Home Leben Frauenverachtend, rechtsextrem, gewaltverherrlichend: Mutmaßliches Manifest von Schongau-Täter weist in eine Online-Terrorszene

Frauenverachtend, rechtsextrem, gewaltverherrlichend: Mutmaßliches Manifest von Schongau-Täter weist in eine Online-Terrorszene

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SCHONGAU/STUTTGART. Ein mutmaßliches Bekennerschreiben des 16-Jährigen, der am Mittwoch zwei Schülerinnen an einem Gymnasium in Schongau schwer verletzt haben soll, könnte den Ermittlungen eine neue Richtung geben. Nach Informationen des „Spiegel“ deutet das Dokument auf Verbindungen zur sogenannten Attentäter-Fanszene hin – einer gewaltorientierten Online-Subkultur, in der Amokläufer und rechtsterroristische Täter glorifiziert werden. Ausgerechnet jetzt liegt erstmals eine bundesweite wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Milieu vor. Sie zeigt: Viele der jungen Täter radikalisieren sich nicht heimlich. Ihre Warnsignale werden oft gesehen, auch in der Schule – aber zu selten als das erkannt, was sie sind.

Im Fadenkreuz. (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

Ob das 19-seitige, auf Englisch verfasste „Manifest“ tatsächlich vom mutmaßlichen Täter stammt, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft München II prüft nach eigenen Angaben Herkunft und Echtheit des Dokuments. Nach Recherchen des Spiegel sprechen jedoch zahlreiche Indizien für seine Authentizität: Der Verfasser nennt denselben Vornamen wie der festgenommene Jugendliche, schildert biografische Details, die mit dessen Lebenslauf übereinstimmen sollen, und beschreibt frühere Ermittlungen wegen angedrohter Amoktaten sowie der Verherrlichung von Gewalt in sozialen Netzwerken.

Der Autor bezeichnet sich darin als „rechtsgerichtet“ und als „faschistischer Akzelerationist“, äußert antisemitische und islamfeindliche Positionen, verherrlicht frühere Attentäter und beschreibt nach Angaben des Spiegel auch angebliche Pläne für Anschläge auf Moscheen. Frauen werden in dem Text massiv herabgewürdigt, hinzu kommen Gewaltfantasien gegen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Sollte sich die Echtheit des Dokuments bestätigen, würde vieles davon zu einem Phänomen passen, das Sicherheitsbehörden seit einigen Jahren mit wachsender Sorge beobachten: der sogenannten Terrorgram- oder Attentäter-Fanszene.

Genau dieses Milieu untersucht erstmals eine bundesweite Hellfeldstudie der Staatsschutz Analyse- und Forschungseinheit (SAFE) des Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrums Baden-Württemberg. Dafür wurden sämtliche bis dahin bundesweit bekannten 37 Fälle aus den Jahren 2020 bis 2025 ausgewertet, in denen Jugendliche mit Bezug zur Terrorgram-Szene polizeilich oder justiziell auffällig geworden waren. Die Forscher sprechen ausdrücklich von einer Hellfeldstudie; Aussagen über das Dunkelfeld seien deshalb nicht möglich.

„Die Radikalisierung … findet ganz überwiegend nicht im Verborgenen statt“

Das Bild, das sich daraus ergibt, unterscheidet sich deutlich von der Vorstellung eines isolierten Einzeltäters, der sich unbemerkt radikalisiert. Die untersuchten Jugendlichen waren im Durchschnitt 16,4 Jahre alt, mehr als jeder Fünfte sogar jünger als 14 Jahre. Alle erfassten Personen waren männlich. In der Hälfte der Fälle vollzog sich die Radikalisierung innerhalb eines Jahres. „Der Begriff ,Blitzradikalisierung‘ ist somit für diese Szene durchaus zutreffend“, schreiben die Autoren.

„Die Radikalisierung … findet ganz überwiegend nicht im Verborgenen statt.“ Zu diesem Schluss kommt die SAFE-Studie nach der Auswertung sämtlicher bekannter Fälle. In 79 Prozent der untersuchten Fälle fanden die Wissenschaftler eindeutige Warnsignale. Jugendliche kündigten Gewalttaten an, verschickten rechtsextremistische Propaganda oder Amokvideos in Klassenchats, präsentierten Waffen oder nationalsozialistische Symbole oder äußerten gegenüber Mitschülern und Lehrkräften konkrete Gewaltfantasien. Selbst dort, „in denen … gegenüber Lehrpersonal die Absicht schwerer Straftaten geäußert wurde“, sei „meistens nicht eingeschritten“ worden. Insgesamt führte das soziale Umfeld lediglich in 17 Prozent der Fälle eine Intervention herbei; in 70 Prozent wurden die Jugendlichen stattdessen durch den Verfassungsschutz erkannt.

Gerade Schulen spielen damit eine Schlüsselrolle. Viele Warnsignale werden nach den Erkenntnissen der Studie im schulischen Umfeld sichtbar. Gleichzeitig fehle Lehrkräften und anderen Bezugspersonen häufig die Handlungssicherheit oder die Kenntnis geeigneter Beratungs- und Unterstützungsangebote. Schulen gehören nach Auffassung der Autoren deshalb zu den wichtigsten Orten früher Prävention.

