
Knapp 35.000 digitale Endgeräte stehen Lehrkräften in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Doch wie eine Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion zeigt, blieben Tausende Notebooks und Tablets ungenutzt. Von den insgesamt 34.900 Geräten wurden laut Bildungsministerium nur 31.120 eingeschaltet.
«Das Land gibt Millionen Euro für Geräte aus, die niemand einschaltet», kritisierte daher der bildungspolitische Sprecher der SPD, Martin Habersaat. 3.780 Notebooks und Tablets warten weiterhin auf ihren Einsatz – doppelt so viele, wie als Reserve vorgesehen sind. Zudem wurden im vergangenen Jahr laut Bildungsministerium lediglich 24.021 Geräte eingeschaltet.
«Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 10.879 ausgelieferte Endgeräte im gesamten letzten Jahr kein einziges Mal genutzt wurden», erklärte Habersaat. Die Anschaffung dieser Geräte habe die Steuerzahler mehr als 6,7 Millionen Euro gekostet. «Über die Betriebsdauer von fünf Jahren wurden knapp 10 Millionen verpulvert», fügte er hinzu.
Habersaat sieht Klärungsbedarf
Der SPD-Abgeordnete fordert daher, dringend zu klären, ob die Geräte tatsächlich benötigt werden. «Angesichts der erheblichen Summen, die im Bildungsbereich an vielen Stellen dringend gebraucht werden, reicht eine bloße Beratung der Schulen vor der Wiederbeschaffung nicht aus», betonte er.
Das Bildungsministerium erklärte in seiner Antwort, dass Schulen vor der Neuanschaffung zunächst beraten werden, wie sie diese im Unterricht besser einsetzen können. Insgesamt sind den Angaben nach bisher 773 von 795 öffentlichen Schulen mit Endgeräten für Lehrkräfte ausgestattet worden. News4teachers / mit Material der dpa
Großbestellung: 34.000 neue Laptops für Lehrkräfte – für 33 Millionen Euro
Geräte werden natürlich gebraucht. Die Geräte müssen aber auch für den individuellen Lehrer nutzbar sein. Das gilt insbesondere für die Installation eigener Programme, den Datentransfer über irgendwelche Clouds, externe Datenträger o.ä., die Leistungsfähigkeit des Akkus, die Nutzbarkeit am Dienstort, die Nutzbarkeit als produktives Arbeitsgerät, das Gewicht usw.
Ich persönlich bin mit meinem Dienst-iPad sehr zufrieden und nutze es am Dienstort auch tagtäglich als Präsentationsmaschine und Tafelersatz (Goodnotes). Meinen Unterricht oder Klassenarbeiten kann ich damit aber nicht erstellen, weil erstens der Bildschirm dafür viel zu klein ist und die für meinen Stil erforderlichen Programme für das iPad nicht existieren oder in ihrer Funktion im Vergleich zur Desktop-Variante stark beschnitten sind.
Überraschung: hier in NRW lief das so, dass wir Apfel iPads bekamen. WIr wurden nicht gefragt, ob wir vlt lieber ein Notebook haben wollten.
Das iPad soll nun ein Arbeitsgerät sein. Dass ich nicht lache! Wer schon mal versucht hat mit EXCEL darauf vernünftig zu arbeiten, weiß was ich meine.
Wäre effektiver gewesen, erst zu fragen, dann zu kaufen.
Aber die BRs und Ministerien wissen es ja besser -für uns.
Frechheit, wenn der Dienstherr die Arbeitsmittel vorgibt.
Als ob sich ein Lehrer was vorschreiben lassen will.
Die einen wollen dies, die anderen das. Alle haben recht, und keinem macht mans recht.
Habt ihr keine anderen Probleme???
Das Problem dabei ist:
Wenn Sie sich den ganzen Tag in der „freien“ Wirtschaft im Büro den Hintern 8 Stunden lang platt sitzen, dann kann es Ihnen egal sein, ob ihr Gerät 10 Minuten braucht um eine Excel-Tabelle zu laden. Die Zeit bezahlt ja der Arbeitgeber.
