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Heiligenstadt senkt Bewertungsmaßstab für missratene Mathe-Abiprüfungen um 12,5 Prozent

HANNOVER. Das niedersächsische Kultusministerium will den Bewertungsmaßstab für die umstrittenen Abiturprüfungen im Fach Mathematik um 12,5 Prozent absenken. Die Zahl der maximal erreichbaren Punkte in der Klausur wird dadurch von vormals 120 auf jetzt 105 reduziert, beim grundlegenden Niveau von 88 auf 77, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Zu diesem Entschluss sei das Ministerium gekommen, nachdem es den größten Teil der von Schülern eingereichten Prüfungen erneut kontrolliert habe.

Unter Druck: Frauke Heiligenstadt. Foto: Foto AG Gymnasium Melle, Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

Unter Druck: Frauke Heiligenstadt. Foto: Foto AG Gymnasium Melle, Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

Dabei habe sich herausgestellt, dass die Schüler bei der Abiprüfung um 1,6 bis 2,1 Notenpunkte vom durchschnittlichen Ergebnis der vorherigen Mathe-Klausuren abgewichen seien. Der neue Bewertungsmaßstab gilt für Mathe-Abiprüfungen an allen Schulformen und auch für diejenigen Schüler, die die Klausur am vergangenen Freitag nachgeschrieben haben.

Nach Hunderten von Beschwerden von Schülern, Eltern und Lehrern hatte das Ministerium Mitte Mai eingeräumt, dass die Zeit für die Bewältigung der Aufgaben zu knapp bemessen gewesen sei. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) war von der Opposition dafür kritisiert worden, dass sie in der Angelegenheit zu langsam gehandelt habe. dpa

Zum Bericht: Missglücktes Mathe-Abitur: Philologenverband kritisiert „katastrophales Krisenmanagement“ von Heiligenstadt

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