CDU-Fraktion drängt auf Rechnungshof-Gutachten zum Lehrereinsatz – doch das lässt weiter auf sich warten

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STUTTGART. CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhardt mahnt den Baden-Württembergischen Landesrechnungshof zur Eile. Bereits im Dezember 2016 hatte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann angesichts schlechter Schülerleistungen die Behörde mit einem Gutachten beauftragt, das den Ressourceneinsatz in den Schulen auf seine Effizienz hin beleuchten sollte. Das sollte eigentlich bereits vor fast einem Jahr vorliegen.

Die CDU-Fraktion pocht auf das Gutachten des Landesrechnungshofes zum effizienten Lehrereinsatz. «Es muss jetzt schnellstens vorgelegt werden. Wir wollen keine weitere Verzögerung», sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart in Stuttgart. Er habe bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres die Behörde aufgefordert, die bereits für April/Mai 2017 in Aussicht gestellte Expertise zum Ressourceneinsatz im Bildungsbereich endlich vorzulegen.

Sind die rund 117 000 Lehrer an den öffentlichen Schulen zielgerichtet eingesetzt? CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart erhofft sich Antworten vom Landesrechnungshof. Foto: Reinhart / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Sind die rund 117 000 Lehrer an den öffentlichen Schulen zielgerichtet eingesetzt? CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart erhofft sich Antworten vom Landesrechnungshof. Foto: Reinhart / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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Das Land investiere einen Rekordwert in die Bildung – in den kommenden beiden Jahren mehr als 20 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund sei es sehr wichtig, durch das Gutachten zu erfahren, ob die rund 117 000 Lehrer an den öffentlichen Schulen zielgerichtet eingesetzt seien.

Die Frage des Ressourceneinsatzes betreffe alle Ebenen und Einrichtungen des Bildungsbereichs: von der Verwaltung, über die Aus- und Fortbildung bis hin zu den Schulen. Reinhart will die Frage geklärt wissen, ob und gegebenenfalls wie viele Lehrer mehr in den Unterricht gebracht werden sollten. «Hier kann uns das Gutachten wichtige Anhaltspunkte liefern.»

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte das Gutachten unter dem Eindruck des schlechten Abschneidens baden-württembergischer Schüler bei der Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen zu den Leistungen der Neuntklässler im Jahr 2016 in Auftrag gegeben. Sie hatte damals dazu gesagt: «Wir haben nicht zu wenig Lehrer. Die Frage ist, sind sie an der richtigen Stelle? Sind sie richtig ausgebildet? Sind sie richtig fortgebildet?» (dpa)

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