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Was wir jetzt brauchen: Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!

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Eine Analyse von ANDREJ PRIBOSCHEK.

DÜSSELDORF. Die deutschen Schulen leisten weitaus mehr, als ihren Schülern Wissen zu vermitteln. Natürlich erziehen sie den Nachwuchs auch (mit); die Schule ist neben dem Elternhaus der wichtigste Sozialisationsort. Gut so! Nirgends können Kinder das Miteinander in einer größeren Gruppe besser lernen als im Klassenverbund. Lehrer sind – nach den Eltern und den Großeltern – die prägendsten Vorbilder für Unter-14-Jährige, wie eine Unicef-Umfrage unter Kindern im vergangenen Jahr ergab. Für Hans Bertram, Bildungsforscher an der Berliner Humboldt-Universität, sind die guten Noten für die Lehrer Ausdruck der wachsenden Bedeutung persönlicher Bindungen. „Die Welt wird immer flüchtiger und virtueller”, sagte der Professor laut „Südwest Presse“. „Kinder suchen nach Menschen, die auch morgen noch für sie da sind.”

"Mischpoke": Schild eines Demonstranten auf einer Pegida-Veranstaltung am 5. Januar in Dresden. Foto: Metropolico / flickr (CC BY-SA 2.0)
“Mischpoke”: Schild eines Demonstranten auf einer Pegida-Veranstaltung am 5. Januar in Dresden. Foto: Metropolico / flickr (CC BY-SA 2.0)

Alles in allem scheint die Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus, trotz immer wieder zu hörenden Stoßseufzern über die jeweils andere Seite, gut zu funktionieren. So attestiert die aktuelle Shell Studie der jungen Generation in Deutschland ein großes Verantwortungsbewusstsein. Die meisten haben weniger Angst vor dem Fremden, sondern vielmehr vor der Fremdenfeindlichkeit. 82 Prozent finden den Wert „Die Vielfalt der Menschen anerkennen und respektieren“ wichtig. Auf eine solche Jugend können wir durchaus stolz sein.

Allerdings fühlen sich rund 15 Prozent der Jugendlichen abgehängt. Sie sehen keine Perspektive für sich. Auf diesem Nährboden gedeiht keine Toleranz.

Womit wir beim Thema wären. Offenbar gibt es nach wie vor einen schlecht bis gar nicht integrierten Teil der Gesellschaft, der seinen Nachwuchs aus Schulversagern rekrutiert. Die Ränder – ob links- oder rechtsradikal oder islamistisch geprägt – fransen aus. Die Folge ist ein Verlust an demokratischer Kultur, der etwa beim aktuellen Großthema Flüchtlingspolitik zu einer beispiellosen Hetze- und Hasswelle führt, der aber auch vorher schon zu beobachten war. Wer viel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, erfährt einiges über die Kommunikationskultur in Deutschland. Um die ist es nicht zum Besten bestellt. Cybermobbing, also das Drangsalieren von Menschen im Internet, ist mittlerweile so weit verbreitet, dass schon ein Drittel aller Schüler davon betroffen war. Ein Massenphänomen, das zunächst die Ränder erfasst (und dort wohl auch seine aggressivsten Formen annimmt), aber heute schon bis weit in die Mitte der Gesellschaft reicht.

„Viele Kinder und Jugendliche trauen sich in der scheinbar anonymen virtuellen Welt eher, eigene Angriffe gegen andere, Beleidigungen oder Bloßstellungen von Menschen zu vollziehen“, so heißt es bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Dabei gibt es einen fließenden Übergang von “Spaß” oder “Neckereien” zur Gewaltausübung im Sinne von Mobbing. Mit Aussagen wie “Das war doch nicht ernst gemeint, das war nur Spaß” verdeutlichen junge Menschen, dass ihnen häufig das notwendige Unrechtsbewusstsein, die erforderliche Sensibilität für ihr eigenes Handeln fehlt. Andererseits erleben sie in Schule, sozialem Umfeld, Medien und Politik Erscheinungen und Personen, die durch vergleichbares Handeln den Eindruck entstehen lassen, dass es “in Ordnung” sei, andere bloßzustellen oder zu beleidigen.“

Nicht Unrecht hat wohl auch der Schauspieler und Filmproduzent Til Schweiger, der sich für Flüchtlinge engagiert und dafür üble Beleidigungen auf seiner Facebook-Seite erntete. Die meist anonymen Absender solcher Botschaften seien Menschen, meint er, die „keine Phantasie haben und in irgendwelchen Reality Shows sehen, wie sich stumpfe Leute gegenseitig beleidigen, heruntermachen und dissen.” Das deutsche Fernsehen trage seinen Teil dazu bei, dass Leute so abgestumpft seien. Und für so manchen nicht-integrierten Jugendlichen, so möchte man ergänzen, gibt es eben keine anderen Vorbilder als die aus dem Trash-TV.

Die Folgen einer solch blühenden Hass-Kultur: Schwächere werden schnell zu „Opfern“, Andersdenkende zu „Feinden“. Die Medien „lügen“. Und Politiker, ohne die es in einer Demokratie ja nunmal nicht geht, sind allesamt „Volksverräter“ oder Schlimmeres.

Diesem Trend zur kommunikativen Verwahrlosung, der ja oft genug Taten folgen, sollten wir uns energisch entgegenstellen. „Wir“ meint dabei alle relevanten gesellschaftlichen Kräfte (also auch uns, die Medien) und nicht allein die Schulen. Die Lehrerinnen und Lehrer benötigen die Unterstützung der Eltern. Und sie bedürfen der Hilfe durch die Politik.

So, wie es nach dem TIMMS-Schock in den 90-er Jahren großangelegte Initiativen zur Verbesserung der naturwissenschaftlichen Bildung gab, so, wie nach dem PISA-Schock in den 00-er Jahren dann massiv in Lese- und Sprachförderung investiert wurde, so nötig ist es nun, eine Offensive in Sachen politischer Bildung zu unternehmen. Es gibt viele hervorragende Ansätze in Schulen, ob es sich um aktiv gelebte Formen der Schülermitwirkung handelt oder um Projekte zur Kommunikationskultur im Internet. Die sind aber in der Regel nicht vernetzt und bauen zudem allzu häufig auf das persönliche Engagement einzelner Lehrkräfte. Hier gilt es zu systematisieren – und die Schulen personell entsprechend auszustatten.

Oder, um es konkreter zu machen: Dringender als zum Beispiel der von der SPD derzeit geforderte verpflichtende Informatik-Unterricht, der die Technik des Internets in den Vordergrund stellt, wäre ein wertegebundener Demokratie-Unterricht, der Kommunikations- und Streitkultur (natürlich auch im Netz) vermittelt. Und – noch weitaus wichtiger! – eine Schüler-Lehrer-Relation an den Schulen, die persönliche Bindungen möglich macht. Und die Lehrern eine Vorbild-Rolle ermöglicht.

Nebenbei: Wir haben in den nächsten Jahren Hundertausende von Flüchtlingskindern einzugliedern, die aus Ländern kommen, in denen demokratische Gepflogenheiten nicht gelten. Auch ihnen müssen wir vermitteln, wie der Interessenausgleich in der Zivilgesellschaft funktioniert. Scheitern wir dabei, wird das die Ränder weiter wachsen lassen.

Zum Beitrag: Kulturvertreter warnen vor eskalierender Fremdenfeindlichkeit in Sachsen – Tumulte vor Grundschule

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Milch der frommen Denkungsart
9 Jahre zuvor

@IgnazWrobel:

Auch auf die Gefahr hin, Sie zu langweilen: Aber weder Rosa Luxemburg noch Karl Liebknecht taugen der jungen Generation als nachahmenswerte Vorbilder; auch nicht beider Tod – durch ein abscheuliches Ver- brechen verursacht – qualifiziert sie zu Gestalten positiver Erinnerungskultur.
Der eine hing blindlings seinem antidemokratischen Putschismus nach, die andere sah im Parlamentarismus nichts anderes als das willige Werkzeug der Konterrevolution, wogegen “befreiender” Terror nicht nur er- laubt, sondern vielmehr sogar geboten sei – Märtyrer für die Demokratie sind aus anderem Holz geschnitzt.

Ignaz Wrobel
9 Jahre zuvor

So gesehen stimme ich Ihnen zu.
Jedenfalls ist es wichtig die anderen genannten Personen,ihr Handeln und ihre Werke zu behandeln, um die Denkweise der damaligen Zeit zu verstehen. Da gehört natürlich auch Gerhard Hauptmann zu.

Ursula Prasuhn
9 Jahre zuvor

@Bernd, heute um 8:18
Steht die Meinungsfreiheit denn nicht “auf tönernen Füßen”, wenn viele Menschen auf Befragung sagen, sie trauten sich bei bestimmten Themen nicht mehr offen ihre Meinung zu sagen?
Und woran liegt das? Bestimmt nicht an unserem Rechtsstaat und dem tadellosen Grundgesetz, was auch keiner hier behauptet. Dennoch werfen Sie Mitdiskutanten – die nicht völlig einverstanden sind mit dem, was Sie sagen – permanent und penetrant Staats- und Demokratiefeindlichkeit vor.
Mit solchen Unterstellungen verschaffen Sie sich nicht nur ein Scheinrecht auf diffamierende Vorwürfe, sondern erwecken auch noch den Eindruck, Andersdenkende an den Pranger zu stellen sei eine ehrenvolle Aufgabe.
Meinungskontrahenten können Ihnen gegenüber völlig sachlich argumentieren, Sie “entlarven” sie dennoch als das, was Sie in ihnen sehen und über sie verbreiten möchten.
Über mich haben Sie z.B. vor längerer Zeit geschrieben: „Für mich sind Sie eine Radikale, die hier unter dem Deckmäntelchen der Gutbürgerlichkeit versucht, Stimmung zu machen.“

Personen in den Dreck zu ziehen, weil Sie ihnen auf seriöse Art nicht beikommen, hat nichts mit praktizierter Meinungsfreiheit oder Toleranz zu tun, geschweige denn mit Anständigkeit.

