Regelmäßig lernen zu müssen ist eine Anforderung, die vielen Schulkindern erstmals im Fremdsprachenunterricht begegnet. Ein kostenfreies Training für die ersten Unterrichtswochen unterstützt Lehrkräfte und hilft den Kindern, das Vokabellernen fest in den Alltag einzubauen und zentrale Kompetenzen des selbstregulierten Lernens zu erwerben. Entwickelt wurde das Training am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation.
„Vokabellernen gehört für die meisten Schülerinnen und Schüler fest zum Fremdsprachenunterricht und ist oft mit Herausforderungen verbunden“, sagt Dr. Jasmin Breitwieser, Lernforscherin am DIPF. „Regelmäßiges Üben ist entscheidend für den Lernerfolg, doch in der Praxis wird häufig erst kurz vor Tests oder auf elterlichen Druck hin gelernt. Langfristige Lerneffekte bleiben so aus.“

Damit Lernen nachhaltig gelingt, müssen Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr Lernen übernehmen und selbst steuern, wann, wo und wie sie lernen. Das erfordert Fähigkeiten wie Zielsetzung, Selbstmotivation, Planung und Reflexion – zentrale Strategien des selbstregulierten Lernens. Das Vokabellernen bietet eine ideale Gelegenheit, diese Schlüsselkompetenz zu trainieren.
Vokabellernen lernen im Unterricht: Die „Mission Monsterhilfe“
Mit der „Mission Monsterhilfe“ wurde ein Training entwickelt, das sehr gut in den fremdsprachlichen Unterricht etwa zu Beginn der 5. Klasse eingebaut werden kann. Es läuft über zehn Wochen mit einem wöchentlichen Zeitaufwand von etwa 30 Minuten. In diesem Zeitraum können die neuen Strategien eingeübt, gefestigt und in den Alltag integriert werden. Das Trainingsprogramm mit Unterrichtsmaterialien für die ganze Klasse sowie mit Begleitmaterial für die Lehrkräfte steht auf der Webseite vollständig kostenfrei zur Verfügung.
Die Inhalte des Trainings sind in eine Erzählstruktur eingebettet – mit einem Monster, das von den vielen neuen Vokabeln im Fremdsprachenunterricht heillos überfordert ist und nun Hilfe benötigt. In vier Missionen lernen die Schülerinnen und Schüler, sich zunächst das Lernen einzuteilen, sich geeignete Ziele zu setzen, einen passenden Lernplan zu entwickeln und abschließend den Lernprozess zu reflektieren:
- Verteiltes Lernen: regelmäßiges Lernen in kleinen Portionen ist effektiver und weniger stressig als kurzfristiges Auswendiglernen direkt vor dem Test.
- Ziele setzen: Ziele sollten klar und spezifisch formuliert, ohne Überforderung erreichbar und mit einem eindeutigen Zeitrahmen versehen sein.
- Planen: mit Hilfe einer simplen, aber effektiven Planungsstrategie – den sogenannten „Wenn-Dann Plänen“ – werden aus guten Absichten endlich Taten.
- Reflektieren: warum es wichtig ist, sein Lernen zu evaluieren, um es zu verändern.
Zu jeder Mission erhalten die Lehrkräfte ein umfangreiches Handout, in dem jeweils die Ziele, Hintergründe und der genaue Ablauf einer Mission erläutert werden. „Zwar klingen zehn Wochen zunächst nach einer langen Zeit“, erläutert Dr. Breitwieser. „Diese Zeitspanne braucht es jedoch, um den Alltag für die erhöhten Anforderungen zu strukturieren und neue Abläufe zu entwickeln und zu festigen.“
Die PROMPT-App unterstützt beim Lernen lernen
Während des Trainings kommen Arbeitsblätter und die ebenfalls kostenfreie PROMPT-Lernplan-App zum Einsatz, welche das Vokabellernen unterstützt. Die App erklärt die Strategien des selbstregulierten Lernens kindgerecht und am konkreten Beispiel des Vokabellernens. Dabei geht es nicht um das Einüben von Vokabeln selbst – PROMPT ist keine Vokabel-App –, sondern darum, wie man das eigene Lernen gezielt steuern kann: Was ist mein nächstes Lernziel? Wann und wo kann ich gut meine Vokabeln lernen? Wie hat das Lernen geklappt? Benutze ich eine effektive Lernmethode?
Ziel ist es, dass regelmäßiges Lernen zur Gewohnheit wird – unabhängig von Motivation oder äußerem Druck. Die Strategien sind für alle Fächer wichtig und lassen sich nach ausreichender Einübung auf viele weitere Lerngelegenheiten übertragen.
Kindgerechtes Lerntraining auch für zu Hause: die PROMPT-Lernplan-App
Auch unabhängig von dem Training „Mission Monsterhilfe“ kann die PROMPT-App verwendet werden, etwa beim Vokabellernen zu Hause. Wie während des Trainings bewältigen die Schülerinnen und Schüler in der App gemeinsam mit einem Lernmonster die vier Missionen, in denen sie anhand kurzer Videos, Erklärungen und kleiner Aufgaben die zentralen Strategien kennenlernen.
Neben den Missionen bietet die App zahlreiche Funktionen, die bei der Umsetzung der Strategien helfen. Im Pläne-Bereich können Lernpläne erstellt, ins Gedächtnis gerufen und angepasst werden. Benachrichtigungen („Prompts“) erinnern über mehrere Wochen hinweg an die Umsetzung der Strategien. Ein integriertes Lerntagebuch unterstützt die Reflexion und macht Fortschritte sichtbar. Durch die wiederholte Anwendung entwickeln Schülerinnen und Schüler zunehmend Sicherheit im Umgang mit den Strategien, bis sie die App schließlich nicht mehr brauchen.
Forschung und Weiterentwicklung für selbstreguliertes Lernen
Die PROMPT-App entsteht im gleichnamigen Forschungsprojekt am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Sie wird fortlaufend weiterentwickelt und in wissenschaftlichen Studien auf ihre Wirksamkeit untersucht. Ziel ist es, nachhaltiges Lernen durch evidenzbasierte digitale Unterstützung zu fördern.
Weitere Informationen und der Downloadbereich für das Training „Mission Monsterhilfe“ stehen auf der Webseite zur Verfügung. https://prompt-lernplan.app/
Dies ist ein Advertorial / eine Pressemeldung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation.
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