DRESDEN. Jedem zweiten Viertklässler in Sachsen wird das Gymnasium als künftige Schulform empfohlen. Kultusminister Clemens wirbt dafür, der Einschätzung der Lehrkräfte zu folgen.

Gut die Hälfte aller Grundschüler in Sachsen hat eine Empfehlung für das Gymnasium erhalten. Rund 17.200 Viertklässlern oder 50,9 Prozent wird dieser Bildungsweg empfohlen, wie das Kultusministerium mitteilte. Das entspricht demnach dem Niveau des vergangenen Jahres. Eine Bildungsempfehlung für die Oberschule, die zweite Schulform daneben, erhielten rund 16.600 Schülerinnen und Schüler.
Im vergangenen Schuljahr waren erneut 75 Prozent der Eltern der erteilten Bildungsempfehlung gefolgt. Kultusminister Conrad Clemens rief dazu auf, der Einschätzung der Lehrkräfte zu vertrauen. Er warb zudem für die Oberschule als gleichberechtigten Bildungsweg. «Auf beiden Wegen kann man jeden Beruf erlernen», betonte der CDU-Politiker.
Etwa 19 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit einer Bildungsempfehlung für das Gymnasium entschieden sich für die Oberschule und circa 6 Prozent wählten trotz Oberschulempfehlung den Weg auf das Gymnasium. Dafür muss das Kind in der Regel eine Aufnahmeprüfung (Eignungsprüfung) bestehen – oder eine Probezeit am Gymnasium (meist das erste Schulhalbjahr der Klasse 5). 75 Prozent der Eltern sind der erteilten Bildungsempfehlung gefolgt.
Eine Empfehlung für das Gymnasium erhalten Viertklässler, die in der Halbjahresinformation einen Notendurchschnitt von 2,0 oder besser in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht erreicht haben. Keines dieser Fächer darf mit der Note «ausreichend» oder schlechter benotet sein. News4teachers / mit Material der dpa