Jeder hier könnte Ihnen oder Herrn Wrobel auch Böses unterstellen, dass Sie z.B. Agitatoren seien oder Linksradikale im Biedermanngewand, dass Sie unsere Demokratie zwar in höchsten Tönen loben, ihr in Wahrheit aber schaden wollten. Man habe dafür ein sicheres Gespür und lasse sich von Leuten wie Ihnen nichts vormachen. Es sei sogar Pflicht und Ehre jedes aufrechten Demokraten, hart gegen Sie und Ihresgleichen vorzugehen, um den Rechtsstaat vor Ihnen zu schützen.

So wird Diffamierung – egal von welcher Seite – zu einer Tugend gemacht. Dass dies die Meinungsfreiheit untergräbt und auf tönerne Füße stellt, liegt doch auf der Hand. Für eine “Bildungsoffensive gegen die Hasskultur” können wüste Beschimpfungen und Verleumdungen sogar Gift sein. Sie polarisieren, schüren Ängste und Aggressionen, gießen Öl ins Feuer und sind Nahrung für “Weimarer Verhältnisse”, an die Sie und Herr Wrobel doch so gern gemahnen.

Ignaz Wrobel
9 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Niemand wird hier in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt.
Sogar das Grundrecht auf Dummheit mit gegenseitiger Beschimpfung als was auch immer besteht weiter, ist aber wenig zielführend.Vernünftig ist es nicht, einzelne einzukreisen auch nicht.
Niemand darf zur Vernunft gezwungen werden.
Jeder darf hier lesen was er will, auch deutsche Schriftsteller aus der Weimarer Republik und erst recht , wenn deren Werke verbrand wurden.
Geschichtliche Aufarbeitung und Bildung ist wichtig, schließlich leben wir hier nicht im Kalifat Deutschland und ein Erdogan ist nicht unser autoritärer Präsident, der derartiges verhindern könnte.
Nächtliches Absingen von christlichen Weihnachtslieder, verbunden mit der Beschimpfung gewählter Volksvertreter als Volksverräter ist ein Fall für den Staatsanwalt und fördert Erkältungskrankheiten.
Wer Ohren hat der höre.
Wer lesen kann der lese.
Wenn schon die neuere deutsche Geschichte nicht mehr als Anschauungsmaterial mahnen darf, dann aber wohl hoffentlich noch das Alte Testament.
Diffamierung anders denkender Personen als Linksradikale sind irreführend , diffamierend und einfach falsch.
Bösartige Unterstellungen bewirken das Gegenteil von Verständnis und Verständigung.
So und jetzt lese ich meinen Kindern Geschichten vor,
denn wir leben in verschiedenen Welten, haben andere Ansichten und Einstellungen und wir müssen uns auch alle nicht immer verstehen.Das begann schon nach der Vertreibung aus dem Paradies.

Ignaz Wrobel
9 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Niemand wird hier in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt.
Sogar das Grundrecht auf Dummheit mit gegenseitiger Beschimpfung als was auch immer besteht weiter, ist aber wenig zielführend.Vernünftig ist es nicht, einzelne einzukreisen auch nicht.
Niemand darf zur Vernunft gezwungen werden.
Jeder darf hier lesen was er will, auch deutsche Schriftsteller aus der Weimarer Republik und erst recht , wenn deren Werke verbrand wurden.
Geschichtliche Aufarbeitung und Bildung ist wichtig, schließlich leben wir hier nicht im Kalifat Deutschland und ein Erdogan ist nicht unser autoritärer Präsident, der derartiges verhindern könnte.
Nächtliches Absingen von christlichen Weihnachtslieder, verbunden mit der Beschimpfung gewählter Volksvertreter als Volksverräter ist ein Fall für den Staatsanwalt und fördert Erkältungskrankheiten.
Wer Ohren hat der höre.
Wer lesen kann der lese.
Wenn schon die neuere deutsche Geschichte nicht mehr als Anschauungsmaterial mahnen darf, dann aber wohl hoffentlich noch das Alte Testament.
Diffamierung anders denkender Personen als Linksradikale sind irreführend , diffamierend und einfach falsch.
Bösartige Unterstellungen bewirken das Gegenteil von Verständnis und Verständigung.
So und jetzt lese ich meinen Kindern Geschichten vor,
denn wir leben in verschiedenen Welten, haben andere Ansichten und Einstellungen und wir müssen uns auch alle nicht immer verstehen.Das begann schon nach der Vertreibung aus dem Paradies.

F. H.
9 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

“Niemand wird hier in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt.”

Ich würde mich aber eingeschränkt fühlen, wenn meine Ansichten schief gedeutet oder für falsche Rückschlüsse benutzt würden und ich deswegen beschimpft und angefeindet würde.
Das schüchtert doch ein und lehrt, künftig lieber den Mund zu halten.

Wenn Sie das bestreiten, nehmen Sie die Lebensrealität völlig anders wahr als ich.

dmbdd
8 Jahre zuvor

Hallo,
ich habe eine Frage: Das Landgericht Hamburg hat nun im Fall der Politikerin Weidel beschlossen, dass Menschen offen als Nazi-Schlampe bezeichnet werden dürfen.
Der hier besprochene Aufruf zu einer Kampagne gegen Hasskultur ist unbedingt zu unterstützen und findet in vielen Schulen erfolgreich Niederschlag. Der Begriff “Nazi-Schlampe” ist unbestreitbar ein starker Ausdruck, dem ein deeskalierender Gehalt nicht nachzuweisen sein dürfte. Es wäre nun interessant zu wissen, wie man eine solche juristische Entscheidung didaktisch vermittelt, wenn man gleichzeitig zur Sensibilisierung in der Sprache arbeitet und im Zuge o.g. Bildungsoffensive Kompetenzen für einen Abbbau rhetorischer Gwalt vermitteln möchte. Offen sehe ich auch Fragen, die eine Vorbildwirkung öffentlicher Institutionen berühren. Danke für entsprechende Hinweise und Erfahrungen.

Ignaz Wrobel
7 Jahre zuvor
Antwortet  dmbdd

Frau Alice Weidel hat sich inzwischen noch ganz anders geoutet, indem sie generell Moslime als Kopftuchfrauen, Burka-Trägerinnen , Messermänner und anderes nutzloses Gesindel im Bundestag diffamierte . Damit wollte sie bewusst provozieren und generalisiert eine Gruppe einheitlich negativ charakterisieren. Staatstragendes Verhalten sieht anders aus, ein aufgeklärtes Wesen ist dieser Person nicht eigen. Da ist noch viel von dieser Person und anderen einzufordern, damit diese irgend wann einmal überhaupt Verantwortung für unseren Staat übernehmen zu können.
Wenn das die neue Sachlichkeit ist, dann braucht man sich über gegenseitige Anfeindungen nicht mehr wundern. Derartige Leute appellieren an niedere Instinkte .

Bernd
8 Jahre zuvor

Es wäre sinnvoll, den Kontext der Geschichte zu erwähnen: Es ging um Satire – Frau Weidel hat öffentlich geäußert, politische Korrektheit gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. Daraufhin hat die Satiresendung extra 3 anschaulich demonstriert, was ihr selbst passieren kann, wenn politische Korrektheit auf dem Müllhaufen der Geschichte liegt.

Das Zitat aus der Sendung lautet: “Jawoll, Schluss mit der politischen Korrektheit! Lasst uns alle unkorrekt sein, da hat die Nazischlampe doch recht. War das unkorrekt genug? Ich hoffe!” Es gehe in klar erkennbarer Weise um Satire, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sei, urteilte das Landgericht Hamburg. Weidel stehe als AfD-Spitzenkandidatin im Blickpunkt der Öffentlichkeit und müsse überspitzte Kritik hinnehmen. Anders ausgedrückt: Sie muss hinnehmen, dass sie mal jemand beim Wort nimmt.

Cavalieri
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

“Sie muss hinnehmen, dass sie mal jemand beim Wort nimmt.”

Das schon, aber hier hat man dieses Wort verdreht: “Politische Korrektheit” ist nicht zu verwechseln mit anständigen Umgangsformen, und das Gegenteil davon bedeutet nicht, dass jeder jeden beliebig beschimpfen darf.
“Politische Korrektheit” bedeutet heutzutage (leider), dass man Tatsachen nicht erwähnen soll, die der veröffentlichten Meinung von Regierung und öffentl.-rechtl. Medien widersprechen, z.B. wieviele verurteilte Mörder/Totschläger nun Ausländer/Migranten etc. waren, ebenso der Anteil bei den Rauschgifthändlern, oder wieviele Flüchtlinge sich mehrere Identitäten zugelegt haben.
Das Gegenteil davon wäre eigentlich, dass man alle Tatsachen offen (aber nicht übertrieben oder verzerrt) auf den Tisch legen darf, soweit bekannt.
Politiker zu beschimpfen hat damit nichts zu tun, auch dann nicht, wenn sie von der AfD sind. Welche Beschimpfungen dann wiederum strafrechtlich relevant sind, steht wieder auf einem anderen Blatt. Satire darf viel, siehe das berüchtigte Schmähgedicht auf Erdogan.
Sie glauben hoffentlich nicht, dass durch diese Satire Frau Weidel in irgendeiner Weise widerlegt ist. Ob sie Recht hat, steht wiederum auf einem noch anderen Blatt. Dazu nehme ich hier nicht Stellung, weil mir allein schon der Begriff “Müllhaufen der Geschichte” zu seltsam erscheint. Man müsste klären, was da alles schon liegt. Liegen der Hexenwahn und/oder der Jungfräulichkeitswahn auf diesem Müllhaufen? Schon da gehen die Meinungen bestimmt auseinander.

