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Kinderschutzbund nennt Debatte um Obergrenze für Migranten in Schulen “verstörend” 

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ERFURT. CDU-Bildungspolitiker zeigen sich offen für eine Obergrenze von Kindern mit Migrationshintergrund an Grundschulen. Der Thüringer Kinderschutzbund findet das verstörend – und verweist auf ganz andere Probleme.

Zugangsbeschränkung (Symbolbild). Foto: Shutterstock

Der Thüringer Kinderschutzbund lehnt eine Obergrenze für den Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Schulen ab. Die Debatte wirke «verstörend», teilte der Landesverband in Erfurt mit. «Neben der Ausgrenzung junger Menschen mit Migrationshintergrund in der Grundschule wird damit auch deutlich, dass das Thema Inklusion offensichtlich politisch keine Rolle spielt», hieß es in einer Mitteilung.

Individuelle Förderung

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte sich zuvor in allgemeiner Weise offen für eine Obergrenze gezeigt. Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (ebenfalls CDU) hatte dazu bekräftigt, Kinder müssten bei der Einschulung Deutsch sprechen und verstehen können – egal, woher sie kommen. Die Landeselternvertretung lehnte die Vorschläge zu einer Obergrenze ab.

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Der Kinderschutzbund machte auf fehlende pädagogische Konzepte, den Fachkräftemangel und benötigte Sozialarbeit hin. Kinder mit anderen Sprachen hätten mitunter einen höheren Förderbedarf, Kinder mit deutschen Sprachwurzeln jedoch auch. «Die Lösung ist dabei nicht Ausgrenzung, sondern die Frage, wie können Kinder individuell so gefördert werden, dass alle ihre Stärken zum Tragen kommen und Schwächen bestmöglich ausgeglichen werden?», so der Kinderschutzbund. News4teachers / mit Material der dpa

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