Home Nachrichten Weniger Geld für Kita-Personal als versprochen: Träger warnen vor Entlassungswelle

Weniger Geld für Kita-Personal als versprochen: Träger warnen vor Entlassungswelle

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POTSDAM. Brandenburg muss sparen und Milliardenlöcher im Haushalt stopfen. Das führt dazu, dass ein bereits angekündigter besserer Personalschlüssel in Krippen nicht kommt. Was sagen die Träger?

Angesetzt. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Die geplante Streichung der besseren Personalausstattung in Brandenburger Kinderkrippen stößt bei den Trägern auf große Kritik. Der Städte- und Gemeindebund sprach von einem fatalen Signal. «Viele gemeindliche Träger sind jetzt damit konfrontiert, dass aufgrund der zurückgehenden Kinderzahlen darüber nachgedacht werden muss, Personal freizusetzen oder Einrichtungen zu schließen», warnte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Jens Graf, im Haushaltsausschuss des Landtags.

Städte und Gemeinden: Streichung überdenken

Die rot-schwarze Landesregierung plant, dass die bessere Personalausstattung bei Kinderkrippen 2027 aus Spargründen vorerst nicht kommt. Mit der Aufstockung sollte eine Erzieherin oder ein Erzieher rechnerisch nur 4 statt 4,25 Kinder betreuen. Der Landtag entscheidet darüber noch abschließend. Die Befreiung von den Kita-Beiträgen für Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung bleibt aber erhalten.

Viele kommunale Einrichtungsträger hätten darauf vertraut, dass mit der Einführung der verbesserten Betreuung eine gewisse Abfederung möglich wird, sagte Graf. «Deswegen haben wir die dringende Bitte an den Landtag, dass diese Streichung noch mal überdacht wird.»

Awo: Bessere Betreuung war versprochen

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) warnte angesichts sinkender Kinderzahlen vor fehlenden Fachkräften. «Das heißt, dass wir wirklich Kolleginnen entlassen müssen, wenn das so kommt», sagte die Geschäftsstellenleiterin der Awo Kinder- und Jugendhilfe Potsdam, Annett Bauer.

«Für die 500 Kinder im Krippenbereich würde es bedeuten, dass wir bei den üblicherweise 35 Wochenstunden beschäftigten Fachkräften (…) 22 Personen mehr hätten einstellen können», sagte Bauer. Diese 22 Kräfte kämen aber nun nicht. Die Arbeitsstunden könnten nicht sinken, um auf die zurückgehenden Kinderzahlen zu reagieren.

Der verbesserte Personalschlüssel sei ein «gesetzlich gegebenes Versprechen» gewesen, sagte sie. Zudem fehle Personal für die langen Betreuungszeiten ab acht Stunden. Die Awo Potsdam betreut 27 Kitas in der Landeshauptstadt und den drei Landkreisen Oberhavel, Havelland und Potsdam-Mittelmark.

Regierung verteidigt Sparpläne

Im September hatten Kita-Kräfte und Eltern gegen Kürzungen demonstriert. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) bat bereits im August um Verständnis. «Unser Ziel ist nicht, das Erreichte infrage zu stellen, sondern weitere Ausgabensteigerungen zu begrenzen», erklärte er. «Deshalb kürzen wir nicht nach dem Rasenmäherprinzip.» Das Bildungsministerium leiste angesichts großer finanzieller Herausforderungen seinen Beitrag. News4teachers / mit Material der dpa

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