Markus
8 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

O.K. Dass die Seite, auf der ich den Link fand, Texte von Extremisten veröffentlicht, wusste ich noch gar nicht.
Macht aber nichts, denn es ging mir ja um das Buch “Aufstehen statt wegducken” bei Amazon von Justizminister Heiko Maas, das zum Artikel hier passt. Besonders lesenswert fand ich die Kundenrezensionen.
Ich hoffe, dass dieser Link, der zum selben Ziel führt, in Ordnung ist:

https://www.amazon.de/Aufstehen-statt-wegducken-Strategie-Rechts/dp/3492058418

beobachter
8 Jahre zuvor
Antwortet  Markus

“Wenn die besorgten Bürger am rechten Rand im „linksversifften Mainstream“ der politischen Klasse einen Lieblingsfeind ausgemacht haben, dann ist es Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD).”

@Markus
“Besonders lesenswert fand ich die Kundenrezensionen.”

Wenn Sie sich das Buch schon nicht selbst angeschaut haben – dann hier noch eine “andere Besprechung” zur vertiefenden “eigenen” Meinungsbildung.

http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/netz/heiko-maas-hatespeech-bekaempfer-als-hassobjekt-a-1296977

F. H.
8 Jahre zuvor

@beobachter
Muss es immer gleich der “rechte Rand” sein, wenn sich Bürger um die Meinungsfreiheit angesichts unseres Justizministers Heiko Maas Sorgen machen, der mit Macht das Netzwerkdurchsetzungsgesetz durchbringen will?

“UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit kritisiert NetzDG
David Kaye sieht die Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre gefährdet. Der UN-Beauftragte bemängelt außerdem fehlende gerichtliche Aufsicht. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hält das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz für unvereinbar mit europäischem Recht”

http://www.zdnet.de/88300319/…r-meinungsfreiheit-kritisiert-netzdg/

beobachter
8 Jahre zuvor

Nein natürlich nicht!

Es geht um Ihren Verweis auf Kundenrezensionen bei Amazon, auf den ich mich bezog.

Der 1. Satz ist natürlich dem Artikel der FR entnommen – als Aufmacher.

F. H.
8 Jahre zuvor
Antwortet  beobachter

Wo habe ich auf die Kundenrezensionen zum Buch von Heiko Maas bei Amazon verwiesen?
Kommentare bitte genauer anschauen und dem Drang widerstehen, jeden reflexartig als Rechtsaußen zu stempeln, der nicht Ihren politischen Wohnsitz teilt!

beobachter
8 Jahre zuvor
Antwortet  F. H.

@fh
zur 1. Frage: Sie haben Recht.
zum 2. Satz: Ich weiß nicht, was Sie in meine beiden Beiträge (s.o.) hinein interpretieren.
(Beachten Sie z.B. mein “Nein natürlich nicht!”)

F. H.
8 Jahre zuvor
Antwortet  beobachter

Zum 2. Satz: Sie schreiben von besorgten Bürgern “am rechten Rand”, die Heiko Maas als “einen Lieblingsfeind ausgemacht haben”.
Angesichts der Tatsache, dass unser Justizminister mit heißer Nadel ein fragwürdiges Netzwerkdurchsetzungsgesetz gestrickt hat, das er unbedingt noch vor der neuen Bundestagswahl durchbringen will, braucht man als politisch interessierter Mensch keine rechtsextreme Gesinnung, um besorgt zu sein. Sogar der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit, David Kaye, hat ja erhebliche Bedenken gegen dieses Gesetz erhoben und er dürfte garantiert nicht “am rechten Rand” wohnen.
Inzwischen habe ich mir bei Amazon auch ein paar Rezensionen des Buches “Aufstehen statt wegducken” durchgelesen. Sie waren durchweg katastrophal. Auch hier würde ich nicht wie Sie oder die Frankfurter Rundschau sofort an einen Shitstorm von Rechtsextremisten gegen Heiko Maas denken. Es könnte doch sein, dass sein Buch tatsächlich grottenschlecht ist und auf über 200 Seiten gebetsmühlenartig gegen politisch unkorrekte Ansichten zu Felde zieht, vor allem gegen die AfD. So empfinden es jedenfalls die Rezensenten und muss man sie gleich “am rechten Rand” vermuten, wenn sie diese durchsichtige Masche verurteilen? “Aufstehen” sollte nicht Aufwiegeln bedeuten, besonders nicht für einen Justizminister.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  F. H.

Steht die AfD für Sie denn nicht am rechten Rand?

F. H.
8 Jahre zuvor
Antwortet  F. H.

Was soll die billige Suggestivfrage?
Es geht darum, ob es richtig ist, dass ein Justizminister sich in einem Buch an der Hetze gegen eine demokratisch zugelassene Partei beteiligt und ein sogenanntes Netzwerkdurchsetzungsgesetz verabschiedet haben will, das höchste Bedenken (auch beim Experten für Meinungsfreiheit der UNO ) auslöst.

Küstenfuchs
8 Jahre zuvor
Antwortet  F. H.

Wie das Buch ist, kann hier offenbar keiner sagen, weil es keiner gelesen hat. Und die meisten Rezensionen bei Amazon mit einem Stern erfüllen zumeist gerade so die Mindestanzahl an Wörtern und sind von einer solchen Oberflächlichkeit, dass ich davon ausgehe, dass von den Schreiberlingen auch kaum einer das Buch gelesen hat. Viele wollen sich nur mal auskotzen und sagen, was sie von Maas halten.

Kommen wir nun aber mal zurück zu dem Artikel hier: Wir sollten unserer Jugend schon beibringen, dass es Unterschiede zwischen einer Meinungsäußerung und einem Hasskommentar gibt. Ein intellektuelles Niveau oberhalb der Asi-TV-Schwelle muss Grundvoraussetzung einer ernstzunehmenden Meinungsäußerung sein, ebenso die Vermeidung von Pauschalisierungen und Beleidigungen.

beobachter
8 Jahre zuvor
Antwortet  F. H.

@fh
Sie haben meinen Beitrag nicht verstanden – leider!

Nicht ich (!) schreibe von besorgten Bürgern „am rechten Rand“, die Heiko Maas als „einen Lieblingsfeind ausgemacht haben“. Sondern? Jaa, steht oben! 🙂

Und ich kann sicherlich den Kundenrezensionen bei Amazon ein anderes “Lesestück” entgegensetzen. Wie auch oben erwähnt – zur eigenen vertiefenden, erweiterten Meinungsbildung!

F. H.
8 Jahre zuvor
Antwortet  F. H.

“Sie haben mich leider nicht verstanden” kenne ich vom Rhetorikkurs der Volkshochschule für Anfänger, wenn sich jemand ertappt fühlt.
Kommen Sie mir also bitte nicht damit und verweisen Sie auch bitte nicht auf oben, so als sei dort tatsächlich eine einleuchtende Erklärung zu finden.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  F. H.

Das war keine “billige Suggestivfrage”, sondern eine ernst gemeinte Verständnisfrage. Sie schreiben: “Es könnte doch sein, dass sein Buch (…) auf über 200 Seiten gebetsmühlenartig gegen politisch unkorrekte Ansichten zu Felde zieht, vor allem gegen die AfD. So empfinden es jedenfalls die Rezensenten und muss man sie gleich „am rechten Rand“ vermuten, wenn sie diese durchsichtige Masche verurteilen?”

Damit lassen Sie Sympathien für die AfD erkennen – und legen nahe, dass Sie und andere AfD-Sympathisanten fälschlicherweise am “rechten Rand” verortet würden. Das möchte ich genauer wissen: Wo steht für Sie denn die AfD, wenn nicht am “rechten Rand”?

Die Nummer mit der “demokratisch zugelassenen Partei” können Sie sich übrigens schenken. In Deutschland gibt es keine “demokratisch zugelassenen Parteien” – wenn eine Partei die formalen Voraussetzungen erfüllt, dann kann sie zu einer Wahl antreten. Eine “demokratische Zulassung” existiert nicht. Das gilt auch für die NPD – bekanntermaßen eine Partei, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Steht die für Sie vielleicht auch nicht am “rechten Rand”?

beobachter
8 Jahre zuvor

@fh
Dann ist es wohl nicht-gelingende Kommunikation zwischen uns.

Ihr (verbales) Verhalten ist ein Paradestück für das 2. Axiom von Paul Watzlawick:
“Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersten bestimmt.”

Sie werten in der Diskussion die Argumente von mir ab, weil sie meine Position (und dann projiziert meine Person) nicht leiden können. (Über das Niveau will ich mich nicht auslassen, da sprechen Sie für sich.) Mit der Inhaltsebene hat das nichts zu tun. Aber warum so aggro?

Ist es nicht auch das, worum es in diesem Forum (und vllt auch im Buch) geht?

