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Studie: Junge Menschen sind unzufriedener mit der Demokratie – und rechte

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HANNOVER. Ein Alarmsignal? Vor allem junge und politisch rechte Menschen hadern mit dem Zustand der Demokratie in Deutschland. Das ergeben neue Daten aus Niedersachsen. 

Die Demokratie bröckelt – bei jungen Menschen. (Symbolbild.) Illustration: Shutterstock

In Niedersachsen ist mehr als jeder Fünfte unzufrieden mit dem Zustand der Demokratie in Deutschland – darunter vor allem jüngere Menschen und Menschen, die sich politisch rechts verorten. Das ist eines der ersten Ergebnisse des Niedersachsenpanels, einem neuen Forschungsinstrument, an dem sieben niedersächsische Universitäten und das Fraunhofer-Institut für angewandte Informationstechnik beteiligt sind. 4.388 Menschen nahmen an der Eingangsbefragung teil, die damit nach Angaben der Autoren die Bevölkerung in ihrer gesamten Breite abdeckt. Die Befragung fand von August 2025 bis März 2026 statt.

Rund zwei Drittel (70 Prozent) gaben an, mit der Demokratie, so wie sie in Deutschland besteht, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Als unzufrieden oder sehr unzufrieden bezeichneten sich 22,2 Prozent.

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Geringe Unterschiede zwischen Stadt und Land

Bei den Teilnehmern, die sich selbst politisch rechts oder eher rechts verorteten, zeigte sich hingegen nur in etwa jeder Zweite (52 Prozent) zufrieden mit der Demokratie; ähnlich niedrig ist der Wert bei den 18- bis 34-Jährigen (57 Prozent). Zwischen Stadt und Land gab es der Befragung zufolge unterdessen vergleichsweise geringe Unterschiede in puncto Demokratiezufriedenheit.

In weiteren Studien wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt herausfinden, wie sich die Werte über die Zeit verändern und wo die Ursachen für die unterschiedlichen Einschätzungen liegen. Auch die Akzeptanz einzelner politischer Maßnahmen wollen sie mit dem Panel abklopfen.

«Demokratiemonitor» sieht keinen Grund für Alarmismus

Deutschlandweit stehen dem gestern vorgestellten «Demokratiemonitor 2026» der Bertelsmann Stiftung zufolge 82 Prozent von etwa 5.000 Befragten überdurchschnittlich positiv zu den Werten der liberalen Demokratie. Gefragt nach dem Funktionieren der Demokratie, lag der Durchschnittswert allerdings bei nur 29 Prozent. Die grundsätzliche Akzeptanz der Demokratie sehen die Autoren dieser Studie angesichts dieser Werte jedoch nicht in Gefahr.

Das Niedersachsenpanel wird vom Wissenschaftsministerium des Landes sowie der Volkswagenstiftung gefördert. Neben Befragungen soll es auch experimentelle Studien mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Transformationsthemen wie Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie demografischer Wandel, Migration und Krieg. Die Teilnahme an den Studien wird bezahlt. News4teachers / mit Material der dpa

Zustimmung zur (real existierenden) Demokratie bricht bei jungen Menschen ein – Raum für Radikalisierungen

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