Als Lehrer hat man ja leider keine Arbeitszeiterfassung, d.h. die 10 Minuten gehen letztendlich von der eigenen Freizeit ab. Die bezahlt einem keiner. Aber vielleicht ändert sich da ja, wenn die Arbeitszeiterfassung auch für Lehrer kommt. Nur dann werden die Qualitätsmedien unisono aufjaulen: „Lehrer zu dumm einen PC zu bedienen. Brauchen 10 Minuten um eine Datei zu öffnen…“
Sie meinen das vermutlich als Scherz…für hier mitlesende Nicht-Lehrer:
An meiner letzten, obendrein mit einem Preis für digitales Lernen prämierten, Schule waren in zwei von drei „Computerräumen“ die PCs so alt, dass eines dieser Modelle im ComputerMUSEUM in Bonn am Rhein zu besichtigen ist.
Ich wünschte, das wäre ein Witz.
…haha! Der „C-64“ lief/läuft doch sehr stabil!
Der läuft immer noch. Sogar mit 9 Nadel Drucker und Röhrenfernseher. Die Schüler von heute lieben Summer Games.
Wenn Sie ein Auto brauchen und der Arbeitgeber Ihnen dann nur einen Tretroller zur Verfügung stellt, und Sie zwingen will, fortan alle Dienstreisen damit zu unternehmen, dann, genau dann ist das ein Problem.
Zu Ihrer Frage auf der sachlichen Ebene:
Sie haben recht, mehr Lehrer sollten es wie diese Unterrichtsdrohne machen:
Schranktür auf, dienstlichen Elektroschrott (sorgfältig und pfleglich) reinfeuern, Tür zu.
Wenn der dienstlich gelieferte Elektroschrott dann zurückgegeben werden soll, kann dies vollständig und nahtlos geschehen. Ich empfehle dazu die Eigenmarken-Zip-Beutel von Rewe in ganz groß.
Dann: Kreide raus,Kopierer ggf. an,auf geht es.
Schon gibt es kein Problem mehr.
Denn in der Regel erhalten wir keine „Arbeitsmittel“, sondern Angebotsramsch, gerne noch gelockt, so dass man bloß nix damit machen kann.
Zwei Beispiele, NRW:
Fall 1, kurz vor Corona: „Hussa, Diensttablets für alle, wow!“
Problemchen: No-name-Produkt der 400-EUR-Sorte mit saukleinem Bildschirm und fest verbundener Tastatur im Schutz-Klappgehäuse, die *permanent Strom zieht, auch wenn alles scheinbar aus ist* – Ergebnis: Hält nicht mal einen Schultag durch, ausser man roppt das Mistvieh ab…woraufhin die ganze Schutzhüllenkonstruktion logischerweise Unsinn wird…
Fall 2, NRW, aktuell: „Hussa! Apfeltablet!“ – natürlich so klein wie möglich! Und weil es ja schon ’nen Apfel drauf hat – gibt es genau *KEINEN* Apfel-Stift dazu, den bitte selbst kaufen! Und zusätzlich zum zugesperrten OS hat der Nutzer keine Wartungs- und Installationsrechte, doppeltes „Hussa!“ für dieses sehr gut alltagstaugliche Gerät, mit eSim ist natürlich auch nix! Bedeutet: Schul-Wlan spinnt mal wieder – Stunde macht „tröööt“, nix geht mehr. Aber WENN mal was ist – kommt dann remote-Wartung durch die Stadt? 😀 Glauben Sie doch selber nicht!
Aber Apple! Jubelt und frohlocket!
Sowas sind keine Arbeitsmittel.
Sowas sind Arbeitserschwernismittel.
Glücklicherweise habe ich eine vernünftige Schulleitung.
Habe Formular für dienstliches Endgerät ausgefüllt.
