Bayerns Kultusminister fordert, die Maskenpflicht im Unterricht zu streichen – bundesweit. Realschullehrer unterstützen das

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MÜNCHEN. Zum Schutz vor Corona müssen Schüler auch in der Klasse eine Maske tragen. Nach dem Ende der dritten Welle sei das aber nun kritisch zu hinterfragen, findet der bayerische Kultusminister Piazolo. Er will darüber bei der morgigen KMK-Sitzung sprechen. Der Realschullehrerverband begrüßt das. Die Staatskanzlei von Ministerpräsident Söder bremst allerdings. Und aus der Wissenschaft kommt eine Warnung.

Ist es noch notwendig, im Unterricht Masken zu tragen? Unter einem Inzidenzwert von 35 sagt das Robert-Koch-Institut: Nein. Foto: Shutterstock

Wegen der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen fordert Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen. «Die Maskenpflicht ist ein großer Eingriff in die Freiheit und wir müssen immer wieder kritisch hinterfragen, ob sie noch verhältnismäßig ist», sagt der Freie-Wähler-Politiker am Mittwoch auf Anfrage in München. Mit Blick auf die am Donnerstag beginnende Konferenz der Kultusminister (KMK) fordert er dazu «einen intensiven Austausch» für ein bundeseinheitliches Vorgehen.

Aus der Sicht von Piazolo sollte es im Schulgebäude selbst weiter die Maskenpflicht geben, eine Aufhebung sei aber auf dem Schulhof und auch am Sitzplatz in den Klassen angemessen. «Voraussetzung dafür ist eine Inzidenz, die deutlich unter 50 liegt. Über den genauen Wert für einen Korridor müssen wir uns aber natürlich gemeinsam verständigen», betont Piazolo. Er könne sich gut vorstellen, die Lockerung unterhalb des Wertes 20 bis 25 zu gestatten. Er unterstütze aber auch ausdrücklich, dass jeder, der wolle, weiter eine Masken tragen könne.

Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entspricht das durchaus: Das empfiehlt ab einem Inzidenwert von 35 eine Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden Schulen und ab einem Inzidenwert von 50 dann zusätzlich auch in Grundschulen. Der aktuelle Inzidenzwert für Deutschland liegt laut Corona-Labericht vom 8. Juni bei 23.

«Das Thema steht aber jetzt an und wir müssen uns damit befassen»

Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben bereits beschlossen, die Maskenpflicht für Schüler aussetzen zu wollen. Aus anderen Bundesländern sind bisher keine Überlegungen bekannt. «Das Thema steht aber jetzt an und wir müssen uns damit befassen», sagt Piazolo. Es sei «wichtig und richtig» gewesen, die Maskenpflicht einzuführen, aber nun habe sich die Lage glücklicherweise geändert.

Sollte sich die KMK bei ihrer Videoschalte nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen können, hält Piazolo auch ein Vorgehen nur für Bayern für angebracht: «Das Thema ist jetzt virulent. Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, dass wir zeitnah auch im Ministerrat darüber austauschen werden.»

Der Koalitionspartner der Freien Wähler, die CSU, hatte bislang nicht erkennen lassen, die Maskenpflicht an Schulen lockern zu wollen. Auf Anfrage betonte Staatskanzleichef Florian Herrmann: «Wir alle freuen uns über die sinkenden Zahlen, dennoch sollten wir jetzt nicht gleich wieder in Hektik verfallen. Der Präsenzunterricht hat in vielen Schulklassen erst vor zwei Tagen wieder begonnen – und in manchen noch gar nicht. Daher sollten wir sorgfältig beobachten, wie sich die Maßnahmen auf die Inzidenzwerte auswirken.»

Herrmann weiter: Die laufende Corona-Verordnung sei erst vergangene Woche vom Kabinett einstimmig für vier Wochen beschlossen worden. «Dass die Staatsregierung alle Zahlen im Blick hat und auf Entwicklungen zum Wohle aller Beteiligten reagiert, versteht sich von selbst.» Eine «zeitnahe» Änderung ist demnach nicht in Sicht.

Piazolo sagte, neben den sinkenden Inzidenzen spreche auch die kontinuierliche Testung an den Schulen für Lockerungen. Diese würden die Sicherheit hoch halten und helfen, Ansteckungen zu verhindern. Seit Anfang September 2020 gibt es in Bayerns Schulen eine Maskenpflicht, diese galt zunächst nur auf dem Schulgelände und nicht auf dem Sitzplatz im Klassenzimmer. Wenige Wochen später wurde sie dann im Verlauf der Pandemie aber auch auf diesen ausgeweitet.

