KÖLN. Deutschland wird von der nächsten Hitzewelle überrollt. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in den kommenden Tagen in weiten Teilen des Landes Temperaturen von deutlich über 30 Grad, regional sogar bis zu 36 Grad. Für viele Schulen und Kitas bedeutet das erneut Unterricht und Betreuung unter Bedingungen, die nach Einschätzung von Eltern, Lehrkräften und Verbänden gesundes Lernen und Arbeiten erheblich erschweren. News4teachers und die Heinz Trox-Stiftung möchten die Zustände dokumentieren.
- Anbei sende ich Ihnen einige Bilder aus unserer Schule in Ludwigshafen. Wir sind eine Förderschule mit Schwerpunkt Lernen. Über das Landesamt für Lehrergesundheit hatten wir bereits eine Hitzeschutzmessung. Gespräche mit dem Träger bleiben ohne Ergebnisse. Die 35 Grad waren in dem Klassensaal gestern gegen 12.15 Uhr. „Geht noch – der Stein ist noch nicht geschmolzen!“ war ein Kommentar, nachdem ich dieses Bild im Status hatte.
- Temperaturen im Klassenzimmer einer Oberschule in Sachsen, aufgenommen gegen 12:00 Uhr. Datum: 24. Juni 2026
- Temperaturen im Klassenzimmer einer Oberschule in Sachsen, aufgenommen gegen 12:00 Uhr. Datum: 24. Juni 2026
- Berlin Grundschule gemessen am 25.6.26 um ca. 11 Uhr
- Berlin Grundschule gemessen am 25.6.26 um ca. 11 Uhr
- RS Weimarer Land, Thüringen
- Grundschule, 1. Klasse Baden-Württemberg, Bergstraße 25.6.26 12.00 Uhr
- Standort: Hamburg Gymnasium 8 Uhr morgens, Raumtemperatur (Thermometer NICHT in der Sonne). 31,6 Grad. Danke für die Aktion und das offenlegen der Lernbedingungen!
- Tolle Aktion. Hierzu aber die kleine Anmerkung dass das Problem ja nicht nur Vormittags besteht. Dank der aktuellen Entwicklung haben ja die meisten Schulen im Grundschulbereich eine Betreuung, die weit in den Nachmittag geht. Die struktuellen Probleme bleiben aber auch dort Grundschule un NRW um 14:25
- Aufgenommen um 9:17 Uhr an einem Gymnasium in Baden-Württemberg.
- Grundschule in NRW Wie man auf der Uhr sieht, war es 07.15 Uhr.
- • die Schulform: Grundschule • das Bundesland: Brandenburg • die Uhrzeit, zu der das Foto aufgenommen wurde: 9:48 Uhr
- 25.5.26 Grundschule in Schleswig-Holstein 7:44 Uhr!
- 27° C um 8.40 Uhr im nördlichen Niedersachen. Klassenraum in einer Grundschule.
- Gymnasium Bayern
- Integrierte Sekundarschule Berlin 09:06 Uhr
- Integrierte Sekundarschule Berlin 09:06 Uhr
- Berufskolleg NRW
- Grundschule, NRW
- Nordrhein-Westfalen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung 26.6. Ca 10.30 Uhr
- Baden-Württemberg, Gymnasium, 12.03 Uhr.
- Förderschule NRW 8:08 Uhr 31,8 Grad 11:31 Uhr 32,3 Grad Unterricht war bis 13:00 Uhr
- 31,7 Grad um 7:54 in einer Klasse 5 einer Gesamtschule in Rheinland Pfalz.
- Schulform: Gesamtschule Bundesland: NRW
- Grundschule Baden-Württemberg
- Foto 1 Mittwoch, 24.6.25. 10h 31 grad Foto 2 Freitag 26.6.25 8h 33 grad Gymnasium im ersten Stock
- Hier die Temperatur in meinem Klassenzimmer vom Montag, 22.06.2026 in einem SBBZ in Baden Württemberg. Uhrzeit war 13:00. Heute, Freitag, der 26.06. waren es um 12:00 sogar 38°c. Allerdings habe ich kein Foto gemacht.
