Tag der Handschrift: Das Schreibmotorik Institut startet ein Projekt für Schulen

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HEROLDSBERG. In der kommenden Woche ist der Tag der Handschrift. Aus diesem Anlass lädt das gemeinnützige Schreibmotorik Institut weiterführende Schulen dazu ein, sich an einem besonderen Projekt zu beteiligen. Das läuft unter dem Titel „Bildungschance Handschrift – Lieber notieren statt verlieren“ und soll Schülerinnen und Schüler dazu bringen, den Wert ihrer persönlichen Handschrift zu erkennen.

Wie wichtig ist das Handschreiben? In zwei Unterrichtsstunden lässt sich das mit den Schülerinnen und Schülern diskutieren. Foto: Shutterstock

Alljährlich wird der 23. Januar in den USA als National Handwriting Day begangen. Das ist ein guter Anlass, auf die Bedeutung des Handschreibens hinzuweisen – gerade in Zeiten der Digitalisierung. „Eine gute Handschrift wirkt sich positiv auf das ganze Lernverhalten aus. Wer sich nicht ständig auf den Schreibprozess an sich konzentrieren muss, hat den Kopf frei für den Inhalt des Geschriebenen“, sagt Dr. Marianela Diaz Meyer, Ergonomie-Expertin und Geschäftsführerin des Schreibmotorik Instituts. Sie betont: „Wissenschaftliche Studien belegen: Handschriftliche Notizen spielen eine zentrale Rolle für das Merken von Faktenwissen und für das inhaltliche Verstehen, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei jungen Erwachsenen in der Ausbildung.“

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Die Lehrkräfte, die sich am Projekt beteiligen, bekommen gratis Unterrichtsmaterial für zwei Unterrichtsstunden, in deren Rahmen sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit ihrer Handschrift beschäftigen – und erkunden, welche Vorteile sie bietet. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse sind die Grundlage dafür. Beteiligen können sich im Jahr 2019 bundesweit alle Klassen an weiterführenden Schulen, die sich über den Sinn des Handschreibens im Zeitalter der Digitalisierung im Unterricht informieren und darüber diskutieren möchten. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind unter www.schreibmotorik-institut.com möglich.

Das gemeinnützige Schreibmotorik Institut beschäftigt sich mit der Forschung auf den Gebieten der Schreibmotorik und der Schreibergonomie. Um Entwicklungen und mögliche Probleme aufzeigen zu können, führt das Schreibmotorik Institut gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) derzeit eine bundesweite Umfrage unter Lehrerinnen und Lehrern aus Grundschulen und weiterführenden Schulen durch. Die Studie, deren Ergebnisse im April vorliegen, trägt den Titel STEP 2019 („Studie über die Entwicklung, Probleme und Interventionen zum Thema Handschreiben”). Das Schreibmotorik Institut koordiniert darüber hinaus ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt zur Handschreib-Förderung im Rahmen von Erasmus+, das in Kooperation mit der Regierung von Niederbayern an dortigen Grund- und Mittelschulen durchgeführt wird.

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