Weiter kann ich dazu nichts sagen, der Kurs an der Volkshochschule (Kommunikation 1 für Dummies) hat gerade erst angefangen.

Ursula Prasuhn
8 Jahre zuvor
Antwortet  beobachter

Ihr Argument mit dem 2. Axiom des großen Paul Watzlawick muss ich mir merken.
Was könnte sich doch jeder an Diskussionsmühen sparen, wenn er dem Meinungsgegner nur noch zu sagen brauchte: “Ihr (verbales) Verhalten ist Ausdruck der Tatsache, dass Sie mich nicht leiden können, und Ihre Antipathie auf meine (guten) Argumente übertragen.”
Auf dieser Schiene eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten des Rechthabens – bis hin zu den beliebten Phobie-Vorwürfen, die unerwünschte Denkweisen zum Beweis einer zwar krankhaften, dennoch aber empörenden Aversion gegen bestimmte Menschen machen.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Ihr Beitrag, Frau Prasuhn, ist ein weiteres anschauliches Beispiel dafür, wie hier – von Ihnen und anderen – versucht wird, Stimmung für eine Rechtsaußen-Bewegung zu machen. Sachargumente? Fehlanzeige. Stattdessen: Gejammer auf Emo-Ebene (nämlich Ihre ewige Leier von den ach so verfolgten AfD-Freunden).

Da meldet sich unvermittelt ein “Markus” zu Wort, der – ohne Bezug zur Diskussion oben zu nehmen – Heiko Maas hier ins Spiel bringt. Und sofort springen ihm reflexartig Menschen zur Seite, die in diesem Forum sich immer wieder mit radikalen Positionen zu Wort melden. Ihre Position, Frau Prasuhn, haben Sie ja in Ihren Beiträgen oben schon zur Genüge kundgetan – Sie schreiben: “Kein vernünftiger Mensch wird annehmen, dass sich große Teile der Bevölkerung immer mehr Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit gefallen lassen durch willkürliche Hass-Unterstellungen je nach Fantasie und Geschmack der Meinungsgegner.” Was konkret bedeutet: freie Bahn für Hetzer, Schreibtischtäter und geistige Brandstifter.

Woher Sie Ihre Weisheiten nehmen, haben Sie hier ja auch schon öffentlich gemacht. Sie zitieren oben aus “eigentümlich frei” – einem rechtsextremistischen Blog, der auch verurteilten Volksverhetzern wie Akif Pirincci eine Plattform bietet. Dazu passt, dass Sie hier auf News4teachers ja auch schon gefordert haben, “notfalls” auf Flüchtlinge an der Grenze schießen zu lassen. Man wird ja wohl noch ein bisschen von Mord und Totschlag fabulieren dürfen …

Ursula Prasuhn
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Danke für Ihren weiteren Angriff auf meine Person, werter Bernd. Es ist mir immer wieder eine Ehre, von Ihnen interpretiert, zensiert und beschimpft zu werden.
Ich muss Ihnen und Ihren Freunden mit meinen Kommentaren fürchterlich gegen den Strich gehen und das finde ich gut so.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Sie als Person interessieren mich nicht die Bohne. Genauso wenig wie mich die Gaulands und Höckes dieser Republik als Personen interessieren. Mich beschäftigt die Masche, mit Unschuldsmiene und den immer wieder gleichen Floskeln den rechtsradikalen Pöbel anzusprechen und anzuheizen – unter dem scheinheiligen Motto: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen … Und wenn dann Kritik kommt, wird laut von einer “Meinungsdiktatur” gejammert.

Glauben Sie ernsthaft, mit dieser billigen Nummer noch durchzukommen?

Pälzer
8 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

“Sie als Person interessieren mich nicht die Bohne.”
Ja, das merkt man.

dmbdd
8 Jahre zuvor

Bernd, vielleicht kommen Sie zum Thema zurück und versuchen persönliche Diffamierungen zu unterlassen, wenn jemand nicht grundsätzlich Ihre Meinung teilt. Abgesehen davon bringt eine Pauschalisierung niemandem etwas, ja Pauschalisierungen stehen immer im Verdacht aufgrund von Argumentationsnot zu erfolgen. Und nicht zuletzt sehen wir gerade heute wieder, was die Verharmlosung auch von linksradikalen Netzwerken, denen es übrigens massiv an Bildung mangelt, bringt: Nichts außer gesellschaftlichen Schaden.

Reni
8 Jahre zuvor
Antwortet  dmbdd

Persönliche Diffamierungen kann nur vermeiden, wer unrechtsbewusst ist. Wer jedoch glaubt, er sei zu Beschimpfungen sogar berufen, um Staat und Gesellschaft vor einer Heerschar heimlicher Rechtsradikaler zu beschützen, der wird noch stolz auf sein Tun sein sich als Retter unserer Demokratie fühlen. Er wird sich verkannt und zu Unrecht kritisiert vorkommen.
Alle Extremisten, egal aus welchem Lager, haben dieses übersteigerte Selbstbewusstseinl, diesen Mangel an Mäßigung und dieses arrogante Sendungsbewusstsein. Da gibt es zwischen den Fronten keinen Unterschied. Jeder fühlt sich im Besitz der Wahrheit und damit dem Recht zu Grenzüberschreitungen. Der Zweck heiligt fast jedes Mittel.
Darum rufen Appelle an einen gesitteten Umgang mit Meinungsgegnern eher auf Selbstmitleid als auf Einsicht hinaus.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Reni

Lustig, Ihre biblischen Worte, Reni. Dummerweise entbehren sie jeder Grundlage – wo habe ich (ich soll ja wohl gemeint sein) jemanden beschimpft? Wo habe ich, dmbdd, pauschalisiert?

Ich habe das Gegenteil getan: Ich habe konkretisiert – nämlich am konkreten Einzelfall anschaulich gemacht, was hinter so manchem Beitrag hier steckt (der selbst übrigens nichts anderes tut als “beobachter” herabzuwürdigen). Ich habe auch nur das zusammengefasst, was Frau Prasuhn bislang auf News4teachers so alles geäußert hat, habe ihre Quelle offengelegt und dabei keine einzige beschimpfende oder beleidigende Formulierung gebraucht. Bedroht habe ich sie auch nicht. Wenn ich irgendetwas falsch zusammengefasst hätte, hätte Frau Prasuhn ja auch hier widersprechen können – hat sie aber nicht.

Ihre Formulierung, Reni, reizt mich zu einer Nachfrage. Sie schreiben offenbar ironisch von einer “Heerschaar heimlicher Rechtsradikaler” – meinen Sie denn nicht, dass wir in Deutschland ein Problem mit dem Rechtsradikalismus haben? Oder, um auf das Kernthema dieser Diskussion zurückzukommen: Meinen Sie nicht, es bedürfe einer Bildungsoffensive gegen die sich auf rechtsradikaler Seite ausbreitende Hass-Kultur?

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

PS. Es ist bezeichnend, dass ich auf keine meiner konkreten Nachfragen an die Vertreter des rechten Lagers hier eine Antwort bekomme. Mal sehen, ob jetzt was kommt …

Reni
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Meinen Sie z.B. diese Frage: “Glauben Sie ernsthaft, mit dieser billigen Nummer noch durchzukommen?”
Meinem Verständnis nach ist das alles andere als eine echte Frage, was Sie bei etwas Ehrlichkeit auch zugeben könnten.
Oder: “Steht die für Sie (gemeint ist die AfD) vielleicht auch nicht am „rechten Rand“?
Das ist ebenfalls keine echte, sondern nur eine rhetorische Frage, was Sie gleichfalls zugeben könnten.
Abgesehen von dem, was Sie sonst noch so fabrizieren, sollten Sie im eigenen Imageinteresse nicht ausgerechnet Ihre hinterhältigen Fragen als aufrichtiges Interesse verkaufen. An dieser Stelle passt übrigens Ihre eigene Frage: “Glauben Sie ernsthaft, mit dieser billigen Nummer noch durchzukommen?”

Auch Ihre Frage an mich ist rhetorischer Art. Dennoch will ich Sie beantworten, bevor Sie wieder ins Jammern verfallen, dass keiner Ihre ach so konkreten Fragen beantwortet.
Klar ist natürlich, worauf ich mich bei Ihnen mit einer ehrlichen Antwort einlasse. Es macht aber keine Angst mehr, wenn man durch Ihre vielen Kommentare weiß, wie Sie ticken und ein Großteil der Leser vermutlich Ihre Reaktion einzuordnen weiß.

Meine Antwort: Doch ich meine, dass wir in Deutschland ein großes Problem mit Radikalismus und Radikalisten haben, die sich sowohl am äußersten rechten als auch äußersten linken Rand des politischen Spektrums befinden. Eine dritte, rasant wachsende Gruppe muss auch erwähnt werden, nämlich die Salafisten bzw. Islamisten.

Den Blick nur auf die Rechtsradikalen zu lenken und diese Gruppe in der Darstellung bis zum Geht-Nicht-Mehr und einem Millionenheer aufzublasen, jeden hinzuzurechnen, der sich nicht ausdrücklich gegen die AfD ausspricht, ist dumm und verantwortungslos oder auch bewusste Meinungsmache, um den Blick von den anderen Hassern, Hetzern, Gewaltpredigern und -tätern abzulenken, die einem weniger unsympathisch sind.
Von mir aus darf es auch gern eine Bildungsoffensive gegen die Hasskultur geben (siehe Artikel), aber bitte nicht eine nur gegen Rechts. Sie verschweigt den Schülern über die Hälfte des Problems und vermittelt ihnen ein schiefes Bild.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Die beispiellose Hetz- und Hasswelle, die derzeit das Internet flutet, ist aber kein Problem, das Salafisten und Linksradikale verursachen würden – sondern Rechtsradikale.

