Meidinger für weitgehendes Handyverbot in Schulen – für jüngere Schüler jedenfalls

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BERLIN. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, befürwortet ein weitgehendes Handyverbot für jüngere Schüler. Dies sagte er der «Passauer Neuen Presse». Meidinger betonte aber zugleich, dass es auch Ausnahmen geben sollte, etwa für den Einsatz im Unterricht.

Zeigt sich besorgt angesichts des Lehrermangels: Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Foto: Deutscher Philologenverband
Fordert klare Regelungen für den Umgang mit Handys in der Schule: Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Foto: Deutscher Philologenverband

Das französische Parlament hatte am Montag ein sehr weitgehendes Handyverbot für Schulen beschlossen. Das neue Gesetz verbietet grundsätzlich die Nutzung von Mobiltelefonen in allen Vor- und Grundschulen sowie in der Sekundarstufe I.

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«Die Erfahrung zeigt, dass Handys im Unterricht fast nie ausgeschaltet werden», so Meidinger. «Die meisten sind nur stummgeschaltet. Das mindert die Aufmerksamkeit. Konzentrierter Unterricht ist da nur eingeschränkt möglich.» Er rief die Kultusminister der Länder auf, klare Regeln für den Umgang mit Handys an Schulen zu schaffen. Ein Handyverbot wie in Frankreich war bei den Bildungsministern der Bundesländer weitgehend auf Ablehnung gestoßen.

Ähnlich äußerte sich die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär. In einem Gastbeitrag für die «Rhein-Neckar-Zeitung» schrieb die CSU-Politikerin, anstatt solch realitätsferne Verbote zu verfolgen, sollte die Handynutzung gelehrt werden. Die Digitalisierung sei «eine Chance, welche wir nicht nur nutzen sollten, sondern müssen». dpa

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