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Immer mehr Kinder mit Sprachdefiziten (und anderen Auffälligkeiten) vor der Einschulung – vor allem Jungen betroffen

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BERLIN. Immer mehr Kinder kommen mit sprachlichen Defiziten in die Schule. Gesundheitsämter berichten zudem von wachsenden Problemen bei Konzentration, Motorik und Verhalten. Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen verschlechtern sich seit Jahren – bundesweit. Darüber hinaus zeigt sich ein auffälliges Muster: Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen.

Startschwierigkeiten (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

In Niedersachsen hat inzwischen jedes vierte Kind Probleme mit der Sprache. Das geht aus Daten der Schuleingangsuntersuchungen hervor, über die der NDR berichtet. Grundlage ist eine Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage. Demnach hatten 2023 knapp 25 Prozent der Kinder Schwierigkeiten bei der Sprachentwicklung. In einzelnen Regionen fallen die Werte noch deutlich höher aus: In Salzgitter betrifft dies fast die Hälfte eines Jahrgangs, in Hannover etwa ein Drittel. Die Entwicklung zeigt seit Jahren nach oben.

Auch in den praktischen Untersuchungen vor Ort bestätigt sich dieser Trend. „Ein hervorstechendes Ergebnis ist, dass ein hoher Anteil von Kindern Auffälligkeiten in der Sprache zeigt. Und dieser Anteil nimmt leider auch zu“, sagt die im Landkreis Uelzen zuständige Kinderärztin Dr. med. Sigrid Kaczmarek im NDR. „Das betrifft unter anderem Aussprachestörungen, zum Teil können längere Sätze nicht gebildet werden oder das Kind hat Schwierigkeiten, sich grammatikalisch richtig auszudrücken. Viele dieser Kinder sind vor der Einschulung bereits in Sprachtherapie.“

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„Wir haben einen zunehmenden Anteil von Kindern mit auffälligem Verhalten. Dazu zählen Konzentrationsprobleme und Unruhe“

Die Ursachen seien vielfältig. „Die Pandemie hat da eine Rolle gespielt und auch die veränderte Mediennutzung. Auch das soziale und familiäre Umfeld ist bei der Sprachentwicklung wichtig: vorlesen, miteinander reden. Aber auch chronische Erkrankungen können zu Sprachdefiziten führen.“ Besonders häufig betroffen sind Kinder aus bildungsfernen Familien sowie Kinder mit Migrationshintergrund. Dort zeigen sich überdurchschnittlich oft Probleme beim Sprechen, beim Satzbau oder beim Sprachverständnis.

Doch nicht nur im Bereich Sprache gibt es Probleme. „Wir haben einen zunehmenden Anteil von Kindern mit auffälligem Verhalten. Dazu zählen Konzentrationsprobleme und Unruhe. Und Schwierigkeiten im sozialen Miteinander führen dann auch häufig zu Problemen in der Schule. Durch Studien eindeutig belegt ist der Zusammenhang zwischen Verhaltensauffälligkeiten und übermäßigem Medienkonsum. Kinder, die mehr als zwei Stunden täglich digitale Medien nutzen, haben daher ein besonders hohes Risiko“, sagt die Ärztin.

Diese Entwicklungen sind kein regionales Phänomen. Auch außerhalb Niedersachsens berichten Gesundheitsämter von einer Verschlechterung der Ergebnisse. Laut SWR beobachtet beispielsweise das Gesundheitsamt Trier seit Jahren, dass Kinder bei den Schuleingangsuntersuchungen „immer schlechter abschneiden“.

