Unterschätzen Kultusminister die Gefahr durch Aerosole? Warum spätestens im Herbst viele Corona-Infektionen in Schulen drohen 

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BERLIN. Werden Aerosole als Überträger des Coronavirus von verantwortlichen Politikern unterschätzt? Die Berliner Bildungsverwaltung jedenfalls hat die Schulen offenbar gegen ausdrücklichen Expertenrat ohne Abstandsregel und Maskenpflicht geöffnet. Martin Kriegel, Professor an der TU Berlin und Leiter des Hermann-Rietschel-Instituts für Energietechnik, der mit einer Studie zur Verteilung von Aerosolen in geschlossenen Räumen für Aufsehen sorgte, wurde nach seinen Angaben von Beate Stoffers, Staatssekretärin von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) kontaktiert. Er habe sie eindringlich vor Unterricht im schulischen Normalbetrieb gewarnt, berichtet Kriegel – folgenlos.

Im Hygieneplan der Kultusministerkonferenz zu den Schulöffnungen nach den Sommerferien heißt es: „Es ist auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Mindestens alle 45 min ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen, wenn möglich auch öfter während des Unterrichts.“ Entsprechend lauten die Regelungen in den einzelnen Bundesländern.

Reicht der magere Hinweis aus, um die Belastung der Luft mit möglichen Coronaviren zu beseitigen? Nein – sagt einer, der es wissen muss: Prof. Martin Kriegel forscht seit Jahren zum Thema Luftverschmutzung und -verteilung – und hat eine aktuelle Studie zu Aerosolen vorgelegt, winzigen Teilchen also, die in der Raumluft schweben und das Coronavirus mit sich tragen. Ergebnis der Untersuchung, wie Kriegel gegenüber der „Berliner Zeitung“ erklärt: „Aerosole verteilen sich in einem geschlossenen Raum innerhalb von zwei oder drei Minuten überall.“ Das bedeutet: In einem Klassenraum kann ein einziger infizierter Mensch jeden anderen darin anstecken.

Hygienepläne sehen es vor, die Fenster der Klassenräume regelmäßig aufzureißen

Warum reicht es nicht, regelmäßig die Fenster aufzureißen, wie es die Hygienepläne der Länder für die Klassenräume vorsehen? „Es ist leider überhaupt nicht kontrollierbar, wie viel frische Luft durch ein geöffnetes Fenster hereinkommt. Das hängt von der Windgeschwindigkeit ab, von den Temperaturen außen und innen…“, erklärt der Wissenschaftler in einem Interview mit der „taz“.

„Manchmal geht im Sommer aufgrund der Wetterlage gar nichts durch. Und die Menge ist generell nicht sehr groß. Stoßlüften etwa ist häufig nur in den Pausen möglich. Eine andere Gefahr: Wir als Laien verbinden die Menge an Frischluft mit der gefühlten Temperatur. Wenn es also angenehm kalt ist, gehen wir davon aus, dass auch genug Frischluft da ist. Im Winter reicht das meist aber nicht aus, um die Aerosole aus dem Raum hinaus zu transportieren.“

Wie lange müsste man denn dann ein Klassenzimmer lüften, um die Luft wirklich sauber zu bekommen? Fünf Minuten lang ein Fenster offen stehen zu lassen, wie es in vielen Unterrichtsräumen wohl spätestens im Winter praktiziert werde, reichten auf gar keinen Fall, sagt Kriegel. „Durchzug beschleunigt den Prozess. Geht Lüften nur einseitig, dauert es länger. Es müssten mindestens 10 bis 15 Minuten nach einer Schulstunde gelüftet werden. Aber mit voll aufgerissenen Fenstern und leerem Klassenzimmer!“ Am besten wären laut Kriegel dauerhaft geöffnete Fenster, das aber ist spätestens im Herbst unrealistisch. Den Professor beunruhigt, dass der Musterhygieneplan keine genauen Lüftungszeiten nennt: „Die meisten Leute haben keine Ahnung, wie lange es dauert, bis wirklich die gesamte Raumluft ausgetauscht ist“, sagt er gegenüber der „Berliner Zeitung“. „Die denken, es sei vollständig gelüftet, sobald es kalt wird oder die Luft frisch riecht. Aber das stimmt nicht.“

Der Professor empfiehlt Lehrern den Einsatz von CO2-Messgeräten

Weil es keine einfache Möglichkeit gibt, Aerosole im Raum zu messen, empfiehlt er in Klassenzimmern den Einsatz von CO2-Messgeräten. Mittels der Ampelfarben signalisieren sie die Qualität der Raumluft. Grün bedeutet „Alles in Ordnung“, gelb heißt „Es wird stickig“, und rot: „Alle Fenster auf – schnell“. Kriegel: „Übrigens war auch die Lage vor Corona schon unverantwortlich wegen der hohen Kohlendioxidkonzentration: Viele Untersuchungen zeigen, dass da alle Grenzwerte stark überschritten werden. Und da sich CO2 ähnlich verhält wie Aerosole, ist das ein Beleg, dass sich auch deren Konzentration nicht ausreichend verringert.“

