Tochter zur Welt bringen und wie froh sie war, als sie einen Jungen geboren hatte, der übrigens ihr einziges Kind blieb.
Ob das damit zusammenhing, dass sie nicht riskieren wollte, vielleicht doch noch ein Mädchen zu bekommen, weiß ich nicht. So etwas ist traurig und sicher kein Anlaß für Hohn und Spott.
In dem Artikel geht es aber um etwas anderes.
Man fürchtet Probleme und Schwierigkeiten, die einem Jungs machen könnten. Man macht sich Sorgen, dass Jungs weniger für einen da sind, wenn man alt wird.
Mich irritiert es, dass Jungen offenbar verstärkt als potenzielle Problemfälle wahrgenommen werden.
In meiner Verwandtschaft sind in den letzten Jahren mehrere Kinder geboren worden. Überwiegend Jungs. Ich sehe diese kleinen Menschlein und kann kaum den Blick abwenden, von den entzückenden Gesichterchen, den winzigen Fingerchen. Mich berührt die absolute Unschuld dieser kleinen Geschöpfe und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man bei diesem Anblick denken kann – “schade, ein Junge, mit dem wird’s schwieriger, als mit ‘nem Mädchen”.
In dem Artikel steht aber auch, dass das Gefühl der Enttäuschung doch recht schnell verschwindet, wenn das Kind erst mal da ist.
Für mich hören sich die im Artikel geschilderten Fälle eher nicht nach echter Not an, sondern nach den Luxusproblemchen einer verwöhnten übersättigten Wohlstandsgesellschaft.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

“Ich finde die Kommentare hier teilweise erschreckend, z.B. dass Menschen dann lieber keine Kinder bekommen sollten, wenn ihnen das Geschlecht nicht egal ist! Solche Gefühle sind völlig normal und legitim.”

Es gibt aber einen riesigen Unterschied zwischen dem, was Sie hier schreiben und den Aussagen am Anfang des Artikels:

“Ich bekomme meine Enttäuschung einfach nicht in den Griff!“
“Sie schreibt von verletzenden Momenten, wenn sie draußen kleine Mädchen sieht. Von einer „Blase“, die sie sich jahrelang ausgemalt habe – und die nun geplatzt sei. „Ich denke, ich kann mich mit einem Jungen nicht identifizieren”

Ein Kind ist eben kein Mode-Accessoir, sondern ein eigenständigen Lebewesen, mit eigenen Wünschen. Die Aussage am Ende, dass der Junge dann hoffentlich zumindest Pferde toll findet, geht leider in die gleiche Richtung. Das wäre er ja zumindest keine ganz so große Enttäuschung…

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Ich kenne tatsächlich so eine Familie..Die Mutter wollte nach zwei Söhnen unbedingt eine Tochter..Auf die hat sie sich konzentriert, sie hat sie nach ihrer Scheidung zu ihrem neuen Ehemann mit in die Ehe genommen..Die Jungen blieben bei Oma und Opa. Ich habe diesen Fall hier anonymisiert.. Aber mir taten die Jungs Leid..

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

“Gefühle sind menschlich und haben ihre Gründe! Und von daher sollten manche sich vielleicht einfach ihre gefühllosen Kommentare sparen.”
Sparen könnte sich so manche Influencerin auch den Impuls, ihre dramarisch inszenierte Enttäuschung über den blauen Konfettiregen auf ihrer Gender-Reveal-Party (was für ein Schwachsinn), in die ganze Welt hinauszuposaunen.
Kommt ganz schlecht an bei Leuten, die froh wären, wenn sie überhaupt ein Kind bekommen hätten.
Sorry, aber wenn man schon für sich und seine Gefühle Sensibilität einfordert, dann sollte man vielleicht auch mal eine Sekunde darüber nachdenken, wie die Zurschaustellung der eigenen Luxusbefindlichkeiten – um nichts anderes geht es hier – auf Menschen wirken können, für die das, was diese Damen da medienwirksam bejammern, das größte Glück bedeuten würde, das ihnen aber leider nicht gewährt wurde.
So. Habe fertig. Schönen Tag ganz besonders an die Redaktion.
@Sim Si – nehmen Sie das bitte nicht persönlich.
Mein Zorn richtet sich nicht gegen Sie.
Ihre Einlassungen kann ich sehr gut nachvollziehen.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Danke!