- Schulform: Gymnasium Bundesland: NRW Uhrzeit: 9:55 Datum: 26.06.2026
- Ich bin Lehrerin an einer Grundschule in Köln. Es gab kein hitzefrei. Alle Kinder mussten bis zum regulären Schulschluss in der Schule bleiben…
- Nrw Gymnasium 9.55h Samstag Das schulfest fand von 10-14h statt! In der Projektwoche vorher waren die Temperaturen immer um 34 Grad im Raum im ersten Stock trotz Rollos.
- Realschule in Baden Württemberg am Donnerstag, den 25.6.2026 um 11 Uhr gemessen worden. Es waren 37,9 Grad trotz Jalousien. Die Temperaturen waren sehr bedenklich schon ab nach der 2 Schulstunde für Schüler wie Lehrerit über 30 Grad im Klassenzimmer und einige sind mit Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden nach Hause entlassen worden – vermutlich wegen Überhitzung. Trinken gab es genug, aber das Gebäude ist nicht hitzegeschützt und ein Glasbau.
38 Grad im Klassenraum – diesen Wert hat Schulleiterin Susanne Meiser in den vergangenen Wochen an der Gemeinschaftsgrundschule Gartenstadt in Köln gemessen. Bereits morgens beginne die Temperatur in den heißesten Räumen bei 27 bis 28 Grad, berichtete sie dem WDR. Bis zum Mittag heizten sich einzelne Klassenräume auf Werte auf, bei denen Unterricht kaum noch möglich sei. „Wir hatten einen Klassenraum mit 38 Grad, da ist klar: Der ist nicht mehr betretbar“, sagte Meiser.
Für die Kinder bedeutete das zuletzt improvisierten Schulalltag. Statt Sportunterricht gab es Wasserschlachten. Immer wieder wurde der Unterricht verkürzt, Eltern konnten ihre Kinder früher abholen. Nach Angaben der Elternpflegschaft klagten Kinder über Kopfschmerzen und kamen erschöpft nach Hause. Das denkmalgeschützte Gebäude verfügt lediglich über Kippfenster; außenliegende Verschattungen fehlen.
Die Grundschule ist nach Angaben der Stadt kein Einzelfall. Nach Recherchen des Kölner Stadt-Anzeigers hat die jüngste Hitzewelle zahlreiche Kölner Schulen an ihre Belastungsgrenze gebracht.
„Für viele Kinder und Lehrkräfte ist der Schulalltag bei Temperaturen von weit über 30 Grad längst nicht mehr nur belastend, sondern zur Gesundheitsfrage geworden“
Die Kölner Stadtschulpflegschaft spricht gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger von einem flächendeckenden Problem. Vorsitzende Katharina Schmiedel berichtet von Klassenräumen mit Temperaturen von 36 Grad, Feueralarmen infolge überhitzter Gebäude sowie Kindern, die wegen gesundheitlicher Beschwerden vor Unterrichtsende abgeholt werden müssten. „Für viele Kinder und Lehrkräfte ist der Schulalltag bei Temperaturen von weit über 30 Grad längst nicht mehr nur belastend, sondern zur Gesundheitsfrage geworden“, sagt sie. Aus Sicht der Stadtschulpflegschaft reichen Verschattung und Begrünung allein künftig nicht aus. „Ohne Klimaanlagen wird es nicht gehen“, fordert Schmiedel.
Die Stadt Köln verweist dagegen auf ökologische, technische und wirtschaftliche Gründe gegen einen flächendeckenden Einbau von Klimaanlagen. Stattdessen setzt sie auf außenliegenden Sonnenschutz, Begrünung, Entsiegelung von Schulhöfen sowie langfristige Sanierungen. Wegen der sehr unterschiedlichen Gebäudestrukturen könne es jedoch keine einheitliche Lösung geben. Viele Maßnahmen würden sich erst im Zuge künftiger Bauprojekte umsetzen lassen.
Die nächste Hitzewelle rollt. News4teachers und die Heinz Trox-Stiftung möchten nachhaltig dokumentieren, welchen Temperaturen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler und Kita-Fachkräfte sowie die Kinder in den Einrichtungen während des Unterrichts bzw. der Betreuungszeiten tatsächlich ausgesetzt sind. Ein erster Aufruf dieser Art im Juni auf News4teachers (Ergebnisse im Foto-Karussell oben) brachte bereits über 200 Einsendungen.
Schicken Sie uns deshalb ein Foto eines Thermometers aus Ihrem Klassen- bzw. Gruppenraum, in dem Sie sich aufhalten sollen.
