TV-Tipp: Doku zeigt „Schule am Limit“, Sendetermin am 11. Februar

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HAMBURG. Unter dem Motto „Spannende Filme ohne Schnickschnack“ zeigt das NDR Fernsehen jeden Montag um 22 Uhr die Dokumentationsreihe „45 Min“. Am 11. Februar geht es um die Problematik der Chancengleichheit an Schulen und das Projekt „Dialog macht Schule“.

NDR Fernsehen 45 MIN – SCHULE AM LIMIT – JETZT SPRECHEN DIE KINDER, am Montag (11.02.19) um 22:00 Uhr.
Ayleen Kotmann ist Studentin und Dialogmoderatorin des Projekts „Dialog macht Schule“. Foto: NDR/Caroline Rollinger

Studentin Ayleen Kotmann hat ein offenes Ohr für die Schülerinnen und Schüler. Sie arbeitet für das Projekt „Dialog macht Schule“ und kommt einmal wöchentlich in die Peter-Ustinov-Oberschule. Die Peter-Ustinov-Schule ist eine der sogenannten Brennpunktschulen in Hannover. Die Schüler träumen davon, Psychologie zu studieren oder als Mechaniker bei der Bahn zu arbeiten. Sie wünschen sich eine Familie und ein glückliches Leben ohne finanzielle Sorgen.

Statistisch gesehen werden viele von ihnen ihre Ziele wahrscheinlich nicht erreichen. Denn ein Großteil der Schüler hat einen Migrationshintergrund und lebt in Armut.

Eine aktuelle Studie der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) macht klar: In Deutschland hängt der Schulerfolg stark vom Elternhaus ab. Eine wirkliche Chancengleichheit gibt es nicht. Eine große Lobby fehlt, aber es gibt Menschen, die für die Schüler kämpfen. Entgegen aller Widrigkeiten.

Die Schulleiterin Karin Haller, die Lehrer und Freiwillige setzen sich für die Kinder ein, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Sie sind mehr als nur Vermittler von Wissen. Sie sind Elternersatz, Sozialpädagogen und manchmal Kumpel.

Der Film erzählt aus mehreren Perspektiven von der Lebensrealität an der Peter-Ustinov-Schule in Hannover. Die Schüler stehen dabei im Fokus. Denn sie geben mit ihren persönlichen Geschichten der Debatte um Bildung und Chancengleichheit ein Gesicht.

Die gemeinnützige Gesellschaft Dialog macht Schule unterstützt Schulen dabei, der Vielfalt ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden und möchte gesellschaftliche Teilhabe und gleiche Chancen für alle ermöglichen. Das Programm ist bundesweit angelegt mit Standorten in Berlin, Hannover, Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf.

Sendetermin:

„45 Min – Schule am Limit“, NDR, Montag, 11. Februar 2019, 22:00 bis 22:45 Uhr 

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Carsten60
6 Monate zuvor

„entgegen aller Widrigkeiten“
Eigentlich steht „entgegen“ mit dem Dativ. Und das pauschale Verweisen auf angebliche OECD-Studien zum Fehlen „wirklicher Chancengleichheit“ ist Nonsense, denn diese „wirkliche Chancengleichheit“ dürfte es nur im Wolkenkuckucksheim, aber in keinem größeren Land der Erde geben, auch nicht in jenen, die sich „sozialistisch“ oder „kommunistisch“ nennen. Das ist einfach mal wieder das übliche Meckern aus durchsichtigen politischen Motiven.
Was Filme generell betrifft: Im Berliner Tagesspiegel stand am 23.11.2021 auf S. 4:
„In Afghanistan haben die regierenden militant-islamistischen Taliban weitreichende Einschränkungen für Fernsehinhalte verhängt. TV-Sender dürfen keine Filme oder Serien mehr zeigen, in denen Frauen eine Rolle spielten oder die der islamischen Scharia oder afghanischen Werte widersprächen, heißt es in einer Anweisung des Ministeriums für die Förderung der Tugend und Verhütung des Lasters, die an Fernsehsender ausgegeben wurde.“
Die Lebensrealität darf dann also gerade nicht mehr gezeigt werden. Man kann das auch so lesen, dass nach Meinung dieses Ministeriums Frauen generell nicht die Tugend fördern, sondern das Laster. Vermutlich werden Frauen in diesem Ministerium grundsätzlich nicht beschäftigt. Und weil der Islam zu Deutschland gehört, brauchen wir wohl demnächst auch solch ein Ministerium. In George Orwells „1984“ gab es ein Wahrheitsministerium mit ganz ähnlichen Intentionen. Kontrolle der Regierung über das, was das Volk denken soll.