Allerdings hilft auch Lüften nicht dagegen, dass Aerosole überhaupt entstehen und das Coronaviurs mit sich tragen, so erklärt Kriegel in einem Interview mit dem rbb. „Dennoch muss man sich ja vorstellen, dass, wenn wir ausatmen und sprechen, immer eine Aerosol-Wolke aus dem Mund rauskommt. Und wenn wir keine Maske tragen, kommt sie in einer hochkonzentrierten Form raus. Wenn die Tische derart aufgestellt werden, dass Personen mir gegenüber sitzen, oder wenn ich mit meinen Nachbarn spreche, bekommt er jedes Mal diese Aerosol-Wolke ab. Das ist natürlich nicht so sinnvoll. Die Maske verhindert, dass die Aerosole unkontrolliert nach vorne ausströmen. Dennoch gelangen die Partikel in die Raumluft. Und dafür ist das Lüften gedacht, dass diese Aerosole, die trotzdem im Raum sind, aus dem Raum rausgetragen werden.“

Weiter betont er: „Je weiter die Personen voneinander entfernt sind, desto geringer ist das Risiko, weil diese Tröpfchen dann schon zu Boden fallen. Und die Aerosole verdünnen sich mit dem Abstand zu der jeweiligen Person. Insofern ist jeder Abstand gut.“

Regelbetrieb an Schulen? „Nicht unter den alten Bedingungen“

Kriegel betont deshalb mit Blick auf die Schulen: „Ich verstehe die Entscheidung nicht, auf Masken und Abstand zu verzichten.“ Berlins Bildungs-Staatssekretärin Stoffers habe er dringend davon abgeraten – ohne Erfolg. Der Forscher betont: „Es kann Regelbetrieb in Schulen geben, aber nicht unter den alten Bedingungen. Die aktuellen Vorgaben finde ich nicht gut umgesetzt. Ein erster Schritt wären längere Pausen, um mehr lüften zu können. Ich hoffe, dass die Rektorinnen und Rektoren aus Berlin und anderen Bundesländern, die mich derzeit um Rat fragen, eine andere Entscheidung für ihre Schule treffen.“ News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

 

 

Stoßlüften im Klassenraum reicht offenbar nicht aus: Drosten warnt vor Aerosolen

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53 KOMMENTARE

  1. Die Kultusminister handeln also nicht nur fahrlässig sondern auch ganz offiziell wider besseres Wissen.

    Ich denke, dass geschädigte LuL sowie SuS bzw. die Hinterbliebenen zumindest in Berlin dann mit ihren Anwälten auf diese Informationen an die Staatssekretärin vor Gericht verweisen sollten. Das sollte Richter überzeugen, dass die Kultusverwaltung grob fahrlässig gehandelt hat.

    Bei grober Fahrlässigkeit dürfte es dann auch an den privaten Geldbeutel dieser „Verantwortungsträger“ gehen.

    • Bei grober Fahrlässigkeit dürfte es dann auch an den privaten Geldbeutel dieser „Verantwortungsträger“ gehen.
      Es wäre zu hoffen, aber „wer glaubt denn noch an den Weihnachtsmann“? Die (!) werden dann schon einen Schuldigen finden… Vornehmlich in den unteren „Rängen“ …z.B. Schulleitung, LehrerInnen, …

  2. Es bleibt also dabei: entweder Unterricht im Freien oder am PC. Alles andere kann Leib und Leben von Schülerinnen und Schüler gefährden.

  3. „ Ich hoffe, dass die Rektorinnen und Rektoren aus Berlin und anderen Bundesländern, die mich derzeit um Rat fragen, eine andere Entscheidung für ihre Schule treffen.“
    Und ich hoffe, dass man den RektorInnen, die sich anders entscheiden, nicht vor das Knie tritt und sie auch juristisch gegen renitente Eltern im Regen stehen lässt!

  4. Eventuell kommt mit dieser Erkenntnis im Fall des Falles mit dem Eventualvorsatz und Strafrecht durch, klappt bei Rasern ja auch.

  5. Ich freue mich. Man hält mich für ein Universalgenie. In Zukunft werde ich spontan die Luftgüte in einem Klassenraum beurteilen, die erforderliche Lüftungszeit unter Berücksichtigung der äußeren Umstände berechnen, die Fenster am Zuschlagen hindern, meine Schüler qualifiziert unterweisen, alle widersprüchlichen Ratschläge befolgen, zu Unterrichtsbeginn per Irisdiagnose coronakranke von gewöhnlich Infizierten trennen und schauen, dass mich niemand ansteckt. In anderen Bereichen gibt es Risikozuschläge. Ich spende meinen gern für die Finanzierung eines weiteren Schulbusses, der uns als ländlicher Schule die Entzerrung des Unterrichts ermöglichen könnte. 28 Siebtklässler plus ein Integrationshelfer plus ein Referendar plus meiner Wenigkeit sind ein bisschen viel auf 80 Quadratmetern.