Betreff: Hitze
Bitte nennen Sie außerdem:
– Schulform (bzw. Kita)
– Bundesland
Stadt und Schulname bzw. Kita-Namen benötigen wir nicht.
E-Mail: redaktion@news4teachers.de
Die Einsenderinnen und Einsender bleiben anonym. Personen sollten auf den Fotos nicht erkennbar sein. Die Angaben werden ausschließlich für die Dokumentation von News4teachers und der Heinz Trox-Stiftung verwendet. Alle Einsendungen gehen in die Dokumentation ein.
Die Heinz Trox-Stiftung setzt sich für gesunde, lernförderliche Schulräume ein. Weitere Informationen: www.zukunftsraum-schule.de
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Nordrhein-Westfalen fordert verbindliche Regelungen zum Hitzeschutz. Gesundheitsschutz dürfe nicht vom Investitionsstau oder den finanziellen Möglichkeiten einzelner Schulträger abhängen. Die meisten Schulgebäude sind nach Einschätzung der GEW weiterhin keine klimaresistenten Lern- und Arbeitsorte.
Ähnlich argumentiert der Verband Bildung und Erziehung. Viele Klassenzimmer glichen inzwischen „regelrechten Backöfen“, insbesondere in älteren Gebäuden und Containerschulen. Schülerinnen und Schüler berichteten von Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen, Lehrkräfte von Erschöpfung und sinkender Unterrichtsqualität. Der Verband fordert verbindliche Temperaturgrenzen, bessere Lüftungs- und Verschattungssysteme sowie langfristige Investitionen in die Sanierung der Schulgebäude.
Dass Kommunen inzwischen beginnen, auf die Folgen zunehmender Hitzewellen zu reagieren, zeigt das Beispiel Stuttgart. Nachdem sechs Schulleiterinnen und Schulleiter gemeinsam mit dem Gesamtelternbeirat ein Positionspapier zum Hitzeschutz vorgelegt hatten, kündigte die Stadt kurzfristig ein Maßnahmenpaket an, wie der SWR berichtet. In dem Papier heißt es, bei Temperaturen von mehr als 30 Grad sei regulärer Unterricht an vielen Schulen kaum noch möglich. Die Hitze führe zu einer „Gesundheitsbelastung und Leistungsabfall“, zugleich stünden die Schulen vor erheblichen baulichen und organisatorischen Problemen.
Die Stadt reagierte mit Sofortmaßnahmen. Nach Angaben der Verwaltung wurden 300 Sonnenschirme und 150 mobile Klimageräte bestellt; weitere Geräte sollen folgen. Zusätzlich sollen auf Schulhöfen 300 Bäume gepflanzt werden, um mehr Schatten zu schaffen. Außerdem wurden die Hausmeister angewiesen, die Gebäude nachts konsequent zu lüften. Parallel arbeiten Gesundheitsamt, Amt für Umweltschutz, Schulverwaltung und die Träger der Kindertageseinrichtungen an einem langfristigen Hitzeschutzplan für Schulen und Kitas.
Zugleich macht die Stadt deutlich, wie groß der Nachholbedarf ist. Nach Angaben des Schulverwaltungsamtes entsprechen rund 80 Prozent der etwa 150 Schulgebäude nicht mehr den heutigen klimatischen Bedingungen. Während Neubauten inzwischen über bessere Dämmung, Lüftung und Sonnenschutz verfügten, bestehe insbesondere bei älteren Gebäuden erheblicher Handlungsbedarf. Langfristig sollen deshalb alle Standorte daraufhin überprüft werden, wo Sonnenschutz, Klimatechnik und Lüftungskonzepte dauerhaft verbessert werden müssen.
Während viele Schulen in Deutschland noch auf solche Investitionen warten, rollt bereits die nächste Hitzewelle heran. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden am Montag und Dienstag in weiten Teilen Deutschlands Höchsttemperaturen zwischen 30 und 36 Grad erreicht. Lediglich im Norden und an den Küsten bleibt es etwas kühler. Auch am Mittwoch setzt sich die Hitze fort; erst zum Ende der Woche rechnen die Meteorologen mit mehr Schauern und Gewittern sowie einer leichten Entspannung. Sommerlich warm bleibt es dennoch.
