Home Nachrichten „Gen Z regelt“-Schreiben an Merz: „Ihre Sparpolitik nimmt uns jede Hoffnung“

„Gen Z regelt“-Schreiben an Merz: „Ihre Sparpolitik nimmt uns jede Hoffnung“

0
Anzeige

BERLIN. Mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung fordert die Jugendbewegung „Gen Z regelt“ mehr politische Mitsprache und Investitionen in die Zukunft der jungen Generation. Marode Schulen, fehlende Lehrkräfte, steigende Lebenshaltungskosten und Kürzungen bei der Jugendhilfe gehören zu den Kritikpunkten. Bis Donnerstagnachmittag haben nach den vorliegenden Angaben mehr als 24.000 Menschen den Aufruf unterzeichnet – darunter einige Prominente. 

Adressat: Bundeskanzler Friedrich Merz. Foto: Shutterstock / photocosmos1

„Wir sind Schüler*innen, Azubis, Studierende und junge Berufstätige, wir sind die Zukunft dieses Landes und wir können nicht länger dabei zusehen, wie Sie unsere Zukunft verspielen“, heißt es in dem offenen Brief. Die nicht namentlich benannten Verfasser werfen der Bundesregierung vor, die Interessen junger Menschen bei politischen Entscheidungen nicht ausreichend zu berücksichtigen. „Ihre Sparpolitik nimmt uns jede Hoffnung.“

Die Bewegung verweist auf sanierungsbedürftige Schulen, Personalmangel im Bildungswesen und Einschnitte bei Angeboten für Kinder und Jugendliche. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie statt weiterer Kürzungen. Hinzu kommen Forderungen nach bezahlbaren Lebenshaltungskosten, einer gerechteren Verteilung finanzieller Lasten und konsequenterem Klimaschutz.

Auch die Debatte über Wehrdienst und Musterung wird von der Initiative aufgegriffen. Sie lehnt eine Wehrpflicht ab und verlangt, junge Menschen stärker an Entscheidungen zu beteiligen, die ihre Zukunft betreffen. Darüber hinaus fordert sie den Schutz der Grundrechte und wendet sich gegen eine Ausweitung staatlicher Überwachung.

Die Initiatoren verbinden ihre Forderungen mit einer Warnung vor einem Vertrauensverlust in die Politik. „Wenn eine ganze Generation erlebt, dass sie nur gebraucht, aber nie gefördert wird, verliert sie das Vertrauen in die Demokratie“, heißt es in dem Schreiben.

Unter den Erstunterzeichnern finden sich mehrere prominente Persönlichkeiten aus Politik und Öffentlichkeit, darunter die Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek, die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang sowie die Musikerpersönlichkeit Bela B. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Grünen Jugend unterstützen den Aufruf.

Die Bewegung bezeichnet sich selbst als überparteilich und betont ihren Anspruch, friedlich und solidarisch zu demonstrieren. Für die angekündigten Proteste formuliert sie eine zentrale Botschaft an die Bundesregierung: „Über unsere Zukunft entscheidet niemand ohne uns.“ Für den 31. Oktober kündigt die Bewegung Demonstrationen in mehr als 30 Städten an. News4teachers

Hier geht es zu der Petition. 

„Gen Z regelt“: Vorbild Frankreich? Was vom Protest-Samstag zu erwarten ist 

Anzeige

NO COMMENTS

Kommentar schreiben

Bitte gib einen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen ein

wpDiscuz
Die mobile Version verlassen