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Diskussion: Ist es motivierend, Bestnoten vor der ganzen Klasse zu verkünden?

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SAARBRÜCKEN. Früher war es gängige Praxis: Wie gut oder schlecht eine Klassenarbeit ausgefallen war und wer besonders gut abgeschnitten oder auch mal daneben gelegen hatte, wurde vor der gesamten Klasse verkündet. Und welche Note man auf dem nächsten Zeugnis zu erwarten hatte, natürlich auch. Und heute? Im Saarland ist eine Diskussion darüber ausgebrochen, ob zumindest Positivbeispiele namentlich vor Mitschülerinnen und Mitschülern bekannt gemacht werden sollten.

And the winner is… (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

«Aus datenschutzrechtlicher Sicht kann eine solche individuelle Notenverkündung in der Klasse nur dann zulässig sein, wenn sie sich auf eine Rechtsgrundlage stützen kann», heißt es im Jahresbericht der saarländischen Datenschutzbeauftragten Monika Grethel. Im Schulrecht des Bundeslandes finde sich keine rechtliche Verankerung dieser Praxis. Die Bewertung oder Benotung schulischer Leistungen vor den übrigen Mitschülern sei «demnach datenschutzrechtlich unzulässig». Hieran ändere auch eine gut gemeinte Absicht wie die Motivation der Schüler nichts.

Laut Bildungsministerium regelt im Saarland der Erlass zur Leistungsbewertung (LBE) vom 9. Juli 2024, wie Schülerinnen und Schüler in allen Schulformen bewertet werden. «Eine weitere Novellierung ist nicht geplant», heißt es auf Anfrage. «Für alle Schulformen gilt, dass die Nennung einzelner personenbezogener Noten vor der Klasse aus datenschutzrechtlichen und auch pädagogischen Gründen unzulässig ist.»

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Für Grund- und Förderschulen sei im LBE klar festgelegt, dass Notenspiegel im Klassenraum nicht bekanntgegeben werden dürfen. Auch an weiterführenden Schulen dürfen Notenspiegel in nicht-schriftlichen Fächern nicht öffentlich gezeigt werden. Lediglich in schriftlichen Kernfächern wie Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen oder in beruflichen Fächern dürfen Notenspiegel veröffentlicht werden, allerdings immer anonymisiert.

«Schlechte Noten vor der Klasse zu nennen und Schülerinnen und Schüler vor ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bloßzustellen, ist definitiv inakzeptabel»

«Ganz groß rauszuposaunen, wer welche Note hat, ist ein absolutes No-Go. Das geht gar nicht», sagt Dominik Schwer, Landesvorsitzender des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (SLLV), der Pädagogen in Grund-, Förder- und Gemeinschaftsschulen vertritt. Selbst die Bekanntgabe eines Notenspiegels könne für Kinder belastend sein. Die jüngste «Schulbarometer»-Studie habe gezeigt, dass das psychische Wohlbefinden der Schüler leide (News4teachers berichtete). Das habe mit dem Druck durch Schulnoten zu tun. «Da muss man schon sehr, sehr sensibel agieren als Lehrkraft», so Schwer.

Im Grundschulbereich herrsche ein relativer Freiraum, an weiterführenden Schulen, wo der Leistungsgedanke stärker gelebt werde, müssten die Schüler mit Noten klarkommen. «Aber da muss man schon aufpassen, dass Schüler wegen Noten nicht bloßgestellt werden.»

Marcus Hahn, Vorsitzender des Saarländischen Philologenverbandes, der Interessenvertretung der Gymnasien, zweifelt den Nutzen einer solchen Praxis grundsätzlich an: «Das mag es früher mal gegeben haben, aber pädagogisch sinnvoll war das nie», meint er. Seiner Ansicht nach hat eine solche Bekanntgabe keinen Erkenntniswert.

«Schlechte Noten vor der Klasse zu nennen und Schülerinnen und Schüler vor ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bloßzustellen, ist definitiv inakzeptabel. Allerdings gibt es aus der Schulpraxis durchaus Beispiele, wo es sinnvoll ist, Positivleistungen besonders zu würdigen», meint Jutta Schmitt-Lang, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. Wenn Lehrkräfte etwa das beste Ergebnis einer Klassenarbeit auszeichnen oder eine besondere Leistungssteigerung hervorheben, könne dies die Motivation stärken. «Leistung darf gerne sichtbar sein, sofern niemand dabei vorgeführt wird.»

Eine gesetzliche Regelung, die jede Form der Notennennung pauschal verbietet, hält Schmitt-Lang für den falschen Weg. «Das würde letztlich auch Bestenauszeichnungen bei Abschlüssen unmöglich machen». Für die Würdigung von Positivleistungen seien «pädagogisches Fingerspitzengefühl und der Ermessensspielraum der Lehrkräfte sicher zielführender».

Schwer gibt zu bedenken, dass auch das Verkünden der besten Arbeit oder Note in einer Klasse nicht automatisch etwas Positives ist: «Auch da muss man vorsichtig sein, weil es dem- oder derjenigen vielleicht unangenehm ist.»