Für die Kinder der Kölner Grundschule heißt das: weiter schwitzen. Die Stadt verweist auf eine geplante Generalsanierung des Standorts. Im Herbst sollen zunächst die Ergebnisse der entsprechenden Untersuchungen vorliegen. Wann die Arbeiten beginnen können, ist nach Angaben der Verwaltung jedoch noch offen. Die Eltern der heutigen zweiten Klassen rechnen deshalb damit, dass ihre Kinder ihre gesamte Grundschulzeit in denselben überhitzten Räumen verbringen werden. Immerhin, bald steht zumindest eine Pause an: Am kommenden Freitag beginnen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. News4teachers

Warum sollte ich?
Weil sich große Missstände nur beseitigen lassen, wenn sie öffentlich gemacht werden – und dafür sorgen wir.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und wer kalibriert all die Thermometer?
Als ob die Abweichung irgendwie relevant wäre bei den Temperaturen
Nicht nötig. Das sind spezielle Min-Max-Thermometer, die nicht unter 19 Grad fallen und über 25 Grad steigen können. Problem gelöst.
Tja, auf die Idee hätte ich als Ing aber auch kommen können, ich Dummchen ich. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich doch schon zu lange als Lehrkraft gearbeitet habe. Das prägt natürlich:)
Das finde ich sehr gut!
Was jetzt genau??
Niemand moppert effektiv, niemand mit politischer Wirksamkeit setzt sich hier ein, gespart wird an den Stellen, wo es sichtbar keine wirkkräftige Lobby gibt, Kinder und Jugendliche ( und v a die Leute, die mit denen professionell befasst sind) spielen keine Rolle – denn die wählen / zählen ja nicht … und haben gesellschaftlich (von oben mit Hilfe der Medien konstruiert) einen schlechten Ruf (nicht leistungs- und aufopferungsbereit für das System, , zu teuer und immer nur als „Schmarotzer“ der Gesamtgesellschaft unterwegs)
Be sure!!
We’re the butt of the rest….
… weil durch Wiegen die Sau fett wird:)
Um glaubwürdig gegenüber des Schulträgers aufzutreten, benötigt man einen Datenlogger, der die Temperatur über einen gewissen Zeitraum aufzeichnet. Diesen kann man wiederum beim Schulträger beantragen. Also wäre es sinnvoller, die KuK dazu zu animieren, die SL Datenlogger zu beantragen….
Die Heinz Trox-Stiftung, mit der wir hier zusammenarbeiten, macht noch mehr – sie eruriert und dokumentiert wissenschaftlich Luft-, Licht-, Akustik- und Raumklima-Bedingungen in Klassenräumen: https://www.zukunftsraum-schule.de/raumparameter-messen/
Darüber werden wir noch berichten. Es geht hier jetzt aber zunächst nur um die Temperatur-Spitzen – denn die sind nunmal besonders belastend.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Deutsch jetzt ganz kaputt….aber liegt an der Hitze (zuhause)
Selbst wenn die Kämmerer das mitbekommen würden, ändert das aufgrund der kommunalen Nothaushalte nichts. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass die Kämmerer die Zustände kennen.
Es werden gerade Schulen für zig Milliarden in Deutschland neu- bzw. umgebaut (z. B. Düsseldorf zwei Milliarden bis 2030, Hamburg 3,2 Milliarden bis 2029, Berlin jährlich 1,5 Milliarden etc.) – die Frage ist, ob mit oder ohne Hitzeschutz.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Es sind Ferien.
Aber nicht überall in Deutschland. Herzliche Grüße Die Redaktion
Witzbold.
Bei uns nicht, dafür aber 34° im Informatikraum.
Wieder keine „richtigen“ Lüfter für die Rechner gekauft:) Ihr spart an der falschen Stelle.
Der Lüfter macht was er soll, er bläst die warme Luft in den Raum. Also alles gut.
Gibt es dann eine Nachtwache der due Fenster schließt bei Regen und schaut, dass niemand einbricht? Da kommt ne Klimaanlage vielleicht sogar günstiger
Wo steht denn, dass Aufsichten nur tagsüber geführt werden müssen? Ein Beamter hat sich schließlich „vollumfänglich“ seiner dienstlichen Aufgabe zu widmen. Im Gegenzug wird er ja auch „vollumfänglich“ alimentiert (auch wenn die Dienstherren hierbei seit Jahren gegen die Verfassung verstoßen, aber who cares…)