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Noch mehr Sitzenbleiber, noch mehr Schulabbrecher? Warum die neue Härte Fragen aufwirft – „bildungspolitischer Populismus pur“

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SCHWERIN/HAMBURG. Mecklenburg-Vorpommern verschärft die Versetzungsregeln, indem es den Notenausgleich an Gymnasien abschafft. Dabei gehört das Land bereits heute zu den Bundesländern mit den höchsten Wiederholer- und Schulabbrecherquoten Deutschlands. Kritiker bezweifeln, dass mehr Leistungsdruck die Probleme löst. Sie verweisen stattdessen auf individuelle Förderung – und auf Länder wie Hamburg, wo schlechte Leistungen seit Jahren nicht mit Sitzenbleiben beantwortet werden, sondern mit zusätzlicher Unterstützung.

Under My Thumb (Symbolbild). Foto: Shutterstock

Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes mussten im Schuljahr 2024/25 in Mecklenburg-Vorpommern 2,9 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine Klassenstufe wiederholen. Höhere Wiederholerquoten verzeichneten lediglich Bayern (3,4 Prozent) und Sachsen-Anhalt (3,2 Prozent). Hamburg kam dagegen auf nur 1,3 Prozent, Berlin sogar auf 0,8 Prozent. Das Statistische Bundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Unterschiede auch auf unterschiedliche Versetzungsregelungen der Länder zurückzuführen sind.

Noch gravierender fällt ein anderer Wert aus. Mehr als jeder zehnte Jugendliche verließ im vergangenen Schuljahr in Mecklenburg-Vorpommern die allgemeinbildende Schule ohne anerkannten Abschluss. Mit einer Quote von 10,4 Prozent erreichte das Land den höchsten Wert seit einem Jahrzehnt und gehört bundesweit zur unrühmlichen Spitzengruppe. Auch an den Berufsschulen endet nahezu jede fünfte Ausbildung ohne Abschluss.

Dabei hatte das Bildungsministerium die sinkende Zahl der Klassenwiederholungen noch Ende vergangenen Jahres ausdrücklich als Erfolg seiner Förderpolitik gewertet. Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) verwies auf ein neues Frühwarnsystem, mit dem Schulen versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler frühzeitig erkennen und gemeinsam mit Eltern Fördermaßnahmen vereinbaren sollen. „Unser neues Frühwarnsystem unterstützt Schülerinnen und Schüler, bevor sie versetzungsgefährdet sind“, erklärte die Ministerin damals. Ziel sei es, Wiederholungen möglichst zu vermeiden.

„Diese Regel lässt mich ratlos zurück. Ich bedauere diese Entscheidung für die Schüler und ihr Lernen sehr“

Ob strengere Versetzungsregeln daran etwas ändern können, bezweifelt der Bildungsexperte und frühere Leiter einer Schule in Mecklenburg-Vorpommern Gerd Mengel. Aus seiner Sicht verwechselt die Politik Ursache und Symptom. „Hier liegt das Missverständnis: Note und Leistung sind nicht identisch“, schreibt er auf Linkedin. Schulnoten seien das Ergebnis eines Bewertungssystems und hingen von weit mehr ab als den Fähigkeiten eines Kindes – etwa von Unterrichtsqualität, Prüfungsformaten, Lehrerwechseln oder auch der sozialen Herkunft. Statt diese Faktoren stärker in den Blick zu nehmen, klammere sich die Bildungspolitik an die vermeintliche Objektivität der Ziffernnote.

Anlass der Kontroverse ist die neue Versetzungsverordnung, die das Bildungsministerium zum kommenden Schuljahr einführt. Sie enthält Änderungen für mehrere Schularten, im Mittelpunkt steht jedoch das Ende des Notenausgleichs an den Gymnasien. Mangelhafte Leistungen in Deutsch, Mathematik oder der ersten Fremdsprache können dort künftig nicht mehr durch gute Noten in anderen Fächern kompensiert werden. Das Ministerium begründet die Reform mit klareren Leistungsanforderungen und einer stärkeren Orientierung an den tatsächlich erreichten Kompetenzen.