Die Studie zeichnet zugleich ein differenziertes Bild der betroffenen Jugendlichen. Eine einfache Täterbiografie gebe es nicht. Zwar litten 64 Prozent der untersuchten Personen an diagnostizierten psychischen Erkrankungen; bei weiteren 28 Prozent fanden sich deutliche Hinweise auf bislang nicht diagnostizierte Erkrankungen. Ein typisches Krankheitsbild lasse sich daraus aber gerade nicht ableiten. Hinzu kamen häufig familiäre Belastungen: 37 Prozent der Jugendlichen waren nach den Akten von Vernachlässigung betroffen, 26 Prozent von Missbrauch oder Gewalt. Die Hälfte galt als sozial nur schwach integriert. Viele verloren insbesondere während der Corona-Pandemie schulische Kontakte und Freizeitstrukturen und verlagerten ihr soziales Leben fast vollständig ins Internet.

Dort fanden sie häufig genau das, was ihnen im realen Leben fehlte: Zugehörigkeit, Anerkennung und Aufmerksamkeit. Die Suche nach Gemeinschaft gehört laut Studie ebenso zu den wichtigsten Radikalisierungsmotiven wie Hass, Wut, Gewaltfaszination und ein ausgeprägtes Ungerechtigkeitsempfinden. Ideologie allein erkläre die Entwicklung häufig nicht. Viele Jugendliche stießen eher zufällig auf entsprechende Inhalte in sozialen Netzwerken oder Chatplattformen und wurden anschließend gezielt weiter in die Szene hineingezogen.

Ein weiteres wiederkehrendes Merkmal ist Frauenhass. Mehr als die Hälfte der ausgewerteten Fälle zeigte ausgeprägte misogyn geprägte Einstellungen; teilweise bestanden zugleich Bezüge zur sogenannten Incel-Szene. Auch dieses Motiv findet sich nach den bisherigen Informationen über das mutmaßliche Manifest von Schongau wieder. Dort werden Frauen massiv abgewertet und mit Begriffen aus der Incel-Szene belegt.

Die Terrorgram- beziehungsweise Attentäter-Fanszene selbst ist keine klassische Organisation mit Mitgliedsausweisen oder festen Hierarchien. Vielmehr handelt es sich nach Darstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz um eine gewaltorientierte rechtsextremistische Online-Subkultur. Ihre Anhänger verehren Attentäter regelrecht als „Heilige“, verbreiten Manifeste, Memes und Gewaltdarstellungen und rufen zur Nachahmung von Anschlägen auf. Ideologisch spielen rechtsextremistische Verschwörungserzählungen, der sogenannte Akzelerationismus sowie teilweise auch islamistische oder nihilistische Elemente eine Rolle. Charakteristisch ist vor allem die Verherrlichung schwerster Gewalt.

Die Konsequenz der Autoren reicht deshalb weit über Polizei und Verfassungsschutz hinaus. „Die Terrorgramszene ist nicht nur ein sicherheitsbehördliches Problem. Sie ist ein Spiegel gesellschaftlicher Brüche.“ Schulen, Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Familien müssten deshalb viel stärker in Prävention und frühe Intervention eingebunden werden. Entsprechend empfehlen die Autoren unter anderem den Ausbau der Jugendsozialarbeit, mehr schulpsychologische Unterstützung, niedrigschwellige Beratungsangebote für Familien sowie feste Vernetzungsstrukturen zwischen Schulen, Jugendämtern und Sicherheitsbehörden.

„Je konsequenter Prävention, Aufklärung und Unterstützung gestärkt werden, desto weniger Anziehungskraft wird die Terrorgramszene auf Jugendliche entfalten“

Prävention könne wirken: Zwei Drittel der Jugendlichen, zu deren weiterem Verlauf Daten vorlagen, hätten sich mithilfe von Ausstiegsprogrammen oder anderer Unterstützung wieder von der Szene distanziert. „Prävention wirkt, Ausstiege sind möglich“, lautet deshalb eine der zentralen Schlussfolgerungen der Studie. „Je konsequenter Prävention, Aufklärung und Unterstützung gestärkt werden, desto weniger Anziehungskraft wird die Terrorgramszene auf Jugendliche entfalten.“

Der mutmaßliche Täter von Schongau sitzt inzwischen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft (News4teachers berichtete). Nach Angaben der Ermittler hatte der 16-Jährige am Mittwoch das Welfen-Gymnasium betreten, zunächst einen Schuss aus einer Pistole abgegeben und anschließend, nachdem die Waffe versagt hatte, mit einem Messer zwei 13-jährige Schülerinnen schwer verletzt. Mitschüler leisteten sofort Erste Hilfe und stoppten mit T-Shirts als improvisierten Druckverbänden lebensbedrohliche Blutungen, während Lehrkräfte und Polizei den Jugendlichen überwältigten. Bereits im vergangenen Jahr war gegen ihn ermittelt worden, weil er Mitschüler bedroht und Amokläufe in sozialen Netzwerken verherrlicht haben soll. Die Ermittlungen dauern an.