  6. Sollte es in NRW zum Lockdown kommen und ein Familienmitglied erkranken, werde ich Herrn Laschet und Frau Genauer wegen Körperverletzung verklagen. Kinder in die Schulen zwingen und nicht für einen sicheren Ruecktransport im Bus zu sorgen, ist der Vorsatz und grob fahrlässig. Lehrer geben alles vor und während des Unterrichts, leider sind keine Massnahmen nach dem Unterricht getroffen. Die Kinder werden in unkontrollierten Gruppen in Busse gepfercht ohne Abstand zu gewährleisten. Einer unkontrollierten Virenverbreitung stehen alle Tore offen.

    • Ich auch. Die sind vollkommen unfähig da oben. Aber wie man liest, stecken die Richter ja mittlerweile unter einer Decke mit den Ministerien. Lehrer, die der Risikogruppe angehören müssen laut Richterbeschluss trotzdem sich der Gefahr aussetzen in der Schule. Unfassbar!

  7. Wenn das stimmt mit den Aerosolen müssen wir jegliche Produktionshallen, Großraumbüros, Kundenverkehr in kleinen Büros schließen. Waren Sie schon mal in einem kleinen Büro von Banken, Rathäusern, Unternehmen zum Gespräch, also die Mensch, Quadratmeter, Luftsituation ist da nicht besser,Fenster lassen sich nicht öffnen, desgleichen bei Friseuren, Tagespflege, Heimen etc….Callcenter, Bäckereien, Vesperzimmern von Supermärkten. Die Liste ist endlos. Wir müssten unsere Wirtschaft komplett lahmlegen.

    • … und weil’s nicht stimmen darf, stimmt’s auch nicht?

      Die Möglichkeiten werden ja in den Beitrag aufgezählt: Abstand, Maskenpflicht, Lüften, Lüften, Lüften.

    • Ich war noch in mit annähernd gleich vielen Leuten für 45 oder 90 min beim Bäcker, in der Apotheke in der großen Schalterhalle der Bank. In der Regel ist es auch nicht so voll, dass ich dort Ärmel an Ärmel stehen oder sitzen muss.

      Aber in der Apotheke, in der ich gestern war, gab es nicht nur umfassend um den Kassenthekenbereich Acrylglas, sondern eine Ansage, dass nur 2 Leute bedient werden und sich im Verkaufsraum aufhalten dürfen, die übrigen Kunden sollen draußen warten.
      Bei allen Friseuren gibt es umfassende Vorschriften und Maskenpflicht,
      im Rathaus Termine mit vorheriger Anmeldung und Sitzungen im großen Saal mit weit mehr als 1,5m Abstand zueinander, Dauerlüftung UND Maskenpflicht.

  8. Ich kenne auch in der Industrie keine Werkshalle in Deutschland oder dem europäischen Ausland, in dem bis zu 1000 Mitarbeiter ohne Schutz und Lüftung über Stunden arbeiten.
    Keiner will Schadensersatzklagen riskieren.
    Gehen alle davon aus, dass Lehrer und Kinder sich infizieren lassen und es keine Klagen bei Spätschäden gibt?
    In meiner Apotheke werden nur 2 Kunden bedient, es gibt Maskenpflicht und offene Türen. In der Arztpraxis gibt es Maskenpflicht, offene Fenster und Einzeltermine.
    Bei Schülern und Lehrern ist das Vorgehen nur noch mit einem großen Experiment erklärbar.
    Das ist brandgefährlich und hat mit dem Recht auf Bildung nichts zu tun.

  9. Doch in vielen Industriehallen, Großraumbüros, Pflegeheimen oder Behindertenheimen gibt es Fenster, die sich nicht öffnen lassen, aus vielerlei Gründen. Es gibt dann die berühmte Klimaanlage, auch in Großküchen, mit vielen Mitarbeitern wird viel über eine zentrale Lüftungsanlage gesteuert. Ansonsten muss ich feststellen, dass die Schulen keine ausreichende digitale Ausstattung haben. Die KM nicht die notwendige Finanzierung von kleineren Gruppen und der notwendigen digitalen Endgeräte stemmen wollen. Die Lehrer oft nicht die digitale Kompetenz haben um ihren Schülern die notwendigen digitalen Fähigkeiten zu vermitteln. Es auch an einer gemeinsamen Strategie über E-Learning fehlt.
    Wenn dies alles läuft, und dies ist Sache des KM, der Schulleiter, der Lehrer…..dann können wir wieder mal über das Thema homeschooling reden und über die kleinen Klassen….ansonsten wird hier versucht mit Hilfe von Corona die marode Bildungslandschaft auf dem Rücken von Eltern und Kindern zu retten. Auf dem Stand heute ist Präsenzunterricht ohne Abstand und Masken alternativlos. Und weil ihr Arbeitgeber keine weiteren Lehrer für Ihre gewünschten kleinen Klassen einstellen will, sollen die Kinder nur noch wochenweise kommen. Definitiv nein.