Ein Notenspiegel habe eine gewisse Daseinsberechtigung, weil man dadurch die eigene Leistung im Vergleich zum Klassendurchschnitt einordnen könne. Den Lehrkräften im Saarland traue er zu, dass sie sensibel genug seien, um so etwas einschätzen und handhaben zu können. «Aus dem Bauch heraus würde ich daher sagen, dass man keine gesetzliche Regelung braucht», so Schwer.

«Es geht nicht um Datenschutz, sondern: “Wie gehe ich mit den Schülern um und wie mache ich Lernen und Lernerfolge sichtbar?”»

Das bestätigt sein Kollege aus dem Gymnasial-Bereich: «Ich brauche keine Rechtsgrundlage für irgendetwas, was keiner tun will», meint Hahn. Insofern handle es sich um die falsche Diskussion: «Es geht nicht um Datenschutz, sondern: “Wie gehe ich mit den Schülern um und wie mache ich Lernen und Lernerfolge sichtbar?”» Sein Fazit: «Das Letzte, was wir brauchen, sind weitere Vorschriften oder rechtliche Handhabungen.»

Die Datenschützer bezweifeln, dass es überhaupt eine ausdrückliche oder stillschweigende Einwilligung von Schülern geben könne, weil sich diese einer solchen Praxis schwerlich bis gar nicht entziehen könnten. «In vielen Fällen werden sie bereits aus einem Gruppenzwang innerhalb der Klasse der Verkündung ihrer Noten zustimmen, selbst wenn ihnen dies unangenehm oder nicht recht sein sollte», heißt es im Jahresbericht. Diejenigen Schüler, die sich «einer Veröffentlichung ihrer Noten in einer solchen Situation versperren, müssten mit dem falsch verstandenen Makel der unausgesprochen schlechten Zensur leben» – was diskriminierenden Charakter haben könne und für die schulische Entwicklung «sicherlich nicht förderlich» sei.

«Schule muss als Lebensort verstanden werden, an dem junge Menschen Vertrauen in sich selbst entwickeln, Neugier entfalten und ihre Potenziale voll ausschöpfen können», betont Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). «Leistung zeigt sich dort, wo junge Menschen Verantwortung übernehmen, wachsen und ihre Fähigkeiten entwickeln. Noten sollen niemals dazu dienen, jemanden bloßzustellen. Vielmehr geht es darum, die individuellen Kompetenzen zu stärken und konstruktives Feedback zu geben.»

Anonymisierte Notenspiegel schaffen ihrer Ansicht nach Transparenz über das Leistungsniveau einer Lerngruppe und geben Orientierung, während individuelle Rückmeldungen den persönlichen Lernweg begleiten und gezielt weiterentwickeln. So entstehe «eine Lernkultur, in der Leistung anerkannt und gefördert wird, ohne auszugrenzen». Nach Ansicht von Streichert-Clivot stärken «Förderung und Fairness die individuelle Entwicklung und echte Bildungschancen.» News4teachers / mit Material der dpa

Studie zeigt, wie Konkurrenz im Klassenzimmer die Persönlichkeit von Schülern verändert

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Katze
2 Tage zuvor

Die Diskussion um die Veröffentlichung von Notenspiegeln illustriert ein zentrales Paradox der aktuellen Bildungspolitik: Man möchte Leistungsrückmeldungen geben, allerdings bitte ohne jene Vergleichsprozesse, die untrennbar mit Leistung verbunden sind. Die Annahme, schon die Kenntnis der Verteilung von Ergebnissen könne Schüler psychisch belasten, folgt einem Verständnis von Transparenz, das jede Form von Rückmeldung vorsorglich unter Generalverdacht stellt.
Die Regelungen, die Notenspiegel in Grund- und Förderschulen vollständig untersagen und an weiterführenden Schulen nur in ausgewählten Fächern anonymisiert zulassen, erzeugen eine bemerkenswerte Inkonsistenz. Einerseits sollen Schüler selbstverständlich mit Noten umgehen können; andererseits wird ihnen der Kontext, der diese Noten überhaupt erst interpretierbar macht, systematisch entzogen. Die Funktion von Noten, individuelle Leistung in Relation zu Anforderungen und Lerngruppe einzuordnen, wird damit elegant neutralisiert.
Die dahinterliegende Logik ist eindeutig: Vergleich gilt grundsätzlich als schädlich, unabhängig davon, ob er anonymisiert erfolgt oder nicht. Dass damit ein wesentlicher Bestandteil schulischer Leistungsrückmeldung entfällt, scheint als Kollateralschaden akzeptiert zu werden. Ohne Kontextualisierung verliert die Note jedoch einen erheblichen Teil ihrer Aussagekraft, und Schülern wird die Möglichkeit genommen, ihre eigene Leistung realistisch einzuschätzen.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob ein Notenspiegel ‚zumutbar‘ ist, sondern ob ein Bildungssystem, das Vergleichsprozesse weitgehend vermeidet, tatsächlich glaubt, Schüler auf eine Welt vorzubereiten, in der solche Prozesse – Überraschung – unvermeidbar sind.

