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Hamburgerin ist Lehrerin des Jahres für MINT-Fächer – Klaus-von Klitzig-Preis ist mit 15 000 Euro dotiert

OLDENBURG. Sie gründete eine AG, in der Schüler Roboter bauen und erklärt erneuerbare Energien mit einem Lerngarten. Für ihre erfolgreiche Arbeit erhielt die Hamburger Lehrerin Kerstin Gleine nun den Klaus-von-KlitzingPreis.

  Als Lehrerin des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer ist am Dienstagabend Kerstin Gleine vom Hamburger Friedrich-Ebert-Gymnasium ausgezeichnet worden. In Oldenburg erhielt die 53 Jahre alte Physik-Lehrerin, die auch Naturwissenschaften und Technik unterrichtet, den mit 15 000 Euro dotierten Klaus-von-KlitzingPreis, wie die Universität Oldenburg mitteilte. Physik-Nobelpreisträger Prof. Klaus von Klitzing (70) überreichte die Auszeichnung persönlich. Der Preis von der Universität Oldenburg und der EWE Stiftung wurde zum neunten Mal vergeben. Gleine wurde aus 42 Bewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewählt.

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon, Preisträgerin Kerstin Gleine, Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Dr. Stephanie Abke, Geschäftsstellenleiterin EWE Stiftung. (Foto: Universität Oldenburg)

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon, Preisträgerin Kerstin Gleine, Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Dr. Stephanie Abke, Geschäftsstellenleiterin EWE Stiftung. (Foto: Universität Oldenburg)

Die Jury lobte an Gleines Arbeit, dass sie das forschende Lernen in den Mittelpunkt rücke und zu selbstständigem wissenschaftlichen Arbeiten und Denken animiere. So habe sie gemeinsam mit ihren Schülern einen Lerngarten als naturwissenschaftliches Außenlabor angelegt. Dort werden Themen wie nachhaltige Ernährung, Wetterkunde oder die Technik erneuerbarer Energieerzeugung vermittelt. Außerdem gründete sie zum Beispiel eine «Robotik-AG», in der Schüler in Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg Roboter bauen. «Die eigene Begeisterung ist ausschlaggebend», erklärte Gleine ihr Erfolgsrezept. Wichtig seien fächerübergreifende Unterrichtskonzepte und Schulprojekte.

Die Lehrerin, die seit 24 Jahren unterrichtet, ist an ihrer Schule in Hamburg-Heimfeld sogenannte MINT-Leiterin – die Abkürzung MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Unter ihrer Federführung wurde das Friedrich-Ebert-Gymnasium als «MINT-Excellence-Schule» ausgezeichnet und als Umweltschule «Internationale Agenda-21 Schule» zertifiziert. Ihre Schüler nehmen erfolgreich an Wettbewerben wie «Jugend forscht» teil. dpa

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