„Digitales Chaos“: Warum ein Schul-IT-Experte Gebauers Plattform Logineo für einen Totalausfall hält

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DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ist womöglich mit dem Aufbau einer digitalen Plattform für die Schulen im Land gescheitert. Statt des ursprünglich angekündigten Angebots aus einem Guss, mit dem Lehrkräfte unterrichten und kommunizieren können, gibt es unter dem Namen „Logineo“ gleich mehrere getrennte Anwendungen, die allesamt aus der Zeit gefallen scheinen. Auch nach mehr als zehn Jahren Entwicklungsarbeit haben die meisten Schülerinnen und Schüler keinen Zugang zu dem System. Der Schul-IT-Experte Dieter Pannen spricht von einem „Totalausfall“.

„Schulische Abläufe vereinfachen“: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: MSB / Thomas Banneyer

Anfragen zur Schulplattform Logineo beantwortet das dafür verantwortliche nordrhein-westfälische Schulministerium erkennbar unwillig. Gefragt, warum denn ein neues Fortbildungsangebot für Lehrkräfte nur darüber zugänglich sein soll – was Schulen, die andere Plattformen nutzen möchten, praktisch ausschließt -, antwortet die Pressestelle zunächst kryptisch: „Das Angebot der Lehrkräftemaßnahme der Digitalen Fortbildungsoffensive wird in einem extra dafür bereitgestellten LOGINEO NRW LMS (Lernmanagementsystem) angeboten. Das Vorhandensein eines LOGINEO NRW LMS an der Schule der Teilnehmenden ist daher nicht erforderlich.“

Nachfrage: Heißt das jetzt, dass der Zugang zum Fortbildungsangebot tatsächlich nur über Logineo möglich ist? Es kommt als Antwort die gleiche Mail wie beim ersten Mal: „Das Angebot der Lehrkräftemaßnahme der Digitalen Fortbildungsoffensive wird in einem extra dafür bereitgestellten LOGINEO NRW LMS (Lernmanagementsystem) angeboten. Das Vorhandensein eines LOGINEO NRW LMS an der Schule der Teilnehmenden ist daher nicht erforderlich.“ Alles klar?

„Von einer ‚Arbeitsplattform‘ kann mangels grundlegender Funktionen überhaupt keine Rede sein“

Die Unverständlichkeit hat womöglich System. Dieter Pannen, Lehrer im Ruhestand und Vorsitzender des Vereins moodleSchule, meint, dass das Schulministerium bei Logineo einer „Vernebelungsstrategie“ folgt – um einerseits möglichst viele Schulen an das aus Steuermitteln finanzierte „Angebot“ des Landes zu binden (was sich in offiziellen Statistiken zur Nutzung gut macht), um andererseits aber die gravierenden Defizite des Systems nicht allzu offenkundig werden zu lassen. Und die beginnen augenscheinlich schon bei der offiziellen Beschreibung dessen, was Logineo überhaupt sein soll.

„Das Land NRW stellt den Schulen in Nordrhein-Westfalen eine digitale Arbeits- und Kommunikationsplattform zur Verfügung, die schulische Abläufe vereinfacht und dabei den Anforderungen des Datenschutzes entspricht“, so heißt es auf der Homepage des Schulministeriums.

Falsch, sagt Pannen: „Von einer ‚Arbeitsplattform‘ kann mangels der grundlegenden Funktionen Schreiben, Rechnen, Präsentieren überhaupt keine Rede sein und die angebliche ‚Kommunikationsplattform‘ (dienstliche Email) steht lediglich den Lehrkräften zur Verfügung. Kooperatives und kollaboratives Arbeiten, so wie es heute in Office 365, GoogleWorkspace, NextCloud etc. möglich ist, kann mit Logineo NRW nach über 10 Jahren Entwicklungsarbeit immer noch nicht realisiert werden.“ Der Aufbau eines Wissensmanagements in Schulen, das zur Grundlage des Unterrichts dienen kann, sei mit Logineo überhaupt nicht möglich, zumal ja auch bis heute den meisten Schülerinnen und Schülern der Zugang verwehrt werde.

