Mit Sozialarbeitern gegen Mobbing: Giffey schickt “Respekt Coaches” an Schulen

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HANNOVER. Schüler unterschiedlicher Herkunft beschimpfen sich mit wüsten Schimpfwörtern. Konflikte eskalieren in Gewalt. Familienministerin Giffey will das Problem in vielen Klassenzimmern mit Hilfe von speziell geschulten Sozialarbeitern eindämmen.

Zeigt Flagge: Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey, Foto: Giffey / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat ein neues . Foto: Giffey / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Es fängt mit Beleidigungen an und kann Kinder bis in den Suizid treiben: Um Lehrer im Kampf gegen Mobbing zu unterstützen, hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ein neues Programm gestartet. Seit diesem Schuljahr sind bundesweit über 200 speziell ausgebildete Sozialarbeiter an Schulen mit Problemen im Einsatz. «Sie werden vorbeugend wirken, aber manchmal werden sie auch Feuerwehr sein», sagte Giffey in Hannover. Es gehe darum, Schülerinnen und Schüler vor Radikalisierung und Fremdenfeindlichkeit zu schützen. Das Projekt, für das in diesem Jahr 20 Millionen Euro bereitstehen, ist Teil des nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus. Es wird wissenschaftlich begleitet.

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Mobbing ist ein wachsendes Problem an Schulen. Nach einer Umfrage des Bündnisses gegen Cybermobbing klagt bundesweit jeder vierte Schüler über klassische Mobbing-Attacken, 13 Prozent beschreiben gezieltes Mobbing über digitale Medien. «Bei uns in der Schule ist das Respekt-Niveau sehr niedrig», sagte der 15-jährige Sky aus Duisburg-Marxloh. «Arme werden gemobbt, weil sie keine Gucci-Pullover tragen.» Konflikte endeten meist in Schlägereien. «Dann wird ein großer Kreis um den Schwächeren gebildet, der verprügelt wird. In den Kreis kommt keiner rein.»

Israel ausgekratzt

Die neuen «Respekt Coaches» stammen von den Jugendmigrationsdiensten, die junge Menschen mit ausländischen Wurzeln begleiten. Sie seien als Ergänzung zu bereits existierenden Hilfsangeboten zu verstehen, betonte Giffey. Bei der Auftaktveranstaltung mit über hundert Anti-Mobbing-Trainern aus ganz Deutschland gab Eymen Nahali, «Respekt Coach» im Dortmunder Norden, einen Einblick in seine Arbeit. Es gehe zunächst darum, Vertrauen der Schüler zu gewinnen, sagte Nahali. So habe ihm ein Mädchen anvertraut, dass es als «Zigeunerin» beschimpft werde. Dies sei dann sofort in der Klasse thematisiert worden.

Die «Respekt Coaches» sollen den Schulen dabei helfen, Hass und Gewalt gegenüber Andersgläubigen einzudämmen, gegen religiöses Mobbing vorzugehen sowie Toleranz und Demokratieverständnis zu fördern. Ministerin Giffey, die zuvor Bezirksbürgermeisterin in Berlin-Neukölln war, berichtete von einer Schule, in der eine Weltkarte hing, auf der Israel ausgekratzt war. «Wenn es Probleme dieser Art gibt, dann muss darüber geredet und dagegen vorgegangen werden», betonte sie. Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) sagte: «Respektvoller Umgang ist nicht das Verdrängen von Konflikten.» Erwachsene müssten Vorbilder im Umgang miteinander sein.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger plädiert für mehr Fortbildungsangebote für Lehrkräfte im Kampf gegen Mobbing. «Heute ist fast jeder schulische Mobbingfall begleitet von Attacken und Aggressionen sowie Verleumdungen im Internet, in den sozialen Netzwerken, in den Whatsapp-Gruppen», sagte Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Dadurch weite sich ein Konflikt enorm aus und werde noch grausamer und unerträglicher für Betroffene.