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

An sich ist es nicht schlimm, kurz traurig zu werden, wenn das erwartete Kind ein anderes Geschlecht hat. Hier ist die Enttäuschung, meines Erachtens nach, von der anderer Sorte. Man hat Stereotypen im Kopf, was Mädchen & was Junge sind, und dann “ich kann mich mit einem Jungen nicht identifizieren“, obwohl es gegen solche Stereotypen seit Jahren gekämpft wird (ich dachte früher – erfolgreich).

Dazu wird immer wieder über “toxische Maskulinität” diskutiert, was sicher gut ist, aber manchmal deutet, dass “alle Männer potenziellen Täter sind”. Das kann sehr schädlich für Kinder sein, wenn sie denken, es gibt in ihnen etwas böses aufgrund ihres Geschlechtes, der Tatsache, die sie nicht ändern können.
“…Männliche Kinder und Jugendliche erscheinen in der öffentlichen Debatte häufig im Problemmodus : Jungen begehen deutlich häufiger Gewaltkriminalität, schneiden im Durchschnitt schlechter in der Schule ab, gelten als risikofreudiger, anfälliger für Extremismus, schwieriger im Umgang. Diese Diskussionen seien berechtigt, prägten aber das Bild von Männlichkeit”.
Die Statistik mag stimmen, aber soll man dann nicht auch die positive Statistik abbilden?
Mir fehlen mehr Bücher wie “Emil aus Lönneberga”, wo Kinder, egal wie sie sich verhalten, mit Liebe abgebildet werden.

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Diese Diskussion ist so krank, früher hieß es “Respekt”, wenn man einen Jungen bekam, mich hat das sehr befremdet, wir bekamen immerhin zweimal “Respekt” für zwei Jungs. Heute scheint sich die Vorliebe zu wenden, warum auch immer. Ich kann es nicht verstehen. Die Eltern scheinen das Wesentliche aus den Augen verloren zu haben. Nachdem man alles kaufen kann, und sich alles nach Wunsch einrichten kann, da ist natürlich das Geschlecht des Kinderwunsches auch ein Thema. Vielleicht sollte man diese Wünsche per App, per Knopfdruck, per KI ermöglichen, so wie es heute läuft, in einer Zeit, in der alles digital und weit weg von natürlichen Entwicklungen verläuft.
Ehrlich gesagt, ich empfinde diese Gesellschaft in weiten Teilen als immens dekadent, unwissend über die tatsächlichen Werte im Leben. Diese verwöhnten Eltern sollten mal einer einer Krebsstation für Kinder einen Besuch abstatten.

Heinz
1 Monat zuvor

Sie schreibt von verletzenden Momenten, wenn sie draußen kleine Mädchen sieht.“

Bin ich der einzige, der der Meinung ist, das solche Menschen am Besten gar keine Kinder bekommen sollten? Wie kann man nur so egoistisch sein, und das seinen Kindern gegenüber.

HerrLampe
1 Monat zuvor

So ist das eben, in patriarchalen Gesellschaften, wie Indien, ist man traurig, wenn man ein Mädchen bekommt. In matriarchalen Gesellschaften, wie Deutschland, ist man dagegen traurig, wenn man einen Sohn bekommt.

Es ist nur eine andere Seite der gleichen (schei**) Medaille.

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Die Frauen sind traurig, weil sozialer Druck ausgeübt wird. Wie wäre es wohl ohne diesen Druck?

pfk
1 Monat zuvor
Antwortet  HerrLampe

Wo in Deutschland ist Matriarchat?

blau
1 Monat zuvor

Es ist bei mir auch so gewesen, dass ich immer ein Mädchen haben wollte. Weil ich eben eine Frau bin und gerne eine enge Mutter-Tochter-Beziehung wollte, weil ich dachte, ein Mädchen komme nach mir.
Und ja wie im Artikel wollte ich nach Nr.2 noch ein Kind, weil ich mir nach zwei Jungen endlich ein Mädchen erhoffte. Und es funktionierte im dritten Versuch. Was soll ich sagen? Das Mädchen ist gar nicht wie ich und die beste Beziehung habe ich zu einem meiner Söhne. Meine Söhne sind im Übrigen gar nicht wie im Text beschrieben, sie sind überaus erfolgreich im Bildungssystem, bräuchten nur etwas mehr Unterstützung in Form von Logopädie. Ich glaube am Ende werden sie das bessere Abitur als meine Tochter machen.