Wie unterschiedlich Begabungen ausgeprägt sein können, illustriert Mengel mit einer ehemaligen Schülerin. Sie habe ein Einser-Abitur abgelegt, in Deutsch und Englisch herausragende Leistungen gezeigt und für ihren Abituraufsatz eine landesweite Auszeichnung erhalten. Gleichzeitig habe sie sich in Mathematik über Jahre „über die Ziellinie“ geschleppt, therapeutische Unterstützung benötigt und die Abiturprüfung dort mit nur einem Punkt bestanden. „War sie deshalb nicht leistungsfähig?“, fragt Mengel.

„Die kostenlose schulische Lernförderung ist nach mehr als einem Jahrzehnt fest etabliert und wirkt“

Dass schwächere Leistungen nicht zwangsläufig mit schärferen Versetzungsregeln beantwortet werden müssen, belegt das Beispiel Hamburg. Dort setzt die Schulpolitik seit Jahren auf zusätzliche Lernförderung statt auf Nicht-Versetzungen; dort gibt es das klassische Sitzenbleiben seit Jahren praktisch nicht mehr. Stattdessen erhalten Schülerinnen und Schüler mit Lernrückständen kostenlose Lernförderung direkt an ihren Schulen.

Wie das funktioniert, zeigte eine Auswertung der Hamburger Schulbehörde aus dem Jahr 2024. Damals wurden mehr als 12.000 Förderkurse angeboten, an denen zeitweise über 28.000 Kinder und Jugendliche teilnahmen. 55,6 Prozent der geförderten Schülerinnen und Schüler erfüllten nach der kostenlosen schulischen Lernförderung wieder die Leistungsanforderungen in allen unterstützten Fächern. Bei Jugendlichen mit Förderbedarf in mehreren Fächern gelang es 65 Prozent, die Nachhilfe zumindest in einem Fach erfolgreich abzuschließen. Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) zog deshalb ein positives Fazit: „Die kostenlose schulische Lernförderung ist nach mehr als einem Jahrzehnt fest etabliert und wirkt.“

Für Mengel gehen die beschlossenen Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern deshalb an der eigentlichen Herausforderung vorbei. „Es müsste um Lernen gehen, individuelle Förderung, Unterrichtsqualität, Feedbackkultur und zeitgemäße Prüfungen“, schreibt er. Nichts davon werde durch die neuen Regeln verbessert. „Man kann nur Menschen leichter aussortieren.“

Entsprechend deutlich fällt sein Urteil über die Neuregelung aus: „Diese Regel lässt mich ratlos zurück. Für mich ist das bildungspolitischer Populismus im Wahlkampf. Ich bedauere diese Entscheidung für die Schüler und ihr Lernen sehr.“ News4teachers 

Schluss mit Notenausgleich: Sitzenbleiben künftig sicher mit einer Fünf im Hauptfach – GEW kritisiert „Zeitgeist“-Leistungsdruck

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22 Kommentare
Karl Heinz
11 Stunden zuvor

Kann man bitte mal aufhören, Leistung ständig als „Aussortieren“ zu framen?!

Klare Versetzungsregeln werden emotional negativ besetzt. Worte wie „neue Härte“, „Leistungsdruck“, „Aussortieren“ und „unrühmliche Spitzengruppe“ sollen beim Leser Angst und Ablehnung erzeugen, während der Kuschelkurs moralisch völlig überhöht wird.

Ksenija Bekeris (SPD-Schulsenatorin Hamburg): Sie darf die Erfolge ihres eigenen Systems preisen („Lernförderung wirkt“). Das ist so, als würde man den Autoverkäufer fragen, ob sein Auto gut ist. Ein kritischer Gegenblick auf das sinkende Leistungsniveau in Hamburg fehlt komplett.

Warum die Reform in MV eingeführt wird (z. B. Klagen von Betrieben über mangelnde Ausbildungsreife, Entwertung des Abiturs, Fairness gegenüber fleißigen Schülern), wird mit keinem einzigen Wort oder Zitat begründet. Das Ministerium wird nur in einem Halbsatz passiv abgefrühstückt.