An Schulen mit einem hohen arabisch-muslimischen Schüleranteil nehme Antisemitismus zu, der vor allem ein Produkt des Nahost-Konflikts sei, beobachtet der Verbandschef. «Politische Bildung muss an Schulen einen höheren Stellenwert erhalten», forderte Meidinger. «Neben mehr Fachunterricht würde ich es begrüßen, wenn auch verstärkt Politiker an Schulen kommen würden, um dort über den Wert von Demokratie mit den Schülern zu diskutieren.» Von Christina Sticht, dpa

Hier gibt es weitere Informationen über das Projekt.

 

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42 KOMMENTARE

    • Mann muss schon sehr weit von der Realität entfernt sein, wenn man schulischen Sozialarbeiter für den respektlosen Umgang der Schüler miteinander verantwortlich macht.

  1. «Bei uns in der Schule ist das Respekt-Niveau sehr niedrig», sagte der 15-jährige Sky aus Duisburg-Marxloh. «Arme werden gemobbt, weil sie keine Gucci-Pullover tragen.»
    So steht es oben im Aritkel. Das ist doppelt merkwürdig, denn Duisburg-Marxloh ist ein sehr armer Stadtteil mit hoherArbeitslosigkeit und: “In Marxloh leben mehrheitlich Ausländer, darunter viele Bulgaren und Rumänen. Die Stadt spricht von Armutszuwanderern, die häufig in heruntergekommenen Häusern leben.”
    Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article174502059/Steinmeier-in-Duisburg-Marxloh-Herausforderungen-sind-riesengross.html
    Aber es soll auch Leute geben, die Hartz IV durch kriminelle Einnahmen aufbessern (das Phänomen ist auch aus Berlin-Neukölln bekannt). Dazu passen dann die Gucci-Pullover.

    • Ergänzung: “An Schulen mit einem hohen arabisch-muslimischen Schüleranteil nehme Antisemitismus zu, der vor allem ein Produkt des Nahost-Konflikts sei, beobachtet der Verbandschef.”

      Warum gilt der Verbandschef nicht als Rassist? Wenn das keine Hetze gegen Muslime ist, dann weiß ich es auch nicht mehr.

      • Wo tritt da Rassismus zutage, wenn der Nahost-Konflikt als Ursache für antiisraelische Tiraden genannt wird. Wird hier eine vertikale Eingliederung irgendeiner Partei in der Wertigkeit von irgendeiner Konfliktpartei vorgenommen ?

        • Anders gefragt: Ist es noch immer keine Hetze, wenn Sie “Verbandschef” durch “”Alexander Gauland” ersetzen? Gerne im gleichen Kontext, den der Verbandschef ansprach.

          Bitte begründen Sie Ihre Antwort so, dass sogar ich angeblich unverbesserlicher Rassist das nachvollziehen kann.

          • Den Vergleich zwischen Herrn Meidinger und Herrn Gauland werte ich als eine unangemessene Überschreitung des menschlichen Respekts gegenüber dem erstgenannten, zumal dieser sich sehr sachlich äußert.

        • Sie sehen sich als unverbesserlicher Rassist an, wo sich nur die Tendenz ihrer Argumentation in diese Richtung bewegt. Es ist nie eindeutig , aber immer wieder grenzwertig, und so werden wieder einmal sprachliche Grenzen ausgelotet ein bekanntes Spiel, woher kenne ich das wohl ?

      • Rassismus zeichnet sich dadurch aus, dass man Menschen entsprechend ihrer ethnischen Herkunft hierarchisch in ihrer Wertigkeit horizontal einordnet.
        Rassismus wertet nordische Völker höherwertig ein als Deutsche, Franzosen und entsprechend abgewertet werden Menschen mit einer dunklen Hautfarbe.
        Ist der Konflikt zwischen den Nahost-Konfliktparteien ihrer Meinung diesen gekennzeichnet von einer derartigen vertikalen Einteilung der jeweils anderen Partei ?
        Wie kommen Sie also dazu diesen Konflikt , in dem eine Partei ihren Anspruch auf Palästina aus der heraus Bibel begründet, die andere aber von ihrer Vertreibung aus diesem Land herleitet , von rassistischen Motiven geleitet zu betrachten, einer stark braundeutschen Denkweise.

