Lehrer sollen im Kampf gegen Hass und Hetze gewappnet werden

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WIESBADEN. Im Kampf gegen Antisemitismus und Extremismus will das Land Hessen Pädagogen fit für den Umgang mit Hass und Hetze in Schulen machen. Wie das Innenministerium in Wiesbaden am Freitag mitteilte, haben rund 100 Lehrer, Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen Interesse an dem Präventionsprojekt «Netzwerk-Lotsen Antisemitismus- und Extremismusprävention» bekundet. Sie sollen Teil eines landesweiten Lotsen-Netzwerkes werden, das menschenverachtendem Gedankengut kompetent entgegentreten kann.

Was kann ein einzelner Lehrer leisten? Foto: Florian Schwalsberger / flickr (CC BY 2.0)
Lehrer sollen sich dem Extremismus entgegenstellen. Foto: Florian Schwalsberger / flickr (CC BY 2.0)

Für Hass und Hetze sei auf den hessischen Schulhöfen kein Platz, erklärten das Kultus- und das Innenministerium gemeinsam. Man müsse Anzeichen präventiv und im Zweifel auch repressiv entgegentreten: «Wer die Axt an unsere freiheitliche demokratische Grundordnung und die Pluralität unserer Gesellschaft legt, muss eine klare Antwort unserer freien Gesellschaft bekommen. Um es deutlich zu sagen: Antisemitismus und Extremismus gehen uns alle an», erklärten Innenminister Peter Beuth und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU).

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Die Netzwerk-Lotsen sollen bei extremistisch motiviertem Verhalten Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrer sein und bei Fragen und Konflikten helfen. Nach Angaben des Innenministeriums sank die Zahl antisemitistisch motivierter Straftaten zwischen 2014 und 2017 zwar um 20 Prozent, Mitglieder jüdischer Gemeinschaften berichteten jedoch immer wieder von einem Alltagsantisemitismus, der sich in vielen Äußerungen zeige. «Wir dulden in Hessen keinen Antisemitismus, egal ob von rechter oder islamistischer Seite», sagte Beuth. dpa

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