Fräulein Rottenmeier
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Leistungen von Lehrern sichtbar zu machen, ist der feuchte Traum der Schulministerien…..nennt sich dann evidenzbasierte Lehrperformance.
Ist ja auch folgerichtig, denn nachdem die Schülerleistung nun evidenzbasiert verbessert werden soll mithilfe von ganz wunderbaren Tools und Dashboards, muss ja auch schließlich die Lehrleistung ist den Blick genommen werden. Dies geschieht durch Vereinheitlichung der Methodischen Vielfalt auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse…..

dickebank
1 Tag zuvor

Leistung = Arbeit × Zeit
Arbeit = Kraft × Weg
Kraft = Masse × Beschleunigung
Beschleunigung = Geschwindigkeit : Zeit
Geschwindigkeit = Weg : Zeit

Also, alles messbar
Wo also ist das Problem?

dickebank
1 Tag zuvor

Korrektur:

Leistung = Arbeit : Zeit

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  dickebank

Bei den vielen Ableitungen nach der Zeit, muss die Zeit möglichst klein gehalten werden, damit im Ergebnis die Leistung steigt.

Ist das nicht ein unwiderstehliches Argument für eine Deputatsreduzierung?

Lera
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Genau in diese Richtung zielt doch der Kennzahl-Evidenz-Hokuspokus.

Wobei man dabei selbstverständlich ein „scheinbar“ vor „messbar“ setzen muss.

GriasDi
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Zitat:
“Ist ein Lehrer nur dann erfolgreich, wenn er irgendwas messbar besser macht als sein Kollege? ”
Wo war davon im Post von Katze die Rede?

H. F.
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

// Leistung braucht keinen Vergleich //

Nennen Sie bitte mal ein beispielhaft eine Leistung (nicht im phys. Sinne), die man ohne Vergleich als solche bezeichnen kann. Ich möchte verstehen, was Sie meinen.

Opossum
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Für einige Schüler ist es schon eine Leistung, in die Schule zu kommen…

Darf man noch unterscheiden, ob es eine hervorragende, gute, schlechte, mangelhafte, schwache usw Leistung ist?

Mika BB
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Und jede der von Ihnen benannten Leistungen ist genauso gut, besser oder schlechter als die einer anderen Person der entsprechenden Zunft. Niemand hat behauptet, dass Leistung ausschließlich „im Wettlauf gegen andere“ erbracht werden kann. Die Qualität der erbrachten Leistung hingegen ist insbesondere nur durch den Vergleich mit anderen Personen derselben Profession einschätzbar.
Bei Lehrern könnte man beispielsweise den Deutschen Lehrerpreis (Sie berichteten) als Maß für besondere pädagogische Leistungen betrachten, bei Wissenschaftlern den Nobelpreis usw.

Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB

Mika BB
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich gehe mal davon aus, dass sich auch SuS nicht nur engagieren, um vor der Klasse hervorgehoben zu werden.

Auch Unterricht ist kein Wettbewerb, und es geht beim Hervorheben besonders guter Leistungen nicht darum, „den/die Beste“ auszuzeichnen. Es geht darum, besondere Leistungen sichtbar zu machen und zu würdigen. Das kann bei einem SoS der Fakt sein, dass er erstmals alle Aufgaben bearbeitet hat, beim nächsten, dass er erstmals mehr als 59% der geforderten Leistung in einem Test erbracht hat, beim Dritten, dass er das dritte Mal in Folge alle Aufgaben korrekt bearbeitet hat undundund… Und ja, das ist alles messbar.

Sie bringen hier stets den Wettbewerb ins Spiel: darum geht’s überhaupt nicht, sondern um Vergleichbarkeit und Einordnung einer Leistung.
Ein Notenspiegel unter der Arbeit ordnet die eigene Leistung im Verhältnis zur Leistung aller SuS der Klasse ein, mehr nicht.

Ludwig
1 Tag zuvor
Antwortet  Mika BB

Ich gehe mal davon aus, dass sich auch SuS nicht nur engagieren, um vor der Klasse hervorgehoben zu werden.

Im Gegenteil, die Psychologie kennt den sogenannten Korrumpierungseffekt. Danach verliert man sein Interesse an etwas, wenn man etwas dafür bekommt. Einfach ausgedrückt. Man tut es dann aber nicht nicht, sondern eben für das, was man dafür bekommt und nicht mehr, weil man es selber will.

Mir scheint, manche übertragen das unreflektiert auf die Schule. Keine Noten = höhere Motivation. Das stimmt aber auch nicht. Hat man mehr Interesse an Grammatik, wenn man nicht benotet wird. Nein. Man beschäftigt sich dann gar nicht damit, weil man (wenn man) kein Interesse daran hat. Man lässt es einfach weg.

Ich ziehe daraus den Schluss, wofür man sich interessiert, dafür muss man nicht belohnt werden. Woran man aber kein Interesse hat, dafür schon.

mama51
20 Stunden zuvor
Antwortet  Mika BB

Ein Notenspiegel unter der Arbeit ordnet die eigene Leistung im Verhältnis zur Leistung aller SuS der Klasse ein, mehr nicht.

Das sehe ich auch so.

Und deshalb, auch damit Eltern die Leistungen ihres Kindes (wenigstens halbwegs) einordnen können, ist in Hessen der Notenspiegel sogar vorgeschrieben (zumindest in GS), sogar mit der Auflage, dass die “Punkteverteilung : Note” mit angegeben wird. (Wissen tatsächlich viele meiner KuK nicht…)

GriasDi
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Warum werden dann Lehrkräfte überall und bei allem verglichen? Auch hier auf dieser Website?
Dann brauchen wir auch keine Schulsysteme mehr mit einander vergleichen, PISA können wir uns dann sparen und die jeweiligen Reaktionen darauf ebenfalls.