So stellt auch der „Spiegel“ in einer aktuellen Bilanz über die Arbeit von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) konsterniert fest: „Die digitale Lernplattform ‚Logineo NRW‘, an der Gebauers Ministerium schon seit 2017 herumdoktert, kann zwei Jahre nach Beginn der Pandemie noch immer nicht von allen Schülerinnen und Schülern benutzt werden.“ Das ist derzeit laut Ministerium lediglich an 140 Schulen möglich – von 5.100 in Nordrhein-Westfalen.

„Logineo ist eine geschützte Arbeitsplattform für optimale Kommunikation, Organisation und Dateiverwaltung“

Der Fairness halber muss festgehalten werden: Tatsächlich ist das Ministerium für Schule und Bildung (MSB, früher: Ministerium für Schule und Weiterbildung, MSW) bereits seit 2011 mit Logineo beschäftigt. Die Auftragsvergabe sowie die ersten sechs Jahre Entwicklungszeit hat Gebauer, die 2017 ins Amt kam, also nicht zu verantworten.

Die Plattform, die den Schulen „eine geschützte Arbeitsplattform für optimale Kommunikation, Organisation und Dateiverwaltung“ bieten sollte, wurde von der damaligen Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) bei der Medienberatung NRW und beim Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) bestellt. Der Start von Logineo war ursprünglich bereits für 2016 vorgesehen. Er musste dann aber aufgrund von technischen Problemen verschoben und schließlich von Gebauer kurz nach ihrem Amtsantritt vorerst gestoppt werden. Die Ministerin habe damit die Konsequenz aus gravierenden Sicherheits- und Datenschutzmängeln gezogen, mit denen „Logineo“ behaftet sei, so hieß es seinerzeit.

Mittlerweile ist Logineo NRW zwar am Start. Allerdings hat das heutige Konstrukt wenig mit dem zu tun, was mal ursprünglich entwickelt werden sollte. Das Schulministerium vermarkte unter dem Oberbegriff gleich drei „Produkte“, die nichts miteinander zu tun hätten, erklärt Pannen: erstens, eine Schulplattform, zweitens, ein Lernmanagementsystem und, drittens, einen Messenger. Keine der Lösungen hält er für auch nur annähernd zufriedenstellend.

In die Schulplattform sei lediglich die OpenSource Groupware Sogo mit den Funktionen Email, Kalender und Adressbuch eingebunden. Eine Integration mit anderen schulischen Webapplikationen sei nicht vorgesehen und technisch unmöglich. Als Lernmanagementsystem sei – unter dem Druck der Pandemie – auf die Schnelle ein „rudimentäres Moodle-System“ ausgeschrieben und eingesetzt worden, bei dem pädagogisch sinnvolle Plugins fehlten. So gebe es nicht einmal die Möglichkeit, Daten zwischen Schulplattform und Lernmanagementsystem zu transferieren.

Dazu kommt: „Logineo ist 2010 mit dem Ziel entwickelt worden, mit nur einem Login (SinglSignOn) sämtliche weiteren, zukünftigen Webdienste nutzen zu können“, erklärt der Schul-IT-Experte. „Mit der Einführung von gleich drei Webapplikation hat das Ministerium an den Schulen nicht nur ein digitales Chaos angerichtet, sondern auch die Strategie, mit nur einem Login zusätzliche Webdienste nutzen zu können, aufgegeben.“

Schulen, die nun die gesamte Logineo-Familie“ einsetzen wollen, müssten für jedes Modul die Benutzerkonten einpflegen und stets auf dem neuesten Stand halten – bei insgesamt 2,3 Millionen Schülern plus Erziehungsberechtigten und rund 200.000 Lehrkräften „ist diese Aufgabe von Schulen nicht zu bewältigen“. Pannens Fazit: „Die Digitalstrategie des MSB ist gescheitert.“ Die technologische Entwicklung sei über Logineo, für das vom Land bis 2019 5,8 Millionen Euro aufgewendet worden waren, buchstäblich hinweggegangen.