Ob das mutmaßliche Manifest tatsächlich von dem 16-Jährigen stammt, müssen nun die Ermittlungsbehörden klären. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es weit mehr als ein persönliches Bekennerschreiben. Es wäre ein Dokument, das viele der Muster erkennen lässt, die die SAFE-Studie erstmals systematisch beschreibt – von der Verehrung früherer Attentäter über die Radikalisierung in digitalen Echokammern bis zur Ankündigung schwerster Gewalt. Der Verfasser beschreibt den Text selbst als eine Art Tagebuch – „bis der ,Zero-Day‘ kommt“. News4teachers 

Hier lässt sich die vollständige Studie „Teenage-Terrorists in Deutschland“ herunterladen. 

Bonesmashing, rohe Eier trinken, ins Gym gehen, sich nichts von Frauen sagen lassen: Wie TikTok toxische Männlichkeit bei Jugendlichen befeuert

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63 Kommentare
Unverzagte
1 Tag zuvor

Schreit nach wesentlich mehr Inventionen in die staatlich betreute Jugendarbeit. Ich möchte meine bestens verbrachten Zeiten im Haus der Jugend und Jugendzentren nicht missen.

Walter Hasenbrot
1 Tag zuvor

So viele zum Thema „Wir brauchen mehr Männlichkeit“, was hier kürzlich von einigen gefordert wurde.

Unfassbar
1 Tag zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Mehr Männlichkeit schon, aber ohne psychische Probleme.

Unverzagte
1 Tag zuvor
Antwortet  Unfassbar

Obermacker sind per se Psychos.

Unfassbar
1 Tag zuvor
Antwortet  Unverzagte

Oder einfach nur schlecht oder falsch erzogen.

Unverzagte
1 Tag zuvor
Antwortet  Unfassbar

Und anstatt oder macht Sinn, das „.nur“ kann weg .

dickebank
11 Stunden zuvor
Antwortet  Unverzagte

„Macht Sinn“ macht keinen Sinn, ist also sinnlos:)

Unverzagte
1 Tag zuvor
Antwortet  Unfassbar

Als wenn eine private Erziehung abstrahiert werden könne vom öffentlichen Männlichkeitswahn.

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Unfassbar

Jaja, „Jungs sind nunmal Jungs“ und so…

Walter Hasenbrot
1 Tag zuvor
Antwortet  Unfassbar

Können Sie denn definieren, was sie mit „mehr Männlichkeit“ meinen?

Die Position ist ja ziemlich seltsam. Man sollte doch eingentlich davon ausgehen, dass jeder Mann männlich ist. Wie soll ein Mann, der ja schon männlich ist, für „mehr Männlichkeit“ sorgen?

Oder wollen Sie etwa sogar mehr Trans-Männer? So würde die Forderung sogar Sinn ergeben,

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Natürlich kann er das nicht. Was ja schon beim letzten Artikel zum Thema so.

Wenn er gescheit ist, zieht er sich auf den gemeinsamen Grund zurück, dass sich ALLE einig seien sollten, dass das Verhalten des Täters nichts mit einem positiven Bild von Männlichkeit gemein hat – egal wie jede/r das individuell definiert

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Unfassbar

Die Frage wäre dann, wie weit der Suche nach falsch verstandender Männlichkeit zuvorgekommen werden kann.

Aber Vorsicht, sonst müssen Sie am Ende noch schreiben, was Sie unter der „Männlichkeit“ verstehen, die sie fordern…

H. F.
1 Tag zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das ist natürlich hoffnungslos unterkomplex, denn das Thema erschöpft sich nicht in mehr oder weniger Männlichkeit, sondern darin, was Männlichkeit überhaupt ist.

Wenn wir Männer und Männlichkeit über Jahre ausschließhlich negativ framen („toxisch“) und mehr oder weniger verlangen, dass sich Jungen und Männer doch bitte mehr wie Mädchen und Frauen (=richtig) zu verhalten haben, dann wird dieses brache Feld bzw. Vakuum eben von Rechten oder der Manosphäre bestellt.

Gab es früher (TM) nicht auch positive männlich konnotierte Eigenschaften? Ausdauer, Pflichtbewusstsein, Risikobereitschaf, Stärke, Leidensfähigkeit, zur Not Opferbereitschaft usw. usf… Das ist doch alles hoffnungslos veraltet, mindestens preußisch, vielleicht sogar sogar schon nazi!

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Dem Rest vo H.F. Aussage stimmen Sie zu?
Oder kommt da eine separate Antwort? 😉

Walter Hasenbrot
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

Wer sich fragt, was Männlichkeit überhaupt ist, hat doch schon ein Problem.

Ich bin ein Mann, also bin ich männlich. Welche Frage stellt sich da noch?