GriasDi
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Beim deutschen Schulpreis z. B.
Zitat aus einem Ihrer Berichte:
“Im Bereich „Schüler zeichnen Lehrer aus“, einer der beiden Wettbewerbskategorien, wurden 15 besonders engagierte Lehrkräfte von Schülerinnen und Schülern der diesjährigen Abschlussklassen nominiert.”

Also doch Wettbewerb.

Lera
21 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe die allmächtige KI gefragt, ob die kriteriale Bezugsnorm frei von sozialen Einflüssen ist.

Antwort:

„Nein, die Kriterien bei der kriterialen (sachlichen) Bezugsnorm sind nicht komplett frei von sozialen Einflüssen.

Zwar ist das theoretische Ziel der kriterialen Bezugsnorm, Lernleistungen rein an festgelegten Lernzielen, Standards oder Sachnormen (unabhängig von anderen Personen) zu messen.

In der Praxis ist dieser Prozess jedoch sozial eingebettet:

Soziale Setzung der Kriterien: Wer entscheidet, was ein “Lernziel” ist? Die Definition von Standards (z. B. Lehrpläne, Bildungsstandards) ist das Ergebnis gesellschaftlicher, politischer und pädagogischer Aushandlungsprozesse, spiegelt also soziale Wertvorstellungen wider.

Subjektive Einschätzung durch Lehrkräfte: Die Anwendung der Kriterien erfolgt durch Menschen. Studien zeigen, dass Lehrkräfte bei der Bewertung oft unbewusst soziale Vergleiche heranziehen (soziale Bezugsnorm), selbst wenn sie kriterial bewerten wollen.

Sozialer Kontext der Schule: Die Bewertung kann durch das Leistungsniveau der Klasse beeinflusst werden. Eine Leistung in einer leistungsstarken Klasse wird oft anders bewertet als die identische Leistung in einer leistungsschwachen Klasse.

Notengebung: Da kriteriale Leistungen häufig in Schulnoten übersetzt werden, fließen oft nicht-kriteriale Faktoren wie Arbeits- oder Sozialverhalten in die Endnote ein.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die kriteriale Bezugsnorm versucht soziale Einflüsse zu minimieren, um eine objektivere Bewertung zu ermöglichen, kann sie aber im schulischen Kontext selten komplett eliminieren.

GriasDi
14 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie kann ich dann eine absolute Leistung bewerten? Ein Vergleich liegt immer zugrunde. Leistung steht eben nicht für sich.

GriasDi
14 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Zitat:
“Wenn ein Arzt einen Menschen heilt – in welchem Wettbewerb tritt der Mediziner denn dann an? ”

Es gibt auch Ärzte, die einem nicht helfen können – ein anderer schon, beim gleichen Problem.
Wenn Wissenschaftler bei ihren Forschungen weniger Erkenntnisse gewinnen als andere, sind sie evtl ihre Stelle oder Fördergelder los. Deswegen wird ja veröffentlicht was das Zeug hält – Erkenntnisgewinn hin oder her.

GriasDi
14 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn wie im Mittelalter fast niemand lesen kann, ist es eine gute Leistung, wenn jemand es kann. Heute ist das (eigentlich) völlig normal und muss nicht extra betont werden. Ist also keine besondere Leistung.

Mittagessen
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Neuerdings dürfen in Berlin Lehrer zum Klassenrat eingeladen werden, um dort Rede und Antwort zu stehen bei Problemen. Ist das keine Vorführung, keine Bloßstellung, keine öffentliche Kritik???

Mika BB
21 Stunden zuvor
Antwortet  Mittagessen

Aus meiner Sicht nicht. Da geht’s um Problemlösung. Ist doch gut, wenn SuS da proaktiv sind!

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  Katze

“Vergleich gilt grundsätzlich als schädlich, unabhängig davon, ob er anonymisiert erfolgt oder nicht. Dass damit ein wesentlicher Bestandteil schulischer Leistungsrückmeldung entfällt, scheint als Kollateralschaden akzeptiert zu werden.”
Ich weiß nicht, ob da tatsächlich der Vergleich das Problem ist oder doch vielmehr, dass es meine Mit-SuS einfach nichts angeht, wie ich botentechnisch dastehen- ob nun gut oder schlecht. Wenn ich kein Problem damit habe, werde ich es schon selbst kommunizieren

Außerdem, halten Sie es wirklich für einen wesentlichen Bestandteil der Leistungsrückmeldung, wenn man die Noten öffentlich Preis gibt? Dazu reicht doch völlig der Gesamtschnitt mit Übersicht, wie der sich zusammensetzt, oder nicht?

Ich_bin_neu_hier
2 Tage zuvor

“Wenn Lehrkräfte etwa … eine besondere Leistungssteigerung hervorheben, könne dies die Motivation stärken.”

