Land will Kita-Kinder seelisch stärken – Programm wird fortgesetzt

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MAINZ. Kaum etwas ist für die Entwicklung eines jungen Menschen wertvoller als das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Bei dem Programm «Schatzsuche» sollen Eltern lernen, die seelische Entwicklung ihres Nachwuchses zu fördern.

Kinder benötigen ein Gefühl der Selbstwirksamkeit. Foto: dilettantiquity / flickr / CC BY-SA 2.0

Die rheinland-pfälzische Landesregierung möchte die seelische Gesundheit von Kita-Kindern weiter stärken. Wie Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) gemeinsam mit den Projektpartnern der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) und der Techniker Krankenkasse (TK) am Freitag mitteilte, wurde das vor einem Jahr gestartete Eltern-Programm «Schatzsuche» in den Kitas positiv angenommen.

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«Es gibt viele Eltern, bei denen wir uns wünschen würden, dass sie sich noch ein bisschen mehr um ihre Kindern kümmern,» sagte Hubig. Eltern müssten zu Fachleuten für ihre Kinder werden. Es gehe darum, Kinder stark zu machen und ihre Persönlichkeitsbildung zu ermöglichen. Deswegen sei das Thema auch in Kitas sehr gut angesiedelt.

Im landesweiten Projekt wurden Erzieher aus Kindertagesstätten dazu ausgebildet, die Eltern der Kinder zu schulen. Bei einer symbolischen Schatzsuche sollen die Eltern lernen, die Bedürfnisse und Stärken ihrer Kinder besser wahrzunehmen. Bis Ende 2018 würden 62 Erzieher aus 31 Kindertagesstätten ausgebildet sein, sagte der Geschäftsführer der LZG, Matthias Krell. Bis Ende 2020 sollen über 70 Kitas am Programm teilnehmen.

«Wir haben gemerkt, dass vielen Eltern das Bauchgefühl für gesunde Erziehung verloren gegangen ist», sagte Erzieherin Kristina Heckmann von der Kita Bockenheim (Kreis Bad Dürkheim). Vor allem im Umgang mit den Themen Streiten und Gefühle hätten die Eltern den Wunsch nach Unterstützung.

«Die Kindheit bestimmt das ganze Leben, und seelische Gesundheit ist von elementarer Bedeutung für das spätere Erwachsenwerden», sagte TK-Landeschef Jörn Simon. Die Techniker Krankenkasse förderte das Projekt mit 100.000 Euro und will die Kooperation wegen der positiven Rückmeldungen um drei Jahre verlängern. dpa

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