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Kürzung der Altersermäßigung ab 55 Jahren: Philologen warnen vor Überlastungsfolgen

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WIESBADEN. Der Philologenverband lehnt die angekündigte Kürzung der Altersermäßigung für Lehrkräfte ab 55 Jahren in Hessen ab. „Aus unserer Sicht ist das der falsche Weg, mit knapperen Haushaltsmitteln umzugehen“, stellt der Landesvorsitzende Volker Weigand fest – zumal das Kultusministerium erst vor wenigen Wochen ein „Kompetenzzentrum Gesunde Schule“ gestartet hat. 

Kontraproduktiv? (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Mit zunehmendem Berufs- und Lebensalter steige die Belastung, ebenso wie in anderen Berufen, auch bei Lehrerinnen und Lehrern an – erklärt der Hessische Philologenverband (hphv). Die Altersgruppe der über 55-jährigen verzeichne eine über dem Gesamtdurchschnitt liegende Krankenstandsquote, Langzeiterkrankungen nähmen zu und Burn-out oder Depressionen seien Folgen einer psychischen Belastung, die viele Faktoren wie Gewalt gegen Beschäftigte hat. „Immer häufiger mündet die Überbelastung auch in der Dienstunfähigkeit und verschärft somit den Lehrkräftemangel weiter, der bereits seit Jahren eine Herausforderung in bestimmten Regionen und Schulformen darstellt“, so heißt es in einer Stellungnahme.

„Im Grunde genommen hat man die Problemlage ja bereits erkannt und eingestanden“, sagt Weigand und verweist auf das erst im vergangenen Monat gestartete Hessische Kompetenzzentrum Gesunde Schule. Dieses soll als zentrale Anlaufstelle auch für den Erhalt und die Stärkung der psychischen und körperlichen Gesundheit der Lehrkräfte sorgen, wie das Kultusministerium in einer Pressemitteilung betont hat.

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Der hphv erkenne die Einrichtung des Kompetenzzentrums als flankierende und eine von mehreren notwendigen und sinnvollen Maßnahmen zur Stärkung der Lehrergesundheit an, so heißt es nun. Mit der Kürzung der ersten Stufe der Altersermäßigung sieht der Verband die Einrichtung des Kompetenzzentrums jedoch konterkariert. Ziel sollte es sein, den Arbeitsplatz Schule so zu gestalten, dass Krankheiten möglichst gar nicht erst entstehen, anstatt sie dann über eine Beratungsstelle auffangen zu müssen. „Der Bereich Arbeitsmedizin hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen“, nimmt Weigand auch die zunehmende Komplexität an Themen in den Arbeitsschutzausschüssen (ASA) wahr. Die beste Prävention sei weiterhin, mit zunehmendem Dienstalter die Kolleginnen und Kollegen zumindest im bisherigen Umfang schrittweise zu entlasten. News4teachers

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