100 % Bio – erster Kindergarten darf sich als “Ernährungskita” bezeichnen

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THEISBERGSTEGEN. Gesunde Ernährung ist auch ein wichtiges Thema für Kindergärten. Nun erhält erstmals eine Einrichtung eine Art Zertifikat und wird zur «Ernährungs-Kita». Selbst kochen, lautet das Geheimrezept.

Eine bewusste Ernährung hat nur Vorteile.                                                         Foto: Michael Stern / flickr / CC BY-SA 2.0

Rheinland-Pfalz bekommt die erste «Ernährungs-Kita». Die Kindertagesstätte in Theisbergstegen wird von Ernährungsministerin Ulrike Höfken mit diesem Titel ausgezeichnet. Das bedeutet, dass sie besonderen Qualitätsanforderungen entspricht und auch mit Aktionen bei Kindern den Sinn für gutes Essen stärkt. Die Kita im Kreis Kusel verwendet nach eigenen Angaben 100 Prozent Bio-Lebensmittel, berücksichtigt aber auch Wünsche der Kinder. Seit 2016 macht die Kita bei der Landesaktion «Kita isst besser» mit.

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Die Leiterin der Kita Theisbergstegen in der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan (Landkreis Kusel) zeigt sich davon überzeugt, dass Kita-Essen mit Bio-Lebensmitteln besser schmeckt und nicht teurer als «normale» Verpflegung in Kindertagesstätten sein muss. Wichtig sei aber, dass in der Kita selbst gekocht werde.

Das Essen in der Einrichtung bestehe zu 100 Prozent aus Bio-Lebensmitteln und sei vollwertig, gesund und biologisch. «Wir haben schon seit zehn Jahren Bio-Küche. Wir waren Pioniere», sagte Bier. Es sei «keinesfalls einfach» gewesen, die Eltern zu überzeugen: «Viele Eltern hatten am Anfang die Befürchtung, dass es nur Körneressen gibt.»

Solche Vorbehalte seien unter anderem durch Probeessen ausgeräumt worden: «Inzwischen ist das absolut der Mega-Hype.» Von den insgesamt 95 Kindern würden 54 in der Kita verpflegt. Pro Monat koste das einschließlich eines Frühstücks am Freitag 40 Euro. «Wir haben kein Kostenproblem», sagte Bier. Die Köchin in der Kita-Küche werde von der Verbandsgemeinde bezahlt. «Sich niemals beliefern lassen. Kochen in der eigenen Einrichtung ist das Nonplusultra», fasst Bier ihre Erfahrungen zusammen.

Um «Ernährungs-Kita» zu werden, sind drei Sterne nötig – fast wie beim Test für einen Gourmetführer: Je einen Stern gibt es für die Qualität der Verpflegung, Essatmosphäre und Ernährungsbildung sowie ein langfristiges Konzept. Es soll es insgesamt noch sieben weitere «Ernährungs-Kitas» geben. dpa

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