Das ist nun allerdings wahr – nur gibt man dieses Lob dem Schüler / der Schülerin in einer ruhigen Minute am Besten persönlich, statt es vor der gesamten Klasse zu verkünden. Schließlich ist es auch für den Schüler / die Schülerin bestimmt und nicht für die gesamte Klasse.

Opossum
1 Tag zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Darf ein besonders gelungenes Essay vor der ganzen Klasse vorgelesen werden als Beispiel, wie es gemacht werden kann? Oder eine besonders schöne mathematische Lösung vorgestellt? Oder wäre es auch ein öffentliches Lob und deshalb unangebracht?

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  Opossum

Ich würde das tatsächlich mit SuS vorher absprechen. Es ist nämlich auch guten Kids manchmal peinlich, gut zu sein.

Lera
16 Stunden zuvor
Antwortet  Alese20

Das wäre mir zu heikel. Da würde ich schon auch noch mit den Eltern sprechen und eine Klassenkonferenz einberufen.

Realist
2 Tage zuvor

 Die Bewertung oder Benotung schulischer Leistungen vor den übrigen Mitschülern sei «demnach datenschutzrechtlich unzulässig».”

Im Prinzip müsste man dann jede “schulische Leistungsmessung” einstellen, vor allem die Mitarbeit im Unterricht. Zumindest dürtde man dann keine Beiträge mehr als “gut” oder “sinnvoll” oder “abwegig” kommentieren. Denn auch das schließt eine “Bewertung” mit ein. Ebenso wie “falsch” und “richtig”. Ein Schüler, der nur “falsche” Antworten liefert offenbart damit ja auch personenbezogene Daten, nämlich, dass er nichts weiß und nichts gelernt hat.

potschemutschka
1 Tag zuvor
Antwortet  Realist

Dann hat doch die Lehrerin damals bei Hern Hagel alles richtig gemacht. 🙂

ed840
 23 Tage zuvor

 Antwortet  Walter Hasenbrot
hätte sie seine Erklärung des Treibhauseffektes auseinandergenommen.
Müsste man halt wissen, warum sie seine Erklärungen vor der Klasse noch gelobt hat, statt sie zu berichtigen .

Rainer Zufall
15 Stunden zuvor
Antwortet  potschemutschka

Aus Rücksicht auf die Schneeflöckchenmentalität? 😉

Simone L.
2 Tage zuvor

Heutzutage muss für alles und jeden Kleinigkeit der Datenschutz herhalten. Es wird wirklich übertrieben damit! Da heißt es dann, ein mündlicher Tadel darf nicht mehr vor der Klasse ausgesprochen werden, also erfährt niemand mehr davon außer der Schüler selbst? Dann hat es kaum noch eine Wirkung. Ich frage mich aber vor allem, darf ich dann einen störenden Schüler auch nicht mehr im Unterricht ermahnen und kritisieren? Muss ich ihn dann bitten, mal kurz mit mir vor die Tür zu kommen, um ihn dort zu ermahnen und zu kritisieren. Wegen des Datenschutzes und damit ich ihn nicht bloßstelle?! Und dann gehen wir wieder in den Raum und der Unterricht geht weiter bis zur nächsten “Klärung” einer Störung vor der Tür?

Heutzutage wird irgendwie alles getan, um gelingenden Unterricht zu behindern. Sogar positive Anmerkungen sollen nicht sein, weil sie die beschämen, die keine positive Anmerkung bekommen?!?

Na ja
1 Tag zuvor
Antwortet  Simone L.

Bei uns ist das schon so: Wenn ein Schüler sich massiv daneben benimmt, soll ich ihn freundlich fragen, ob er eine kurze Auszeit vor der Tür benötigt. In Klassen mit wenigen verhaltensoriginellen Schülern klappt das auch. In einer Durchschnittsklasse eher nicht…

Alex
21 Stunden zuvor
Antwortet  Simone L.

Ich frage mich aber vor allem, darf ich dann einen störenden Schüler auch nicht mehr im Unterricht ermahnen und kritisieren? Muss ich ihn dann bitten, mal kurz mit mir vor die Tür zu kommen, um ihn dort zu ermahnen und zu kritisieren. Wegen des Datenschutzes und damit ich ihn nicht bloßstelle?!“ Genau das verlangen die Eltern schon (Grundschule NRW). AUF GAR KEINEN FALL dürfe ich das Kind auch nur ansatzweise vor der Klasse ermahnen, das würde es traumatisieren… Ohne Worte!

Lera
20 Stunden zuvor
Antwortet  Alex

Wow, es geht tatsächlich NOCH weiter bergab.

Wie ist es mit mündlichen Beiträgen?

Dürfen Sie das Kind aufrufen, wenn es sich meldet, sie aber nicht 100% sicher sind, ob es richtig sein wird?

Dürfen Sie das Kind aufrufen, auch wenn es sich nicht meldet?

Dürfen Sie das Kind fragen, ob es seine Hausaufgaben gemacht hat (die Antwort könnte ja nein sein)?

Dürfen Sie überhaupt noch eine Frage stellen, die jemand eventuell nicht beantworten kann (das wäre ja beschämend)?

Einfach nur noch krank.