Das Ergebnis sieht dann in der Praxis so aus:

  • Lehrkräfte verfügen über Logineo zwar über eine dienstliche E-Mail-Adresse. Allerdings kann die lediglich für die Kommunikation innerhalb des Systems genutzt werden, weil (so Pannen) „der Mailer aufgrund mangelhafter Absprachen mit den Schulträgern nicht in bereits bestehende ‚Basis-IT-Infrastrukturen‘ eingebunden werden kann“. Die Folge: Lehrkräfte können sich also damit gegenseitig Mails schreiben, aber Schüler oder Eltern nur dann kontaktieren, wenn diese im Schulverwaltungsprogramm SCHILD eine Email-Adresse hinterlegt haben.
  • Einer Lehrkraft steht für ihr E-Mail-Postfach ein Speichervolumen von einem GB zur Verfügung. In der Dateiablage beträgt der Speicherplatz fünf GB. Der Speicherplatz pro Schule liegt zunächst bei 100 GB. Zum Vergleich: Ein USB-Stick mit 125 GB Speichervolumen wird im Netz zum Preis von 11,99 Euro angeboten.
  • Lehrer-Laptops, die aus Mitteln des Digitalpakts angeschafft wurden, lassen sich mittels Logineo nicht verwalten. Die Folge: Schulträger müssen zusätzlich ein Mobile Devise Management einführen. Wie Schüler-Laptops eingebunden werden sollen, ist unklar.
  • Ohnehin könne von einer „Basis-IT-Infrastruktur“ nicht die Rede sein, so Pannen. „Selbst die Übertragung der Benutzerdaten aus dem vom Land den Schulträgern kostenlos bereitgestellten Schulverwaltungsprogramm SCHILD aus dem Verwaltungsnetz ins pädagogische Netz ist bis heute stümperhaft geregelt. Häufig erfolgt noch die Übertragung der im (Schul-)Verwaltungsnetz verwalteten Benutzerdaten ins pädagogische Netz per CSV- oder XML-Datei mittels USB-Stick.“
  • In der Pandemie war Logineo dem Ansturm nicht gewachsen, sagt Pannen. „Logineo NRW (Sogo/EduSharing) war über mehrere Wochen nicht erreichbar. Der Mailer versagte meist dann seinen Dienst, wenn er am dringendsten benötigt wurde.“

Epilog: Auf die zweite Nachfrage von News4teachers, warum denn die neuen Fortbildungsangebote für die Lehrkräfte in NRW nur über Logineo abrufbar sind, kam dann doch noch eine neue Antwort aus dem Schulministerium – und zwar folgende: Die den Schulen zur Verfügung gestellten Instanzen des Logineo NRW LMS werden durch diese entsprechend individuell verwaltet. Die Digitale Fortbildungsoffensive wird als Landesmaßnahme zentral verwaltet. So werden dort die entsprechenden Kursinhalte schulübergreifend allen Lehrkräften – also auch denjenigen, die nicht Logineo NRW LMS einsetzen – zur Verfügung gestellt.“ Alles klar? Uns nicht. Auf eine dritte Nachfrage haben wir aber verzichtet. News4teachers

Hinter den Zusammenbrüchen der Schulplattformen steckt ein Systemfehler: Ministerien als IT-Entwickler? Das kann nur scheitern

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Klugscheisser
6 Monate zuvor

Ich habs verstanden.
Jede Logineo Lernplattform einer Schule ist eigenständig und für jede braucht man ein seperates Login. Vereinfacht gesagt, es ist moodle und jede Schule hat sein eigenes moodle mit dem Logineo Label. Dieses moodle wird von IT Erleuchteten in der Lehrerschaft der jeweiligen Schule administrativ gepflegt und eingerichtet nach eigenen Vorstellungen. Hat eine Schule so jmd nicht, Pech gehabt.
Wenn also MSB über ihr Logineo was anbietet, braucht man dafür ein eigenes Login, wie für jedes fremde moodle System.

(clown emoji)

F. H.
6 Monate zuvor

Machen die Schul- oder Kultusminister, insbesondere die ständig gescholtene Frau Gebauer, eigentlich mal was richtig, werte Redaktion?