Es ist doch außerdem lächerlich, die Eigenschaften, die Sie in Ihrem Kommentar nennen, als männlich zu bezeichnen. (Sie sind ja nicht einmal alle positiv, sondern sind teilweise im Kriegskontext postuliert und missbraucht worden. Es handelt sich in Ihrer Auzählung fast ausnahmslos um Sekundärtugenden, die sich jeder Diktator von seinen Untertanen wünscht. Typisch demokratische Tugenden haben Sie gar nicht genannt. Zufall?)

Und selbstverständlich sind Stärke, Ausdauer Pflichtbewusstsein, Risikobereitchtschaft, Leidensfähigkeit und Opferbereitschaft Eigenschaften, die ebenso bei Frauen finden.

Die Forderung nach „mehr Männlichkeit ist in erster Linie ideologisch.

ed840
1 Tag zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

„Ich bin ein Mann, also bin ich männlich. Welche Frage stellt sich da noch?

Wie Sie gelesen werden möchten?

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  ed840

Manuell oder maschinell gelesen, das ist hier die Frage.

Hans Malz
1 Tag zuvor
Antwortet  dickebank

Einmal Spätlese bitte

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  Hans Malz

In vino veritas. Sie dürfen die zweite Strophe des „Liedes der Deutschen“, die Wein-Weib-und-Gesang-Strophe inbrünstig intonieren

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Schon heftig, dass Sie dies nicht herauszulesen vermochten…

Ich nehme an, dass Sie nicht völlig ignoranz sind, um (sehr schwach) gegen Gender abzuseifen, sondern aus der Tiefe Ihres Herzens um Beschilderung der Menschen bitten, da „Ich bin ein Mann, also bin ich männlich.“ nicht klar genug war. Traurig 🙁

H. F.
1 Tag zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

// Wer sich fragt, was Männlichkeit überhaupt ist, hat doch schon ein Problem. //

Sie haben in Ihrem Post von mehr Männlichkeit gesprochen, nicht ich. Wenn Sie den Begriff hier einführen und im quantitativen Sinne verwenden, erwarte ich eigentlich von Ihnen, dass Sie eine Vorstellung davon haben, was damit überhaupt gemeint ist.

// Es ist doch außerdem lächerlich, die Eigenschaften, die Sie in Ihrem Kommentar nennen, als männlich zu bezeichnen. //

Warum? Ich habe gesagt, dass man diese früher mit Männern in Verbindung gebracht und als positiv gewertet hat. Heute werden sie eben umgedeutet und entwertet, so wie Sie hier mustergültig vormachen: Sie behaupten, das seien letztlich „undemokratische“ und „didaktorische“ Sekundärtugenden.

Wir haben Männern und Jungen also ehemals positiv konotierte Eingenschaften weggenommen bzw. in Negative umgedeutet. Kann man machen, aber damit entsteht das Vakuum, welches ich oben beschrieb, welches nun die Manosphere füllt.

// … Typisch demokratische Tugenden … //

Mal abgesehen von der absurden Überhöhung, Ausdehnung und damit Entwertung des Demokratiebegriffs: können Sie das präzisieren?

Walter Hasenbrot
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

„Sie haben in Ihrem Post von mehr Männlichkeit gesprochen“

Ich habe lediglich zitiert, was hier neulich Thema war.

Walter Hasenbrot
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

„Wir haben Männern und Jungen also ehemals positiv kon[n]otierte Eingenschaften weggenommen“

Wir haben jungen Männern gar nichts weggenommen. Wer nach „Männlichkeit“ sucht, ist den Rechten und Rechtsextremen schon auf den Leim gegangen.

Es gibt viele verschiedene Männer, die ihr Leben auf vollkommen verschiedene Weise leben. Der Anspruch zu sagen, das ist Männlichkeit ist ideologisch und einengend.

Frauen fragen sich nicht: „Was ist Weiblichkeit?“ Für Frauen ist klar, dass verschieden Lebensmodelle für Frauen völlig normal sind.

So sollte es auch für Männer sein: Lebe so, wie es für dich angemessen ist!

Überholte Männlichkeitsbilder sind dabei eher hinderlich.

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ein Männlein steht im Walde …

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

„Wir haben Männern und Jungen also ehemals positiv kon[n]otierte Eingenschaften weggenommen“
Als könnte der auch nur eine einzige bennenen, die nicht auch auf Frauen zutreffen könnte XD

GBS-Mensch
21 Stunden zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Männlichkeit zeigt sich in der Resonanz beim Gegenpol und vice versa.

Man kann natürlich biologisch-technisch ein Mann sein, ohne die geringste Resonanz zu erzeugen. Das kommt auch gar nicht so selten vor.

Walter Hasenbrot
3 Stunden zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

In der Regel laufen Fraunen ja eher vor Typen weg, die „mehr Männlickeit“ wollen.

Es sind also gerade die Männer besonders männlich, die sich nicht über ihre Männlichkeit definieren.

Hans Hoffmann
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

„Ausdauer, Pflichtbewusstsein, Risikobereitschaf, Stärke, Leidensfähigkeit, zur Not Opferbereitschaft“
Wenn das männliche Tugenden sind, dann sind Frauen also nicht belastbar, unzuverlässig, feige, schwach, wehleidig und egoistisch? Aha. Keine Fragen mehr, Euer Ehren.

