Home Archiv PISA-Tief, Lehrkräftemangel, marode Schulgebäude – und jetzt? Diskutieren Sie mit!

PISA-Tief, Lehrkräftemangel, marode Schulgebäude – und jetzt? Diskutieren Sie mit!

11
Anzeige

Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sind auf einem historischen Tiefstand, vielerorts fehlen Lehrkräfte – und die jüngste Hitzewelle hat einmal mehr gezeigt, unter welchen Bedingungen in manchen Schulen gelernt und gearbeitet werden muss. Überhitzte Klassenräume, schlechte Luft, störender Lärm oder unzureichendes Licht belasten Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte zusätzlich. Die Probleme sind bekannt. Doch wie lassen sie sich lösen? Und was muss geschehen, damit aus Studien, Forderungen und guten Ideen konkrete Verbesserungen im Schulalltag werden? Darüber möchte die Heinz Trox-Stiftung in ihrem neuen digitalen Format „ZUKUNFTSRAUM SCHULE LIVE“ mit Eltern, Lehrkräften, Schulleitungen, Schulträgern und allen weiteren Interessierten diskutieren. Die erste Veranstaltung findet am 15. September um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. News4teachers unterstützt die Veranstaltungsreihe als Medienpartner.

Hier geht es direkt zur kostenfreien Anmeldung.

Und jetzt? Diskutieren Sie mit! (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Gute Bildung braucht gute Bedingungen

Wie gut Kinder lernen können, hängt nicht allein vom Unterricht ab. Auch die Räume wirken sich auf Konzentration, Gesundheit und Wohlbefinden aus. Gute Luft, angenehme Temperaturen, passende Lichtverhältnisse und eine gute Akustik sind deshalb keine Nebensache. Sie gehören zu den Voraussetzungen erfolgreichen Lernens.

Mit ihrem Projekt „Zukunftsraum Schule“ setzt sich die Heinz Trox-Stiftung für solche gesundheits- und lernförderlichen Schulen ein. Dabei betrachtet sie Schulräume nicht isoliert. Denn bauliche Bedingungen, Unterrichtsqualität, Gesundheit, Chancengerechtigkeit und die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften hängen unmittelbar miteinander zusammen.

Ein stickiger oder überhitzter Klassenraum erschwert konzentriertes Lernen. Eine schlechte Akustik erhöht die Belastung für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler. Fehlende Rückzugs- und Bewegungsräume können das Wohlbefinden beeinträchtigen. Wer Schule verbessern will, muss daher auch darüber sprechen, wie ihre Räume geplant, gebaut, saniert und ausgestattet werden.

Vom Reden ins Handeln kommen

Den Ausgangspunkt der ersten Ausgabe von „ZUKUNFTSRAUM SCHULE LIVE“ bildet der Chancengipfel, zu dem der Bundeselternrat und die Bundesschülerkonferenz Ende Juni mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Schüler- und Elternschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und schulischer Praxis zusammengebracht hatten.

Gemeinsam entwickelten sie Vorschläge zu vier zentralen Handlungsfeldern: Digitalisierung, Gesundheit und Wohlbefinden, Unterrichtsqualität und Fachkräftesicherung sowie Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe. Zu den Ergebnissen gehört die Erkenntnis, dass diese Herausforderungen nicht getrennt voneinander gelöst werden können.

Die Empfehlungen wurden in einem Strategiepapier gebündelt und an die Politik übergeben. Doch ein Papier allein verändert noch keine Schule. Deshalb soll nun darüber gesprochen werden, welche Forderungen besonders dringend sind, wer Verantwortung übernehmen muss und wie erfolgreiche Ansätze tatsächlich in die Breite getragen werden können.

Kein klassisches Webinar

Zum Auftakt ist Aline Sommer-Noack, stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats, zu Gast. Sie stellt zentrale Ergebnisse des Chancengipfels vor und diskutiert mit den Teilnehmenden, welche Schritte nun folgen müssen.

„ZUKUNFTSRAUM SCHULE LIVE“ ist dabei nicht als klassisches Webinar mit langen Vorträgen angelegt. Kurze Impulse bilden den Ausgangspunkt für einen offenen Austausch. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, Erfahrungen und Ideen der Teilnehmenden.

Dabei geht es nicht nur um den zurückliegenden Chancengipfel. Die Veranstaltung richtet den Blick nach vorn: Was können Schulen selbst anstoßen? Wo sind Schulträger, Länder oder der Bund gefragt? Welche Lösungen gibt es bereits? Und wie können gute Beispiele schneller verbreitet werden?