Ludwig
2 Tage zuvor

Wenn “Positivbeispiele” nicht mehr genannt werden dürfen/sollen, dann darf/kann es auch in keinem Wettbewerb mehr Siegerehrungen, Auszeichnungen etc. geben, aus denen hervorgeht, wer besonders gut war, denn daraus geht ja genauso hervor, wer nicht – die nicht Genannten nämlich. Dann kann es kein Schachturnier mehr geben, keine Talenteshow, kein Fußballturnier, kein Känguruwettbewerb, kein Sportfest etc. Oder alles eben nur mit einer Teilnahmenbescheinigung, die nicht verrät, wie man abgeschnitten hat.

Gibt es dann auch keinen ESC mehr, kein Olympia, keine Leistungsprämien im Job? Oder alles nur im Geheimen ohne Namen, ohne Platzierung?

Das ist absurd. Manche Datenschützer übertreiben. Ich ordne das eher beim Gendern ein, bei der Kuschelpädagogik, bei “cancel culture” oder wie das heißt, bei der Ablehnung von Benotungen überhaupt und und und ……… Aber bitte, wir müssen das ja nicht mitmachen!

Ludwig
2 Tage zuvor

PS: Schulrechtler widersprechen an dieser Stelle nicht zum ersten Mal den Datenschützern. Danach sind nämlich Notenspiegel erlaubt, die nur mitteilen, wie die Notenverteilung in der Klasse war – ohne Namen! Das ist ausdrücklich erlaubt und die Psycholgie sagt, das ist für jeden wichtig zu wissen!

So lange es keine schulgesetzlichen Bestimmungen im eigenen Bundesland gibt, die das ausdrücklich verbieten, halte man sich besser an die Schulrechtler. In Berlin ist ein Notenspiegel ab Klasse 5 ausdrücklich geboten (im Schulgesetz)!

Lera
2 Tage zuvor

Diskussion:

Ist es motivierend, Bestleistungen verschämt zu verstecken, nie zu erwähnen und komplett unter den Teppich zu kehren?

Hm…

PS: Nach dem Brandschutz ist mir der Datenschutz der liebste Schutz.

Deutschland 2026: prima beschützt, komplett ruiniert.

Ulrike M.
2 Tage zuvor

Ist eine positive Bemerkung motivierend? Ist eine negative Bemerkung demotivierend? Es ist gut, sich darüber Gedanken zu machen.

Darf nichts mehr kritisiert werden, außer unter 4 Augen? Und darf nichts mehr gelobt werden, wenn nicht alle gelobt werden, weil es sonst für die Nicht-Gelobten auch schon wieder eine Demütigung ist? Die anderen haben ja mitbekommen, dass man selbst nicht gelobt wurde! Man ist also nicht so gut wie der Gelobte.

Ist jede Form von Kritik/Zurechtweisung eine Bloßstellung? Darf man dann auch eine Schülerleistung nicht mehr im Klassenverband mit Worten (wenn schon nicht mit Noten) einschätzen? Ich meine, darf man zu einer Schüleräußerung nicht mehr sagen, das sei falsch und besprechen, was daran waum falsch ist? Stellt man damit den Schüler bloß? Er hat etwas Falsches gesagt! = Er weiß es nicht. = Er ist “dumm”?

Ich glaube, das Problem ist gar nicht, dass mitgeteilt wird, dass jemand etwas Falsches gesagt hat, sondern wie wir damit umgehen, wenn jemand etwas Falsches sagt. Es ist also eine Frage einer “positiven Fehlerkultur” oder einer “negativen Fehlerkultur”. Da, wo Fehler als schlimm betrachtet werden, da kann es auch als bloßstellend oder demotivierend empfunden werden, wenn Fehler (in sachlicher-konstruktiver Art) Fehler genannt werden.

Da, wo es i.O. ist, Fehler zu machen, da ist es auch i.O., Fehler sachlich-konstruktiv zu benennen, weil ja niemand dadurch beschämt wird und dann kann Gelungenes selbstverständlich auch gewürdigt werden. Wir müssen also unbedingt auch unterscheiden zwischen der Art und Weise, wie kritisiert wird.

Ein Lob ist normalerweise immer erfreulich und motivierend! Wenn nicht, stimmt da etwas anderes nicht, aber nicht das Lob selbst.

unfassbar
2 Tage zuvor

Aus rein datenschutzrechtlichen Gründen verkünde ich Noten nicht öffentlich. Mit Diskriminierung oder Bloßstellung oder sonst was hat das nichts zu tun.

Sepp
2 Tage zuvor

Wir besprechen immer erst die Klassenarbeiten. Was hätte man erwarten können? Kam irgendwas dran, das nicht zu erwarten war?

Dann kommt deemr Notenspiegel an die Tafell. Das ist auch kein Problem, um eine Einordnung der Klassenarbeit zu geben: Viele gute Noten oder ist die Arbeit allgemein eher schlecht ausgefallen?

Man gibt dann möglichst neutral blickend die Klassenarbeiten zurück und innerhalb weniger Minuten geht lautstark die Diskussion los: “Und, was hast du?”. Und alle Schüler sind mit dabei. Wer kennt das nicht?

Witzig finde ich auch die allgemeine Notenbesprechungen vor der Tür. Die Schüler gehen zurück in den Klassenraum, sofort ertönt die bekannte Frage: “Und, was hast du?”, deren Antwort meist bereitwillig in den Raum posaunt wird.