    • Es soll auch AfD-ler geben, die durch verallgemeinernde Verunglimpfungen von Migranten ihr politisches Süppchen kochen und auf den Zuspruch Geistesverwandter warten, wenn Sie denn zurecht in ihre Schranken gewiesen werden. Und ewig grüßt das Murmeltier.

      • Es soll auch SJW-ler geben, die durch verallgemeinernde Verunglimpfungen von Kritikern ihr politisches Süppchen kochen und auf den Zuspruch Geistesverwandter warten, wenn Sie denn zurecht in ihre Schranken gewiesen werden. Und ewig grüßt das Murmeltier. Sie sehen, dass die Methoden durchaus vergleichbar sind.

      • Da haben sich so einige Verantwortliche nicht um diese Neubürger gekümmert. Seien Sie aber versichert, dass Herr Reul dieser Mitmenschen annehmen wird. Es wird schwer werden den Beweis einer legalen Beschaffung von Immobilien und Luxuskarossen nachzuweisen, wenn man Sozialhilfe bezieht.
        Wie gesagt, man kümmert sich um dieses Problem im Gegensatz zur AfD, die diese Outlaws instrumentalisiert und für ihre rassistische Propaganda gegen ethnische Minderheiten benötigt, was Sie ja immer wieder unter Beweis stellen.
        Sie aber missbrauchen die so benannte Lügenpresse für dieselben Interessen.

      • Man hat sich 30 Jahre lang eben um das Problem nicht gekümmert, und deswegen hat die AfD Zulauf. Man hat 30 jahre lang alles nur schöngeredet. Man ist zurückgewichen und hat die Konflikte mit den Clans gescheut. Und ich sehe die Rheinische Post nicht als Lügenpresse. Sie steht angeblich eher der CDU nahe als der SPD. Der Artikel ist von 2015, da war die AfD noch ganz neu und nicht im Bundestag und auch nicht im Landtag NRW.
        Und noch eins: wenn die AfD sich auflösen würde, wären dann die Probleme weg? Wie würden denn die Leute dann beschimpft werden, die die Probleme benennen? Das AfD-Argument wäre ja einfach weg.

        • Die Rheinische Post steht sich selbst nahe und ist nicht in einen der drei großen Medienverbünde eingebettet. Das ist Realität.

          • Ihrer Meinung nach hat die AfD dann keine Miglieder mehr. Man muss hoffen, dass die so verprellten Wähler dann nicht wirklich radikal wählen.

            Wie cavalieri schrieb, werden die Probleme dadurch nicht aus der Welt geschafft und auch Grundschulen in Duisburg mit 90% Migrantenanteil überwiegend aus dem Südosten Europas und dem arabischen Raum, werden kein Ort der westlich-aufgeklärten Glückseligkeit.

          • Und deshalb demonstriert man dann als patriotischer Deutscher gemeinsam mit SS-Siggi-Borchard unter der Reichskriegsflagge Dortmund gegen Ausländer und Überfremdung.

          • Ab wann dürfte man denn von “Überfremdung” sprechen, ohne dass das gleich als AfD-Propaganda gilt, ab 80 % Migrantenanteil in unseren Schulen? Oder erst ab 98 %? Wir haben jetzt schon in etlichen Großstädten mehr als 50 %,Tendenz: steigend. Eine Terminologie zu verbieten bewirkt ja nicht, dass das, was damit ausgedrückt werden soll, gleich mit verschwindet.
            Was wäre denn bei 80 % Migrantenanteil in unseren Schulen mit Demonstrationen, die “Deutschland muss bunter werden” fordern? Ob wohl die verbliebenen “biodeutschen” Schulkinder das unterstützen würden?

