Harald Lesch: Unser Schulsystem ist Mist!

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4 KOMMENTARE

  1. Meine Rede. Die Schulen setzen aber nur das um, was die kompetenzorientierten Lehrpläne vorschreiben.

    Bei der Beschleunigung des Schulsystems bin ich anderer Meinung. Es wäre besser, wenn die Schüler auf die Schulform gehen, die am besten auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten ist. Die Fähigkeiten der DDR-Schüler waren 1989/90 weitaus besser als die der BRD-Schüler 1989/90.

    • Bei der Beschleunigung habe ich auch die frühere Einschulung im Blick. Wer Kinder 1 Jahr früher in die Schule schickt, muss sich nicht wundern, wenn ihre Entwicklung noch nicht so weit ist.

      Gleichzeitig wurden im Zuge der Kompetenz-Umstrukturierung und in Nds bei der Abschaffung der Orientierungsstufe etliche Inhalte in die Grundschulpläne geschrieben, die zuvor ab Klasse 5 oder 7 unterrichtet wurden: Mehr Stoff und vielfältigere und schwierigere Inhalte für jüngere Kinder passen einfach nicht zusammen.

  2. Was wir brauchen, ist die Entschleunigung des von Leuten, wie Herrn Herzog und Frau Schavan, eingeleiteten Beschleunigungsprozesses der schulischen und universitären Ausbildung, mit der Abkehr von nachhaltigen Bildungsinhalten, wie diese durch den Bologna-Prozess hervorgerufen wurden.
    Unsere Kinder werden sehr viel länger arbeiten müssen als wir, sich weit größeren Herausforderungen stellen müssen und deutlich mehr gebildet sein müssen als wir, um die anstehenden Aufgaben der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben meistern zu können.
    Wir können uns diese auf Grund ideologischer Denkweise hervorgerufenen Aufweichungen der Unterrichtsinhalte nicht mehr leisten. Angesagt sind die Vermittlung nachhaltige Lerninhalte, die Vermittlung von Mindeststandarten auch leistungsschwacher Schüler in einer geeigneten schulischen Umgebung, mit entsprechend geschulten Lehrkräften.
    Wer will schon mit chinesischen Schülern wetteifern, mit autoritärer Disziplin und militärischem Drill.
    Wir wollen hier Bildung vermitteln und eine angemessene Beschulung mit der Vermittlung von Bildung zur nachhaltigen Stärkung der Persönlichkeiten entwickeln. Da müssen wir hinkommen und weg von diesem bildungspolitischen Experimenten und dem Ernstfall, ohne valide und vorgeschaltete Studien, irgendeine Idee aus dem Elfenbeinturm, umzusetzen.
    Eine nachhaltige Bildung der Bevölkerung kostet deutlich mehr, als man derzeit bereit ist dafür in Form von personellen und zeitlichen Aufwand aufzubringen. Das alles kostet deutlich mehr Geld, und eine Einführung digitaler Techniken bringt gleichsam auch keine Anhebung des allgemeinen Bildungsniveaus aller.
    Vergessen wir die Orientierung der Lerninhalte an der Entwicklung von oberflächlichen Kompetenzen im Umgang mit Medien, der Allgemeinbildung und von persönlichen, oberflächlichen Fähigkeiten, die im Lichte der Wirklichkeit gleichfalls wie Potemkinsche Dörfer sich darstellen, gleichsam als Blendung der Allgemeinheit durch schier endlos sich steigernder Zahlen an Schulabgängern mit einem Abitur, ohne Befähigung sich realen Problemen stellen zu können.
    Was sollen diese hohen Zahlen an Abiturienten, die einem Studium zum großen Teil nicht gewachsen sind und sich von handwerklichen Berufen abgewandt haben, dort, wo sie besser aufgehoben wären, um der Gesellschaft sinnvoller zu dienen.

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