DRESDEN. Um eine Gymnasialempfehlung zu erhalten, benötigen Viertklässler in Sachsen einen Notendurchschnitt von höchstens 2,0 in den Fächern Mathe, Deutsch und Sachunterricht. Rund zehn Prozent schaffen den Sprung von der Oberschule aufs Gymnasium nach der sechsten Klasse.
Mehr als 57 000 Kinder und Jugendliche in Sachsen nehmen in einer Woche Abschied von ihrer Schule. Für gut die Hälfte beginnt mit dem Abschluss der Schulausbildung der Ernst des Lebens – rund 16 000 können in die Lehre gehen und die 13 300 Abiturienten ein Studium aufnehmen, wie das Kultusministerium auf Anfrage mitteilte.
Zudem verlassen mehr als 27 700 Mädchen und Jungen nach der 4. Klasse die Grundschule. 13 217 und damit knapp die Hälfte haben eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium, rund 600 mehr als im Jahr zuvor. Ihre Klassenkameraden (51,9 Prozent aller Grundschüler im Freistaat) besuchen ab September dann eine Oberschule.
Seit der für das Gymnasium nötige Zensurendurchschnitt 2011/2012 von 2,5 auf 2,0 in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sachunterricht gesenkt wurde, sank die Zahl der Bildungsempfehlungen für das Gymnasium pro Jahr, wie eine Ministeriumssprecherin sagte. Gleichzeitig stieg der Anteil derer, die auf eine Oberschule wechseln. Aber auch von dort kann noch – nach der 6. Klasse – gewechselt werden. Das gelingt jährlich etwa zehn Prozent der Schüler in Sachsen. Diesmal schafften 1521 Mädchen und Jungen nachträglich den Sprung in die höhere Bildungseinrichtung.
438 800 Schüler an Grund-, Ober und Fachoberschulen, Gymnasien und Collegs bekommen am Freitag ihre Zeugnisse. Danach haben sie sechs Wochen Sommerferien. Das neue Schuljahr beginnt am 1. September. (dpa)
zum Bericht: Das Abitur wird verschenkt? Das wüsste ich aber …