Die Leiterin der Behörde, Sabine Becker, beschreibt einen breiten Rückgang grundlegender Kompetenzen. „Wir sehen schon einen Trend“, sagt sie. „Wir sehen bei vielen Kindern Konzentrationsstörungen. Eine Untersuchung dauert 20 Minuten. Die Kinder haben da Schwierigkeiten, ruhig auf dem Stuhl sitzen zu bleiben.“ Zugleich betreffe die Entwicklung mehrere Bereiche gleichzeitig: „Es gibt aber auch Schwierigkeiten bei der Stifthaltung und den Sprachkenntnissen. Das hat sich alles in den letzten Jahren zum Negativen verändert.“

Becker macht deutlich, dass sich die Ursachen nicht auf einen einzelnen Faktor reduzieren lassen. „Es gibt eine Vielzahl von Ursachen“, erklärt sie. Neben fehlenden Sprachkenntnissen nennt sie vor allem Veränderungen im Alltag von Kindern: „In den Elternhäusern [werden] teilweise keine Gesellschaftsspiele mehr gespielt oder […] nicht mehr vorgelesen. Auch die Medien werden zu viel genutzt.“ Gleichzeitig fehle es zunehmend an freiem Spiel und sozialen Erfahrungen: „Die Kinder haben oft einen vollen Terminkalender, dass die nicht mehr spontan miteinander spielen können und dabei ihre Gruppenkompetenzen erfahren und begreifen können.“

Auch die Tests selbst stoßen unter diesen Bedingungen an Grenzen. „Es ist schwierig, ein Kind zu untersuchen, das kein Wort Deutsch spricht“, sagt Becker. „Dann versteht es die Anweisungen und Anleitungen meistens nicht und es ist sehr schwierig, die Fähigkeiten und Kenntnisse der Kinder einzuordnen.“

Bemerkenswert ist dabei, dass einige dieser Entwicklungen laut Becker unabhängig vom sozialen Hintergrund auftreten. Probleme bei Konzentration, Motorik und Sprache beträfen Kinder aus unterschiedlichen Milieus. Das deutet auf strukturelle Veränderungen im Aufwachsen hin, die über klassische Risikofaktoren hinausgehen.

Eine weitere Dimension rückt erst allmählich in den Fokus: Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. Eine Auswertung von Schuleingangsuntersuchungen in zwölf Bundesländern durch das Medium Correctiv zeigt, dass Jungen deutlich häufiger von Sprachproblemen betroffen sind als Mädchen. Im Durchschnitt liegt der Unterschied bei knapp sechs Prozentpunkten. In einzelnen Regionen ist die Differenz deutlich größer. So wurde etwa in Thüringen bei rund 30 Prozent der Jungen ein Sprachförderbedarf festgestellt, gegenüber rund 19,5 Prozent der Mädchen.

Warum diese Unterschiede bestehen, ist bislang nicht abschließend geklärt. „Das muss sich ändern“, fordert der Kindheitspädagoge Prof. Tim Rohrmann laut Correctiv mit Blick auf die Studienlage. Nur wenn die Ursachen verstanden würden, könne auch eine passgenaue Förderung entwickelt werden. Als mögliche Erklärungen werden unterschiedliche Interessen und Verhaltensweisen von Jungen und Mädchen diskutiert, die bereits im Kita-Alltag sichtbar werden. Kinder, die häufiger im engen Kontakt mit pädagogischen Fachkräften stehen, erhalten mehr sprachliche Anregung. Gleichzeitig könnte es verstärkende Effekte geben, wenn Fachkräfte eher mit Kindern sprechen, bei denen Kommunikation leichter fällt.

„Selbst vermeintlich einfache motorische Fähigkeiten wie den Stift halten oder die Schere richtig benutzen, müssen heute in der Schule gelernt werden“

Auch gesellschaftliche Rollenbilder spielen möglicherweise eine Rolle. Das Bundesbildungsministerium verweist dem Bericht zufolge darauf, dass Väter sich seltener am Vorlesen beteiligen. Dadurch fehlten Jungen männliche Vorbilder im Umgang mit Sprache und Lesen.

Die Folgen dieser frühen Unterschiede zeigen sich später im Bildungssystem. Studien belegen, dass Mädchen in der Grundschule beim Lesen im Durchschnitt besser abschneiden als Jungen. Die aktuellen Daten legen nahe, dass diese Unterschiede bereits vor der Einschulung angelegt sind.