          • Vorher sind die Deutschen aus diesen wenig einladenden Wohngegenden in das ländliche Umland weggezogen.
            Nachgerückt sind die türkischen, polnischen und andere Mitmenschen mit einem Migrationshintergrund. Diese Bewegungen aus den großen urbanen Bereichen finden seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts statt. Zurück blieben, jene, die es sich nicht leisten konnten aus dem Ruhrgebiet in die Peripherie zu ziehen.
            Wo sind Sie wohl aufgewachsen?
            Muss man deshalb so viel Hass gegen Neuankömmlinge entwickeln ?

          • Ignaz w.: Sie reden grundsätzlich von anderen Dingen als von dem, was in dem Beitrag steht, auf den Sie zu antworten glauben.
            Sie tun so, als sei es ein Naturgesetz, dass wir einen steigenden Migrantenanteil in unseren Schulen haben, und zwar einen von bildungsfernen Unterschichten (das ist nämlich das Problem), die jetzt Parallelgesellschaften bilden und ihre Kinder mit der deutschen Sprache bis zur Einschulung gar nicht in Kontakt bringen. Das ist nicht der Fall, das ist ein Produkt eine verfehlten Einwanderungspolitik. Viele Probleme wären nie entstanden, wenn es nur bildungsorientierte (mehrsprachige) Mittelschichten gegeben hätte, die da zugewandert wären (wie in Kanada). Dann hätte das eine wirkliche Bereicherung sein können (wie es in Kanada wohl auch ist).
            Nebenbei: In Berlin (West) konnte vor der Wende niemand ins Umland ziehen, weil es die Mauer gab.

          • Dafür stellen Sie ständig Zeitungsartikel rein, die gar keinen Bezug zum Artikel haben.
            Die ersten Zuwanderer waren in den 70er Jahren die für Industrie angeworbenen, schlecht ausgebildeten, männliche Arbeiter aus der Türkei, Jugoslawien, Polen, Italien und Griechenland, sowie Krankenschwestern aus Korea und Thailand. Die kamen primär ohne Familienanhang , blieben wegen fehlender sprachlicher Förderung unter sich und besuchten im Urlaub ihre Familien, ein Zustand, den Sie anscheinend auch heute noch gerne als Status Quo so sähen.

            Und natürlich verließen nur Menschen in einer wirtschaftlichen Notlage ihre Heimatländer, die eben ein niedriges Bildungsniveau hatten, denn wer verließ wohl primär unter derartigen Bedingungen sein Heimatland, als eben die Ärmsten.
            Und dann haben viele dieser Wirtschaftsmigranten ihre Familien nachgeholt. Eine Integration wurde in den ersten Jahrzehnten gar nicht angestrebt, weil man immer davon ausging, dass diese Menschen irgendwann wieder zurückkehren würden.
            Das taten die aber nicht, weil sich die wirtschaftliche Lage eben in den Heimatregionen nicht gebessert hatte und viele sich selbst hier eingewöhnt hatten und eigene Gemeinden gründeten.
            Fragen Sie doch mal beim Kollegen Gauland nach, warum er nicht Menschen , wie Herrn Boateng oder andere neben sich wohnen haben will ! Das gilt aber auch für den Rest der Truppe, ebenso wie für deren deutsch-nationale Patrioten, die aufrecht stolz auf die Deutsche Fahne sind und große Angstzustände aussitzen müssen, dass sie später nicht im Krankheitsfall von einer Alten- oder Krankenpflegerin mit einem Migrationshintergrund gepflegt werden.

            In Westberlin gab es jede Menge Zuschläge für die Insellage sowie zusätzliche Freiflüge, bestimmte Stadtteile, wie Neukölln , Marzahn und Kreuzberg wurden von Betuchten Bürgern ebenso verlassen und man war vom Wehrdienst befreit.

          • Ich fände es gut, wenn Gauland in Bezug auf Boateng nicht immer schief zitiert und interpretiert würde. In seinem Interview mit der FAS hat er gesagt: “Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.”