    • Tatsächlich geht die marode Bildungslandschaft immer zu Lasten der SchülerInnen und Eltern. Dazu braucht es kein Corona.
      Die Gruppen werden größer, Lehrkräfte durch Vertretungen ersetzt, sofern möglich, Unterricht zusammengestrichen, alles auf Anordnung des Ministeriums.

      Die CDU hatte in NDS im Wahlprogramm stehen: Alle Lehrkräftestunden sollen in den Unterricht gesetzt werden. Das bedeutet, dass der Lehrkräftemangel so groß ist, das der Kernunterricht nicht besetzt werden kann. Gestrichen wurden dann auch die Entlastungsstunden an den SekI-Schulen. Das, wofür es Entlastungen gab, EDV/ Bücherei o.a., kann nun sicher nicht mehr stattfinden.

      Fortbildungen sind möglich, aber schwierig, wenn in der Schule der Unterricht nicht abgedeckt werden kann und die Mehrarbeit so immens ist, dass sie durch den Deckeneffekt reglementiert wird: Der Tag hat nicht noch mehr Stunden für noch mehr Arbeit.

      Warum solche Zustände alternativlos sein sollen, erschließt sich mir nicht.

    • „ Auf dem Stand heute ist Präsenzunterricht ohne Abstand und Masken alternativlos.“ Spätestens, wenn jede Menge Lehrer wegen Coronaerkrankungen ausfallen, wird man sich über Alternativen Gedanken machen müssen ( wie üblich natürlich erst, wenn es zu spät ist). Ohne LK findet dann nämlich erst recht kein Präsenzunterricht statt!

  10. Bei dem ganzen Theater frag ich mich schon länger folgendes :
    Lehrer und Schüler hin oder her aber denkt auch mal jemand an das Reinigungspersonal? Seit Monaten muss desinfiziert und doppelt gereinigt werden, selbst mit der Hälfte der Schüler, wie es noch vor den Sommerferien war. Ich selbst bin Lehrerin und unsere Reinigungskraft stand Wochen lang so unter emotionalem Streß, die Frau tat mir einfach nur noch leid. Allein die Angst, dass trotz der ganzen Putzerei doch Corona auftritt und sie letztlich deswegen vielleicht auch noch mit angemacht wird, hat ihr sichtlich nachts den Schlaf geraubt. Krankenpflegern, Verkäuferinnen wird gedankt aber ich habe kein einziges Mal gehört, dass die Reinigungsbranche großartige Arbeit leistet. Wenn man bedenkt, dass jede Branche ohne das Reinigungspersonal verloren wäre, finde ich das Ganze ziemlich schwach

    • Unsere Gemeinde denkt an das Reinigungspersonal. Deshalb müssen jetzt die Lehrer die Tische und Stühle desinfizieren, bevor die Nachmittagsbetreuung in den Raum geht… *grummel*

      • Ne. Muessten sie nicht. Die schulleitung dürfte die Betreuung nicht anbieten. Also machen das die Lehrkräfte freiwillig.
        Frage: Das Sicherheitsdatenblatt wurde besprochen und protokolliert? Eine zwingend zu er folgende Unterweisung ist erfolgt und wurde mit Unterschrift bestätigt????

  11. Herr Schoettke, viele, auch junge Menschen, die die Akuterkrankung überstanden haben, haben mit schweren Langzeitfolgen wie Nervendysfunktionen, chronischem Erschöpfungssyndrom, beeinträchtigter Lungenfunktion… zu kämpfen. Es ist noch unklar, ob und wann diese überwunden werden. Erkundigen Sie sich über das Fatiqe-Syndrom und stellen Sie sich vor, was das für einen jungen Menschen bedeutet.
    Wie Sie vielleicht wissen, sind in Bayern, HH und SH die Abiergebnisse 2020 besser ausgefallen als im Vorjahr. Wie das, wenn Lehrer, Ihrer Einschätzung nach, kaum über Digitalkompetenz verfügen?
    Meine Kinder lernen an verschiedenen Unis. Auch im nächsten Semester ist für sie nur Online-Lehre vorgesehen. Nur die Erstsemestler und die Prüflinge haben, in Gruppen geteilt, Zugang zu den Gebäuden. In meinem Umfeld wird mit großer Umsicht darauf geachtet Menschenansammlungen zu vermeiden und, falls das nicht möglich ist, gilt: Abstand und Maske.
    Mir sind keine Eltern bekannt, die sich für ihre Oberstufenkinder Vollpräsenz wünschen. Sie wünschen sich so wenig Präsenzunterricht wie nur eben möglich. Da die Gesundheit ihrer Kinder ihnen am Herzen liegt und ihre Kinder mit Online-Beschulung auch gut klar gekommen sind.
    Herr Schoettke, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es viele Eltern gibt, die Präsenzunterricht ohne Abstand und Maske ablehnen. Und das nicht nur wegen der Gefahr für ihre Kinder, sondern auch wegen der sehr unzumutbaren Situation für die Schulbeschäftigten. Letztere sollten sich auf keinen Fall durch verantwortungslose Kultusministerentscheidungen und unreflektiertem Verhalten einiger sich sehr forsch artikulierender Eltern in Gefahr bringen!