Wenn man das Sitzenbleiben gesetzlich verbietet (wie in Hamburg/Berlin weitgehend geschehen), sinkt die Quote logischerweise auf dem Papier. Das sagt rein gar nichts über die tatsächliche Leistung oder die Klugheit der Schüler aus. Es ist statistische Kosmetik.

Einser-Abitur, obwohl man in Mathe nur 1 Punkt hatte.
Toll!
Aber Einzelfall!

Ein Gymnasium soll auf die allgemeine Hochschulreife (Studierfähigkeit in allen Fächern) vorbereiten. Wenn ein Notenausgleich in den Kernfächern (Mathe, Deutsch) unbegrenzt möglich ist, entwertet das den Abschluss für alle anderen Schüler, die sich in allen Fächern anstrengen.

MV hat viele Schulabbrecher (10,4 %), also darf man die Regeln nicht verschärfen?
Richtig wäre:
Weil das System vorher zu weich war, haben Schüler die Kurve nicht bekommen und stehen am Ende ohne Abschluss da. Leistungsorientierung setzt früher an, um genau das zu verhindern.

Am Ende dann wieder das Totschlagarument „Populismus“.

Ironie des Ganzen: Der Text selbst agiert zutiefst populistisch. Er bedient das populistische Narrativ: „Die böse, harte Politik da oben quält die armen, fleißigen Kinder (siehe Mathe-Mädchen) und sortiert sie aus.“

Simone Oldenburg gehört übrigens der Partei Die Linke an. Ihr vorzuwerfen, sie mache „rechten“ oder „billigen“ Populismus mit Leistungsregeln, zeigt, wie absurd der Vorwurf ist.

Es ist das Eingeständnis, dass die sachlichen Argumente ausgehen.

dickebank
10 Stunden zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Warum nur überhöhen die Mathe-Pauker „ihr“ Fach nur so? Für das tägliche Leben und auch die allermeisten Jobs reichen Kenntnisse in der Bedienung eines handelsüblichen Taschenrechners.
Eigene Erkenntnis nach fast 20 Jahren Matheunterricht ohne entsprechende Fakultas.

Opossum
7 Stunden zuvor
Antwortet  dickebank

Logik und die Fähigkeit, seine Gedanken begründet zu formulieren, bräuchte man aber überall. Da ist Mathe eine große Hilfe.

dickebank
5 Stunden zuvor
Antwortet  Opossum

Logik kann man auch ohne Mathe trainieren.

Heinz
7 Stunden zuvor
Antwortet  dickebank

Das hat der Typ, der mir mal im Baumarkt etwas für 70€ anstatt 180€ verkauft hat, nur weil er dabei zwei Zahlen zusammenziehen und einen Rabatt abziehen musste sicher auch vorher gesagt.

dickebank
5 Stunden zuvor
Antwortet  Heinz

Wenn der AG auch kein gescheites Kassensystem zur Verfügung stellt ist er halt selbst schuld. Für die Kassenaufsicht an SB-Kassen braucht auch niemand Mathe-Kenntnisse.

Hansjoachim
5 Stunden zuvor
Antwortet  dickebank

Kenntnisse in deutscher Literatur braucht man im täglichen Leben noch weniger. Also wird das Fach „Deutsch“ überhöht? Kenntnisse über Religion, wer braucht die denn im täglichen Leben? Also wird das Fach „Religion“ überhöht?

dickebank
5 Stunden zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Reli ist optional, ab 14 besteht Religionsmündigkeit und die Abmeldung können die SuS eigenständig vornehmen, müssen dann in NRW aber am PP-Unterricht teilnehmen.