Aktueller Bericht von heute, aus der tagesschau: “Die Polizei ist am Dienstag mit bundesweiten Razzien gegen die Verfasser von Hasskommentaren im Internet vorgegangen. Beamte durchsuchten Wohnungen von 36 Beschuldigten in 14 Bundesländern. Anlass war der zweite bundesweite Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings. Einsätze gab es laut dem federführenden Bundeskriminalamt (BKA) in allen Bundesländern außer Hamburg und Rheinland-Pfalz. Vorwiegend ging es um rechtsradikale Volksverhetzung.” (Und zwar nicht deshalb, um einen möglichen Einwand von Ihnen gleich vorwegzunehmen, weil nur rechtsradikale Hetzer in den Fokus genommen worden wären – es fanden sich kaum linksradikale in dem Metier.)

Bericht (aus der Zeit) vom April: “Straftaten mit politischem Hintergrund nehmen weiter zu; verantwortlich sind meist rechtsradikale Täter.”

Zur AfD: “Rechtsextremisten haben in der AfD eine politische Heimat gefunden. Auch unter den Anhängern von Pegida sind rechtsextremistische Einstellungen stark ausgeprägt, hier sammeln sich Islamfeinde, Verschwörungstheoretiker und Menschen, die sich von den politisch Verantwortlichen nicht mehr verstanden fühlen. Was sich bisher nur in der öffentlichen Wahrnehmung zeigte, ist jetzt auch durch eine aufwändige Studie der Universität Leipzig belegt.” (Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-06/rechtsextremismus-afd-wahlen-zuspruch-universitaet-leipzig)

Und es gibt aus Ihrer Sicht keinen Zusammenhang zwischen der Hass- und Gewaltwelle und dem Auftreten der AfD?

Übrigens: “Meinungsmache, um den Blick von den anderen Hassern, Hetzern, Gewaltpredigern und -tätern abzulenken, die einem weniger unsympathisch sind” – die betreiben Sie selbst, in dem Sie (wie auch schon andere vor Ihnen hier in diesem Forum) rechtsradikale Untaten mit Verweis auf linksradikale zu relativieren versuchen.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

PS. In einem Punkt haben Sie allerdings recht: Natürlich muss sich eine Bildungskampagne gegen Hass und Gewalt in der politischen Auseinandersetzung gegen alle Erscheinungsformen von Radikalismus wenden. Das ist aber keine Frage der “Ausgewogenheit” – sondern der realen Erscheinungsformen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nun mal Phänomene, die vor allem unter Rechtsradikalen auftreten.

Reni
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

@Bernd
Klare Antwort: Nein, es gibt aus meiner Sicht keinen Zusammenhang zwischen der Hass- und Gewaltwelle und dem Auftreten der AfD. Im Gegenteil, ich sehe AfD-Vertreter und Mitglieder sowie Hoteliers, die Räume für AfD-Versammlungen zur Verfügung stellen, einer beispiellosen Hetze mit Gewaltaufrufen und -anwendungen ausgesetzt.
Über diese Hassdelikte können Sie sich selbst informieren, falls überhaupt Interesse besteht. Zitate und Artikelausschnitte möchte ich Ihnen nicht zumuten.

Von AfD-Gewalttaten habe ich im Gegensatz zu Terrorakten von Linksextremisten oder Islamisten noch nie etwas gehört. Bei der AfD wird dagegen jeder Pups zum Anlass für Verdächtigungen und Verteufelungen genommen.
Ich kann doch nicht so tun, als wäre ich blöd, kriegte nichts mit und müsste Hasspredigten gegen die AfD ohne nachzudenken Glauben schenken, weil sich das für jeden anständigen Bürger angeblich so gehört.
Dann gelte ich hie und da lieber als unanständig und lasse mich beschimpfen, bevor ich mich zum Lemming machen lasse.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Damit ist die Katze aus dem Sack.

Klar, dass Sie als AfD-Anhängerin kaum Rechtsextreme wahrnehmen – rechts von der AfD gibt’s ja nicht mehr viel.

Reni
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Kein Wunder, dass es “aus dem Sack ist”, wonach Sie die ganze Zeit fieberhaft gesucht und voller Sehnsucht gelauert haben. Ich war schon verwundert, dass es eines weiteren für Sie vermutlich unangenehmen Kommentars bedurfte, damit Sie mich wie gewohnt dem rechtsextremistischen Lager zuordnen.
Ich erlaube mir, Ihre eigene “konkrete Nachfrage”, bei der Sie beklagen, keine Antwort erhalten zu haben, nochmals an Sie selbst zu richten: “Glauben Sie ernsthaft, mit dieser billigen Nummer noch durchzukommen?”
Und ich bitte nachdrücklich um eine Antwort, damit Sie zeigen, wie man auf eine solch “konkrete Nachfrage” eingeht. Das müsste für Sie und Ihre Vorstellungen vom wünschenswerten Eingehen auf klare Fragen nicht nur ein Leichtes sein, sondern eine gute Gelegenheit zum Zeigen, wie’s geht.

jagothello
8 Jahre zuvor

Bernd, Sie haben völlig Recht. Man muss nur einmal auf mit der AfD assoziierten Facebookseiten die hämischen Hass-Kommentare zu dem Anschlag auf Muslime in London vom Wochenende lesen. Eine mir gut bekannte Schulleiterin aus Dresden führt das enorme AfD-Potential in Sachsen, das sie sogar in ihrem Kollegium wahrnimmt, auf die Tatsache zurück, dass es nach 1945 kaum Entnazifizierungsmaßnahmen oder eine sonstwie geartete Aufarbeitung des Nationalsozialismus gegeben hätte. Wie auch immer. Olaf Henkel, Mitbegründer der AfD, bereut heute glaubhaft (jedenfalls empfinde ich es so) den größten Fehler, den er in seinem Leben begangen habe: Mit dieser Gruppierung ein Sammelbecken für Rechtsradikale geschaffen zu haben. Ich halte diese Entwicklung für ausgesprochen gefährlich und bin Ihnen dankbar, dass Sie so klar gegen Neonazis Stellung beziehen!

A. S.
8 Jahre zuvor
Antwortet  jagothello

Na ja, ob Unterstellung, Verleumdung und Beschimpfung von Menschen, die anderer Meinung sind, etwas Lobens- und Dankenswertes ist, möchte ich doch sehr bezweifeln. Das hat nichts mit einer seriösen Anti-Nazi-Haltung zu tun.
Ebenso wenig ist für mich die berüchtigte Antifa ein wirklich antifaschistischer Verein. Wäre er einer, dürfte er sich nicht typisch faschistischer Methoden bedienen.

Denunziantentum und (verbale) Gewaltakte gegen Andersdenkende zu fördern, war bekanntlich ein beliebtes Machtmittel der Nazis. Diese Sauerei zu übernehmen zwecks Erringung von Meinungsmacht und dabei noch vorzugeben, Stellung gegen Nazis zu beziehen, ist nicht mehr komisch, es ist widerwärtig.

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  A. S.

Die übliche Nummer: Statt sich mit dem Rechtsradikalismus vieler AfD-Anhänger, dem Thema hier, zu beschäftigen, wird auf Linksradikale verwiesen – macht das die AfD weniger rechtsradikal?

Wir brauchen ja alle nur mal die Berichterstattung auf News4teachers nachzuvollziehen, dann wissen wir, woran wir bei der AfD sind:

http://www.news4teachers.de/2017/03/problem-ist-dass-hitler-als-absolut-boese-dargestellt-wird-was-schueler-ueber-nazi-deutschland-lernen-sollen-wenns-nach-der-afd-geht/

http://www.news4teachers.de/2017/01/afd-groesse-hoecke-selbst-geschichtslehrer-von-beruf-schulen-machen-deutsche-geschichte-mies-und-laecherlich-wegen-holocaust-gedenkens/

http://www.news4teachers.de/2016/06/journalisten-schueler-checken-politiker-aussagen-im-fernsehen-spitzenreiter-bei-den-falschmeldungen-afd-chefin-frauke-petry/

Das Schöne ist, dass die bürgerliche Fassade langsam, aber sicher bröckelt – und immer mehr Menschen in Deutschland erkennen, was dahinter zum Vorschein kommt:

https://www.merkur.de/politik/umfrage-zur-afd-bei-bundestagswahl-2017-in-aktueller-prognose-auf-jahrestief-zr-8076933.html

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Und wem die Berichte auf News4teachers noch nicht reichen, der kann sich ja mal die AfD im O-Ton zu Gemüte führen.

In einer gemeinsamen Mail an die AfD-Mitglieder haben die ParteifunktionäreJörg Meuthen, Alexander Gauland und Paul Hampel geschrieben: „Der Feind steht im Lager der Konsensparteien von CDU, SPD, Grünen und Linken.“ Wohlgemerkt: “der Feind”! – eine solche Bezeichhung für politische Gegner kannten wir bislang nur aus der DDR und aus Nazi-Deutschland.

Gauland hat jüngst ja noch mal nachgelegt: Nun sei „in der Tat Frau Merkel mit ihrer verheerenden Flüchtlingspolitik wieder die Hauptgegnerin – ja ich würde fast sagen – die Hauptfeindin der AfD“.