  12. Was erzählen Sie da? In einem Werk in Serbien sind aktuell über 20 Mitarbeiter mit Corona infiziert. Dort gab es Masken und Schutzkleidung, dennoch fürchtet der Konzern Schadensersatzklagen. In Deutschland wird aus diesen Gründen in den allermeisten Fällen sehr penibel auf Arbeitsschutz geachtet.
    Nennen Sie mir Werkshallen ohne Schutzmaßnahmen in Deutschland! Nicht in Bangladesh (nicht zu öffnende Fenster). Wo gibt es in Deutschland Werkshallen oder Büros ohne Schutzmaßnahmen?
    Wo haben Mitarbeiter pro Tag 300-500 Kundenkontakte ohne Maske und ohne Abstand?
    Bei Tönnies gab es zu Recht Kritik.
    Daraus resultierend stellt sich die Frage, warum es an Schulen gar keinen Arbeitsschutz gibt. Da können Sie zetern, was Sie wollen.

    • „Wo gibt es in Deutschland Werkshallen oder Büros ohne Schutzmaßnahmen?“
      In Schulen?
      Im Büro der Sekretärin wurde allerdings eine Acrylglasscheibe montiert.

  13. @Mary, ich möchte hier die Bundesbehörde RKI zitieren, die es für möglich oder wahrscheinlich hält, dass manche Erkrankungen auf eine Covid-19 Infektion zurückzuführen sind. Ich habe mir auch die Fachartikel von Medizinern und Studien durchgelesen. Wenn Sie diese Studien genau lesen, werden Sie feststellen, dass Phrasen wie, es wäre möglich…es könnte sein….Teil dieser Studien sind. Im Prinzip das Gleiche wie bei den Kindern, vielleicht sind sie genauso ansteckend, vielleicht nicht..
    Wussten Sie, dass die jährlichen Grippeinfektionen mal mehr und mal weniger Folgeschäden haben, je nach Erreger. Aber es ist ganz schwer Folgeerkrankungen und Langzeitschäden auf bestimmte Krankheiten zurückzuführen. Da gab es schon genug Prozesse. Bei Covid gibt es bisher nur Thesen, Studien und Behauptungen. Es gibt keinen Beweis für Folgeschäden, laut RKI. Ist genau wie die Risikogruppe, die gibt es nicht, außer aktiv Krebskranke, Transplantierte und alte Menschen.
    Im Übrigen habe ich nie bestritten, dass manche Lehrer technisch sehr versiert sind. Aber für ein umfassendes Homeschooling müssen alle Lehrer umfassende technische Kompetenzen haben und diese an ihre Schüler weitergeben können.
    Was die Abstandsregelung der Oberstufe betrifft, habe ich bei den privaten Treffen meines Sohnes mit Gleichaltrigen nicht den Eindruck, dass die Jugendlichen Wert darauf legen. Das tägliche Leben zeigt mir das Gegenteil, ebenso Begegnungen im Freibad, Bolzplatz, Badesee usw…..Jugendliche in Gruppen wo man hinschaut. Und die Lehrer in diesem Forum möchten mir und anderen Eltern vermitteln, dass diese Jugendlichen im Unterricht 1,5m Abstand wollen?! Und wir Eltern sollen das auch wollen. Also die Abiklassen unserer Stadt sind alle auf Abireise gegangen…Ungarn, Kroatien, Spanien…..mit Abstand, Maske, Bildungsreise (Ironie). Zuerst Hygieneverabschiedung in der Schule, dann Partyreise, willkommen in der Realität.

  14. Herr Schoettke, weil sich Ihre Kinder unverantwortlich verhalten, argumentieren Sie für die Gefährdung aller am Schulleben Beteiligten? Sozusagen die Regentschaft der Rücksichtslosen? Dazu ein klares Nein.

  15. Herr Schoettke, die vorsichtige Schreibweise in aktuellen Studien ist berechtigt, da noch qualitativ hochwertige Studien fehlen. Diese zum jetzigen Zeitpunkt noch schlechte Evidenz führt bei Menschen zu unterschiedlichen Reaktionen. Die Menschen in meinem Umfeld reagieren meist mit Vorsicht, die in Ihrem wohl eher mit Verdrängung. Und somit gibt es „die Realität“, von der Sie immer schreiben, nicht. Der Vergleich mit der Grippe hinkt schon insofern, als dass sich alle gegen Grippe impfen lassen könnten. Hinzu kommt, dass Covid-19 sehr viel gefährlicher als Grippe ist, da es systematisch den Körper schädigt.
    Bundesweit müssen nicht nur einige wenige Lehrer technisch sehr versiert sein, sondern, die Abiergebnisse zeigen es, vermutlich sehr viele. Warum sollten denn nur die Lehrer die Kompetenzen an Jugendliche weitergeben? Die PCs der Jugendlichen stehen in ihren Elternhäusern. Meinen Kindern hat mein Mann pc-technisch alles erklärt. Müssen da die heutigen Eltern nichts mehr leisten?