            “… der Satz ist genau genommen ja gar keine Beleidigung Boatengs, sondern nur eine Aussage über Alltags-Rassismus, wie er in Deutschland durchaus vorkommen mag.”
            https://meedia.de/2016/05/31/wie-serioes-ist-der-afd-aufreger-der-fas-die-maer-vom-ungeliebten-nachbarn-boateng/

          • Was anderes als bewusst gelebter offener Rassismus ist eine derartig getätigte plumpe Bewerkung eines wortgewandten und allseits bekannten Verführers zu verstehen.
            Relativieren , verharmlosen und schönreden sind die Strategien einer Selbstrechtfertigung dieses Rassisten, weil man vorgibt, die Mehrheit der Bevölkerung denke genauso einfach und hohl.

        • @I. Wrobel at12:53
          Hier ein Zitat von Roland Tichy, dem bekannten Journalisten und Vorsitzenden der Ludwig-Erhard-Stiftung:
          „Differenzierung geht nicht mehr, denn rechts will, darf keiner sein, der um gesellschaftliches Ansehen bemüht ist und seine berufliche Basis sichern will. Doch der Kampf gegen rechts führt längst zu einer Art politischer Betriebsblindheit. Egal, was in Deutschland passiert, ob Morde oder politische Mauscheleien, es folgt die Mahnung: „Das nutzt bestimmt wieder den Rechten.“ Auf der Strecke bleiben Diskussion und Erkenntnisgewinn.“

          Ich muss Herrn Tichy leider zustimmen. Haben Sie übrigens die bisherigen Regionalkonferenzen der drei Bewerber um den Parteivorsitz der CDU verfolgt? Ob Herr Merz, Frau Kramp-Karrenbauer oder Herr Spahn, jeder bemühte sich immer wieder zu betonen, dass besonders beim Thema Migration zu wenig offen diskutiert worden sei und Erkenntnisse behindert wurden. Siehe aktuell den UN-Migrationspakt! Das will jeder künftig ändern.

          • Für rassistische Äußerungen muss man kein Verständnis aufbringen. Man braucht sich für eine gegenteilige Haltung zum Menschen auch nicht verteidigen oder sich eine eiseitige Wahrnehmung oder ablehnende Haltung vorwerfen lassen.
            Das Fehlverhalten kommt von diesen Leuten um Gauland, und es ist auf dieser Gesprächsebene auch nicht mehr möglich in einen sachlichen Dialog, bezogen auf diese rassistischen Äußerungen, zu treten, solange das Verhalten nicht von diesen Polit-Raudies geändert wird. Denn schließlich gehört es zu deren Strategie Minderheiten zu instrumentalisieren, zu stigmatisieren, als bedrohliches Feindbild aufzubauen um sich selbst in eine Verteidigungsposition hineinzureden, wenn ich auf die Begriffe des “Ethnozid” ober einen “propagierten Bevölkerungsaustausch” reflektiere, die von diesen Leuten lauthals öffentlich vertreten werden, um auf Stimmenfang in einer verunsicherten Bevölkerung zu gehen. “Der Afrikaner schnackelt halt gerne”, war auf dem Parteitag der AfD in einer Wahlkampfrede zur Europawahl zu hören. Das man mit derartig billigem Rassismus auch noch meint in einen Dialog treten zu können, bedeutet eine Provokation und wird irgend wann eine Beobachtung durch die entsprechenden Behörden nach sich ziehen.
            Die Grenze des guten Geschmacks wurde schon mehrfach deutlich überschritten. Die Würde des Menschen ist unantastbar, Artikel 1. des Grundgesetzes.

          • Gehört der Spiegel denn nicht auch zur inoffiziellen Lügenpresse in den Augen der AfD, Pegida, Thürgida, Legida und anderer Nationalpatrioten deutschen Blutes und Bodens ?