Unterschrieben bekommen.
Zuballern der SUS mit Digitalkram läuft.
Puh, Glück gehabt.
Keine Erlaubnis zum privaten Gerät und (weiterhin) dienstlich gelieferter Schrott?
Dann gäbe es halt Kreidezeit. 🙂
Also, unsere Gemeinde hat bei den örtlichen Schulen angefragt. Die waren eigentlich auch von iPads ausgegangen, auf denen läuft aber unser Zeugnisprogramm nicht. Deshalb wurden dann doch Laptops gekauft, und bei uns werden die tatsächlich auch genutzt.
Bei uns hat auch der Schultraeger mit nicht einfach irgendetwas angeschafft, sondern die Lehrkräfte könnten aus mehreren Geräten auswählen.
Meines läuft immer noch einwandfrei.
Es wurden auch zum Glück keine Geräte administriert, da das Land es nicht auf die Reihe bekommen hat. Ein Problem bleibt aber, dass Geräte kaputtgehen und auch neue Lehrkräfte nicht immer ein Gerät erhalten.
Ist trotzdem kein Vergleich, zu dem, was hier andere Lehrkräfte schreiben.
Prima für Sie!
Vor allem die „administrierung“ durch die Gemeinde-/Stadt-ITler ist ein riesen Problem.
Diese „Verwaltung“ beschränkt sich i.d.R. darauf, einfach alles dicht zu machen.
Na ja, dann verstaubts halt, lol.
Unser (neues) Zeugnisprogramm läuft plattformunabhängig über den Browser. Die Mac-Nutzer finden das super, weil wir davor dasselbe Problem wie Sie hatten.
Ich erinnere mich gut, wie auch hier bei n4t gemeckert und genörgelt wurde, dass Lehrer keine Dienstlaptops bekommen. Ich fand immer schon, das brauchen wir gar nicht wirklich. Ich habe auch einen bekommen und ich nutze den auch nicht. Ist zu viel gesperrt, was man damit nicht machen und nicht herunterladen darf. Zu vieles geht nicht. Ist einfach unnütz.
Und was wäre die Alternative zu Dienstlaptops? Dass ich wieder mein privates Gerät benutze, wie die ersten 20 Jahre meines Arbeitslebens?
In NRW:
1. Formular für private dienstliche Endgeräte runterladen
2. Von SL abzeichnen lassen
3. Schnittiges Gerät holen
4. Von Steuer absetzen
Läuft.
Rein rechtlich ist das schwierig … ist aber im Ernstfall das Problem der SL.
Wenn, wie bei uns, nicht genügend Lehrergeräte zur Verfügung stehen, ist das der einzige Weg und rechtlich vollkommen korrekt.
Klar, SL kann auch „Nein“ sagen.
Nicht jeder wird es gewähren.
Daraufhin würde ich mich selbst und das gesamte Kollegium auf dem Dienstweg anzeigen, da UntiS auf privaten Smartphones läuft, schockiertes Datenschützergesicht hier einfügen!!!!!122!!!!
Ne,mal im Ernst: Dann halt Kreidezeit.
Nicht mein Problem.
„Von Steuer absetzen“ heißt aber nicht, dass ich den bezahlt bekomme. Das ist ja nur ein geringer Anteil des Anschaffungspreises.
Stimmt, ja.
Srkundärnutzung sollte vorhanden sein.
Ich war zu Beginn als Windows-Nutzer seeeehr skeptisch – möchte aber mein iPad als „Präsentationsmaschine“ nicht mehr missen. In Kombination mit meinem (leider immer noch privaten) Laptop zu Hause und Nextcloud für mich unschlagbar.
Wir haben ein iPad gestellt bekommen. Ohne Stift, ohne Hülle und ohne Tastatur.