    Was mich aber am meisten wundert, ist Ihre Annahme, dass die Lehrer hier im Forum den Eltern vermitteln wollen, dass „diese Jugendlichen im Unterricht 1,5 m Abstand wollen“. Geht es darum, was unsere Jugendlichen gerade mal so wollen? Menschenansammlungen meiden, Maske und Abstand sind die einzigen wirkungsvollen Schutzmaßnahmen. Diese fallen für Schüler und Lehrer in den Klassenräumen weg. Wenn das einigen Eltern egal ist, heißt das noch lange nicht, dass auch unsere Schulbeschäftigten eine so verantwortungslose Gesundheitsgefährdung in Kauf nehmen müssen. Daher sollten sie auch dagegen klagen. Sich nicht von Verwaltungsgerichtsurteilen beeindrucken lassen, sondern im Klageverfahren bis vor das Bundesverfassungsgericht oder den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Und das nicht nur zu ihrem Schutz, sondern auch zum Schutz der gesamten Gesellschaft.

  16. Meine Kinder sind nicht rücksichtsloser, wie andere Jugendliche. Besuchen Sie einfach das Freibad oder den Badesee oder den Bolzplatz oder die anderen üblichen Treffpunkte der jungen Leute. Die Jugendlichen treffen sich heute genauso, wie vor einem Jahr. Glauben Sie Eltern verbieten ihren Kindern, bis auf weiteres ihre sozialen Kontakte? Das hat nichts mit Rücksichtslosigkeit zu tun, sondern mit normalem Leben. Volle Klassenzimmer und Infektionen gab es schon immer. Vor der Masernimpfung, wurde die Schule auch nicht geschlossen, wenn das 1. Kind die Masern bekam…..oder es wurden sofort die Masken aufgesetzt. Und ganz ehrlich, Masern sind für Erwachsene nicht ungefährlich…..genauso die Kitas, eine Brutstätte für Infektionen.

    • Im Gegensatz zu Corona kann man viele mitteleuropäische Infektionskrankheiten heutzutage behandeln oder dagegen impfen, so dass sie an Schrecken und Gefährlichkeit verloren haben. Bei Impfmöglichkeit hat man es sogar selbst in der Hand, sich zu schützen. Wenn das bei Corona auch möglich ist, wird sich diese Diskussion schnell erledigen und wir werden wieder zu normalen Lebensverhältnissen zurückkehren können. Es ist doch nicht zuviel verlangt, sich bis dahin so zu verhalten, dass sich alle halbwegs geschützt fühlen können und ihrer Arbeit nachgehen. Niemand will komplettes Homeschooling, das im Übrigen erheblich mehr Arbeit macht als Präsenzunterricht, aber eine Verdünnung der Aerosole in der Klassenzimmerluft wäre schon ein Anfang. Im Moment richte ich mich auf Unterricht alle 20 Minuten ein, wenn die Fenster geschlossen werden können. Bei Wind und Wetter müssen die nämlich für die Zeit der Öffnung festgehalten werden und den Kindern fliegen die Arbeitsmaterialien um die Ohren, weil es zieht. Über die Gefahr, dabei krank zu werden, hat bei der KMK offenbar auch noch niemand nachgedacht.

  17. Wie treffen Sie ihre Freunde? Im 1,5m Abstand? Oder schauen Sie einfach aus dem Fenster, wie treffen Ihre Nachbarn ihre Freunde? Oder die Enkelkinder, Kinder? Ich kann im Privatleben keinen Unterschied mehr feststellen. Ich kenne weder privat noch beruflich Leute, die ihre Kinder isolieren, oder ihnen irgendwelche Coronaregeln aufdrücken, wenn ich durch unseren Ort fahre, sehe ich normales Leben. Die Masken werden aufgesetzt, dass keine Bußgelder gezahlt werden müssen. Gehen Sie nach Österreich und schauen, wieviel Deutsche im Restaurant eine Maske aufheben um andere zu schützen.

    • Motto des Schützenvereins:

      „Lernen Sie Schießen, treffen Sie Freunde“.

      Bei einer Langwaffe sind 1,50 Meter ja fast schon ein aufgesetzter Schuss.

    • Wir meiden dieses Jahr Badestellen, an denen der Abstand nicht eingehalten werden kann, gehen außerhalb der Stoßzeiten einkaufen, sitzen mit Freunden im Freien, achten bei Treffen innerhalb der Familie auf das Hände waschen und geöffnete Fenster, verwenden MNB und haben Ersatz in der Tasche, falls diese nass werden. Alle haben die Corona-Warnapp auf ihren Handys. Mit den Kindern reden wir regelmäßig über die derzeitige Situation und wissen, dass das in unserem Freundeskreis alle so handhaben.
      Ich weiß nicht, wen Sie immer treffen, uns nicht.

