55. Seminartag des bak-Lehrerbildung: Strategien für den Umgang mit einer Welt im extremen Wandel

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BREMEN/HEIDELBERG. Für frische Impulse in der Lehrerausbildung sorgt Ende September wieder der Bundesarbeitskreis Lehrerbildung (bak). Beim 55. Seminartag in Heidelberg geht es online und auch fakultativ in Präsenz in einem neuen Format um die aktuellen An- und Herausforderungen im Lehrerberuf. Dazu hat der bak unter Einbindung hochkarätiger Referenten wie Professor Olaf-Axel Burow ein innovatives Konzept entwickelt, in dem die teilnehmenden Seminar- und Fachleiter*innen in den Austausch gehen und Strategien entwickeln.

Foto: bak-Lehrerbildung

„Nachdem wir im letzten Jahr bereits pandemiebedingt erste Erfahrungen mit unserem virtuellen Seminartag gemacht haben, freuen wir uns, in diesem Jahr ein neues attraktives Onlineformat anbieten zu können“, sagt Helmut Klaßen, Bundesvorsitzender des bak Lehrerbildung. „Das digitale Format wird Kollaboration und Partizipation ganz einfach machen, so dass die Teilnehmenden mithilfe einer professionellen Moderation gemeinsam durch einen entsprechenden Entwicklungs- und Denkprozess gehen werden. Zudem gibt es spannende Vorträge und eine besondere Möglichkeit zum Austausch“, so Klaßen weiter.

Der 55. Seminartag des bak wird am Mittwoch und Donnerstag, 29. und 30. September 2021, online aus der Uni Heidelberg stattfinden. Am darauffolgenden 1. Oktober haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit vor Ort in Heidelberg an einem Zusatzprogramm in den neuen Räumen der Universität teilzunehmen, das ein moderiertes Gesprächsangebot zur Reflexion der Kongressergebnisse umfasst und mit einem gemeinsamen Abendessen endet.

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung – „Lehrkräftebildung: Komplexität erleben – Stabilität gewinnen – Haltung zeigen“ – steht ganz im Zeichen aktueller Entwicklungen. „Die Pandemie, Klimaveränderungen, Demokratiebildung, dazu Themen wie Globalisierung, Migration und Digitalisierung fordern uns alle“, sagt Klaßen. „Auch im Lehrerberuf spielen sie eine wesentliche Rolle. Wir wollen Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Referendarinnen und Referendare darin unterstützen, mit diesen Herausforderungen und den daraus resultierenden Ungewissheiten im beruflichen Kontext umzugehen.“

Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Themen einer sich rasant verändernden Welt soll dazu beitragen, eigene Werte und Haltungen sowie das professionelle Selbst- und Rollenverständnis zu reflektieren, zu überprüfen und gegebenenfalls neue Standpunkte, Klarheit und Orientierung zu gewinnen.

Diesen Prozess begleiten Experten und Expertinnen und bringen zudem in kurzen Impulsvorträgen ihr Wissen und ihre Kompetenzen ein:

  • Dr. Heinz Hinz vom Institute for Future Design, Überlingen, führt beispielsweise in die Methode der „KreativZone“ ein, die beim Seminartag für die gemeinsame Arbeit zur Anwendung kommt.
  • Der Professor für Organisationsentwicklung und Change Management Heiko Roehl erläutert, wie Lehrkräfte komplexe Rollen meistern können und
  • Olaf-Axel Burow, Professor für Pädagogik (em.) an der Universität Kassel stellt seine Prognose für die Bildung im Jahr 2030 unter dem Titel „Sieben Trends, die die Schule und das Lernen revolutionieren“ vor.
  • Über das Zurechtkommen in einer „Durcheinander-Welt“ spricht der Organisationsberater Dr. Wolfgang Looss.
  • Prof. Dr. Anne Sliwka vom Institut für Bildungswissenschaften der Universität Heidelberg erläutert unterdessen anhand aktueller Forschungsbefunde, was kooperative Professionalität ausmacht und wie die Zusammenarbeit von Lehrkräften ermöglicht und gestärkt werden kann.

Das ausführliche Programm sowie den Link zur Anmeldung (Anmeldeschluss ist der 5. September 2021) finden Sie hier: www.hse-heidelberg.de

<strong>Über den bak-Lehrerbildung:</strong>
Helmut Klaßen, Bundesvorsitzender des bak Lehrerbildung. Foto: bak Lehrerbildung

Der Bundesarbeitskreis der Seminar- und Fachleiter/innen (bak-Lehrerbildung) versteht sich als Forum, Interessenvertretung und Fortbildungsorgan aller in der Zweiten Phase der Lehrerausbildung Beschäftigten. Dazu gehören Seminar- und Fachleitungen ebenso wie Lehrbeauftragte bzw. Seminarlehrer. „Wir treten bundesweit und in unseren Landesverbänden für eine qualitativ hochwertige Lehrerausbildung in allen Schularten ein“, sagt Helmut Klaßen.

 

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3 KOMMENTARE

  1. „Die Pandemie, Klimaveränderungen, Demokratiebildung, dazu Themen wie Globalisierung, Migration und Digitalisierung fordern uns alle“, sagt Klaßen.
    „Auch im Lehrerberuf spielen sie eine wesentliche Rolle…“

    Wäre schön, wenn sich Ministerien, Lehrkräfteausbilder und Schulleitungen mal wieder auf die Kernkompetenz der Wissensvermittlung konzentrieren würden. Für Lehrkräfte im täglichen Unterricht gehören die o.g. Vorstellungen von zukünftiger Schule wohl eher in den Bereich der Feiertagsdidaktik.

    vgl.: Die 10 Todsünden der Schulpolitik, Meidinger
    Kap. 1: „Todsünde Nr. 1. – Überforderung von Schule durch politische Vorgaben und gesellschaftliche Erwartungshaltungen – Schule als Reparaturbetrieb der Gesellschaft“

    • Globalisierung, Migration und Digitalisierung sind halt der aktuelle Zeitgeist. Das entsprechende Framing gibt es gratis mit dazu.

  2. u.a.
    „Über das Zurechtkommen in einer „Durcheinander-Welt“ spricht der Organisationsberater Dr. Wolfgang Looss.“

    „Durcheinander-Welt“ … soso.

    Mal eine ganz blöde Frage:
    Warum steht „Schulrecht“ nicht GANZ OBEN auf der Liste der Themen???

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