Oder Björn Höcke. O-Ton vor der Jungen Alternative in Dresden am 17. Februar 2017: “Ich weise euch einen langen und entbehrungsreichen Weg, ich weise dieser Partei einen langen und entbehrungsreichen Weg, aber es ist der einzige Weg, der zu einem vollständigen Sieg führt, und dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD.”

Nur mal zum Vergleich: “Ich frage euch: Glaubt ihr mit dem Führer und mit uns an den endgültigen totalen Sieg des deutschen Volkes? Ich frage euch: Seid ihr entschlossen, dem Führer in der Erkämpfung des Sieges durch dick und dünn und unter Aufnahme auch der schwersten persönlichen Belastungen zu folgen?” Goebbels Rede im Berliner Sportpalast (“Wollt Ihr den totalen Krieg”), 18. Februar (sic!) 1943

Es ist lächerlich, A. S., die AfD-Kameraden hier quasi zu Nazi-Opfern erklären zu wollen. Geht’s noch bescheuerter?

F. H.
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Sind Sie sicher, den Beitrag von A. S. richtig verstanden zu haben oder mussten Sie mal wieder missverstanden, um eine unliebsame Aussage lächerlich machen zu können?
Es gehört schon einiges an Böswilligkeit dazu, A.S. zu unterstellen, er/sie wolle AfD-Anhänger zu Nazi-Opfern erklären.

Stefan B.
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Erwarten Sie von B. etwa Liebenswürdigkeit?
Auf seine Beiträge einzugehen, erfüllt das Sprichwort “Perlen vor die Säue werfen”.
“Geht’s noch bescheuerter?” So fragt keiner, mit dem zu diskutieren lohnt.

sofawolf
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

@ Stefan B.,

ich verfolge zwar diesen Themenstrang nicht, aber zu der zitierten Äußerung möchte ich grundsätzlich sagen: Leider toleriert die Redaktion sowas (wenn man es begründet), was ich persönlich aber nicht schön finde.

———————————————————————————————–
ZITAT:

“30. Mai 2017 um 20:53
Sehr geehrter Sofawolf,
[…]
Es geht hier nicht um Stilfragen – wir sind kein Mädchenpensionat. Wir lassen auch hitzige Diskussionen laufen. Wenn jemand begründet, warum er die Behauptung eines anderen für Unsinn hält, dann ist das legitim. Nicht legitim ist es, hier einen Beitrag zu posten, der einfach nur beleidigen soll – und nichts zur Debatte beiträgt. “

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Pfffff. Lustig, die künstliche Empörung einer Klientel hier zu lesen, die – wenn sie sich unter sich wähnt – nicht so zimperlich ist, um gegen Ausländer, Flüchtlinge oder “Systemparteien” herzuziehen.

Dooferweise ist heute die Kommunikation der Sachsen-Anhaltinischen WhatsApp-Gruppe der AfD öffentlich geworden – ein bizarres Psychogramm kranker Geister.

Zitate gefällig? “Mit der Machtübernahme muss ein Gremium alle Journalisten und Redakteure überprüfen und sieben. Chefs sofort entlassen, volksfeindliche Medien verbieten.”

“Die Politikdarsteller der Kartellparteien gehören zu den aktuellen Lebensrisiken des deutschen Volkes. Dieses Risiko zu mindern und auszuschalten ist das oberste Ziel unserer politischen Arbeit.”

“Ich habe 4 Kinder, die überlasse ich nicht dem Muselmanenglaube (der keiner ist) Ich bin auch ein guter Schütze, also hohe Trefferquote Ich beabsichtige privat noch einen Waffenschein zu machen.”

“Wir sind der Rettungsanker unserer Nation!”

Spiegel-Online liefert eine lesenswerte Analyse. Fazit: “Die Opfer-Pose ist dabei so zentral, weil sie der Gruppe ermöglicht, mit voller Härte ‘zurückzuschlagen’. Notwehr ist der psychologische Mechanismus, mit dem sich Gewalt am einfachsten legitimieren lässt. Dieser Gewaltwunsch quillt immer wieder hervor …”

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/afd-leaks-psychogramm-einer-partei-im-sinkflug-kolumne-a-1153365.html

Lieber Sofawolf, bevor Sie sich in Diskussionen begeben, sollten Sie schon mal auf den Zusammenhang geschaut haben. Sonst kann es Ihnen passieren, sich hier ungewollt in einem Rudel Rechtsradikaler wiederzufinden.

ysnp
8 Jahre zuvor

Irgendwie finde ich es schon nervig, dass immer wieder diese Diskussion aus der Versenkung geholt wird. Da denkt man, jetzt ist endlich mal Ruhe, dann fängt wieder einer an und andere gehen darauf ein. Und das Hauen und Stechen geht wieder los. Ich glaube jeder, der nur mitliest, hat es kapiert um was es dem anderen jeweils geht.

Anna
8 Jahre zuvor
Antwortet  ysnp

Liebe/r ysnp,

ich glaube nicht, dass jeder Leser versteht, worum es geht. Dafür muss man schon die Diskussionen auf N4t verfolgen. Dann (aber eben nur dann) ist offensichtlich, dass es immer wieder Versuche einer – nennen wir’s vorsichtig – rechtslastigen Gruppe gibt, das Forum zu übernehmen und mit Andeutungen, aber selten konkreten Äußerungen, Stimmung für die AfD und gegen unsere offene Gesellschaft zu machen. Dass das hier nicht unwidersprochen durchgeht, wie in so vielen anderen Foren im Netz, empfinde ich als überaus wohltuend.

Im Gegenteil: Ich würde mir manchmal mehr Leute wünschen, die die Rechtsandeuter hier in ihre Schranken weisen. Das ist eine Seite für Lehrer – und ich garantiere Ihnen: Von denen haben die wenigsten in den vergangenen Jahren eine Schule von Innen gesehen.

Herzliche Grüße
Anna

jagothello
8 Jahre zuvor

Ich nehme hier niemanden als “rechtsradikal”, “linksradikal” oder sonstwie radikal wahr. Mir fällt aber auf, dass mit derartigen Begriffsschablonen in diesem Forum Positionen diffamiert werden; wenig angemessen für einen Berufsstand aus der bürgerlichen, gebildeten Mitte. Eigentlich ist das schade, denn unterschiedliche Erfahrungen und Überzeugungen (keine Ideologien!) könnten dazu beitragen, den Berufsalltag von Lehrern zu bereichern. Vielleicht ist das hier kein “Mädchenpensionat”, aber Kampfzone haben wir alle doch wohl tagsüber schon genug.

Beate S.
8 Jahre zuvor
Antwortet  jagothello

@Anna
Meine Wahrnehmung ist eine andere als Ihre. Ich habe nicht den Eindruck, dass es hier eine rechtslastige Gruppe gibt, die “Stimmung für die AfD und gegen unsere offene Gesellschaft zu machen” versucht.

@jagothello
Ich teile Ihre Wahrnehmung, dass mit ‘Begriffsschablonen wie „rechtsradikal“, „linksradikal“ oder sonstwie radikal in diesem Forum Positionen diffamiert werden’.
Ich möchte noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass außer den Positionen auch die Personen diffamiert werden, die diese Positionen vertreten.

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  Beate S.

Wenn man die Äußerungen von AfD-Mitgliedern über Journalisten liest , wie Säuberungen etc., und die Aüßerungen von deren Spitzenvertretern zu anderen Parteien kennt, dann gruselt man sich .
Und die Masche mit dem Schüren von Ängsten gegenüber Migranten, die EU-Skepsis und nächtlichen Aufzüge von ostdeutschen Patrioten zieht einfach nicht mehr.
Und inzwischen schreibt und berichtet die Presse einfach nicht mehr über diese AfD, und niemand vermisst diese AfD, welche zunehmend ihren liberalen Flügel durch Austritte verliert. Zurückbleiben die Höckes, die Gaulands und alle mit ihrer gröhlenden Polemik ohne politischen Sachverstand. Dieser Vereint verschreckt die Bürger und findet keine Resonanz mehr im bürgerlichen Lager.

Anna
8 Jahre zuvor

Welche Positionen werden denn aus Ihrer Sicht hier als rechtsradikal diffamiert?

Ist es denn nicht rechtsradikal, um mal ein konkretes Beispiel zu nennen, das Schießen auf Flüchtlinge an der Grenze als legitim darzustellen? Ist es nicht rechtsradikal, die AfD – die nach eigenem Bekunden in den Schulen ein anderes, “ausgewogeneres” Bild von Hitler-Deutschland und dem Judenmord vermitteln lassen will – hier als reine Opfergruppe darzustellen, die kein Wässerchen trüben kann? Lässt sich ernsthaft darüber diskutieren, ob Deutschland eine “Meinungsdiktatur” ist, weil Volksverhetzung unter Strafe steht? Sollen wir ernsthaft darüber hier sprechen, ob es – wie hier behauptet wird – “Parallelen zwischen dem Repressionssystem der DDR und dem heutigen Deutschland gibt” (was natürlich Gegengewalt rechtfertigt)? Sollen wir ernsthaft hier darüber diskutieren, ob es überhaupt Rechtsradikale gibt – wenn gleichzeitig der Bundesinnenminister eine historisch beispiellose rechtsradikale Hetz- und Gewaltwelle in der Bundesrepublik feststellt?

Sorry, ich habe keine “Kampfzone” in meinem Klassenzimmer, wohl aber genug zu tun. Zur klaren Kante gegenüber Leuten, die sich gegen unsere offene Gesellschaft wenden, reicht die Kraft aber schon noch.

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Am besten ist es diesen Wahlverein von ewig gestrigen zu ignorieren. Also kein Bericht, keine Information, keine Interviews.