Der Bayerische Realschullehrerverband äußerte sich zustimmend zu Piazolos Gedankenspielen: «Es war schon immer unsere klare Haltung, dass die Inzidenzgrenzen entscheidend für den Umgang mit der Pandemie sind. Bei niedrigen verlässlichen Inzidenzwerten unter 35 muss über die Lockerung der Maskenpflicht im Unterricht und über die Verlagerung der Selbsttests für Schüler aus der Schule in den Verantwortungsbereich der Familien nachgedacht werden», sagt Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (gleichzeitig Vorsitzender des Bundesverbands).

Die Grünen im Landtag unterstützten die Position Piazolos grundsätzlich, mahnten aber auch zu Vorsicht: «Wir müssen hier schrittweise vorgehen – aber vor allem muss es endlich vorangehen», sagt Anna Schwamberger, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion. Das Wichtigste für die Schüler sei, dass der Präsenzunterricht mindestens bis zum Ende des Schuljahres für alle aufrecht erhalten werden könne.

„Ich habe Bauchschmerzen, wenn alle Kinder wieder zur Schule gehen und dann noch die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben wird“

Die FDP im Landtag fordert dagegen gar ein sofortiges Ende der Maskenpflicht. «Es kann nicht sein, dass man in der Gastronomie innen wie außen stundenlang ohne Maske sitzen darf, unsere Kinder aber nicht nur im Klassenzimmer sondern auch auf dem Hortgelände und auf dem Schulhof Masken tragen müssen», sagt Vize-Fraktionschefin Julika Sandt. Bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 30 Grad sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Spielen und Toben eine «unsinnige Quälerei».

Aus der Wissenschaft kommt allerdings eine Warnung. Die Virologin Melanie Brinkmann, Professorin an der Technischen Universität Braunschweig und Beiratsmitglied der Gesellschaft für Virologie, zeigt sich besorgt über die Geschwindigkeit der Lockerungsschritte derzeit. „Mir wird dabei ganz anders“, sagt sie in einem aktuellen Interview mit der „Rheinischen Post“. „Ich habe auch Bauchschmerzen, wenn nun alle Kinder wieder in die Schule gehen und fast zeitgleich in manchen Regionen sogar die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben wird.“ Auf die Frage, ob eine vierte Welle noch in diesem Sommer komme, sagte sie: „Wenn es richtig schlecht läuft, dann schon.“ News4teachers / mit Material der dpa

Inzidenz sinkt weiter – Virologin Brinkmann sieht Schulöffnungen trotzdem „mit Bauchschmerzen“

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39 KOMMENTARE

    • Nun, dass hat damit nichts zu tun.
      Ich kann Ihnen durchaus versichern, Herr Böhm spricht nicht für alle Lehrkräfte an einer Realschule. Zu mal es immer noch sehr viele Lehrkräfte in den Kollegien der Realschulen geben wird, die von einem ERSTEN Impftermin nur träumen können. Für diese wäre das Aufheben der Maskenpflicht ein Supergau.
      Eine Impfterminierung für alle ungeimpften Lehrkräfte wäre womöglich die bessere Aussage.

  1. Klar, viele Lehrerinnen und Lehrer sind geimpft, aber auch in UK rauscht die Delta-Variante gerade durch die Klassenzimmer. Und das trotz wesentlich höherer Impfquote als in Deutschland. Und die meisten Eltern von Schulkindern sind noch nicht geimpft!

  2. Das ist richtig so und sollte schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Maskenpflicht im Unterricht ist einfach eine Zumutung !!!

  3. Na, wo er recht hat hat er recht! „Das Thema ist jetzt virulent.“ Und nicht nur das!!!

    Niedersachsen ist da schon wesentlich weiter: Bei uns ist die Maskenpflicht schon still und leise gefallen! Zum Glück haben wir eine kompetente Schulleitung und meist auch vernünftige und nette Schüler, die trotzdem weiterhin im Unterricht Maske tragen.

    Wann geht es endlich in die Kilometer dicken Schädel hinein, dass Testen nicht vor Ansteckung schützt und sich niedrige Inzidenzzahlen ganz schnell in hohe verwandeln können. Mit der Delta-Variante vor der Tür und vielleicht weiteren spaßigen Mutationen im Anmarsch lockert es sich doch wunderbar. Das kann man ja in GB wunderschön beobachten!

