Abfahrtssignal vom Kultusminister! Schüler mit einer Eins im Zeugnis dürfen gratis Zug fahren

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MÜNCHEN. Bayerische Einser-Schüler werden mit Freifahrten mit der Bahn und auf dem Schiff belohnt. Am ersten Tag der Sommerfereien, am 30. Juli, können Schülerinnen und Schüler mit einer Eins im Zeugnis kostenlos kreuz und quer durch Bayern fahren. «Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Fach sie besonders gut waren!», betonte Kultusminister Bernd Sibler (CSU). Mit der Zeugniskopie und einem Ausweis können die Schüler von 0 bis 24 Uhr jeden Regionalzug der Deutschen Bahn und fast aller anderen Bahnbetreiber im Freistaat nutzen – «erfahren, dass sich ihr Engagement während des Schuljahres gelohnt hat», wie Sibler sagte.

Der neue bayerische Kultusminister Bernd Sibler. Foto: © StMUK
Stand am Bahnsteig: Der bayerische Kultusminister Bernd Sibler. Foto: © StMUK

Die bayerische Seenschifffahrt bietet Einser-Schülern während der gesamten Sommerferien bis 10. September beliebig viele Freifahrten auf allen Linienschiffen am Königssee, Starnberger See, Ammersee und Tegernsee. Allerdings machte Finanzminister Albert Füracker (CSU) zwei Einschränkungen: Das Angebot gilt nur für Schülerinnen und Schülern unter 18 Jahren, und außerdem muss ein Familienangehöriger mitfahren und den vollen Fahrpreis zahlen.

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Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Bahn für Bayern, ergänzte: “Wir möchten auch in diesem Jahr wieder alle Einserschüler für ihre Ausdauer und Lernbereitschaft mit Freifahrten in den bayerischen Regionalzügen belohnen. Wir würden uns freuen, wenn die Aktion, wie in den vergangenen Jahren auch, wieder begeisterten Zuspruch findet: Allein letztes Jahr haben mehr als 45.000 bayerische Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen.“

Sibler nutzte die Aktion öffentlichkeitswirksam im heraufziehenden Wahlkampf: Kinder der 5. Klasse einer Münchner Realschule durften für einen Fototermin mit dem Minister die Bahn schon mal als Reisemittel für einen Ausflug nach Oberbayern testen. Sibler und Josel gaben am Münchner Hauptbahnhof das Abfahrtsignal.

An der Freifahrt-Aktion der Bahn beteiligen sich die DB Regio, BOB, BRB, Meridian, Vogtlandbahn, alex-Züge, Oberpfalzbahn, Waldbahn, agilis, BLB, die EB auf der Strecke von Gemünden am Main/Mellrichstadt bis Schweinfurt Stadt. Außerdem können die Schüler von Bayern bis Lauda, Crailsheim, Ulm Hauptbahnhof, Sonneberg in Thüringen, Salzburg, Kufstein (beide Österreich), über die Außerfernbahn sowie auf der Strecke Memmingen-Wangen-Hergatz fahren. News4teachers / mit Material der dpa

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4 KOMMENTARE

  1. Die finanziellen Einbußen sollen ja nicht zu groß und die Züge nicht zu voll werden:
    “Das Angebot gilt nur für Schülerinnen und Schülern unter 18 Jahren, und außerdem muss ein Familienangehöriger mitfahren und den vollen Fahrpreis zahlen.”
    Außerdem dürften dann schon viele Familien auf dem Weg in den Urlaub sein.

    Eine nette Geste ist es aber trotzdem.

  2. Das finde ich eine “bescheuerte” Idee, weil sie darauf setzt, dass man etwas nur tut, wenn man etwas dafür bekommt. Außerdem verleitet sie dazu, dass Einsen noch leichtfertiger und aus reiner Gutmütigkeit vergeben werden und nicht nur für echte Spitzenleistungen, um Schüler nicht dieses profitable Geschenk zu verderben.

    • Es geht nicht um den Einserschnitt, eine 1 in Sport und sonst nur 3 bis 4 reicht auch. Profitabel ist das Geschenk auch nicht, weil ein erwachsener Vollzahler mitfahren muss.

  3. Und der begleitende Elternteil bekommt einen Tag Urlaub vom Freistaat geschenkt, oder wie stellt der Kultusminister sich das vor?

    Nette Geste, viel PR, kaum Kosten.

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