Quarius
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Man braucht sich nur mal Florida als positives Gegenbeispiel ansehen, wie so etwas heute funktioniert und wie schnell man das auch produktiv in größerem Stil aufsetzen kann. Das was hier NRW resp. die Länder in Deutschland im letzten Jahrzehnt mit Lernplattform-Versuchen veranstalten ist wirklich und nicht übertrieben auf dem technischen, administrativen und prozessualen Niveaus eines armen Dritt-Welt Landes, Moodle ist noch das Positivste was man anführen kann, aber nicht mehr zeitgemäß. Statt sicheres und modernes Application Streaming (keine Daten nur Bildinhalte und Maus/Touch/Tastatur werden auf ein beliebiges Endgerät übertragen) einzusetzen und damit auf kompliziertes BYOD und lokales Netzwerkmanagement zumindest teilweise verzichten zu können, entwickelt DE 10 Jahre lang an eine tote Kuh hin und wundert sich wenn die Kuh am Ende der Entwicklung technisch vollkommen überholt und unattraktiv, altbacken ist. Laßt endlich junge dynamische Unternehmen oder bereits existierende Lösungen ran an die Sache. Viele andere Nationen machen das wirklich par excellence vor. Und nein, ich übertreibe nicht. Dafür bin ich zu lange im IT Geschäft tätig. Wir brauchen im Schulbereich einen kompletten Reset von der Präsenzpflicht als Basis beginnend, über das rein Druck- und Leistungsbasierte Selektions-System bis hin zu digitalen Methoden und Herangehensweisen, auch auf administrativer Ebene. KMK kann weg, alles neu, bitte aber schnell, wir verlieren den Anschluß. Beispiele: Florida – https://www.flvs.net oder Dänemark – https://www.geniusedusoft.com/global-education-erp-system/denmark-school-management-software.html

Cyberschule
5 Monate zuvor
Antwortet  Quarius

Als Vorbild für „mal schnell eine virtuelle Schule aufsetzen“ taugt die Florida Virtual School ganz gewiss nicht. 1997 gegründet als erste Internetschule des Staates Florida wurde sie seither vom US-Edtech-Riesen Blackboard Inc. IT-technisch rundumversorgt:
https://www.prnewswire.com/news-releases/florida-virtual-partners-with-blackboard-to-improve-virtual-school-experience-for-students-81483797.html

Der amerikanische Hochschul-Komplettlösungsanbieter Blackboard Inc.hat, wie jedes auf großen transatlantischen HyperScalern laufende global, agierende Cloud-ÖkoSystem, in der Pandemie gezeigt, wie (vergleichsweise) schnell ein solches System aufrüsten kann, wenn sich quasi über’s Wochenende die Last ver50facht wegen Lockdown.

Im Fall der FLVS gings aber „nur“ darum, ein bereits jahrzehntelang optimiertes K12-Referenzprojekt des US-Konzerns massiv mit zusätzlichen Ressourcen hochzurüsten, die ein Hyperscaler seinen zahlungskräftigen Premium-Kunden auf Knopfdruck zur Verfügung stellt. Das ist keine Kunst, wenn die Kriegskasse voll ist und der Ruf des Konzerns auf dem Spiel steht.

Vielleicht meinten Sie ja diese Skalierungsfähigkeit mit „mal schnell aufsetzen“ und hatten Blackboard im Blick auf „bereits existierende Lösungen“, die man mal endlich hierzulande ran lassen solle.

Ja, der neue Eigentümer Anthology, der Blackboard letztes Jahr für schlappe 3 Milliarden US$ aufgekauft hat,
https://www.edsurge.com/news/2021-09-13-blackboard-to-merge-with-anthology-forming-a-new-edtech-giant
würde liebend gerne auch in Deutschland endlich Fuß fassen, vor allem bei den Schulen, nachdem die deutschen Unis den teuren US-LMS allesamt die kalte Schulter gezeigt haben, weil man mit den OpenSource-Plattformen Moodle, Stud-IP und ILIAS souverän zurechtkommt, wenn man – wie die meisten Deutschen Unis – auf eigene Rechenzentren mit Personal und ein nationales Hochschulnetz zurückgreifen kann.

