Für Familienministerin Giffey hat Kampf gegen Kinderarmut Priorität

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Die neue Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht den Kampf gegen Kinderarmut und für bessere frühkindliche Bildung als Schwerpunkt ihrer Arbeit. «Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen in ihrem Alltag konkret Verbesserungen erleben, dass sie Gerechtigkeit empfinden», sagte Giffey (39) bei der Amtsübernahme in ihrem Ministerium. Die bisherige Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln folgt auf Katarina Barley (SPD), die ins Justizministerium wechselt.

Zeigt Flagge: Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey, Foto: Giffey / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
Wechselt von Neukölln in die Bundesregierung: Franziska Giffey, Foto: Giffey / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

«Wir sind lange noch nicht an dem Punkt, dass alle, die einen Kita-Platz dringend benötigen, auch einen bekommen», sagte Giffey weiter. Deshalb sei es eine zentrale Aufgabe, mehr Erzieher und Erzieherinnen auszubilden. Dafür sei auch eine bessere Bezahlung notwendig. Kinder sollten unabhängig davon, ob sie in einem armen oder reichen Elternhaus leben, ihren Weg gehen können.

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«Wir müssen dahin gehen, wo es wirklich Problemlagen gibt», sagte die 39-Jährige. Dazu gehöre auch der Kampf gegen Gewalt in der Familie. Auch gegen Zwangsheiraten müsse vorgegangen werden. Großes Potenzial sieht Giffey im aktiven ehrenamtlichen Engagement. «Es geht nicht nur immer darum, was der Staat tun kann, sondern es geht schon ein bisschen darum, was jeder einzelne für unser Land tun kann», sagte sie.

Der Wechsel aus Berlin-Neukölln in die Bundesrepublik sei ihr nicht leicht gefallen. «Ich habe aus Verantwortung für Deutschland und auch für die SPD entschieden.» Die Neuköllner hätten ihr mitgegeben: «Bleiben sie wie Sie sind, verlieren Sie ihre Bodenhaftung nicht, und vergessen Sie uns nicht. Das habe ich versprochen und das werde ich auch beherzigen.» dpa

Kinderarmut ist in Deutschland oft Dauerzustand – und sie bedeutet allzu oft auch: schlechte Bildungschancen

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13 KOMMENTARE

  1. Ich glaube kaum, dass sie sich gegen Olaf Scholz und Hubertus Heil wird durchsetzen können, weil die Bekämpfung von Kinderarmut Geld kostet. Dabei geht es noch nicht einmal um die Kinder aus Hartz IV-Familien, sondern um die, die knapp daran vorbeischlittern.

    • Aber die Steuereinnahmen sprudeln doch?!

      (Ich weiß, ich soll nicht ständig darauf herumhacken und die sind ja nun eh schon ausgegeben für A 13 statt ärmlichen A 12) 🙁

      • Wenn Sie es wissen, warum tun Sie es dann trotzdem? Gegen besseres Wissen zu handeln, zeigt nicht gerade reflektierte und intelligente Erwachsene aus.

      • Was hat eine Bundesfamilienministerin, die keinen unerheblichen Etat verwaltet, mit Landesmitteln für die Besoldung von Beschäftigten des ÖD der Länder zu tun?

        • Nichts. Als Qualifikation für das Familienministerium reicht Frau und Herkunft neue Bundesländer, was rein statistisch auf 10% der Bevölkerung zutrifft.

          • Nee, die Mehrzahl der gutausgebildeten, jüngeren und flexibleren Frauen, die sowohl aktives als passives Wahlrecht haben, hat die FNBL schon vor längerer Zeit verlassen. Die 10%-Schätzung liegt folglich daneben. Wir reden also von 5-7% der Wahlberechtigten.

          • Mir ist die geografische Herkunft von Regierungsmitgliedern völlig schnuppe.

            10% wären aber nur rund 8,2 Millionen Menschen in Ostdeutschland; 5% der Wahlberechtigten wohl nur rund 3 Millionen.

        • @ dicke bank, verzeihen Sie, das hatte ich übersehen, die Bundesfamilienministerin bekommt ihre Gelder vom Großmogul Zarimba und die Landesmittel für Besoldung zahlt ja alle Bill Gates. Der hat ja auch genug.

  2. Dürfen die Lehrergehälter eigentlich auch wieder sinken, wenn der Lehrermangel behoben ist?

    Angebot und Nachfrage? War doch ein häufig hier zu lesendes Argument.

    • Ach qsofawolf, Sie scheinen sich mit der Eingruppierung von Tarifbeschäftigten nicht wirklich auszukennen.
      Welches Bundesland, wen und zu welchen Konditionen einstellt, ist allein Landesrecht. Die einzelnen Stufen des TV-L unterscheiden sich je nach Bundesland. Vergleichen Sie doch einmal MV mit BY.

      Des Weiteren sind Sie es doch, der immer darauf hinweist, dass in der Nachwendezeit viele Ost-Diplom-Pädagogen auf Teilzeitstellen gesetzt worden sind. Was ist das denn anderes als eine Gehaltsabsenkung?

      Wenn die Bez.-Reg. z.B. bei Ausschreibungsverfahren mehrheitlich nur SekI-Stellen ausschreibt, werden viele Berufsanfänger mit Lehramt GY/GE sich ebenfalls darauf bewerben und bei Übernahme in den Schuldienst entsprechend tarifiziert.

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