Soviel zum Thema Nutzungsmöglichkeit
Bei uns das Gleiche… Eingabestift, Schutzhülle und Tastatur / Maus selber gekauft, weil man sonst nix damit anfangen kann. Alles in allem gut 100.- Ocken … alles funktionierte – bis zu einem „Update“ der Admins, das dann dafür sorgte, dass die Tastatur inkl.. Maus nicht mehr erkannt wurde – weil von den Admins gesperrt… Beschwerde formuliert … interessiert beim Schulträger und den Admins keine Sau.
Jetzt liegen diese beiden Eingabehilfen nutzlos in der Schublade…
Ich hatte das Glück, den Stift auch gestellt bekommen zu haben. Auf die ebenfalls gestellte externe Tastatur habe ich dankend verzichtet, weil mir die viel zu schwer ist und ich auf dem iPad eh nicht produktiv arbeiten kann. Eine Hülle für 15€, in die auch der Stift passt, habe ich selber gekauft.
Könnte es vielleicht daran liegen, dass man einfach die Pflicht erledigen wollte, aber die Geräte alle mega dick und schwer waren – also exakt das Gegenteil von jemanden, der nicht stationär arbeitet, sondern jede Stunde in einem anderen Raum – und keinen Touchbildschirm, um mal was anzuzeichnen?
Man hat halt billigen Mist gekauft.
Die Alternative wären Business-Notebooks, die aber schnell 2000€ pro Stück kosten.
Wir haben Geräte ohne Office bekommen – da waren nicht einsetzbar. Nachknapp 2 Jahren war dann 365 verfügbar, da hatten wir diese Geräte aber schon alle in einen Pool abgegeben. Nutzbar waren hingegen die iPads – nur sind die mittlerweile alle technisch am Ende angekommen. Speicherfehler, Verbindungsausfälle, Speicher voll und lässt sich nur noch bedingt leeren. Also – wenn das in SH ähnlich lief, darf sich niemand beschweren
Klassischer politischer Nonsens – die Geräte die nicht abgeholt wurden zeigen auf Lehrerinnen und Lehrer, die entweder technisch gar keine Ahnung haben und dringend lernen müssen, bevor sie weiter lehren oder auf solche, die längst eine eigene funktionierende Lösung haben. Anstatt die Geräte einfach an die Schülerschaft weiter zu geben oder an Bibliotheken zu spenden, müssen steuerfinanzierte Politiker wieder unser aller Zeit und Geld verschwenden und eine Nonsensdiskussion führen… 🙁
Jeder Kollege, den ich kenne, verwendet lieber sein privates Gerät. Die Aktion kam viel zu spät, außerdem darf man dies und jenes Programm nicht installieren, mit denen die Lehrkraft Jahre zuvor aber schon erprobt gearbeitet hat…. Dann braucht man sich nicht wundern. Vielleicht sollte hier die Politik nicht immer rein theoretisch über die Köpfe der Lehrkräfte entscheiden und reformieren, kennt man ja schon.
Die Länder müssen nicht die Schulen „beraten“, wie man die Endgeräte einsetzten kann, sondern vor einer Anschaffung mal MIT den Lehrern sprechen, was überhaupt benötigt wird und Sinn macht. Ich habe in Niedersachsen ein Surface erhalten, mit so wenig Arbeitsspeicher, dass ich damit leider nicht arbeiten KANN, auch wenn ich wollte.
Ähnliches sehe ich in Schulen im ländlichen Raum von Brandenburg. Hardware anschaffen ohne die Investition in IT Kompetenzen der Lehrer bringt nichts. Nur weil „alle“ heute ein Smartphone besitzen, bedeutet das nicht, dass jeder strukturiert mit Laptop, Software und insbesondere Cloudlösungen umgehen kann. Noch schlimmer sind Lehrkräfte, die sich ohne IT Kompetenz Aufgaben und Lehrmaterialien mit Chat GPT erstellen und diese nicht prüfen, weil zusätzliche Fachkompetenz fehlt (direkt erlebt). Ebenso fehlt der durchgängig IT Support. Erstmal alles in die Schule schmeißen, einen Lehrer als „IT Verantwortlichen“ benennen und schon ist die ad-hoc Aktion erledigt. Haken setzten auf irgendeinem Strategiepapier.