    Natürlich ist es nicht angenehm, Masken den gesamten Vormittag und teilweise bis in den Nachmittag hinein tragen zu müssen. Aber was ist die Alternative? Luftfilter sind in weiter Ferne und andere Optionen sind kaum in Sicht! Wenn es dann so kommt, wie es bei den überhasteten Lockerungen kommen muss, wird das Geschrei groß sein.

    Aber es ist ja Wahlkampf! (Hysterisch lachend, den Kopf immer wieder auch den Tisch hauend!)

  4. Ich sehe es genauso…
    Der einzige Schutz den Kinder haben sind zur Zeit die Masken.
    Draussen, ja das versteh ich, dass man sagt hier ist die Pflicht Masken zu tragen nicht mehr vordringlich.
    Aber in Innenräumen, bei Vollpräsenzunterricht und keiner Möglichkeit Abstand zu halten zwischen den SuS , nehmt ihr den Kindern den einzigen Schutz!!!
    Da ist die Maske keine Zumutung, sondern zur Zeit einziges Mittel Kinder zu schützen.
    Wann begreift ihr das endlich?

    • Die wissen das. Die wissen aber auch, dass wir eine Herdenimmunität ohne die Kinder nicht erreichen werden. Dafür müssten sich alle Erwachsenen impfen lassen, was aber viele nicht möchten. Für Kinder bis 12 gibt es gar keinen Impfstoff. Also müssen möglichst viele Kinder möglichst bald die Infektion durchmachen, die nach Aussage der Experten bei Kindern mild verläuft. Wir alle können uns nur zwischen Impfung und Infektion entscheiden.

    • Ich bitte Sie, folgende Seiten zu lesen bzw. anzuschauen:

      Schulunterricht während der SARS-CoV-2 Pandemie ‒ Welches Konzept ist sicher, realisierbar und ökologisch vertretbar?
      https://www.unibw.de/lrt7/schulbetrieb-waehrend-der-pandemie.pdf

      Und ein Beitrag von der Sendung mit der Maus vom 23.08.2020:
      https://kinder.wdr.de/tv/die-sendung-mit-der-maus/av/video-sachgeschichte-maske-funktion-100.html

      Vielleicht begreifen Sie, daß es mit den Maskenschutz doch nicht so weit her ist und alle andere Massnahmen zwingend erst ergriffen werden müssen, bevor man auf Masken zurückgreift. Und wenn Abstände fehlen, ist dies ein Problem- das kann man nicht dauerhaft mit Masken kompensieren. Dafür ist eine Standard-Schulstunde schon erheblich zu lang.

      Masken sind ein Hilfsmittel bei allen temporären Kontakten wie Einzelhandel oder ÖPNV sprich in allen Situationen, wo keine konstanten Kontakte stattfinden. An allen Orten wie Arbeitsstellen und Schule, wo die gleichen Personen Kontakt haben, hilft es nicht mehr wirklich weiter.

      Und Masken haben an anderen Stellen schon erhebliche Beeinträchtungen auch wenn viele das nicht sehen wollen. Und die aktuellen niedrigen Inzidenzen (unter 35) rechtfertigen den Maskeneinsatz längst nicht mehr. Und wenn Lehrer noch nicht geimpft sind, ist das natürlich schleunigst nachzuholen. Bei uns in der Region sind die Lehrer weitgehend mindestens mit der Erstimpfung, viele auch schon komplett geimpft.

    • @Thankyou…
      Was für ein phantastischer Gedanke – warum bekomme ich gerade einen historisch-hysterischen Lachanfall 😉

  5. Mit das Beste, was diese Pandemie bis jetzt zu bieten hatte, ist doch, dass die Pünktchenpartei die Themen Kindswohl und Bildungsgerechtigkeit für sich entdeckt hat. Schluss mit der Maskenquälerei, ein Ende der unsinnigen Luftfilterdebatten (sind doch viel zu teuer und verschlingen Unsummen – Fr. Gebauer), Öffnen aller Schulen immer unabhängig von den Inzidenzen nach den Sommerferien, denn es gibt ja Testungen, Impfungen und Luftfilter (Frau Suding…
    Ach nee.

    Wer ein Beispiel für Whataboutism im Politikunterricht braucht, untersuche bitte die oben zitierte Argumentation von Frau Sandt, F.D.P.