In kleinen Oberstufenkursen kommt zu den Notenbesprechungen bei uns oft von den Schülern der Wunsch, die Noten doch einfach im Raum laut zu besprechen, man würde doch danach eh drüber sprechen…

Bei solchen Erfahrungen frage ich mich schon, wie ich die Aussagen dieses Artikels einordnen soll.

unfassbar
1 Tag zuvor
Antwortet  Sepp

… wobei das Besprechen der Klassenarbeiten de facto auch vergeudete Unterrichtszeit ist, weil dabei eh kaum jemand zuhört.

Fräulein Rottenmeier
1 Tag zuvor
Antwortet  unfassbar

Stimmt 🙂
Besser ist es einen Erwartungshorizont herauszugeben, da kann der Schüler/die Eltern bei Interesse nachschauen, was eigentlich erwartet wurde…..Klappt schon in der Grundschule hervorragend…..

dickebank
1 Tag zuvor

Wir waren gehalten EWH und Notenspiegel bekannt zu geben.

sprachlos
1 Tag zuvor

Also gefühlt schauen sich 5 Prozent den Erwartungshorizont an, der Rest schaut unten auf die Note, fertig!

Sepp
1 Tag zuvor

Egal, wie sehr man die Kids darauf trainiert, auf den EWH und die Randkommentare zu schauen, es kommt bei uns ständig die Frage:
“Warum habe ich da nicht volle Punktzahl bekommen?”

Insofern bekommen sie auch weiterhin den EWH und die Randkommentare, aber wir besprechen die Arbeit und Erwartungen trotzdem erst. Da hören sie tatsächlich noch zu, da haben ihre Arbeit ja auch noch nicht…

Fräulein Rottenmeier
22 Stunden zuvor
Antwortet  Sepp

Sie können das ja auch halten, wie Sie möchten….aus meiner eigenen Schulzeit kenne ich das Besprechen der Arbeiten ja auch noch, aber gebracht hat es mir eher wenig (meine ich zumindest).
Wir handhaben das in der Grundschule tatsächlich seit längerem so, dass die Kinder einen EWH bekommen und dort auch die Teilleistungen bepunktet werden….da kann man dann (zumindest di Eltern) sehr schnell sehen, wo die Punkte liegengelassen wurden….
In Mathe mache ich immer Kompetenzraster und kreuze dann an…..aber dort ist es auch einfach…..je weniger grün, desto besser ist es….

Na ja
1 Tag zuvor

An meiner Schule (Gymnasium) leider nicht, sieht man immer am Elternsprechtag. Es bedeutet nur so unfassbar viel Mehraufwand, einen anständigen Erwartungshorizont herauszugeben.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Tage zuvor

Natürlich sollte kein Lehrer seine Schüler bloßstellen, nur war es doch schon immer so, dass nach der Herausgabe von Klassenarbeiten sofort alle Noten untereinander verglichen wurden und am Ende sowieso jeder die Noten des anderen kannte.

GBS-Mensch
2 Tage zuvor

Gegen die “Veröffentlichung” eines Notenspiegels habe ich aus benannten Gründen nichts.
Die Bekanntgabe von (den besten) Einzelergebnissen ist mMn lediglich in Wettbewerben statthaft. Zu diesen hat man sich aber freiwillig angemeldet, zur Klassenarbeit oder sonstigen Leistungsüberorüfungen nicht.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor

“Allerdings gibt es aus der Schulpraxis durchaus Beispiele, wo es sinnvoll ist, Positivleistungen besonders zu würdigen”
Ja, Positivleistungen hervorheben, nicht die Noten – dies ist bei allen Schüler*innen möglich.

“Anonymisierte Notenspiegel schaffen ihrer Ansicht nach Transparenz über das Leistungsniveau einer Lerngruppe und geben Orientierung, während individuelle Rückmeldungen den persönlichen Lernweg begleiten und gezielt weiterentwickeln.”
Tun sie das? Die starken Schüler*innen können sich zurücklehnen, da der Gruppenvergleich vor deren individuellen Fortschritte gestellt wird.
Schwachs Schüler*innen wird (zunächst) ein Zugang über das Growth Mindset bzw. die Rückmeldung der Lehrkraft verstellt – erstmal mit allen Vergleichen.
Aber hey, wie die Besten einen “Unfall” haben, verändert sich der Schnitt zu Gunsten der Schwachen, also Vorsicht! 😛

Omg
2 Tage zuvor

Am Gymnasien nicht unüblich. Aber Antwort: Nein

HuGo
2 Tage zuvor

Soetwas deklassiert im Nachhinein. Ansporn geht anders und zwar zur rechten Lern- Zeit!

Hans Malz
2 Tage zuvor

Das darf ich als Lehrer doch gar nicht. Wehe, wenn sich da mal einer beschwert.

Mittagessen
1 Tag zuvor
Antwortet  Hans Malz

Im Schulrecht ist bei Günther Hoegg zu lesen, dass es umstritten sei, einzelne Noten vor der Klasse zu nennen (also nicht explizit verboten!). Man sollte es spätestens nicht tun, wenn ein Schüler es nicht möchte.

In welchem Bundesland ist es ausdrücklich verboten (Schulgesetz? AVO? etc.). Ich bin dankbar für einen Beleg.