H. F.
1 Tag zuvor
Antwortet  Hans Hoffmann

Ja, genau. Umgekehrt schreibt man Frauen gern Fürsorglichkeit, Schönheit und Empathie zu, weshalb Männer vernachlässigend, hässlich und gefühlskalt sind.

Genau so war es gemeint: Jede Eigenschaft, die man einer Bevölkerungsgruppe gern zuschreibt, kann die andere automatisch nicht haben. Ganz einfach. Monochromie gibt dem Leben Struktur und Kontrast.

Unverzagte
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

Wer diktiert diesen Schönheitszwang für Frauen ? Woher kommen Magersucht und OPs für alle möglichen Körperteile? …

447
22 Stunden zuvor
Antwortet  Unverzagte

Von anderen Frauen (wie Heidi Klum) und (überdurchschnittlich oft nicht heterosexuellen) Modedesignern?

Die Vorstellung, dass Bauarbeiter-Bernd, Sachbearbeiter-Sebastian oder Maschienenführer-Manfred im Jahr 2026 Frauen irgendwas sozial „vorschreiben“ könnten ist lächerlich.

Wer verschlingt Diät-Ratgeber, Modesendungen und Schlankheitsinfluencer?

Wer promoted sie?

Wer gibt Ihnen durch Dauerkonsum algorhytmische Relevanz bis zum doomscrolling durch „beauty“ und „fashion“-blogger?

Schockierenderweise sind es Frau….ääähhhh, ich meine natürlich Männer.
Männer und das mythische Patriarchat.
In Europa im Jahr 2026.

Wer kennt das nicht:
Stehen zwei Männer in der sexistisch-patriarchalen lockeroom-Diskussion, sagt der eine:
„Boah, Nicoles eyeliner ist so 2025! Und dann der Liedstrich, meine Güte nochmal, Maybelline New York, ach GOTT! Das gibt kein zweites date! Um die Hüfte hat sie auch 500 Gramm zugelegt, ich sag nur Cesars salad statt Starbucks, Schwester!!“
Darauf der andere:
„Bruder, Du sagst es! Neulich mit Karina zum lettuce-brunch gegangen, was legt sie auf? CARTIER!!! Es war mir richtig peinlich mit ihr gesehen, oder besser, haha, gerochen zu werden! Und dann ihre clutch, second hand und vintage will halt gekonnt sein, zum fremd-sch-äh-men! Ich glaub ich blocke sie jetzt auf insta.“

So ungefähr läuft das ab.
Schwöre, brudi!

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  Unverzagte

Was sollen Frauen denn sonst für Eigenschaften haben?
„Ausdauer, Pflichtbewusstsein, Risikobereitschaf, Stärke, Leidensfähigkeit, zur Not Opferbereitschaft“?
Nicht an den SCHULEN von H.F. und Co. +__-

Maybe
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

“ Monochromie gibt dem Leben Struktur und Kontrast “ in der Schwarz-Weißphotographie, …….bei der Programmierung von Robotern, may be – im richtigen Leben ists eher bunt und vielfältig.
Ihr Konstrukt, Ihr und einer ganzen Horde Schwarz-Weiß-Menschenbild lässt allerdings tief blicken.

Maybe
1 Tag zuvor
Antwortet  Maybe

Dazu aus kunst-online:
„Yves Klein, der Pionier der monochromen Malerei, sagte einmal sinngemäß, dass Monochromie die Farbe von jeder Form befreit und
>> das Reine, Unendliche spürbar macht.“

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  Maybe

„in der Schwarz-Weißphotographie, …….bei der Programmierung von Robotern“
oder künftiger Täter 🙁

Hans Hoffmann
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

Ein bisschen weniger Schubladen und ein bisschen mehr Einsicht, dass es sowohl bei Männern als auch bei Frauen viele Helden und A…er und noch viel mehr dazwischen gibt, zusammen mit der Erkenntnis, dass etwas, nur weil es auf dem Etikett steht, nicht zutreffend sein muss, wäre schon schön.

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  Hans Hoffmann

„mehr Einsicht, dass es sowohl bei Männern als auch bei Frauen viele Helden und A…“
Etwas unpassend, wenn es im oben genannten Fall und der Statistik mit atemberaubender Mehrheit „Männer“ sind…

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  H. F.

Sie schreiben Männern also fälschlich exklusive Eigenschaften zu und entschuldigen dies damit, dass Sie das gleiche bei Frauen machen?
Vielleicht ist Ihre Vorstellung von Männlichkeit einfach absolut veraltet, falsch und praxisuntauglich – gar Toxisch? (augenroll)

Aber hey, zumindest unterhält sich niemand darüber, künftige Taten zu verhindern, solange wieder und wieder der Unsinn von Reaktionären widerlegt werden muss (seufz)

Maybe
1 Tag zuvor
Antwortet  Hans Hoffmann

Danke, so manche Familie wäre zerbrochen, hätten die Frauen nicht diese Fähigkeiten gezeigt.

