Lehrer soll volksverhetzende Videos im Internet verbreitet haben – suspendiert

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BERLIN. Nach Berichten über womöglich volksverhetzende Internetvideos ist ein Berliner Grundschullehrer vorläufig vom Dienst freigestellt worden. Das gab eine Sprecherin der Bildungsverwaltung am Montag bekannt. Zudem werde man Anzeige gegen den Mann erstatten. Es bestehe der Verdacht, dass Teile von Videos, die er im Internet veröffentlicht habe, volksverhetzende Inhalte umfassten. Dies müsse nun geprüft werden.

Eine Schule in Berlin Moabit beschäftigt möglicherweise einen Sympathisanten der Reichsbürger. Foto: Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Der Lehrer für Musik und Sport betreibt im Internet einen YouTube- Kanal. Der Berliner «Tagesspiegel» hatte am Wochenende berichtet, dass der Mann dort Verschwörungstheorien und möglicherweise rechtsextremes Gedankengut verbreitete. Die Behörden gehen in dem Zusammenhang auch dem Verdacht nach, dass der Lehrer den sogenannten «Reichsbürgern» nahesteht. Die Gruppierung erkennt die Bundesrepublik sowie deren Behörden und Gesetze nicht an, sie wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.

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An der Moabiter Schule, an der der Mann seit etwa zwei Jahren tätig war, gab es nach Angaben ihres kommissarischen Leiters Harry Könnecke keinerlei Auffälligkeiten im Unterricht. «Es gab weder von Seiten der Eltern als auch von Seiten der Schüler Beschwerden», sagte er im Gespräch. Allerdings verlautete aus Kreisen der Schulverwaltung, dass es zuvor an einer anderen Schule eine Beschwerde gegen den Mann wegen eines Videos gab, das er Schülern zeigte. Daraufhin habe er die Schule freiwillig gewechselt. dpa

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