Nathalie
8 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Hallo, Redaktion,
den vermutlich zuletzt gelöschten Kommentar von heute früh habe ich noch gelesen. Eine öffentliche Beschimpfung konnte ich nicht feststellen, stattdessen eine begründete Kritik an Ihrem Verhalten.
Die Anrede „Liebe AfD-Anhänger“ wurde kritisiert, die auch mir aufstößt, weil man die Absicht merkt und verstimmt ist.
Ich finde auch befremdlich, wenn eine Redaktion fragt: „Haben wir irgendwie „blöd“ auf der Stirn stehen?“ Der Tonfall ist unpassend.
Das ist meine Meinung zur Löscharbeit von heute Morgen. Über die anderen kann ich mir wegen Unkenntnis kein Urteil erlauben.

Küstenfuchs
8 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,
weil man sich mit ihren Positionen und ihrem Vorgehen immer wieder Gegenwind einfängt, möchte ich einfach mal volle Zustimmung zu ihrer Handhabung des Forums ausdrücken und mich für die ehrenamtliche Arbeit bedanken.
Liebe Grüße von der Küste
Küstenfuchs

Ursula Prasuhn
8 Jahre zuvor

@Redaktion
Ihre Anwort an Nathalie klingt einleuchtend. Es fragt sich jedoch, was unter „politischer Propaganda“ oder „Unsinn“ verstanden wird. Da dürften die Meinungen weit auseinander gehen.
Zitat: „Und wer dazu nichts Inhaltliches beizutragen hat, der ist hier falsch – und dessen Beitrag wird gelöscht…, der kann sich gerne ein anderes Forum suchen“
Auch hier ist zu fragen, was „nichts Inhaltliches“ bedeutet. Als „Unsinn“ oder „inhaltsleer“ ist doch jeder geneigt das anzusehen, was gegen seine eigenen politischen, gesellschaftlichen oder sonst wie gearteten Überzeugungen geht, auch wenn der andere seine Meinung gut begründet.
Auf pädagogischem Gebiet ist das nicht anders. Wer für die Inklusion ist, wird bei störenden Einwänden sofort „Unsinn“ oder „behindertenfeindlich“ rufen wollen. Sein Kontrahent würde am liebsten mit „gutmenschlich“ oder „realitätsblind“ dagegenhalten.
Bei politischen Auseinandersetzungen, zu denen auch der Artikel über eine Bildungsoffensive gegen die Hass-Kultur anregt, ist die Gefahr persönlicher Diffamierung besonders groß. Hier möchte ich ausdrücklich „jagothello“ in seiner Wahrnehmung beipflichten, dass in diesem Forum mit Radikalismusvorwürfen Positionen diffamiert werden. Zum Beispiel wurde ich u. a. als Rechtsextreme bezeichnet, die sich den Anschein von Gutbürgerlichkeit gibt.
Auch wenn mich diese Diffamierung wegen ihrer Plumpheit und Durchsichtigkeit wenig tangierte, war ich doch erstaunt, dass sie ebenso wenig gelöscht wurde wie ähnliche Attacken auf weitere Diskutanten, bei denen ich nur eine andere Meinung sah, aber keinerlei Radikalität.
Ich denke, Ihre Erklärung der Löschungen ist zu interpretations- und missdeutungsanfällig. Leser und Diskutanten können die die sog. Netiquettevorschriften nicht mehr eindeutig nachvollziehen – besonders dann nicht, wenn sie wiederholt etwas als Beschimpfung empfinden, das aber ungestraft bleibt, während andere Kommentare, die sie noch gelesen haben und vergleichsweise harmlos fanden, plötzlich als Beleidigung des Meinungsgegners von der Bildfläche verschwinden.
Löschungen könnten meines Erachtens verständlicher sein, wenn sie vor allem typische Verleumdungen und Beleidigungen beträfen, die jeder leicht nachvollziehen kann.
Ob ein Beitrag inhaltsschwer oder inhaltsleer ist, ob er Sinn macht oder unsinnig ist, ob er als Propaganda oder als Verschwörungstheorie einzustufen ist, darüber bestehen je nach Lagerdenken zu unterschiedliche Vorstellungen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich kann und will nicht in Ihr selbstverständliches redaktionelles Hausrecht eingreifen, zu dem Beitragslöschungen nach Ihren Maßstäben gehören. Allerdings möchte ich für einfachere und klarere Netiquette-Regeln plädieren, die für weniger Missverständnisse und Unmut sorgen könnten.

gudrun
8 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich fände gut, wenn “extreme Positionen” nicht “nach Erinnerung” behauptet würden, sondern schwarz auf weiß mit Link zum Gesamtkommentar (Kontext) nachzulesen wären.

Ich fände auch gut, wenn persönliche Beleidigungen grundsätzlich zur Löschung eines Kommentars führten und nicht beim einen als Verstoß gegen die Netiquette gewertet würden und beim anderen als verständliche “harsche Widerworte”, an denen der Diffamierte selbst noch schuld ist.

Gut fände ich auch noch, wenn Diskussionsteilnehmer nicht pauschal in einer abwertenden Form angeredet würden. Wenn einer abscheulichen Kultur des Umgangs miteinander der Kampf angesagt wird, darf es keine Ausnahmen und Rechtfertigungen geben, sonst wird die ganze Sache zur Farce.

OMG
8 Jahre zuvor
Antwortet  gudrun

Gegenpositionen zu tolerieren gehört zu eine Diskussion. Da sollte man sich auch selbst über eigene grenzwertig Aussagen im Klaren sein. Ich z.B. habe drei Kinder bewusst in eine Kita gegeben und bewusst auf staatliche Schulen geschickt. Ich empfinde mich nun aber nicht als “Kinder – Abschieber”. Auch kommen für mich keine anderen Schulen in Frage. Ich lass mir deswegen aber auch kein schlechtes Gewissen einreden, nehme aber ihre Sicht der Dinge aber natürlich hin, ohne gleich nach einer Löschung zu bitten.

Milch der frommen Denkungsart
8 Jahre zuvor

@Redaktion:

1. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

2. Offenbar haben Sie Frau Prashuns Argumentation nicht verstanden oder
sind – wie ich Ihnen unterstellen muss – gar nicht willens dazu, weil sie
Ihren wunden Punkt freigelegt hat: nämlich Ihr Maß mit ungleicher Elle.

Im Übrigen sollte eine auch semiprofessionelle Redaktion nicht auf der Basis vager Erinnerungen Bewertungen abgeben.

Ursula Prasuhn
8 Jahre zuvor

Herzlichen Dank, Milch der frommen Denkungsart!
In einem Punkt muss ich der Redaktion bzw. Herrn Priboschek leider rechtgeben: Ich sollte mich mehr bemühen, kürzer zu schreiben – vor allem dann, wenn ich mich an eine bestimmte Adresse wende, die dann zum Lesen gezwungen ist.
Wenn ich mir Ihre Kommentare anschaue, könnte ich meist vor Neid erblassen, wie kurz und knackig Sie die Dinge auf den Punkt bringen.

Papa 51
8 Jahre zuvor

Ja, wir brauchen eine Bildungsoffensive gegen die Hasskultur. Wer angesichts der momentan erschreckenden Bilder aus Hamburg zum G20-Gipfel allerdings noch immer nicht wahrhaben will, dass die Hasskultur der Linksextremisten, die verniedlichend als “Autonome”, “Antifaschisten”, “Aktivisten” “gewaltbereite Demonstranten bzw. Protestler” oder “aufgebrachte G-20-Gegner” bezeichnet werden, kein Gramm besser ist als die Gefahr von Rechts, der ist für mich ein Ignorant oder bewusster Irreführer.
Zu einer “Bildungsoffensive gegen die Hasskultur” gehört natürlich auch die Beschäftigung mit dem Linksradikalismus.

Reni
8 Jahre zuvor
Antwortet  Papa 51

Habe soeben den Artikel „Linksgrüne Politiker hätscheln die Antifa-Terroristen“ von David Berger gelesen.
Ein Ausschnitt:
„Linksgrüne Politiker hätscheln die Antifa-Terroristen weiter. Manuela Schwesig, die neue Ministerpräsidentin von Mecklenburg Vorpommern, lässt wissen, dass die „linke Gewalt ein aufgebauschtes Problem“ ist, Heiko Maas weigert sich noch immer, gegen Links nachhaltig etwas zu unternehmen, versucht mit seinen abstrusen Initiativen „gegen Rechts“, die in Wirklichkeit totalitäre Maßnahmen fördern, von den eigentlichen Problemen in diesem Land abzulenken. Und das obwohl laut Statistiken die linke Gewalt von Monat zu Monat bedrohlichere Ausmaße annimmt.“

Bernd
8 Jahre zuvor
Antwortet  Reni

Jetzt gehen diese schier endlosen Relativierungsversuche von rechts schon wieder los. Laut Bundesinnenministerium wurden zwischen 1990 und 2015 ingesamt 70 Menschen bei 69 Anschlägen mit rechtsextremem Hintergrund ermordet – andere Statistiken kommen sogar auf mehr als 150 Tote. (Quelle: http://cicero.de/innenpolitik/polizeiermittlungen-totgeschwiegene-gewalt-von-rechts/57822)

Reicht das noch nicht, um Rechtsextremiismus als Problem ohne Wenn und Aber stehen zu lassen? Linksradikalen werden in den 25 Jahren übrigens sechs Todesopfer zugeordnet (https://bibliolinx.wikispaces.com/Todesopfer+linker+Gewalt) – nicht falsch verstehen: Davon ist jeder einzelne einer zu viel. Und was in Hamburg passiert, ist unerträglich. Der Versuch allerdings, aus solchen Gewalttaten parteipolitisch Punkte zu sammeln und das Problem Rechtsradikalismus zu verharmlosen, ist erbärmlich.