Und so wollen wir die Digitalisierung in Deutschland vorantreiben? Wenn nicht einmal Lehrkräfte kompetent sind, wie sollen es unsere Kinder lernen (außer durch pflichtbewusste und selber kompetente Eltern)?
„Wenn nicht einmal Lehrkräfte kompetent sind…“
Fehlende Kompetenz der Lehrkräfte?
Wir haben hier Geräte mit 8GB und i3-Prozessor. Rockt so richtig mit Windows 11.
Da sind 90%-Nutzungsquote laut Artikel doch Goldstandard…
Ich kann nicht für alle und nicht kompetent für iOS sprechen (das aber eh quasi idiotensicher ist) – aber NEIN, die Kompetenz der Lehrkräfte ist meistens nicht das Problem bei denen, die gerne digitalen Unterricht machen.
Also, Alltagskompetenz plus verschlüsseln, bloatware / OS entmüllen, grundlegende Sicherheit plus Werbung aus, grundlegende Wartung usw., sich keinen Internetschmutz einfangen, das übliche halt.
Mit einem gelernten ITler können wir natürlich nicht mithalten, das ist schon klar.
Müssen wir aber auch nicht.
“ Noch schlimmer sind Lehrkräfte, die sich ohne IT Kompetenz…”
Gibt keine Schulungen für die Lehrkräfte, von zeitlichen Ressourcen fürs sich-draufschaffen mal ganz zu schweigen. Das soll alles nebenbei laufen. Tut es aber eben nicht.
Es mag Kollegen geben, die sich der Digitalisierung verweigern. Öfter ist aber wohl der Fall gegeben, dass die vom Schulträger gestellte Hardware schlicht zu schwachbrüstig ist oder durch paranoide Voreinstellungen kaum nutzbar. Dann wird halt BYOD praktiziert.
Besser fände ich einen Zuschuss vom Schulträger und die Anschaffung in Eigenregie – zumindest als Option.
Wieder die klassischen Hinterzimmern Lobby Deals: kein Mensch braucht ein IPad um damit „vernünftig“ zu arbeiten…aber die biometrischen Daten der Nutzer*innen und Kinder, sprich den Datenklau über Backdoor Programme und das Absaugen deutscher Steuergelder..klar, das mussten sich die Amerikaner in deutschen Klassenzimmern monopolisieren.
Laptop in S-H bekommen:
1. Office darf ich nicht nutzen, nicht mal für eigene Präsentationen und dergleichen, da OneDrive böse ist. (Wird auch überwacht. Es gab böse Mails aus der Landeshauptstadt)
2. Völlig zufällig ploppen Pop-ups auf, dass der „Admin heute Nacht/jetzt gleich ein Update aufspielt“. Das passiert gerne mal am Vormittag…also da, wo man das Ding ev. gerade im Klassenraum nutzt.
3. Alle 4(?) Wochen muss das Gerät mit neuem Passwort versehen werden. Nach den letzten Ferien war ich mir beim aktuellen Pw nicht sicher und habe es natürlich falsch eingegeben. Gerät gesperrt, niemand an der Schule kann es entsperren, Kiel ist zuständig.
Na, dann halt nicht. Zumal wir auch dienstlich gelieferte Ipads haben (deren Apple-Software ist übrigens erlaubt…) und das auch läuft. Den Rest mache ich, wie seit Jahren, am eigenen PC.