Zugegeben, solche technischen Ressourcen hatten die Kultusministerien und Schulämter meistens nicht zur Verfügung, außer in Glücksfällen wie zB Baden-Württemberg, wo sich die Fachleute des Landeshochschulnetzes übers Wochenende zum Moodle&BigBlueButton Hoster für die Schulen des Landes weiter entwickelt haben, weil da zufällig palettenweise nagelneue Hardware im Keller stand, die man zum schnellen Hochskalieren zweckentfremden konnte. Allerdings fehlt nationalen Lösungen, insbesondere den jungen dynamischen Unternehmen, die an Stellen wie zB dem lernraum Berlin gute Arbeit leisten, im Wettbewerb mit einem großen Cloudanbieter vor allem dies:

Die gut gefüllte Kriegskasse, mit der US-Konzerne Dumpingpreise, im Lockdown sogar kostenlose Schnuppervollversorgung anbieten konnten als Weg in die Abhängigkeit des Vendor Lock-in.

Die Notwendigkeit einer auskömmlichen Finanzierung von professionell erbrachter Entwicklungs- und Maschinen-Leistung bleibt deshalb eine Herausforderung für das Vergabeverfahren zu einer Landeslösung, weil eine souveräne, datenschutzkonforme und professionell bereitgestellte IT-Architektur für die vorbildliche Entwicklung unserer heranwachsenden Generation halt etwas teurer ist, dafür aber nicht physisch und psychisch abhängig macht von US-Cloud-Technologien und ihren – im Bick auf essentielle europäischer Werte – inhumanen Monetarisierungskonzepten.

Dreamghost
6 Monate zuvor
Antwortet  F. H.

„Machen die Kultusminister mal was richtig? “
Schön wärs, aber nein…

gehtsnoch
6 Monate zuvor

Die digitale Lernplattform „Logineo NRW“ ist doch mehr, ein LMS = „Lernmanagementsystem“ für einfache und sichere Kommunikation für alle öffentlichen Schulen und anerkannten Ersatzschulen in NRW Schulen. Jetzt mit Videokonferenzoption.

Jürgen Drewes
6 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Wow!

hansmalz
6 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Nein, es handelt sich um drei völlig voneinander getrentte Plattformen mit jeweils eigener Benutzerverwaltung: LogineoNRW, LogineoLMS und LogineoMessnenger. In der Praxis also nicht zu gebrauchen. Wobei ich eigentlich die Arbeit mit LogineoLMS als nicht so schlecht empfinde, wie im Artikel beschrieben.

gehtsnoch
6 Monate zuvor
Antwortet  hansmalz

Oder wie wäre es mit (nach)lesen?
So wie geschrieben hat es das MSB angepriesen.
https://www.schulministerium.nrw/schule-bildung/schulpolitik/logineo-nrw

Logineo-Fan
6 Monate zuvor

Ich sehe bei Logineo noch ein ganz anderes Problem: Das System ist nicht redundant ausgelegt, d.h. die Server werden regelmäßig zu Wartungszwecken abgeschaltet. Das kann dann schon mal bedeuten, dass am Wochenende am Samstag zwischen 15 und 16 Uhr keine Mails empfangen werden können. Auch die Ferien werden gerne für längere Wartungsaufgaben (1-2 Tage) genutzt. Gerade in den Corona-Zeiten liefen dann einige Krankmeldungen ins Leere.
In einer Zeit, in der kostenlose oder sogar privat betriebene Clouds eine 24/7 Abdeckung minimaler Ausfallzeit garantieren können, ist so eine Handhabung nicht mehr zeitgemäß.

Rabe aus NRW
6 Monate zuvor
Antwortet  Logineo-Fan

Am Wochenende möchte ich tatsächlich auch gar keine mails aus der Schule empfangen. Der Schutz der Work-Life-Balance ist also gleich mit einprogrammiert, wow! 🙂

Jürgen Drewes
6 Monate zuvor

Zustimmung!
Was die Ministerin und ihre Erfahrungen mit der „Kultur der Digitalität“ angeht, fand ich auch den 3-Mill.teuren Kauf von Brockhaus(!))-Software bezeichnend.