Nur, wenn schon, vlt wäre es männlich, Frauen weniger in die Position zu zwingen, diese „männlichen Tugenden“ haben zu müssen, weil die Herren wissen, dass die Frau das schon wuppt.
Männlich bedeutet wohl auch, mehr Partner, mehr Helfender/Unterstützender zu sein.
Normalerweise überfordert das den Mann nicht, weil Frauen sehr wohl ihren Mann stehen (und gleich vorsichtigerweise: Ausnahmen bestätigen die Regel)

Indra Rupp
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

Ausdauer – eigentlich typische Frauenstärke, eher keine Sprinter
Pflichtbewusstsein – Kinder, Küche, Kirche
Risikobereitschaft – x
Stärke – kann alles heißen
Leidensfähigkeit – Geburtsvorgang
Opferbereitschaft – Karriere,..

Die Begriffe selber stehen also nicht für Männlichkeit, eher was man dann gerade damit meint. Bezüglich Risikobereitschaft, das ist die ungesündeste Veranlagung in Verbindung mit Selbstüberschätzung und führt dazu, bereitwillig in den Tod zu gehen. Für Kriegsherren praktisch, für Männer verheerend und nicht positiv.

Weiterer möglicher Punkt :Beschützerinstinkt – gilt aber immer ggü Schwächeren, so Frau ggü Kind. Mann ggü Frau, Kind. Gesunde ggü Kranken, Behinderten. Mehrheit ggü Minderheit, ist also auch nicht typisch männlich.

– Wissbegierde, Forscherdrang, Experimentierfreudig?
Das ist auch heute noch positiv. Habe ich bei meinem Sohn auch so bewertet und da kam er in der Schule auch gut mit an. Da ist es aber auch eher wieder Themaabhängig, ob man das als typisch männlich betrachtet. Auch psychologisch, pädagogisch, emotional, empathisch wird ja hinterfragt, geforscht, experimentiert, bis hin zur Gendersprache.

– Wettbewerbseifer : Gut für Wohlstand, aber auch nicht typisch männlich, je nachdem. Männer zeigen als Einzelkämpfer mehr Ehrgeiz, Frauen im Team.

-Anpacken, kommt darauf an bei was

Und dann nehmen wir mal die Titanic – devise :
Frauen und Kinder zuerst, Männer bleiben auf dem Schiff und sterben. Es gab da auch die klassistischen Ungerechtigkeiten, aber am meisten Überlebensunterschiede machte das Geschlecht!
Doch auch das war im Grunde nicht ehrenwert männlich. Zum einen wurden Männer dazu erzogen, als Feiglinge dazustehen, wenn sie sich nicht bereitwillig opfern. Zum anderen ergibt sich diese Situation aus der Natur heraus. Ja, wirklich!
Man stelle sich einmal vor, es gäbe auf diesem Schiff nur kräftige, gesunde, starke und gut ausgebildete Frauen, die das Schiff lenken. Die anderen Passagiere sind nur Kinder und Alte, Kranke, Behinderte Männer. Dann würde der gesunde Menschenverstand automatisch dazu führen, dass die Frauen die Verantwortung für alle übernehmen und sich so verhalten, wie es bei der Titanic die Männer taten. Gäbe es nur erfahrenes Personal und Passagiere, hätte das Personal dieses Verantwortungsgefühl, so wie auch immer der Kapitän, der zuletzt das Schiff verlässt (heißt ja nicht, dass das auch jeder so macht).
Genauso Soldaten ggü Zivilisten – so soll es zumindest sein.
Man stelle sich mal vor, das wäre nicht so… Die Titanic geht unter und das Personal, welches das als erstes bemerkt, schnappt sich das erste Schiff. Danach boxen sich die jungen, gesunden Männer zu den Schiffen vor. Dann Frauen. Auf dem Schiff zurück blieben Kinder, Babys, Greise,… Schrecklich!!

Ich finde es interessant, das alles zu durchleuchten und zu hinterfragen, aber ich finde nichts, was ich wirklich als eindeutig männlich oder weiblich identifizieren könnte.

Das muss aber auch nicht. Jemand ist in einer bedrohlichen Situation tapfer, selbstlos, verantwortungsbewusst – und wenn das dann ein Mann ist, dann ist das ein toller Mann!

Aber BTW : Frauen gibt es wahrscheinlich auch ein ungutes Gefühl, wenn die Statistik zB ergibt, dass die gesündesten, zufriedensten, sozial stärksten Kinder bei zwei schwulen Vätern leben… Auch das hat nichts mit männlich, weiblich zu tun und stellt hier auch nichts in Frage. Homopaare haben immer einen langen Weg und Willenstärke hinter sich, bis sie ein Kind haben. Das war nicht unvorbereitet und unüberlegt, evtl mussten sie sich auch den Überprüfungen des Jugendamtes stellen und im Falle von zwei Vätern herrscht idR hoher Wohlstand. Die Weltoffenheit aufgrund eigener Erfahrungen spielt vielleicht auch noch mit rein.
Trotzdem wird das so mancher Frau am Identitäts – und Selbstwertgefühl nagen.

ed840
1 Tag zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Stärke – kann alles heißen

Laut Hettinger Tabelle zum Arbeitsschutz dürfen Frauen max. 15 kg heben und tragen, Männer maximal 55 kg.

