WIEN. Nach der zweiten Hitzewelle innerhalb weniger Wochen will die österreichische Bundesregierung den Umgang mit extremen Temperaturen an Schulen neu regeln. Vorgesehen sind bundesweit einheitliche Hitzewarnstufen und eine gesetzliche Grundlage für Maßnahmen, die vielerorts bereits heute im Rahmen der Schulautonomie möglich sind. Dies berichtet das Portral Schule.at.

Schon jetzt können Schulen bei großer Hitze etwa den Sportunterricht aussetzen, Schularbeiten verschieben, den Unterricht verkürzen oder zusätzliche Pausen einlegen. Künftig sollen sich Schulen an den Hitzewarnstufen der staatlichen Wetter- und Klimabehörde GeoSphere Austria orientieren. Je nach regionaler Belastung sollen damit einheitliche Maßnahmen greifen – vom Verzicht auf körperlich anstrengende Aktivitäten bis hin zu einem früheren Unterrichtsende.
Neu ist vor allem die geplante gesetzliche Verankerung. Sie soll Schulen, Eltern und Bildungsbehörden einen klaren Rahmen geben. Unter bestimmten Voraussetzungen sollen Kinder bei entsprechender Hitzewarnung zu Hause bleiben können. Für höhere Schulstufen ist zudem Distance Learning als mögliche Reaktion auf extreme Temperaturen vorgesehen.
Bauliche Maßnahmen zum Hitzeschutz bleiben zunächst begrenzt. Nach Angaben der Bundesregierung sollen zunächst 50 Bundesschulen mit Beschattung, Hitzeschutz an Fenstern, Begrünung und weiteren Kühlungsmaßnahmen nachgerüstet werden. Ein flächendeckendes Programm für alle Schulstandorte ist bislang nicht angekündigt.
Die gesetzlichen Regelungen sollen nun gemeinsam mit Ländern und Schulpartnern erarbeitet werden und bis zum kommenden Sommer in Kraft treten. News4teachers