  18. Achtung, Ironie!
    Wir sollten uns auf die guten alten Herbsterkältungen, Magen-Darminfekte und die bewährte Grippewelle verlassen. Alle mit solchen Symptomen werden nach KMK-Vorgaben nach Hause geschickt und die Klassen sind nur noch halb so voll. Man muss nur wissen, was man will und dann nach einem geeigneten Weg suchen, das Ziel zu erreichen.

    • Achtung keine Ironie: Und ich hoffe, die Kolleginnen und Kollegen sind in der Herbst/Winter-Saison auch so schlau und bleiben zuhause, anstatt sich wie üblich mit Medis zuzudröhnen und krank zur Arbeit zu gehen!

  19. Lieber Herr Schöttke,
    Sie können sich privat gern verhalten, wie Sie möchten, so lange Sie niemanden dadurch gefährden. Das ist ein Grundrecht. Dieses endet aber dort, wo das Grundrecht anderer auf körperliche Unversehrtheit vermeidbar gefährdet wird. Ich finde eine Einstellung wie Ihre bei allem Verständnis für den Wunsch nach unserem alten Leben unsozial. Ein Fehler, der tausendmal geschrieben wird, führt auch nicht zur Veränderung der Rechtschreibregeln – es bleibt ein Fehler.

    • @ Pepe, nein schauen Sie bei Emma Keeboo im Kommentar, sie schützt sich, und das kann jeder selbst für sich entscheiden. Ich respektiere das Verhalten von Emma Keeboo. Es ist bedauerlich, dass sie das nicht bei anderen können. Denn meine Famile und ich sind nicht verantwortlich Sie zu schützen. Das müssen Sie selbst oder wenn Sie es nicht können, dann die Politik. Beispiel, Pflegeheim.

      • Herr Schoettke, Emmas Verhalten ist vorbildlich und entspricht auch ganz meinen Vorstellungen. Sie schützt damit allerdings keineswegs nur sich selbst, sondern ganz entscheidend auch andere. Die Maske hält die eigenen Tröpfchen zurück, filtert aber fremde nur ab der Qualitätsstufe FFP2, mit der man nun wirklich nicht mehr unterrichten kann. In einem vollen Klassenraum ohne Masken und mit viel zu wenig Platz für genügenden Abstand ist selbst dieser geringe Selbstschutz nicht möglich. Daher ist es schon gut, wenn jeder zumindest eine Maske trägt. Ich kann mir im Klassenraum leider nicht aussuchen, wen ich da mit welchen Freizeitgewohnheiten treffe und ich kann mich durch Selbstisolation mangels Platz auch nicht aktiv von diesen Personen fernhalten. Was schlagen Sie den Lehrern vor? Je mehr von uns krank werden, umso mehr Unterricht wird für Ihre Kinder ausfallen. Da ist ein bisschen gegenseitige Rücksichtnahme doch das kleinere Übel.

      • „Denn meine Famile und ich sind nicht verantwortlich Sie zu schützen.“
        Doch, sind Sie.
        Das gehört zum Leben in einer solidarischen Gesellschaft dazu.

        Wenn Sie diesen Schutz nicht wollen, sollten Sie sämtliche Absicherungen in den Wind schreiben, dann benötigen Sie sicherlich auch keine Krankenversicherung uvm. und nehmen keine Annehmlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch.

      • Zitat:
        „Denn meine Famile und ich sind nicht verantwortlich Sie zu schützen.“

        Verhalten Sie sich im Straßenverkehr genauso? Sind Sie da auch nicht verantwortlich dafür, andere durch Ihr eigenes Verhalten zu schützen?

        • Wenn ich krank bin, halte ich Abstand in der Apotheke, vor Corona, nach Corona etc…aber wenn ich nicht krank bin, nehme ich am normalen Leben Teil. Bisher habe ich mich auch nicht aus Vorsicht vor Grippe oder anderen Infektionen zu Hause vergraben. Es gibt ganz viele asymptomatischen Fälle, ganz gut erkennbar bei Reihentestungen, somit wird sich das Sterberisiko bei Covid im Grippebereich bewegen, wird zumindest auch auf der Seite des RKI kommuniziert. Nein ich bin nicht bereit jemand zu schützen, vor einer Krankheit, die ich evt bekommen könnte. Schon dieser Satz ist etwas seltsam. Was ist Ihre Perspektive? Eine Impfung?