-mm-
6 Monate zuvor

Ein Treffen der Glorreichen 16 mit neuem Kapitel 10: Frau Kruppstahl.
Unter http://www.schmoekerninquarantaene.de

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  -mm-

@-mm-

So köstlich wie das erwähnte Kleingebäck … 😉
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Thorsten
6 Monate zuvor

Es gibt sicher viele Probleme mit den drei Logineos, aber: EMails von/nach „draußen“ sind bei uns überhaupt kein Problem. Und meines Wissens kann auch jede Schule alle Logineos für alle Kolleg*innen und Schüler*innen beauftragen und erhalten.

Bei der Frage, warum die Fortbildungen „nur“ über Logineo LMS angeboten werden, verstehe ich auch das Problem nicht: Es muss halt auf einer Plattform angeboten werden, und wenn das MSB eine Instanz einer weltweit erfolgreich eingesetzten Lernplattform betreibt und dazu auch fortbilden möchte – warum nicht auf eben dieser Plattform? Wenn jemand eine Videokonferenz per Zoom anbietet, fragt ja auch (hoffentlich) niemand, warum man nicht mit Webex teilnehmen kann.

Thorsten
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein – der Vergleich hinkt. Eine Fortbildung in diesem Format muss auf irgendeiner Lernplattform erstellt werden. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, und egal wofür das MSB sich entscheidet, kann man fragen „warum habt ihr nicht eine der anderen Möglichkeiten gewählt?“.

Welche Plattform die KuK/die Schulen in der täglichen Arbeit verwenden, ist davon aber völlig unberührt.

Die „Staatsbrötchen“ sind nicht grundsätzlich besser oder schlechter als andere, sondern eben wie alles Geschmackssache. Und wenn sie mein Geschmack nicht sind, kann ich sie ablehnen und habe keine weiteren Nachteile außer dass mir halt die Brötchen entgehen. Meinen „Personalausweis“ kriege ich aber trotzdem.

Ein berechtigter Kritikpunkt an den Fortbildungen wäre allerdings: Warum kommen die alle von Verlagen der Klett-Gruppe? Nichts gegen Klett, aber hier wäre ein wenig Vielfalt tatsächlich leicht umsetzbar.

Klugscheisser
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Man ist dann nur als User im Logineo moodle. Dafür bedarf es ein eigenes Login wie bei vielen beliebigen Foren.
moodle hat sich als Online-Lernplattform bewährt, nur hat es in MSB ein Halsbändchen mit dem Namen Logineo um.
Wenn ich an der Schule mit Logineo moodle arbeite, brauche ich einen schulinternen Account. Würde ich die Schule wechseln, bräuchte ich für die neue Schule wieder einen eigenen Account.

Man wird also in ein irgendein moodle „gezwungen“, das für die Lehrerfortbidung bereitgestellt wird.
An der Uni wird man auch ins unieigene moodle „gezwungen“.

Ich halte das, ehrlich gesagt, nicht für problematisch, einen weiteren moodle Account zu erstellen, den ich nach der Fortbildung auch wieder löschen kann. Und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind zudem freiwillig.

Last edited 6 Monate zuvor by Klugscheisser
Ota Tanaka
6 Monate zuvor

„Selbst die Übertragung der Benutzerdaten aus dem vom Land den Schulträgern kostenlos bereitgestellten Schulverwaltungsprogramm SCHILD aus dem Verwaltungsnetz ins pädagogische Netz ist bis heute stümperhaft geregelt.“
Wie bitte????
Was sollen Benutzerdaten im pädagogischen Netz? Da gehören keinerlei auf Personen beziehbare Daten rein!
In NRW sind Verwaltungs- und päd.Netzwerk aus diesem Grund strikt zu trennen, aus Datenschutzgründen sogar mal ausnahmsweise sinnvoll.
Ist das anderswo zulässig, etwa außerhalb der EU?