TaMu
1 Monat zuvor

Wie wäre es mit buntem Konfetti, wenn es schon Konfetti sein muss? Kinder sind ohnehin wie Wundertüten und egal, wie man es sich vorher ausgemalt hat, das Kind und das Leben mit ihm wird einen ständig mit der Realität überraschen, die manchmal schwierig und oft sehr schön sein wird. Kind ist Kind, egal, welches Geschlecht es hat. Ich würde gleichermaßen Baumaterial und Glitzertüll anbieten. Häufig mögen die Kinder das eine oder andere unabhängig vom Geschlecht. Vielleicht mag der kleine Junge der Mädelsmama ja gerne mal Schminke und ein rosa Kleid ausprobieren? Man kann ihnen eine geschlechtliche Orientierung nicht an- oder abtrainieren. Der kleine Junge mit Kajal und lackierten Fingernägeln wird deshalb nicht schwul. Er mag einfach genau wie kleine Mädchen die Farben und das im Wind wehende Kleid, genauso, wie Mädchen gerne Jeans und Tshirts tragen, weil sie es cool finden. Und sollte er eines Tages tatsächlich herausfinden, dass er schwul ist, hat er zumindest Vertrauen in seine weltoffenen Eltern, die ihn sein lassen, wie er ist.
Wenn er sich zum Mann entwickelt, hat er ein paar lustige Kindheitsbilder, die ihm dasselbe Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Also, enttäuschte Jungsmutter: es gibt Mädchen, die sich lieber wie Jungs kleiden und benehmen. Und es gibt Jungs, die sich sehr für Mädchensachen interessieren und im Gefühlsausdruck eher wie Mädchen sind. Vielleicht hast du ja noch eine Chance auf Glitzer, rosa Einhörner und tränenreiche Umarmungen. Hoffentlich hast du dafür dann auch den Mut!

dickebank
1 Monat zuvor

Jungen, das starke Geschlächt.
Und wie man aus der Ernährungswissenschaft weiß, sind stärkehaltige Lebensmittel pflanzliche Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Reis, Weizen, Mais und Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Kichererbsen).
Also vieles davon erzeugt Blähungen und enthält viele Kohlenhydrate.

Mädels sind folglich low carb. Zu der Gruppe zählen Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Milchprodukte (Quark, Käse) sowie grünes Gemüse, Nüsse und Samen.

Wichtig ist es zu wissen, dass der Weizen aus Gruppe I nicht trinkbar ist, und der Samen aus Gruppe II nicht zwangsläufig mit einem blow job verknüpft werden sollte.

konfutse
1 Monat zuvor

Es ist sehr, sehr schön, wenn man sonst keine anderen Ängste und Probleme hat

Heinz
1 Monat zuvor

Wären wir doch mal wie Clownfische. Die Jungen einfach keinem Stress aussetzen und zack werden sie zu einem Mädchen. Das wäre hier wirklich die Lösung.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Regretting motherhood: Wenn Mütter bereuen | Watch
Fundstück aus dem Netz, passend zum Thema.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Ich gestehe, mich befremdet dieses Thema sehr…..
Wer je ein Kind verloren hat, setzt die oberste Priorität auf „Hauptsache gesund“…..Ich habe mich über diese wahnsinnig großen beiden Geschenke gefreut und war und bin so dankbar und es war mir so egal, welches Geschlecht meine Kinder haben….
Ich kenne diese Gedanken aus dem Artikel weder aus meiner Verwandtschaft noch aus meinem Bekanntenkreis…..

potschemutschka
1 Monat zuvor

Interessantes Fundstück aus dem Netz:
Scheiße, es ist ein Junge!: Warum mich der Trend Gender-Disappointment fassungslos macht
Ich sehe und erleb(t)e das genau so, wie die Autorin.

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