    • Klar, wo soll der Junge wohl Respekt erlernen, wenn niemand diesem jungen Heranwachsenden ein Vorbild bietet, obwohl es doch einige gute Vorbilder gibt, wie der in Guantanamo zu unrecht inhaftierte Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund aus Bremen vormacht, der auf Grund der Nicht-Intervention des Herrn Maaßen weitere 3 Jahre sich der Tortur des “Waterboardings” ausgesetzt sah und zu einer wirklich starken Persönlichkeit heranreifte und nicht zu einem rassistischen Hasser.

      MURAT KURNAZ

      • Abgesehen von cavalieris kommentar ist kurnaz laut wikipedia nicht der liebe Junge, den sie gerne hätten. Verstärkt dem islam zuwenden nach der Hochzeit, um das land, aus der seine (erste) Ehefrau kam, kennenzulernen, riecht schwer nach arrangierter Ehe und nicht nach freiheitlich-aufgeklärter Kultur. Dazu kam eine Mitgliedschaft in einem verbotenen Rockerclub. Ohne seine Gefangenschaft und Bekanntheit deswegen wäre er vermutlich niemals bei Amnesty international aufgetreten.

        • Da steht in Wikipedia aber etwas ganz anderes über Herrn Kurnaz, der inzwischen als Sozialarbeiter in Bremen tätig ist und sich um Kinder von Migranten kümmert, als Sie es sehr weit ausladend falsch beschreiben und interpretieren.
          Jeder kann dort selbst nachlesen.

          • genau genommen steht in der wikipedia, dass er sich seit 2015 für Flüchtlingskinder engagiert. das lasse ich aber unabhängig von einer Ausbildung als Sozialarbeiter gelten. Zwei Kinder in zweiter Ehe hat er ebenfalls. die von mir genannten Punkte stehen da auch.

            den unterschied zwischen ganz anders und zusätzlich kennt offensichtlich auch nicht jeder.

          • Aber wer ist denn nun verantwortlich für die Gewalt in DU-Marxloh und die mangelnden Vorbilder? Kurnaz bestimmt nicht, er hat damit gar nichts zu tun. Warum werden dort Schüler von Mitschülern verprügelt (so wie oben im Artikel beschrieben) ? Dass die wenigen verbliebenen Nicht-Migranten vor lauter Fremdenfeindlichkeit die Migranten verprügeln, das kann einfach nicht sein. Wer die Mehrheit hat, der hat die Macht. Und in DU-Marxloh wohnen keine wohlhabenden “Biodeutschen” mehr, die sind alle weggezogen. Mit dem zitierten Gucci-Pullover muss es eine andere Bewandnis haben.

  2. Mit Sozialarbeitern gegen Mobbing? Ich finde das lächerlich.

    Am Ende sagen die Sozialarbeitern den Kindern, wenn sie drangsaliert und schikaniert ( = gemobbt) werden, sollen sie zum Lehrer gehen oder zu ihren Eltern und schlimmstenfalls kommt auch die Polizei und bestraft den Übeltäter. (alles erlebt)

    Braucht man dafür Sozialarbeiter und teure Projekte? Das kann ich meinen Schülern auch sagen.

  3. @Cavallieri
    Herzlichen Dank für den Link! Hier ein paar Ausschnitte aus der “Spiegel”-Kolumne:

    “Mit Uno-Dokumenten ist es wie mit Parteiprogrammen: Alle tun so, als wüssten sie, was drin steht, aber kaum jemand hat es wirklich gelesen. Das Problem des Migrationspakts ist nicht eine heimliche Agenda zum Nachteil des deutschen Volkes – das wahre Problem ist die heilige Weltfremdheit, die aus nahezu jeder Zeile spricht…
    Natürlich wird Deutschland zustimmen… Und selbstverständlich wird Deutschland auch jedes Komma ernst nehmen. So läuft es immer. Die Einführung einer Modetorheit wie das Gendermainstreaming geht auf eine Uno-Initiative zurück. Die …Inklusion, die mittlerweile Heerscharen von Lehrern und Eltern in die Verzweiflung treibt, verdanken wir ebenfalls der Uno.”
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/migrationspakt-warum-deutschland-nicht-unterzeichnen-darf-kolumne-a-1239796.html

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