Welche Auswirkungen die zunehmenden Defizite konkret im Schulalltag haben, berichten Lehrkräfte aus der Praxis. Laut NDR-Bericht schildert die Grundschullehrerin Kirsten Steffen aus Großhansdorf in Schleswig-Holstein, dass sich die Voraussetzungen der Kinder deutlich verändert haben. „Heute muss ich viel öfter Bewegungspausen in den Unterricht einbauen“, sagt sie. Zudem sei sie „häufiger damit beschäftigt, Streitigkeiten zwischen Kindern zu klären“. Grundlegendes sei nicht mehr selbstverständlich vorhanden: „Selbst vermeintlich einfache motorische Fähigkeiten wie den Stift halten oder die Schere richtig benutzen, müssen heute in der Schule gelernt werden.“

Diese Entwicklungen binden Zeit, die eigentlich für das Lernen vorgesehen ist, so Kirsten Steffen: „Zeit fürs Lesen, Rechnen oder Schreiben geht dadurch verloren.“ News4teachers

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats “Frühe Bildung”. 

Briefe von der Grundschule: Wie Kindern die Einschulung erleichtert wird (Praxistipp)

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Susanne M.
4 Tage zuvor

Das sind genau die Felder für eine Vorschule, die schon der Grundschule angeschlossen ist. Die Kooperation war unbezahlbar, die Kinder nach einem Jahr Vorschule oft wie verwandelt. Ich werde nie verstehen, weshalb man sie abgeschafft hat.

Fräulein Rottenmeier
4 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Vorschulen kosten eben …..Geld……nicht nur Personal in Form einer SoFa, sondern auch Räumlichkeiten, Ausstattung, etc. Da ist doch der Stuhl dazu für ein drittes Jahr Schuleingangsphase viel günstiger…….

Und nein, ich werde es auch nie verstehen, wie man so ein wirklich sinnvolles Instrument einstampfen konnte……Ich schaue oft neidisch nach Niedersachsen…..

Palim
3 Tage zuvor

Was soll es denn in Niedersachsen geben, das Sie neidisch werden lässt?

  • Vorschulen wurden irgendwann um 2000 abgeschafft,
  • Sprachförderung vor der Einschulung wurde eingespart und soll jetzt im KiGa erfolgen, Ausnahmen gibt es nur, wenn Kinder nicht in einem KiGa angemeldet sind (zuvor war es Schulpflicht, zur Sprachförderung zu erscheinen)
  • Es gibt vereinzelte Zurückstellungen in Schulkindergärten (Schulpflicht, aber nicht schulfähig, bei sehr viel großzügigeren Kriterien zur Einschulung, als früher), vielerorts sind SKG eingestellt (wenn Eingangsstufe besteht)
  • Anerkennung sonderpädagogischer Unterstützungsbedarfe nur mit extremen Hürden vor der Einschulung oder in den ersten 2-3 Schuljahren, klassenexterne Förderung beschränkt sich dann auf die sog. Grundversorgung (max. 2 Stunden pro Klasse pro Woche).
Fräulein Rottenmeier
3 Tage zuvor
Antwortet  Palim

Aber gibt dort doch „Schulkindergärten“? Wir haben von dort ein Kind bekommen und es hat sich dort super entwickelt…..und als ich einen Umzug einer Familie nach Hannover begleitet habe, habe ich ein Kind der Familie in den hiesigen Schulkindergarten mit vermittelt…..

ed840
2 Tage zuvor

Dafür ist es in NRW gerechter verteilt , weil der Abstand der Jungs auf die Mädchen nur 2,52% Pkte beträgt.

Palim
2 Tage zuvor

Der SKG ist ja nicht für alle.
Er wird von Soz-Päds oder Lehrkräften geführt.
Die SL kann einzelne Kinder mit sehr vielen Auffälligkeiten zurückstellen,
wenn die Untersuchungsergebnisse entsprechend ausfallen,
wenn es nicht allein auf Grund von sprachlichen Defiziten geschieht,
wenn es örtlich noch einen SKG gibt – und keine Eingangsstufe,
Eltern können Widerspruch einlegen.

