Zentralrat: Prüfungstermine an jüdischen Feiertagen überdenken

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BERLIN. Der Zentralrat der Juden will Prüfungstermine etwa an Universitäten an jüdischen Feiertagen überprüfen lassen. Der Termin zum Beispiel für das zweite medizinische Staatsexamen falle im kommenden Oktober auf Jom Kippur, den höchsten Feiertag, und im April 2019 auf Pessach, ebenfalls ein zentrales Fest des Judentums. Religiösen jüdischen Studierenden sei es unmöglich, an diesen Tagen Klausuren zu schreiben. «Es wäre zu prüfen, ob die bisherige Regelung gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstößt», sagte Schuster der «Jüdischen Allgemeinen».

Sich als praktizierenden Juden zu outen, ist in Deutschland offenbar mittlerweile - wieder - gefährlich. Foto: James MacDonald / flickr (CC BY 2.0)
Der Zentralrat der Juden fordert mehr Rücksicht auf jüdische Feiertage. Foto: James MacDonald / flickr (CC BY 2.0)

«Mir kann niemand erzählen, dass es unmöglich sein soll, Prüfungen auf Werktage zu legen, die keine jüdischen Feiertage mit Schreibverbot sind.» In Fächern wie Jura seien die Examenstermine bundesweit nicht einheitlich, sondern würden in den Ländern festgelegt. Der Zentralrat werde an die Bundesregierung und die Länder herantreten, um Vorschriften so überarbeiten zu können, dass jüdische Feiertage künftig berücksichtigt werden. dpa

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