  6. Ich bin da echt zwiegespalten:
    Natürlich verstehe ich die Bedenken vieler, die auf den Infektionsschutz und die Gefahr von Mutationen hinweisen.
    ABER: Als E-Lehrer kann ich nur sagen, dass die Masken eine gravierende(!) Einschränkung sind! Die Schüler*innen, die bei einer Fremdsprache eh schon eine höhere Hemmschwelle empfinden, werden durch die Maske noch stärker daran gehindert, sich am Unterricht zu beteiligen. Und mal ehrlich: Im Klassenzimmer als Nicht-Muttersprachler in einer Fremdsprache zu kommunizieren, mit einer undeutlichen Aussprache, Fehler in der Grammatik sowie in der Wortwahl und ohne die Lehrkraft als Vorbild (da diese ja auch eine Maske trägt), ist auf Dauer nicht haltbar und eine echte Katastrophe!

    • Richtig, da stimme ich Ihnen zu…alternativ wäre die flächendeckende Anschaffung von Luftfiltergeräten und mehr Abstand in den Klassen durch kleinere Gruppen eine Möglichkeit…dann könnten wir auch im Englischunterricht wieder besser und evtl. sogar maskenfrei unterrichten.
      Mir scheint, dass das von den Verantwortlichen nicht präferiert wird…und was die nicht wollen findet nicht statt. Schade eigentlich… 🙁

  7. Lieber die maske lassen aber dafür das testen weg.
    Wir hier in Wiesbaden dürfen morgen fast überall ohne Tests hin aber unsere Schüler müssen sich 2x die Woche testen.
    Meine drei Kids hassen das testen und finden es sehr unangenehm. Dann sagen sie selbst Lieber Maske an.

  8. Was für ein Irrsinn! Bei der aktuellen Impfquote bedeutet eine Inzidenz von 35, dass die Inzidenz unter den ungeimpften SuS mindestens bei 70 liegt. Wenn man die Masken weglässt, dann kann Delta ganz schnell durch die Klassen gehen…

  9. Ja, bitte, so schnell wie möglich diese bescheuerte Maskenpflicht im Klassenraum abschaffen. Es wird höchste Zeit und die Zahlen lassen das auch zu.

    • Wir haben im (Kohorten) Unterricht keine Maskenpflicht mehr. 🙂 Die Zahlen lassen das auch zu.
      Schon Tage auf 0. Wegen Himmelfahrt oder Pfingsten war auch keine Corona Erhöhung. In Restaurants oder beim Sport im Verein keine Masken oder Tests.
      Es geht Aufwärts und darüber freuen wir uns.

      • Ach wirklivh.An unserer Grundschule hat die Schule mal eben so beschlossen,dass die Masken zu tragen sind,ja,auch draußen bei bis zu 27 Grad.

        • @Mutti:
          Bei uns in der Grundschule seit Herbst im Unterricht, außen auf dem Pausenhof und beim Sport im Freien! Heute eine Inzidenz im Landkreis bei 5!

          • ach ja… außer wenn die Kids den Test machen. Da dürfen sie die Maske abnehmen… natürlich IM Klassenzimmer, wo kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann. Hauptsache sie haben die Maske dann draußen auf und beim Sport wenn sie sich körperlich anstrengen.

  10. Die Menschheit lernt nichts draus..

    Wie die Schafe, einer blökt vor ( Pandemie ist vorbei,
    Zahlen sind so niedrig, Masken weg, alles auf los…)

    … und alle blöken mit…..möähmöähh…

    • Landkreis Hildesheim: Gymnasium mit 92 Quarantänefällen. 14 Corona positiv. 6 mit Delta-Variante. Ansonsten Alles chic. Inzidenzen sind doch niedrig……Fahren wir doch weiter auf Sicht. Pandemie ist vorbei. Der Winter wird kommen……

  11. Und was passiert dann, wenn ein Schnelltests positiv ist und keiner eine Maske aufhatte in der Klasse?!
    Gehen dann alle in Quarantäne oder machen wir einfach munter weiter als wäre nichts, weil es ja eh nur ein Schnelltest ist?

    • Natüüüüürlich nicht. Der Schnelltest muss erst durch einen PCR-Test verifiziert werden, das dauert. Außerdem haben Sie sich doch sicherlich an das ausgefeilte Lüftungskonzept gehalten, oder? Und wenn die Kinderaugen gerade so schön glänzen, kann man doch nicht einfach alle wieder heim schicken….

  12. Und die Schwamberger von den Grünen: „es muss hier jetzt endlich mal vorangehen“. Als ob das Virus das interessieren würde, wenn da eine Politikerin was daherlabert und selbst tatenlos rumsitzt und abwartet.

    Und der Piazolo ist auch klasse: einfach mal aus Bayern was heraus brüllen und was für ganz Deutschland fordern.