Bei uns kommt manchmal eine Klasse zusammen (ich glaube 14-20 SuS), aus mehreren Schulen mit insgesamt etwa 10-12 Klassen.
Sind es nicht genug Schüler:innen für eine Klasse, werden alle regulär eingeschult.

Bla
2 Tage zuvor

Aufbewahrung und Betreuung ist halt günstiger.
Und die Eltern können trotzdem arbeiten.
Politisches Ziel [AG/Staat] ist doch erreicht?

Fräulein Rottenmeier
2 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Ein Schulkindergarten wäre ja direkt an der Schule angeschlossen inkl. OGS…..Betreuung wäre also gesichert…..

blau
2 Tage zuvor

3 Jahre Schuleingangsphase sind wirklich keine Lösung. Kinder, die überfordert sind, sitzen dann noch ein ganzes Schuljahr da und fühlen sich vollkommen unnormal, weil sie mit den anderen Erstklässlern nicht mitkommen. Erst wenn die neuen Erstklässler kommen, können sie wieder von vorne starten. Bis dahin ist Ohr Selbstwertgefühl im Eimer. Vorschule 1000x besser.

Fräulein Rottenmeier
2 Tage zuvor
Antwortet  blau

Sie wissen das, ich weiß das und alle LK der Grundschule wissen das auch…..interessiert nur niemanden….und es wäre so einfach dahin zurückzukehren. Nicht jede Schule bräuchte einen Schulkindergarten, daher schaut man nach Schulen, die Räumlichkeiten haben, diese stattet man entsprechend aus….fertig ist die Kiste……und kassiert das dritte Jahr der Schuleingangsphase wieder ein…..

Lera
4 Tage zuvor

Naja, noch lange kein Grund, den Kindern die Handys wegzunehmen.

Die müssen doch kompetent werden in den Future skills und Medien und so.

Läuft hervorragend!

unverzagte
3 Tage zuvor
Antwortet  Lera

In hiesiger Großstadt lässt sich laufend beobachten, wie erwachsene Bezugspersonen intensiv mit ihren handys beschäftigt sind, während vor ihnen ein kleiner Mensch diese Zuwendung sicher auch gern hätte. Wen wundert es , dass dies zu Lasten der Persönlichkeitsentwicklung führt ?

Weiter liegt es doch in der Natur der Jungen, dass sie bis zur Pubertät in Ihrer Entwicklung den Mädchen hinterher hinken, nix Neues.

Lera
3 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

SIX säääwäään…

Und ich dachte schon, wir hätten ein Problem.

Dass die Eltern oft ebenso abhängig sind, stimmt.

Denen kann man leider wegen ihrer formal bestehenden Mündigkeit das Heroin nicht wegnehmen.

Ich bin auch gar nicht dagegen, die Heroinverkäufer zu reglementieren.

Aber das passiert realistisch gesehen wohl nicht ganz so bald, da wird ja schon auf EU-Recht verwiesen.

Bleibt also als eine erste Maßnahme: Schreibt ins Gesetz, dass es illegal ist, Kindern Heroin zu geben.

Die Junkies tun es trotzdem weiter, das ist klar. Aber es macht schon einen Unterschied, ob man sagt: „Das ist laut Studie XY schädlich“ ODER „Das ist illegal. Sie verstoßen gegen ein Gesetz.“

Corinna Gonest- Miss 71%
3 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

In hiesigen Dörfern ist es nicht anders.

ed840
3 Tage zuvor

In Niedersachsen hat inzwischen jedes vierte Kind Probleme mit der Sprache

Dann scheint die Reform von 2018 noch keine positive Ergebnisse zu zeitigen:

Gelbe Tulpe
3 Tage zuvor

Das richtige Halten von Stiften und der Gebrauch der Schere lernte ich auch erst in der Grundschule, und ich bin heute Akademikerin. Much ado about nothing.

Fräulein Rottenmeier
3 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Echt? Waren Sie nie im Kindergarten oder haben zuhause gemalt und gebastelt?