DerechteNorden
11 Stunden zuvor

Ähem, SH ist bekannt dafür, dass es sehr viele Schulabrecher*innen hat.
Was offensichtlich nicht bekannt ist, ist die Tatsache, dass man an GemS quasi nicht sitzenbleiben kann. Seit einigen Jahren gibt es ab dem 8. Jahrgang zwar die Versetzung unter Vorbehalt, aber die Konferenzen beschließen in der Regel, dass niemand dann tatsächlich wiederholen muss. Ausnahmen bilden Krankheit oder widrige Umstände.
Die Kids, die als Schulabrecher*innen geführt werden sind in der Regel nicht vom Gymnasium nach der 9. ohne Abschluss die Schule verlassen müssen.

Nichts für ungut, aber SH ist der Beweis dafür, dass weniger Härte nicht zu weniger Sitzenbleiber*innen und Schulabrecher*innen führt.
Gerne, liebe Bildungsexpert*innen!

ed840
9 Stunden zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Kids, die als Schulabrecher*innen geführt werden sind in der Regel nicht vom Gymnasium nach der 9. ohne Abschluss die Schule verlassen müssen.“

Da SuS in SH mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 den ESA erwerben, sind es vermutlich eher diejenigen SuS , die weder die Versetzung schaffen noch die Möglichkeit über eine ESA-Prüfung in Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache oder Herkunftssprache?

DerechteNorden
6 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Wer beim zweiten Mal durch den ESA fällt oder als Förderschüler*in nicht am ESA teilnehmen kann.
In SH können nur Förderschüler*innen, die nicht zielgleich beschult werden, nicht am ESA teinehmen.

ed840
6 Stunden zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ist mir auch schon aufgefallen, dass an allgemeinbildenden Schulen in SH scheinbar kaum SPF-SuS den ESA schaffen. Laut Statistik werden dort 6,5% eines Jahrgangs als mit SPF geführt.

Bei den SuS, die ohne ESA abgehen, werden dann 1,3% wegen SPF-GE ohne Abschluss und 4,6 % mit sonderpaedagogischen Abschlüssen angeführt. Das bedeutet dann, dass höchsten 10% einen ESA erreicht haben.

Die zweite Gruppe, wären dann laut Statistik SuS ohne deutsche Staatsangehörigkeit, bei denen in SH ca. 28% ohne ESA abgingen.

Einer
10 Stunden zuvor

Unsere NRW-BR hat das Problem der Sitzenbleiber auch erkannt und eine Lösung gefunden. Sie hat die Vollzeitbildungsgänge der Berufskollegs „gebeten“ einen konkreten schwächeren Notenschlüssel zu verwenden. Sollten wir diesen Schlüssel nicht verwenden, so würde direkt angekündigt jedem Widerspruch gegen eine Note nachzugeben.

Katze
8 Stunden zuvor
Antwortet  Einer

So läuft es eben weiter.
Bildungsinitiative Schland 2035 lässt grüßen.
Keine Lösung des Problems, sondern kosmetische Statistikpflege: Schwächere Notenschlüssel beseitigen keine Leistungsschwächen – sie senken nur die Latte beim Niveau-Limbo immer weiter ab.
Und der Druck landet am Ende bei den „bösen Leistungsfetischisten“ unter den Lehrkräften: Wer den Anspruch halten und nicht mitschwächeln will, steht bei Widersprüchen gegen Noten selbstverständlich ohne Rückendeckung durch den Dienstherrn da und muss sich rechtfertigen. Läuft! Kennt man.
Am Ende wird nicht das Können der SuS verbessert, sondern der geschönte Eindruck davon verwaltet. Genau diese Abwärtsspirale aus Noteninflation und Durchwink-Pädagogik untergräbt das Vertrauen in Abschlüsse und ist vor allem unfair gegenüber denjenigen, die sich (noch) nicht vom Leistungsgedanken verabschieden wollten.