Kommt mir bekannt vor und habe ich auch schon oft gehört: eine kleine Unaufmerksamkeit beim x-ten Passwortwechsel – seitdem steht das Ding unterm Bett und verstaubt. Die Energie, für diese Gurke, mit der ich ohnehin nie ernsthaft arbeiten konnte oder wollte, ein Ticket in Kiel zu eröffnen, habe ich leider nicht gefunden. 🙁
Und die Moral von der Geschichte:
Gebt den Lehrern einfach das Geld, was die Billo-Dinger gekostet haben, und die kaufen sich dann wie gehabt mit privatem Geld (dann wenigstens mit Zuschuss) ein angemessenes Arbeitsgerät UND benutzen es sogar. Und müssen sich nicht dauernd ein neues Passwort mit 500 Vorgaben ausdenken, das sie zwangsläufig irgendwann verpeilen. (Mein Notizbuch hat übrigens gar kein Passwort – bedenklich!)
Oder ihr macht weiterhin ein riesen Geschiss um eure Billo-Laptops und fragt euch, warum die bloß keiner nutzt…
Bei uns an der Schule ist es eher umgekehrt: Wir haben zwei neue Referendare, die sich einen Laptop teilen müssen. (Sehr realistisch) Für einen zweiten war kein Geld da.
Bei uns ähnlich. Zum Zeitpunkt der Beschaffung waren wir 24 Kollegen, also gab es 24 Geräte. Inzwischen sind wir 30 Leute, aber für mehr Geräte hat die Stadt kein Geld…
Vielleicht ein erhliches Missverständnis?
Möglicherweise richtete sich die Anzahl der Geräte am Lehrkräftebedarf, nicht an der aktuellen/ beabsichtigten Zahl?
Meine digitale Nutzung meines iPads:
Zu 99% ausschließlich jeden Tag Goodnotes in Kombination mit einem AppleTV in jedem Klassenzimmer.
Bringt einen sensationellen Mehrwert für mich und die Schüler.
„Von den insgesamt 34.900 Geräten wurden laut Bildungsministerium nur 31.120 eingeschaltet.“
Das sind immerhin 89%.
Es gab schon schlechtere Relationen.
Lehrergerät bekommen, ein veralteter, langsamer Klotz von Laptop mit einem Gewicht, das ich zuletzt vor 20 Jahren an einem gerät erlebt hatte. Die Kisten kosteten 150€ pro Person, bei einem Budget, das 400€ erlaubt hätte.
Die Administration war furchtbar. Ich möchte eine Software, die ich für den Unterricht benötige, installieren? Darf ich nicht selbst, das muss der städtische Admin machen. Es gibt einen für alle Schulen der Stadt. Wie lange der für jede Anfrage gebraucht hat, muss ich nicht sagen, schätze ich. Bis dahin war meine Unterrichtsstunde gehalten und ich habe mein privates, besseres, leichteres Gerät dafür genutzt.
Ich verweigere mich nicht, im Gegenteil, ich bin gerne Vorreiter bei Digitalisierung. Aber eben nicht mit minderwertiger Ausstattung! Die Technik darf halt nicht schon veraltet sein bevor ich sie in den Händen halte. Daher nutze ich weiterhin private Geräte. Nur die Schülerdaten landen auf dem Dienstgerät, welches zuhause bleibt und nur dort genutzt wird.
Wir bekamen Apfel-Pads…die Cloud darf ich nicht nutzen, Passwortspeicher darf ich nicht nutzen, das Officepaket darf ich teilweise nicht nutzen, 2 Apps für die Erstellung von Rechenaufgaben/Mathetools kann ich nicht nutzen, weil nicht installierbar…also habe ich es in den Schrank gelegt und nutze nun mein Privates…
So typisch ‚Schland:
Sie erhielten also ein mobiles Internetgerät, dessen (einzige, aber durchaus relevante!) Stärke die schnelle und flexible Handhabung von Sachen mit/im Internet ist – nur ohne „schnell“, ohne „flexibel“ und (selbstverständlich) ohne „Internet“ (sim/esim).
Das ist so richtig peak ‚Schland.
Ich habe mein iPad täglich sehr gerne benutzt, bekomme nun aber gezwungen ein neues – ohne Tastatur, ohne Stift. Folglich nicht nutzbar und wird in der Schublade landen.