Lera
3 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Genau, die 3584223894338 Grundschullehrer, die sich darüber beklagen, sind alle Vollidioten, denn die gelbe Tulpe konnte vor der Schule keinen Stift halten.

Überzeugend.

# mir hat’s doch auch nicht geschadet

klm
3 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Also ist es egal, ob Kinder vor der Schule immer weniger Basiswissen und -können lernen?

Der Leser
3 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Und was heißt das, dass Sie Akademikerin sind?

Teacher Andi
3 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Sie haben den Artikel nicht so richtig gelesen, oder? Und ihr Einzelfall, wie immer er auch gelagert sein mag, hat sicher keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Teacher Andi
2 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

“Ihr” wollte ich groß schreiben, sorry.

potschemutschka
2 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Es gibt ja viele verschiedene Formen von Intelligenz und diese sind auch oft verschieden “stark” ausgeprägt bei einzelnen Menschen. Ich kenne z. B. ein paar Akademiker, die in ihrem Job Top-Arbeit leisten, aber mit den Händen völlig ungeschickt sind (2 linke Hände mit je 5 Daumen dran). Andererseits kenne ich ein paar Menschen ohne Abitur mit “goldenen Händen”, die für jedes praktische Problem eine Lösung finden.
https://hochix.com/20-intelligenzformen-hochbegabung-vielbegabung-und-hochsensibilitaet/
Motorische Entwicklung • Altersstufen und Beispiele · [mit Video]
Ziel von Bildung (vorschulisch und schulisch, sowie eigentlich ein Leben lang) sollte es aber sein, jedem Menschen die Bedingungen zu schaffen, sich auf allen Gebieten bestmöglich zu entwickeln. Und das beginnt schon sehr früh vor der Einschulung. Man nennt das in der Entwicklungspsychologie auch manchmal “Zeitfenster”. Um beim Beispiel Stift und Schere zu bleiben – die beste Zeit dafür ist eben schon im Vorschulalter.

ed840
2 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

jedem Menschen die Bedingungen zu schaffen, sich auf allen Gebieten bestmöglich zu entwickeln.”

Das scheint in DE allerdings bei Mädchen deutlich besser zu klappen als bei Jungs.

potschemutschka
2 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ist @Gelbe Tulpe ein Junge oder ein Mädchen?

potschemutschka
2 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Dann wird es Zeit, auch für die Jungs bestmögliche Bedingungen zu schaffen. Nur, wie sähen die aus?
Und warum sind diese “Geschlechtsunterschiede” in den schulischen Leistungen nicht bei allen Jungs und Mädchen vorhanden?

ed840
2 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und warum sind diese “Geschlechtsunterschiede” in den schulischen Leistungen nicht bei allen Jungs und Mädchen vorhanden?

Ich bin kein Experte, und kann Ihnen die Frage deshalb nicht schlüssig beantworten.

Wenn ich mutmaßen sollte, dann würde ich tippen, dass das Geschlecht nicht allein ursächlich für schulische Leistungen sein könnte.

potschemutschka
2 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Das mutmaße ich auch!

potschemutschka
2 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Um zum Ausgangsthema zurück zu kommen: auch für die Sprachentwicklung spielt das Vorschulalter (soziale Kontakte, sprachliche Vorbilder, ….) eine enorme Rolle:
Sprach- und Sprechentwicklung – dbl – Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Alese20
3 Tage zuvor

2 Std. Medienzeit täglich im Kitaalter??? Manchmal zweifle ich an der Vernunft von Eltern. Verrückt!

Lera
3 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Nur 2?

Wo leben Sie? Hinterm Mond 3a?

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Ne, aber mein Kind ist schon fast 15. Bei uns gab es zum ersten Mal ein Minifilmchen mit 4 und das danach auch sehr selten. Handy in dem Alter nie und Kindertablet mit Einschränkungen (nur an ausgemacht Tagen und dann nicht lang vllt. 1 Std) ab 4. Kl. und eigenes Handy erst mit 13 und Social Media (bis auf youtube-Filmchen) bis heute nicht. Ich scheine da aus der Art zu fallen.