Der Einsatzleiter der Polizei in Hamburg, Hartmut Dudde, der für seine harte Haltung gegenüber dem “Schwarzen Block” bekannt ist, wird übrigens vom SPD-geführten Senat gestützt – so viel zu dem Quatsch “Linksgrüne Politiker hätscheln die Antif-Terroristen”. Richtig wäre: Die AfD wanzt sich an die Neonazi-Szene heran.

Markus
8 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Nein, Relativierungsversuche unternehmen Sie und stellen das gleich mal wieder unter Beweis mit Ihrem ausführlichen Ablenkungsmanöver von den kriminellen Linksradikalen.
Gelegentlich in einem knappen Sätzchen von sich zu geben “Gewalt von links lehne ich natürlich auch ab”, um dann sogar heute wieder in unpassender Weise voll gegen Rechts zu wettern und den Linksterror, der den ganzen Tag die Medien beschäftigt, durch Relativierung zu verharmlosen, genügt nicht. Ihr Verhalten ist entlarvend und unverantwortlich.
Heute sollte auch für Sie Abscheu, Schrecken und schärfste Verurteilung dessen, was wir den ganzen Tag via Bildschirm über den gewaltbereiten Linksextremismus in Hamburg miterleben, selbstverständlich sein.

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  Markus

Was für ein Ablenkungsmanöver und wieso Ablenkungsmanöver von linker Gewalt ?
Anscheinend werden hier richtige Feindschaften gepflegt und ständig weiter kultiviert.

F. H.
8 Jahre zuvor
Antwortet  Markus

Feindschaften, an denen Sie, Ignaz Wrobel, fleißig mitgewirkt haben. Man beachte nur den Kommentarverlauf mit Ihren Beiträgen.

@Reni
Danke für den Lesetipp!

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  Markus

F.H.

Bleiben Sie einfach auf dem Teppich, lassen Sie ihr Nachtreten gegen andere und erinnern Sie sich der Bedeutung geschichtlicher Bildung.

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  Markus

Verstehen Sie andere Kommentare nicht oder wollen Sie diese nicht verstehen ?

timo
8 Jahre zuvor
Antwortet  Papa 51

Wer bezahlt eigentlich diese Verwüstungen?

Martin Schuster
8 Jahre zuvor
Antwortet  timo

Die Frage ist berechtigt. Mich interessiert aber mehr diese Tatsache, die der Polizeisprecher Timo Zill so beschreibt:
„Wir haben noch nie so ein Ausmaß an Hass und Gewalt erlebt“.

Bei jedem Vorgehen gegen die Hasskultur darf (je nach eigener politischer Einstellung) einfach nicht mehr so getan werden, als sei der eine Hass der Inbegriff von Bedrohung unserer rechtsstaatlichen Demokratie, während der andere zwar auch verurteilenswert und bedauerlich ist, letztlich aber harmloser und deswegen vernachlässigbar.

Wenn so weiterargumentiert wird, hört der Terror nie auf. Im Gegenteil.
Es wäre beruhigend, wenn es hierüber keinerlei Dissens mehr gäbe.

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  timo

Wir alle, über unsere Steuern.Und die Privatschäden durch Vandalismus darf jeder Betroffene obendrein noch selber bezahlen.
Das ganze Desaster scheint absehbar gewesen zu sein, weshalb ich die Wahl des Austragungsortes nicht verstanden habe.
Aber wo soll hier die Verbindung der Diskutierenden mit dem linken oder rechtem Terror bestehen.

Birgit
8 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Sie fragen nach der Verbindung? Im Artikel geht es um eine Bildungsoffensive gegen die Hasskultur. Und vor politischem Terror stehen nun mal immer extremistische Vorstellungen mit Hass auf Andersdenkende.
Bisher stand allein der gewaltbereite Rechtsextremismus im Fokus. Hamburg hat nun klar und unübersehbar gezeigt, dass Staat und Gesellschaft auch von linkem Hass Gefahr droht.
Wer vor Hamburg schon darauf hinwies (siehe auch Kommentarverlauf hier!), wurde sofort als Rechter, als AfD-Sympathisant oder sogar heimlicher Nazi beschimpft. Es wurde reflexhaft vermutet, dass er damit nur seine rechtsradikale Einstellung verbergen wollte.
Dieser Tage wird ín den Medien ununterbrochen von “linker Gewalt” und “linkem Hass” gesprochen, und kein Mensch kommt mehr auf die Idee, dahinter eine rechtsradikale Einstellung zu sehen.
Ich stimme spät, aber ausdrücklich allen hier zu, die sich von Beschimpfungen nicht haben davon abbringen lassen, dass eine Bildungsoffensive gegen die Hasskultur über den Tellerrand des Kampfes gegen Rechts hinausgehen muss.
Hamburg hat mehr als deutlich gezeigt, dass Politik und Medien hier auf einem Auge mindestens eine Sehschwäche hatten, wenn nicht sogar blind waren.

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  Birgit

Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier irgend jemand aus dem Diskussionsforum mit rechter, linker oder islamistischer Gewalt sympathisiert.
Das sind jeweils autonome Zellen, die unseren Staat ablehnen und die selben Ziele verfolgen.

Ignaz Wrobel
8 Jahre zuvor
Antwortet  Birgit

Ich habe hier immer auf die drei Säulen des Extremismus, Linksextremismus, Neonazis und Islamisten, verwiesen und mir wurde wegen der unterschiedlichen Zahlen des Bundeskriminalamtes vorgeworfen,ich wäre einseitig in meiner Darstellung des rechten Terrors.

dmbdd
8 Jahre zuvor

Wenn man die hanebüchenen Legitimationsversuche einzelner linker Politiker angesichts des linksradikalen Terrors in Hamburg hört, wenn man die hirnlosen Ideen der jungen Grünen, Jusos und jungen Linken zur Zukunft der Politik hört, dann wird eines ganz deutlich: Das linke Spektrum dürstet wie eine ausgetrocknete, staubige Landschaft nach einer wahren Regenzeit an Bildungsoffensiven. Was man in diesen Kreisen an katastrophaler Allgemeinbildung wahrnehmen muss, lässt einen erschaudernd in die Zukunft blicken.

A. S.
8 Jahre zuvor

„Der Landesschülerrat und das Brandenburger Bildungsministerium haben eine geplante Diskussionsveranstaltung mit Nachwuchspolitikern in Potsdam abgesagt, weil Antifa-Gruppen im Internet gedroht hatten, die Versammlung zu stören.“

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/07/landesschuelerrat-brandenburg-absage-antifa.html

E. S.
8 Jahre zuvor

Kaum zu glauben: Nun hat es auch das beliebte SPD-Urgestein Christian Ude (langjähriger Ex-Oberbürgermeister von München) geschafft, sich verhasst zu machen und in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Grund ist sein Buch “Die Alternativer oder: Macht endlich Poitik”.

Corinna
8 Jahre zuvor

“Bildungsoffensive gegen die Hasskultur” klingt gut. Ich habe beim Lesen der Kommenare allerdings den Eindruck, dass ausgerechnet die Befürworter der Offensive ziemlich aggressiv (hasserfüllt) schreiben. Das passt nicht zusammen.

m. n.
7 Jahre zuvor

Ihren Eindruck teile ich Corinna.
Zitat: „Empörungsrituale…haben die Funktion, Menschen zu verunsichern: Jeder Bürger soll verstehen: Bei bestimmten Themen muss „man vorsichtig sein“, muss man höllisch aufpassen, um nicht „missverstanden“ zu werden. Das gilt für alle Themen im Zusammenhang mit Zuwanderung, aber auch, wenn es um andere Minderheiten oder um Frauen geht. Schon harmlose Äußerungen haben damit das Potenzial, hysterisiert zu werden. Bestimmte Dinge „darf man sagen“, andere darf man auch sagen – aber nur dann, wenn man Lust hat, sich öffentlich als Rassist, Frauenfeind, islamophob usw. diffamieren zu lassen.
Jeder Politiker, jeder Journalist und jeder Bürger soll wissen: Bei Themen, die von den Tugendwächtern der Sprachpolizei für „sensibel“ erklärt wurden, ist es ratsam, den Mund zu halten, weil man sich leicht den Mund verbrennen kann.“
https://www.theeuropean.de/rainer-zitelmann/14053-lindners-baeckerei-story-ist-nur-ein-beispiel

PseudoPolitiker
7 Jahre zuvor

Ist unser Ex-Bundespräsident Gauck jetzt auch schon rechts angehaucht?
http://www.sueddeutsche.de/politik/gauck-migration-werte-1.4005684

sofawolf
7 Jahre zuvor

ZITAT: “PseudoPolitiker 10. Juni 2018 at 09:37
Ist unser Ex-Bundespräsident Gauck jetzt auch schon rechts angehaucht?”

Je nachdem, was Sie als -rechts- empfinden. Sagte er nicht schon 2015 während der Flüchtlingskrise, dass wir nicht alle aufnehmen können, die sich ein besseres Leben in Deutschland erhoffen?

bolle
7 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Ich habe die Aussage Ihres Vorredners als Ironie auf die beliebten “Rechts”-Vorwürfe einiger Diskutanten hier gegen Personen mit anderer Meinung verstanden.