Indra Rupp
23 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Stärke kann mental gemeint sein oder als Tapferkeit. Stärke zu weinen. Stärke zu widersprechen usw usf.
Wollen Sie Männer nur über körperliche Überlegenheit, also den Testosteron Vorteil definieren? Das wäre doch platt.
Da könnte ich mich ja ggü meinen Kindern genauso äußern. Was macht den Unterschied zw mir und meinen Kindern? Ich bin stärker ^^.

Stimmt nebenbei eigentlich nicht mehr, denn mein Sohn ist mittlerweile ein 1,96m großer Grizzly!
Wenn der jetzt sozial schwach wäre, dann gute Nacht, alle müssten Angst vor ihm haben.
Er ist aber mehr der Typ gutmütiger Bär.
Sozialreifer als die meisten Altersgenossen. Kinder finden ihn immer toll, er ist fair und lustig, macht bald ein Föj an seiner alten Schule.
Nutzt seine Überlegenheit nicht aus, ist kommunikativ. Hört sich in der Klasse pubertäre Streigespräche zw Jungen und Mädchen an und kann gut die verschiedenen Blickwinkel vermitteln. Durchschaute nebenbei auch schon mit 16 den ganzen Fake der sozialen Medien – und wurde davor noch von so etwas verschont.
Ist politisch interessiert, hat trotzdem Jugendliche Leichtigkeit und deshalb viele Freunde.
Nutzt seine Überlegenheit nicht (aus), es sei denn, es macht Sinn.
So tragen die Mädels halt zu zweit eine Kiste Bücher und er alleine zwei – weil er es halt kann.
Bezüglich unserer rechtsextremen Ex-Nachbarn hatten wir auch festgestellt, dass die mich gerne alleine fertig machten. Da hat er sich dann auch mal so Grizzliemäßig positioniert, weil es da Sinn machte. Rechtsextreme kann man mit körperlicher Überlegenheit ja sowas von beeindrucken (Das man auch geistig überlegen ist, merken sie ja leider nicht).
Wenn der Sek1-Lehrer wird, ist der da ja sowas von Gold wert! Kennt die Armutsituation, weil er selber so aufgewachsen ist. Ist körperlich nicht einzuschüchtern, was auf die Machos wirkt und lebt als Vorbild selber vor, diese Überlegenheit nicht zu missbrauchen.

Kurz, ein richtig toller Mann!

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Einfach wow!
Es gibt so viele starke Menschen auf der Welt, aber erzählen Sie alle denen Ihre Definition – die haben sofort einen vollständigen Eindruck Ihrer Person (gähn)

dickebank
11 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Sie kennen die Thermographien von Männern und Frauen in einer Kältekammer?

ed840
1 Tag zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„dass die Frauen die Verantwortung für alle übernehmen“

Also würden die Frauen zuerst die Rettungsboote besetzen und dann auswählen wen von den Passagieren sie in die Boote lassen wollen und wen nicht nicht?

Indra Rupp
23 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Wie meinen Sie das? Wenn alle gesunden, jungen, starken Männer auf den Mars ziehen würden und junge, sportliche Frauen dann zu den „Stärksten“ der Gesellschaft werden würden, würden sie automatisch in dieser Situation Verantwortungsgefühl entwickeln und anfangen, sich darüber zu definieren, was sich dann auch in Vorlieben und Hobbys zeigen würde. ZB mehr Polizistinnen und Feuerwehrfrauen unter den Wunschberufen.

Indra Rupp
23 Stunden zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich meine das als Gruppendynamik.

ed840
23 Stunden zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wie meinen Sie das? „

So wie Sie das in Ihrem obigen Beitrag zur Titanic beschrieben haben.

Indra Rupp
22 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Ich habe das anders beschrieben.

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Das mit der Titanic war wohl die hochgeachtete Risikobereitschaft von Männern. Ein gutes Beispiel Toxischer Männlichkeit?

ed840
23 Stunden zuvor
Antwortet  Indra Rupp

mehr Polizistinnen und Feuerwehrfrauen unter den Wunschberufen.

Für die gibt es bei den Polizeisporttests in der Tat geringere Anforderungen bei Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer.

ed840
23 Stunden zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dass nur ca. 3% der Feuerwehrleute bei der Berufsfeuerwehr weiblich sind, hat vermutlich weniger mit Wunschberufen zu tun als mit den körperlichen Anforderungen beim Einstellungstest..

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Ach darum gibt es Femizide, Vergewaltigungen, Schlechterbezahlung und -Stellung im Beruf.

