Im Rahmen der Munich Climate Week präsentieren am 21.10. die Schüler und Schülerinnen der Erzbischöflichen Realschule St. Immaculata in Schlehdorf, wie sie ihre eigene Photovoltaikanlage geplant, finanziert und genehmigt bekommen haben. Das ist das erste Mal in Deutschland, dass Schüler ein solches Projekt eigenständig entwickelt haben. Noch dieses Jahr wird die Solaranlage auf dem Garagendach der Schule mit Hilfe der Schüler installiert.
Die Idee zum Projekt stammt aus einer Schulstunde von Solarbildung, einer Münchner gemeinnützigen GmbH, die Unterrichtsmaterialien, Experimentesets und eine pädagogische PV-Anlage für den Unterricht entwickelt und an Schulen anbietet.
Unter dem Namen „Schule unter Strom“ haben Schülerinnen und Schüler aus fünf Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 das Projekt in den vergangenen Monaten selbst entwickelt. Dabei haben sie alles selbst gemacht und sich mit den relevanten Aspekten auseinandergesetzt: Technik, Wirtschaftlichkeit, Sponsorensuche und Pressearbeit, Koordination, Beantragung und Montagemöglichkeiten. Vorab haben sie die Pläne bereits beim Sachaufwandsträger der Schule eingereicht und werden sie auch noch als Abschlussdokument in Form einer Petition an die Erzdiözese München und Freising überreichen. Jetzt erleben sie, wie aus ihrer eigenen Initiative eine tatsächlich funktionierende Energieanlage entsteht.
„Für die Schülerinnen und Schüler ist das ein ganz besonderer Moment. Sie haben aus einem Erlebnis im Unterricht selbst etwas entwickelt, argumentiert, Unterstützer gesucht und für die Umsetzung gekämpft. Dass Finanzierung und Genehmigung nun stehen, zeigt: Unterricht kann zu Eigeninitiative motivieren und damit tatsächlich etwas bewegen“, sagt Matthias Schmuderer, Gründer von Solarbildung.
Vom Unterricht zur eigenen Energieanlage
Die Besonderheit des Projekts ist, dass die Jugendlichen alle Schritte selbst übernehmen und dabei Verantwortung für ein reales Projekt tragen. Genau diese Verbindung von Unterricht, praktischer Erfahrung und konkretem Klimaschutz macht das Projekt zu einem Beispiel dafür, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulalltag aussehen kann.
„Wir wollten nicht nur darüber sprechen, wie Energiewende funktioniert. Wir wollten selbst etwas bauen und sehen, ob es funktioniert“, sagt eine Schülerin. Die beteiligten Jugendlichen mussten technische Fragen verstehen, Bedarf und Kosten kalkulieren, verschiedene Interessen berücksichtigen, Förderer und Unterstützer ansprechen und ihr Vorhaben nach außen vertreten.
Auch die Kommunikation gehört zum Projekt: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten unter anderem an einem Erklärvideo, mit dem sie anderen Jugendlichen zeigen wollen, wie ihr Solarprojekt entstanden ist und was sie dabei gelernt haben.
Nächster Schritt: Bau der Anlage
Gemeinsam mit den beteiligten Partnern werden die nächsten Schritte für Lieferung, Montage und Inbetriebnahme vorbereitet. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler auch die Umsetzung ihrer eigenen Planung begleiten und möglichst unmittelbar erleben.
Die fertige Anlage wird dabei zu einem dauerhaften Lernort: Die Jugendlichen können die Stromproduktion beobachten, Erträge auswerten und die Funktionsweise einer realen Photovoltaikanlage im Schulalltag nachvollziehen.
Das Schlehdorfer Projekt „Schule unter Strom“ ist ein Beispiel für diesen Ansatz. Nach der Erfahrung aus Schlehdorf entwickelt Solarbildung das Konzept „Youth-led Solar“ weiter: Schülerinnen und Schüler entwickeln dabei gemeinsam mit ihren Lehrkräften eigene Photovoltaikprojekte – von der ersten Idee über technische Planung und Wirtschaftlichkeitsberechnung bis hin zu Finanzierung, Umsetzung und späterer Auswertung der Stromproduktion.
- Am 21.10.2026 um 19 Uhr
- Ort: Schnitzer& Studio, Lindwurmstr. 95A, München
- Schule unter Strom: Vortrag und Diskussion mit der Direktorin, Lehrern und Schülerinnen und Schülern der Schule St. Immaculata, die ihr Projekt vorstellen
- Anmeldung
Eine Meldung der Solarbildung gGmbH.
Über Solarbildung
Solarbildung gGmbH (solarbildung.org) ist ein gemeinnütziges Bildungsunternehmen mit Sitz in München, das Kindern und Jugendlichen Wissen über Solarenergie und erneuerbare Energien vermittelt. Dafür entwickelt Solarbildung praxisorientierte Lehrmittel, Experimentiersets und Unterrichtseinheiten, mit denen Schülerinnen und Schüler experimentieren, technische Zusammenhänge verstehen und eigene Lösungen entwickeln können. Die Angebote reichen von Experimentiermaterialien für jüngere Schülerinnen und Schüler bis hin zu Photovoltaik-Lehrmitteln und Unterrichtseinheiten für weiterführende Schulen. Ziel ist es, erneuerbare Energien zu verstehen und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst aktiv zu werden und ihre Energiezukunft mitzugestalten. Solarbildung ist gemeinnützig und wurde für ihr Engagement im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung von der Deutschen UNESCO Kommission und des Bildungsministerium in August 2025 ausgezeichnet.
Pressekontakt:
Solarbildung gGmbH
Dipl.-Ing. Matthias Schmuderer
Steinstraße 39, Rgb. rechts
81667 München
Tel.: +49 172 9557249
E-Mail:matthias@solarbildung.org