Vorkenntnisse oder eine Teilnahme am Chancengipfel sind nicht erforderlich. Eingeladen sind alle, die Schule erleben, gestalten, verantworten oder weiterentwickeln – darunter Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulträger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis.

Veranstaltung auf einen Blick

Thema: PISA-Tief, Lehrkräftemangel, marode Schulgebäude – und jetzt?
Format: ZUKUNFTSRAUM SCHULE LIVE
Veranstalterin: Heinz Trox-Stiftung im Rahmen des Projekts „Zukunftsraum Schule“
Unterstützt von: News4teachers
Datum: 15. September 2026
Uhrzeit: 16 Uhr (voraussichtliche Dauer: eine Stunde)
Ort: digital über Zoom
Teilnahme: kostenfrei
Gast: Aline Sommer-Noack, stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats
Anmeldung: Zur kostenfreien Anmeldung über Zoom

Sie möchten ein Thema rund um Schule, Bildung, Gesundheit oder lernförderliche Schulräume für eine der kommenden Ausgaben vorschlagen? Dann wenden Sie sich an Jasmin Biesenroth von der Heinz Trox-Stiftung: j.biesenroth@heinz-trox-stiftung.de.

Dies ist ein Advertorial der Heinz Trox-Stiftung. News4teachers unterstützt die Veranstaltungsreihe als Medienpartner.

Anzeige

11 COMMENTS

  1. Als erste Maßnahme muss man wieder sitzen bleiben können.
    Ja es ist kein Allheilmittel aber es würde viele Probleme heilen. Wenn man die Lernziele kontinuierlich nicht erreicht wiederholt man das Schuljahr.

    Als Zweites müssten Störenfriede wesentlich stärker belangt werden. Ja hinter jedem Störenfried, hinter jeder Störung steckt auch eine Geschichte und diese soll gerne aufgearbeitet werden aber unter zwei oder drei Kindern sollten auf keinen Fall 25 bis 28 andere Kinder leiden. Das ist derzeit Realität.

    Als drittes: Ganztagsschulen gehören abgeschafft oder komplett umstrukturiert. Warum müssen Kinder Nachmittags Unterricht haben? Absoluter Schwachsinn. Kaum ein Erwachsener arbeitet länger acht Stunden am Tag. Wir alle wissen, dass nachmittags die Luft raus ist und trotzdem gibt es Fachunterricht in der Sek1 nach 14 Uhr.

    Als viertes: Familien müssen wieder mehr in den Fokus gerückt werden aber nicht, um Versäumnisse der Schule aufzuarbeiten, sondern um Umgangsformen beizubringen. Egal wo man liest, liest man von einer Verrohung der Gesellschaft, man merkt es ja auch selber. Aber warum ist das so?

    Als fünftes: Der Unterricht muss wieder stärker strukturiert und angeleitet werden. Man kann Kinder nicht andauernd sich selbst überlassen und darauf hoffen, dass sie sich das schon alles intrinsisch motiviert beibringen. Jugendliche interessieren sich nun mal nicht fürs Lernen. Da sind andere Dinge interessant. Wir müssen daher den Unterricht klar strukturieren und leiten. Vielen Jugendlichen fehlt einfach Kontinuität und Verlässlichkeit.

    • Als sechstes sollten Lehrkräfte, die sich als ungeeignet und/oder empathiearm erweisen, aus der Schule entfernt werden können. Dazu zählen mMn. auch diejenigen, die Beziehungs- und Erziehungsarbeit verweigern und sich nur als Inhaltevermittler verstehen. Denn diese lassen sich bereits schon jetzt problemlos durch eine KI ersetzen.
      Dafür sollten dann die Lehrkräfte, die tatsächlich an ihren Schülern interessiert sind und Bildung statt Ausbildung vermitteln wollen, bessere Arbeitsbedingungen bekommen (und damit ist nicht mehr Homeoffice, sondern u.a. mehr Konzentration auf die Kernaufgaben und deutliche Entlastung von der Bürokratie gemeint).