All das tauschen die Frauen in Ihrer Phantasie wohl gegen eine Befreiung vom Wehrdienst und einen Platz im Rettungsboot ein.
Wie gut, dass Sie dies in die Diskussion einbringen (augenroll)

GBS-Mensch
21 Stunden zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Weiterer möglicher Punkt :Beschützerinstinkt – gilt aber immer ggü Schwächeren, so Frau ggü Kind. Mann ggü Frau, Kind. Gesunde ggü Kranken, Behinderten. Mehrheit ggü Minderheit, ist also auch nicht typisch männlich.“

Nee, genau so funktioniert es nicht. Sie können gerne einmal, auch hier suchen/googeln wer bei Angriffen (auf Kinder) oder Amoktaten, auch unter erlust des eigenen Lebens, interveniert hat und wer schreiend weggelaufen ist.

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  H. F.

„Wenn wir Männer und Männlichkeit über Jahre ausschließhlich negativ framen („toxisch“) und mehr oder weniger verlangen, dass sich Jungen und Männer doch bitte mehr wie Mädchen und Frauen (=richtig) zu verhalten haben, dann wird dieses brache Feld bzw. Vakuum eben von Rechten oder der Manosphäre bestellt.“
Quellen? Kleiner Spaß, Sie haben keine 😉

„Ausdauer, Pflichtbewusstsein, Risikobereitschaf, Stärke, Leidensfähigkeit, zur Not Opferbereitschaft“
Jaja, auf keinen Fall auch weibliche Eigenschaften. Kinderlos nehme ich an, sonst erzählen Sie Ihrer Partnerin etwas über die Leidensfähigkeit von Männern (Augenroll)

DerechteNorden
8 Stunden zuvor
Antwortet  H. F.

Ist alles aber nicht nur Männern vorbehalten. Andere haben diese Eigenschaften/Fähigkeiten auch!

447
22 Stunden zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Die „forderte“ hier niemand.

Persönlich rate ich jungen Männern/Jugendlichen im Gegenteil dazu, sich in offiziellen/institutionellen Zusammenhängen (besonders: Schule, Universität, Ausbildung) keinesfalls „männlich“, schon garnicht „besonders“ oder „mehr“ „männlich“ zu verhalten.

Das ist weder erwünscht noch wird es rational lohnend aufgenommen, sondern ist eher eine ganz dumme Idee.
Selbst da wo es toleriert wird, stehen dem keine sozialen Belohnungen (mehr) gegenüber.

Sehr wohl mehr (klassisch bzw. „toxisch“ konnotierte) Männlichkeit fordern dagegen:
– „Wehrpflicht“/“kriegstüchtig“-Befürworter (ranghohe Politiker)
– „Lifestyle-Vollzeit“-Forderer (was wäre mehr klassisch-dämlich-männlich als „Acker-acker-schaffe-schaffe“ als abhängiger AN zum Teil seiner persönlichen Identität zu machen; Forderungsträger: Wieder ranghohe Politiker)

Insgesamt ist männliches Verhalten zwar in privaten Kontexten hochgradig lohnend – in offiziellen aber natürlich in der Regel nicht.

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Problem ist da wohl die… sagen wir Leere, die (potenzielle) Täter nicht anders zu füllen wissen.

Ist deprimierend, dass wir als Gesellschaft da kein besseres Angebot machen können, was diese Menschen erreicht, dass gegen Extremisten auf den süchtigmachenden Plattformen von Milliardären zu bieten scheinen 🙁

Unfassbar
1 Tag zuvor

Bedeutet psychische Erkrankung dann Einlieferung in die Psychiatrie? Bei anderen Verbrechen wurde das ja auch veranlasst.

Schotti
1 Tag zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wenn §63 oder §64 erfüllt sind, dann Jugendforensik.

Maybe
1 Tag zuvor
Antwortet  Unfassbar

Zunächst wohl ja, bis Gutachter gegutachtert haben.
Wenn Sie sich an Winnenden erinnern wäre die Folge allerdings , hätte der Täter überlebt, gewesen

>> Das gutachterliche Fazit
Wäre Tim K. lebend gefasst worden, hätten die Gutachter ihn trotz seiner schweren psychischen Probleme als voll schuldfähig eingestuft. Die Depression war zwar der Nährboden für die Tat, sie hob jedoch weder seine Einsichts- noch seine Steuerungsfähigkeit auf. Er hätte eine lebenslange Freiheitsstrafe im regulären Gefängnis verbüßen müssen.
( mit KI )

Das heißt: Entscheidend ist nicht nur der ICD 10/11- Schlüssel sondern auch die Meinung der Gutachter zur Schuldfähigkeit.

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor

„„Prävention wirkt, Ausstiege sind möglich“, lautet deshalb eine der zentralen Schlussfolgerungen der Studie. „Je konsequenter Prävention, Aufklärung und Unterstützung gestärkt werden, desto weniger Anziehungskraft wird die Terrorgramszene auf Jugendliche entfalten.““

Wie sieht das praktisch aus?
Melde ich die Jugendlichen in Rücksprache mit den Eltern auf Verdacht bei sowas an?
Wenn sich potenzielle Täter isolieren, wie an die ggf. notwendigen Hinweise kommen?
Stehe da vielleicht auch völlig auf dem Schlauch, aber wo ist der Punkt, die Prävention in DIESEM Bezug anzufragen?

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