Heinz
7 Stunden zuvor
Antwortet  Einer

In NRW wird doch sowieso zu einem großen Teil jedem Widerspruch nachgegeben, vollkommen egal ob begründet oder nicht.

dickebank
5 Stunden zuvor
Antwortet  Heinz

Die Notengebung ist nämlich so gut wie gar nicht gerichtsfest belegbar.
Also fordert die Dienststelle den entsprechenden Fachlehrer aus, seine Aufzeichnungen offen zu legen und zu begründen, warum aus den vielen Teilnoten unter dem Strich die infrage gestellte Note zustande kommt. Irre aufwendig. Da ist die Anpassung der Note an die gewünschte Notenstufe ökonomischer. Und so wird die 5+ zur 4- und dem Widerspruch stattgegeben.
Wer nicht ganz doof ist, berücksichtigt das apriori.
Neben der Dokumentation der Mitarbeit und der Klassenarbeiten (Aufgabenstellungen, Erfahrungshorizont, Klassenspiegel) muss natürlich auch über die individuelle Förderung und die erfolgten Beratungsgespräche berichtet werden.

Katze
9 Stunden zuvor

„Noch mehr Sitzenbleiber, noch mehr Schulabbrecher? Warum die neue Härte Fragen aufwirft – ‚bildungspolitischer Populismus pur‘.“
„Neue Härte“? Man könnte genauso titeln: Achtung, wieder mehr Leistung im Anmarsch!“ Das dürfte bei der GEW ungefähr denselben Alarm auslösen wie die Erkenntnis, dass nicht jeder automatisch fürs Gymnasium gemacht ist – trotz gleicher Chancen für alle.
Zu viele SuS landen auf einer Schulart, die nicht ihren eigenen Neigungen und kognitiven Begabungen entspricht, sondern häufig den Erwartungen ihrer Eltern. Auf der passenden Schulart gäbe es für viele von ihnen deutlich weniger Demotivation, Sitzenbleiben, weniger Förderbedarf und weniger Schulabbrüche.
Stattdessen vielerorts: Abitur für alle, galoppierende Noteninflation und Durchwink-Pädagogik.
Ergebnis – Akadämlichkeit: „Deutschlands Studierende sind faul, lethargisch, handysüchtig, arrogant, überschätzen sich und haben keine Ahnung davon, was der Arbeitsmarkt von ihnen will. Ihre Selbsteinschätzung steht immer wieder in scharfem Kontrast zu ihren fachlichen und persönlichen Möglichkeiten.“
Zümrüt Gülbay-Peischard
Nun soll eine Verschärfung der Versetzungsregeln reparieren, was jahrelang durch falsche Anreize entstanden ist. Erst wird der gymnasiale Bildungsweg zum Königsweg erklärt, anschließend werden die Folgen mit Förderprogrammen und neuen Regelwerken verwaltet.
Weder mehr Härte noch mehr Durchwinken sind die Lösung, sondern die richtige Schulart für die richtige Begabung.
Chancengleichheit bedeutet eben nicht, alle in denselben Bildungsgang zu schicken und sich anschließend über viele gestrandete Mit- und Irrläufer zu wundern. Sie bedeutet, jedem die Chance zu geben, den Weg einzuschlagen, der zu den eigenen Begabungen passt und ihn erfolgreich zu gehen.

Susanne M.
9 Stunden zuvor

Mein Vorschlag wäre eine zentrale “ Sommerschule“ in den großen Ferien, nach deren Ende ein Examen abgelegt wird. Wer es besteht, wird dann doch noch versetzt. Wegen Personalmangel wären diese Angebote auch zentral, also für mehrere Gymnasien. Die Teilnahme ist aber freiwillig.Es soll eine Chance und ein Hilfsangebot sein, kein Zwang.

Heinz
7 Stunden zuvor
Antwortet  Susanne M.

Das gibt es doch schon lange. Wer nicht vollkommen abgesackt ist, kann aber der 7. Klasse in NRW eine Nachprüfung am Ende der Sommerferien machen. Um Nachhilfe müssen sich die Eltern halt selbst kümmern, das sind allerdings auch zu einem größeren Prozentsatz genau die Eltern, die sich die 11 Monate vorher im nichts gekümmert haben.

dickebank
7 Stunden zuvor

Die Regelungen im länderübergreifenden Versetzungsverfahren, ja selbst im bezirksübergreifenden Versetzungsverfahren innerhalb von NRW sind doch für Angestellte nicht anders.

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