Hospitationsprogramm: Von den besten Schulen Deutschlands lernen

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Noch bis zum 30. April 2020 können sich Lehrkräfte und Schulleitungen für das Hospitations­programm der Deutschen Schulakademie bewerben. Hospitationen sind ein beliebtes Instrument, um bei der Schul­entwicklung Erfahrungen von anderen Schulen zu nutzen. Doch selten gehen diese Einblicke so tief wie beim Hospitations­programm der Deutschen Schulakademie.

© Theodor Barth

Wie schaffen es manche Schulen, besonders erfolgreich zu sein? Was machen sie anders als andere? Mit dem Hospitationsprogramm der Deutschen Schulakademie können sich interessierte Lehrkräfte und Schulleitungen auf die Suche nach Antworten begeben. Die Deutsche Schulakademie ermöglicht 120 Schultandems (240 Teilnehmenden) eine Woche lang die Praxis an einer Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises zu erleben. Den Teilnehmenden stehen dabei deutschlandweit rund 70 Gastgeber aller Schularten zur Wahl.

Das Programm setzt auf eine professionelle Vor- und Nachbereitung der Schulbesuche. Vor der Hospitation entwickeln die Schulleitung und die hospitierenden Kolleginnen und Kollegen gemeinsam Beobachtungsfragen, die zu ihrem Schulentwicklungsvorhaben passen. Während der fünftägigen Hospitation lernen die Schultandems die ausgezeichneten Konzepte der Preisträgerschulen durch Hospitationen im Unterricht, Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen sowie die Teilnahme an Konferenzen oder Veranstaltungen kennen. Das Perspektivtreffen im zweiten Schulhalbjahr bietet Zeit und Raum, um gemeinsam gezielt an Implementierungsfragen zu arbeiten, Erfahrungen auszutauschen, Strategien zur Einbindung des Kollegiums zu entwickeln und sich der eigenen Rolle im Veränderungsprozess bewusst zu werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Schulleitungsmitglieder, Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Schularten in Deutschland. Voraussetzung für die Teilnahme sind ein starkes inhaltliches Interesse und die Bereitschaft, sich auf neue oder andere Formen des Lernens einzulassen. Alle weiteren Informationen zur aktuellen Ausschreibung und Stimmen zum Hospitationsprogramm finden Sie hier: www.deutsche-schulakademie.de/hospitationsprogramm.

Wichtiger Hinweis der Deutschen Schulakademie:
Wir möchten trotz der Sorgen aller und den Herausforderungen im Umgang mit dem Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus an der Einladung und der Ausschreibung zum Hospitationsprogramm festhalten. Die Hospitationen selbst werden erst im Zeitraum Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 stattfinden und selbstverständlich auch nur, wenn persönliche Begegnungen wieder sorgenlos möglich sind. Wir sind davon überzeugt, dass am Anfang wirksamer Schulentwicklungsprozesse oft der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen steht, die auf Fragen der eigenen Schulentwicklung mit ihren Erfahrungen und Ideen antworten können. Mit unserem Hospitationsprogramm möchten wir diese Begegnungen auch in Zukunft unterstützen

 

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2 KOMMENTARE

  1. Die besten Schulen Deutschlands. So, so… Ich halte nichts von solchen „Siegeln“. Für jedes Kind oder jeden Lehrer kann eine Schule die Beste sein, für andere wiederum nicht. Wenn ich daran denke, wie bei Hospitationen der Dezernenten zum Beispiel geschummelt wird! Da werden perfekt vorbereitete Stunden gezeigt, die mit dem Schulalltag überhaupt nichts zu tun haben. Außerdem gibt es Schulen, die – warum auch immer – besser ausgestattet sind als andere. Die haben ja schon mal immense Vorteile! Oder?

    • Dann kann ich einfach nur empfehlen, sich mal einen Preisträger auszusuchen und dort zu hospitieren. Beste Schule bedeutet nicht, dass alle/ein Großteil der Kinder z.B. den Übergang zum Gymnasium schafft. Die ausgezeichneten Schulen haben es in ihrem besonderen Setting geschafft, etwas Außergewöhnliches zu realisieren. Die Idee dahinter ist nicht jene, dass man deren Konzepte kopiert und genauso bei sich umsetzt. Vielmehr soll dahingehend sensibilisiert werden, wie Schule anders gedacht werden kann und zwar auch mit geringen (!) Mitteln.
      Bzgl. der Mittel sind es häufig einzelne Lehrkräfte, die über zunächst kleine Projekte Sponsoren für sich gewinnen konnten und über Jahre etwas haben wachsen lassen.

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