          • Herr Schoettke, was Sie nicht sehen wollen ist, dass wir bei Corona im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten zur Zeit noch keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten haben und Vorsorge deshalb die einzige Möglichkeit ist, sich vor einer Infektion zu schützen. Ich könnte mit Ihrer Einstellung sehr gut leben, wenn Sie sicherstellen, dass ich mich jederzeit von Ihnen fernhalten kann und Ihren Aerosolen nicht ausgesetzt werde. Grundsätzlich geht von jedem eine potentielle Gefahr aus, also sollte auch jeder die Verantwortung dafür übernehmen, diese Gefährdung anderer zu minimieren im Vertrauen darauf, dass diese dies auch tun. Solange es weder verlässliche Medikamente noch eine Impfung gibt, ist alles andere russisches Roulette. Genau das Murren Sie den Lehrern mit Ihrem Wunsch nach der Vorcorona-Normalität zu. Die Politik, die Sie so gern zur Hilfe rufen möchten, gibt übrigens die AHA- Hinweise, weil es zur Zeit nichts Besseres gibt. Dass vieles davon in der Schule nicht gilt, ist meines Erachtens eine Frechheit gegenüber den Arbeitnehmern in den Schulen, die ihren Job gern machen möchten, die aber auch gern gesund bleiben würden, um dies noch viele Jahre zu können. Die strukturellen Mängel kann man leider nicht im Handstreich beseitigen, wir müssen im Moment schauen, was mit unseren derzeitigen Mitteln geht. Anträge beim Schulträger oder Eingaben bei den Schulbehörden müssen sehr dicke Löcher bohren, wir sind seit Jahren dabei, aber diese Mühlen mahlen sehr langsam. Sie als Vater könnten sich ja bei den zuständigen Stellen auch beschweren, wenn es wieder zu Homeschoolingphasen kommen sollte, aber im Moment macht die Schulbehörde doch alles ganz in Ihrem Sinn. Die Schulen sind offen und Ihre Kinder jeden Tag dort. Hoffen wir, dass Ihre Familie gesund bleibt.

  20. Als ob Läusebefall, Krätze oder ein diagnostizierte Novo-Viren-Infektion Eltern davon abhalten könnte, ihre kinder zu Schule zu schicken. Schließlich sollen die lieben Kleinen doch nichts verpassen …

    Aber wie die Novo-Viren exemplarisch zeigen, geht das dann häufig in die Hose.

  21. Zu Unterricht im Freien:
    Schleppt dann jeder Erstklässler seine Tische und Stühle auf den Schulhof und anschließend wieder in die Klasse? Oder setzen sich alle um die Sandkiste auf den Boden und schreiben mit dem Finger in den Sand?

    • Fragen Sie doch in Skandinavien, die machen das mindestens einmal in der Woche, bei Corona war es öfter, die Kinder waren dann im Frühjahr extrem gesund.

  22. In unseren Breitengraden ist Unterricht im Freien auf der Turnhallentreppe oder wo auch immer es das Schulgelände zulässt eine stundenweise, aber sicher keine ernstzunehmende Daueroption, ebensowenig wie stundenlanges Lüften der Klassenräume. Wir werden über den Umweg der Infekte in den Schulen zum rollierenden System kommen. Schade nur, dass es zuerst einige Lehrer und Schüler treffen muss, ehe die Vernunft siegt. Aber immerhin verliert dabei niemand der Entscheidungsträger sein Gesicht, wenn die Infektionslage das zweite Szenario zwingend erforderlich macht. Die Repräsentanten des Staates, per Amtseid dem Wohle des Volkes verpflichtet, setzen exakt das um, was vorschnell vor den Ferien verkündet wurde. Man sollte sich bei den nächsten Wahlen daran erinnern, allerdings ist zur Zeit seitens der Opposition relativ wenig zu hören. Wie wäre es mit machbaren Alternativen statt ewigem Lamentieren?

  23. Das betrifft nicht nur Schüler und Lehrer. Ich möchte nur kurz erwähnen, dass die Erzieherinnen in den Kita’s ebenfalls die Auflage haben stündlich, für 15 Minuten, die Fenster aufzureißen. Wie wir das in der kalten Jahreszeit bewältigen sollen ist mir schleierhaft. Da wir keine zusätzlichen Räume haben, müssen die Kinder und die Erzieher ihre Jacken anziehen. Aber da die Kinder auch mit Erkältungssymptome in die Einrichtung gebracht werden dürfen, ist es ja halb so schlimm wenn sie sich beim Stoßlüften erkälten. Hinzu kommt, dass Angebote nur noch sehr eingeschränkt stattfinden können. Unsere Aufsichtspflicht muss noch intensiver verstärkt werden damit die Kleinen nicht aus dem Fenster fallen. Abstand zu halten ist in der Kita völlig unmöglich. Wir haben zu den Kleinen einen intensiveren körperlichen Kontakt. Zum Stichpunkte Aerosole: Die Kita Kinder bewegen sind innerhalb der Gruppenräume noch viel mehr und sie sind lauter als Schüler in den Klassen. Ich gehe davon aus, dass die Mitarbeiter sich auf kurz oder lang mit dem Corona Virus anstecken werden. Ich hoffe, dass wir dann nur leichte Symptome haben und wir von Langzeitschäden verschont bleiben.

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