    • Wieso: Piazolo macht doch nur das, was sein Chef die letzten Monate andauernd gemacht hat. Und das fanden viele so toll, dass sie ihn als BK wollten.

  13. Das erinnert doch stark an die Überlegungen und Hoffnungen, bevor sich B 1.1.7 auch bei uns in Deutschland ausgebreitet hatte: „Vielleicht haben wir ja Glück“, „Wir hoffen mal, dass das nicht passiert“, …
    Spätestens jetzt wissen wir doch, dass sich eine infektiösere Variante auch schneller und effektiver verbreiten wird, auch wenn wir es nicht wollen.
    Gerade wenn bestimmte Bevölkerungsgruppen noch keine Möglichkeit zur Impfung hatten (SuS), sind sie der neuesten Variante doch völlig schutzlos ausgeliefert. Maske ist da doch das einzige Mittel, das sie schützt.
    Ich finde es auch „angenehmer“ ohne Maske. Ist das ein ausreichender Grund auf Schutz völlig zu verzichten?

  14. Und unser MP Ramelow hat gleich noch eine bessere Idee:

    „Ramelow plädiert für komplette Lockerung im Herbst
    Ministerpräsident Bodo Ramelow hält ein Ende der Corona-Beschränkungen im Herbst für möglich. Ramelow sagte der Rheinischen Post, er glaube, man könne das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen. Die Widerstandskraft sei durch den Impfstoff in diesem Jahr höher. Er wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. Sie müssten das Risiko dann selbst tragen. Laut Ramelow sind in Thüringen wahrscheinlich zwei Menschen infolge einer Corona-Impfung gestorben. Er bedauere das sehr, aber bei zwei zu einer Million seien die Risiken abschätzbar.“
    https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nachrichten108.html

    Thüringen ist gerade erst aus der monatelangen Hotspot-Situation raus, in GB grassiert die indische Mutation, Experten warnen schon im Hinblick auf den Herbst, zumal nach den Sommerferien sicher auch die Reisen zu weiterem Infektionsgeschehen und Verbreitung weiterer Mutationen beitragen könnten, man hält sich wegen der schlechteren Wettersituation wieder mehr in Innenräumen auf, der Impfschutz der Ältesten lässt jetzt schon nach, aber von einer Bestellung von Auffrischungsimpfungen will Herr Spahn ja noch nichts wissen. Bei uns in der Schule gehen immer noch nicht alle Fenster auf. Von anderen Maßnahmen wie Luftfiltern und CO2 -Ampeln keine Spur. Und was ist mit den Kindern, die nicht geimpft werden sollen bzw. können? Durchinfizieren? Ich bin fassungslos über solche Aussagen. Hat Herr Ramelow eine Glaskugel?

    • @Leseratte: „Hat Herr Ramelow eine Glaskugel?“ – Nein, aber politische Ambitionen und Wahlen zu gewinnen.

  15. Die Indische Variante hat völlig neue Symptome entwickelt. Taubheit und Gangrän.

    Das Virus entwickelt sich sehr dynamisch und wird sich sicherlich auch gerne weiter auf Kinder spezialisieren, wenn wir es einfach laufen lassen.

  16. „In einer Videokonferenz der Kultusministerkonferenz (KMK) haben die Länder einvernehmlich das Ziel formuliert, das Schuljahr 2021/2022 nach den Sommerferien im vollständigen Regelbetrieb zu beginnen.“ – und das dann ggf. sogar noch ohne Masken wenn selbst Söder der alte Corona-Hardliner hier jetzt mit seinem KM mitzieht.

    Künstliche Aufregung in 5, 4, 3, 2, 1…

    Und während dann in den Kommentarspalten noch gern über „die Delta Variante die jetzt durch britische Klassenzimmer rast“ phantasiert wird das RCPCH (Royal College of Paediatrics and Child Health, UK) jüngst dazu so:

    „There is no sign of an increase in paediatric admissions due to COVID.

    Childrens wards are not seeing a rise in cases with COVID. Parents shouldn`t worry.“

    Also – lieber mal den Hr. Spahn und sein Versprechen des Impfangebots bis Ende des Sommers beim Wort nehmen – auch wenn das dann bedeutet, dass man es bei der Wahl des Impfstoffes kein Wunschkonzert ist und auf das neue Schuljahr freuen anstatt sich jetzt weiter darüber zu echauffieren, dass man Kindern nicht länger die Masken verordnen möchte.

  17. So ist es, die Maskenpflicht muss endlich beseitigt werden! Das ist das einzig Vernünftige momentan in dieser Beziehung.

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