Hans Malz
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Sehr löblich, aber leider auch sehr die Ausnahme.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Offensichtlich – leider!

blau
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Allein der Einkauf dauert 45min und den verbringen viele Kinder im Einkaufswagen mit Elterns Handy in der Hand

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  blau

Und das ist nun völlig unnötig. Es gibt Kindereinkaufswagen, da lassen sich die Kleinen wunderbar integrieren. Es gibt nicht Süßeres, als ein Kleinkind, das stolz die Milch selbst in den Wagen packt.

Anne
3 Tage zuvor

Damit erübrigt sich die Frage, warum viele Kinder drei Jahre in der Schuleingangsphase verweilen.
Da stimme ich Fräulein Rottenmeier zu, das ist billiger als ein verpflichtendes Vorschuljahr.
Aber geben wir den Kindern diese Chance, denn sie selbst können nichts für die Bedingungen, unter denen sie aufwachsen. Manchmal frage ich mich, was ist nur mit den Eltern los?

Burnout
3 Tage zuvor

Generelles Smartphoneverbot bis kA ca. 14-14. Es gibt meiner Meinung nach KEINEN Grund, warum Kinder ein solches brauchen sollten.

Teacher Andi
3 Tage zuvor

Es war so klar, dass Corona wieder herhalten muss als ein Faktor für die negative Entwicklung. Begründet wird das nicht näher…. Man könnte doch auch der Meinung sein, dass die Eltern dann mehr zuhause waren und sich intensiver mit den Kindern befassen konnten, was offenbar nicht der Fall war. Für mich sind die Haltung zu Materialismus und das Medienverhalten, vor allem bei Eltern, denn die geben das weiter, die Hauptgründe für diese fatale Entwicklung. Kinder werden heute oft (ich pauschalisiere nicht) nicht mehr kindgerecht erzogen, weil sich viele Eltern selbst verwirklichen müssen (die Kinder werden abgegeben), kein Interesse haben und ihre Ruhe wollen, oder sich einfach verweigern, dem Kind eine gewisse Grundbildung zukommen zu lassen, weil sie das nicht für wichtig halten. Kommen mehrere Faktoren zusammen, hat das Kind kaum Chancen. Natürlich können Schulen unterstützend wirken, aber die Last vollkommen auf diese abzuladen, ist schon ziemlich kurzsichtig. Und wenn man die Ausgangssituation der Schulen momentan betrachtet mit ihrem Personalmangel, die Einsparungen an pädagogisch sinnvollen Maßnahmen, die Überlastung der verbliebenen Lehrkräfte und das Zusammenstreichen sozialer Hilfsmaßnahmen, dann kann man wohl unschwer erkennen, dass die Schulen dieses Riesen- Defizit nicht beheben können, zumal man sich in einer Klasse meist um 20 oder mehr individuelle Ausprägungen bei Schülern kümmern sollte.
Eigentlich müssten viele Eltern nochmal in die Schule, da hakt es vielfach am Verstand. Diese Probleme mit Geld zuzuschütten und auf die Eigenverantwortlichkeit der Erziehungsberechtigten zu setzen, war wohl ein Fehler. Mit Rollenbildern zu argumentieren ist nun auch nicht unbedingt angemessen, denn noch nie hat man so viele Väter gesehen, die sich an fer Erziehung beteiligen und sich auch intensiv kümmern. Mir scheint, man möchte da gewisse patriarchalische Strukturen nicht deutlich benennen, die sich aber, hoffentlich, so nach und nach auch auflösen werden.
Alles in allem ist das Problem ein gesamtgesellschaftliches, und eins muss klar sein, die Digitalisierung und der daraus resultierende exorbitante Medienkonsum unter Kindern, Jugendlichen UND Erwachsenen muss als unser größtes Problem angesehen werden, denn dies schafft immer mehr Empathielosigkeit und Desinteresse für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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