  2. In Bayern sind es weniger die maroden Schulhäuser, sondern das Todsparen und zu wirklichkeitsfremden Anforderungen an Lehrkräften und Lehramtsanwärtern.
    In Bayern ist der Unterricht gesichert. Ja, das stimmt, auf dem Rücken der verbleibenden ausgebildeten Lehrer.
    Ich selbst war aktive Pensionistin bis zu diesem Schuljahr. Mein Vertrag und der einerKollegin wurden nicht verlängert, da die Gelder gekürzt wurden. Fazit ungelernte Drittkräfte kommen billiger und werden als Mobile Reserven gebraucht. Gleichzeitig wirbt man für Pensionisten.
    Drittkräfte brauchen die Unterstützung der ausgebildeten Lehrer. Wer soll das noch leisten mit immer mehr Problemschülern?
    Der Lehrplan mit Erforschen und Entdecken ist für die ersten Jahre ein Unsinn. Erst müssen die Basics gelernt werden, dann kommt dieser Schritt. Die Schulanfänger können bis 10 oder 20 zählen, doch was es ist, wie sich Zahlen zusammensetzen, wissen sie nicht. Als ich Mathematik mit allen Sinnen unterrichtete, gab es bei weitem weniger Probleme in diesem Fach.
    Neigungsgruppen wie Schulspiel gibt es kaum noch. Hier machen Kinder große Entwicklungssprünge. Zeit für Stille, wie Yoga, Meditationsreisen holen unsere Kinder aus der digitalen Welt zurück.
    Ich könnte noch vieles aufzählen, habe aber nur eine Bitte: Stellt die Kinder in den Mittelpunkt, sie sind die Zukunft. spart lieber an anderer Stelle. Da gibt es viele Möglichkeiten.

  3. Wozu diskutieren? In einem Land in dem mehr Geld für Fernsehen da ist als für Schulen braucht man sich nicht wundern. Kinderlose sollten auch nicht Kanzler(in) werden dürfen. Die haben scheinbar andere Prioritäten. Ansonsten das Wort Fachkräftemangel höre ich seit den 90ern.
    Wer Fachkräfte will muss diese Ausbilden. Darum ging es aber nie. Man wollte billige Fachkräfte aus dem Ausland.
    Das einzige was im Schulsystem seither passiert ist: Es wurde das große Wort Kompetenzen und iPads eingeführt. Seit 50 Jahren nichts als heiße Luft.

      • Sehen Sie diese Maßnahmen umgesetzt oder was sind diese Probleme konkret?
        Sie wollen doch nicht um diese herumreden? 😉

        • Diese „Maßnahmen“ sind keine Maßnahmen, sondern sie postulieren nur gewisse Ergebnisse. Es fehlt jede Idee, WIE man das Ziel erreichen soll. Schauen Sie sich das doch an. Da steht z.B.

          „Ausreichende Basiskompetenzen für alle Schüler*innen systematisch sichern.“

          Darauf hätte jeder kommen können, niemand wird das für falsch halten, aber wie macht man denn das nun konkret? Die großen Experten sind rat- und hilflos.

          Konkret wäre z.B.: „Mehr Pflichtstunden für Deutsch und Mathematik in der Grundschule, in Ganztagsschulen auch am Nachmittag(falls nötig)“ oder irgendwas in dieser Richtung. Vom Klugschwätzen allein kommt nichts.

          • „Es fehlt jede Idee, WIE man das Ziel erreichen soll.“
            Wenn dem Bildungswesen eine Sache fehlt, dann sind es Daten und wissenschaftliche Empfehlungen, die niemand umsetzt….

            „Vom Klugschwätzen allein kommt nichts.“
            Was schreiben Sie dann Dummschwätzern? („Kinderlose sollten auch nicht Kanzler(in) werden dürfen.“) 😉

          • „Wenn dem Bildungswesen eine Sache fehlt, dann sind es Daten und wissenschaftliche Empfehlungen, die niemand umsetzt….“

            Nein: Wenn dem Bildungswesen eine Sache NICHT fehlt, dann sind es Daten und wissenschaftliche Empfehlungen, die niemand umsetzt….

  4. Zur Coronazeit machte der cleverste Präsident aller Zeiten einen bahnbrechenden Vorschlag zur Lösung der Pandemie-Probleme: Eine Verringerung der Covid-19-Test senkt die Anzahl der Infektionen.

    Warum also sollte man nicht von der überragenden Genialität dieses Ausnahmepolitikers lernen? Daher mein Vorschlag: Deutschland nimmt nicht mehr an den PISA-Untersuchungen teil. Dann gibt es auch keine negativen Ergebnisse mehr.

    Kleiner Nebeneffekt, der einer bekannten Partei mit blauem Logo durchaus entgegen kommt: Die Schüler in Deutschland brauchen sich nur noch nach deutschen Maßstäben orientieren….

Kommentar schreiben

Bitte gib einen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen ein

wpDiscuz
Die mobile Version verlassen