Hans Malz
1 Tag zuvor
Antwortet  Mittagessen

Alles, was “umstritten” ist, lasse ich lieber. Gibt nur Probleme mit der Schulaufsicht, wenn die Eltern da hin rennen. Und egal, ob es explizit verboten ist oder nicht, ich habe immer den Ärger. Wofür?

Ich werde mich aber wirklich mal im entsprechenden Dezernat nach der “Beratungsmeinung” erkundigen.

Mittagessen
1 Tag zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ha, ha, ha…. Klingt nach Untertanengeist. Aber ich respektiere es. Ich mache alles, bis mir jemand sagt, das darf nicht sein und dies nachweisen kann. Dann lasse ich es. Ist halt eine andere Herangehensweise.

Hans Malz
20 Stunden zuvor
Antwortet  Mittagessen

Noch nicht so lange dabei wahrscheinlich … aber jeder so, wie er mag.

dickebank
19 Stunden zuvor
Antwortet  Hans Malz

Noch nicht in das Vergnügen einer kollegialen Beratung durch das dezernat gekommen, da darf das @Mittagessen das doch tun.

Perfekt
2 Tage zuvor

Ich beobachte schon seit Jahren, dass es an bestimmten Schulen „schlecht ist, gut zu sein“. Wenn das Niveau der Schülerschaft allgemein sehr niedrig ist, wird ein leistungsstarker Schüler oft als Bedrohung gesehen, weil er anders als die meisten anderen ist.

Vera Geblich- Arrongant
2 Tage zuvor

Watte raus und einpacken. Den Notenspiegel zu nennen ist bei uns Pflicht und erlaubt auch den Eltern, die Leistungen des eigenen Kindes einzuordnen. Noten vor der Klasse gab es bei uns seit Jahrzehnten nie- was die Kinder selbst preisgeben, ist ihre Sache.
Aber die Wirklichkeit ist gerade gar nicht kuschelig, und Resilienz geht auch durch Fleiß, Durchhaltevermögen und das Zutrauen, etwas selbst schaffen zu können. Fühli, fühli- wie es hier mal jemand nannte und allerorten Watte helfen auf Dauer nicht.

Tausendsassa
1 Tag zuvor

Wie jetzt? Man darf zwar sagen, dass alles falsch war bei der mündlichen Leistungskontrolle, aber man darf nicht sagen, dass es deshalb eine 6 gibt?

Laut Schulgesetz bin ich in Berlin ab Klasse 5 verpflichtet, einen Notenspiegel zu schriftlichen Leistungskontrollen bekannt zu geben.

EMu
1 Tag zuvor

Bei mir gibt es im Hauptfach zur Rückgabe der KA eine Stunde, in der die Musterlösung gemeinsam erarbeitet wird (so viel nachträgliches Beschäftigen mit der eigenen Leistung soll schon sein), danach den anonymisierten Klassenspiegel mit Durchschnitt, letzteren auch im Vergleich zur Vor-KA.

Persönliche Namensnennung erfolgt in der 5-7 bei der anschließenden Vergabe des “Kangaroo Awards” für die größte Einzelverbesserung gegenüber der Vor-KA (ab vier Notenpunkte aufwärts). Damit ist kein Absolutum bekannt gegeben (das können sich die Geehrten vor Rückgabe selbst ausrechnen, wenn sie ihre letzte Note noch wissen, Datenschutz und so), die Verbesserungsleistung aber mit stickerartigem Kängurubildchen und Klassenbeifall gewürdigt. Das gibt auch den SuS die Chance zu strahlen, die sich eher im unteren bis mittleren Spektrum bewegen – ne 1 schaffen immer die anderen, aber verbessern können auch sie sich. Theoretisch gibt’s auch den “King of Kangaroos” bzw die “Queen of Kangaroos” bei dreimaliger Verbesserung in Folge (dann auch bei kleineren Schritten) – das ist aber seeehr selten.

Lera
15 Stunden zuvor
Antwortet  EMu

Demnach kriegen die Schüler, die konstant Spitzenleistung bringen, niemals den begehrten Känguru-Preis?

🙁

Anna
1 Tag zuvor

Zu meiner Schulzeit wussten immer alle, alle die es interessiert hat, wer welche Zensur in der Klassenarbeit oder im Zeugnis bekam. Warum nicht einfach dazu stehen? Da können die Kinder die, wie es heute hochtrabend heißt, oft gelobte “Kompetenz” “Resillienz” üben. Und es kann werden den ganzen Notenzirkus nicht so ernst zu nehmen. Als ob es darum ginge, im Leben, gute “Noten” zu bekommen. Oh Meister bewerte mich, oh, jaa.

Susanne M.
1 Tag zuvor

Mir ist nicht die Motivation über Bestnoten wichtig, sondern viel darüber, wie sie zustande kommen und möglichst viele sie erreichen können. Nicht ” Armin, du hast das gut gemacht, weil du schlau bist”, sondern ” Elif, du hast diesmal immer gleich nachgefragt, wenn du etwas nicht verstanden hast. Das hat dir geholfen, dass keine Lernlücke entstehen konnte” oder ” Wer aufpasst, mitmacht und hier übt, kann eine Gut bekommen”

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