Aktionswoche für längeres gemeinsames Lernen – Lehrerverband dagegen

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DRESDEN. Die Anhänger eines längeren gemeinsamen Lernens an sächsischen Schulen machen mobil. Bis Freitag werden vielerorts Unterschriften für einen Volksantrag zu diesem Thema gesammelt, wie die Organisatoren am Montag mitteilten. Die Aktion wird auch von der Linken, Bündnis 90/Die Grünen und der SPD unterstützt, die CDU lehnt sie hingegen strikt ab. Von 40.000 benötigten Unterschriften sind bereits knapp 26.000 bestätigt.

Gesamtschule
Das Bündnis will dem gegliederten System eine integrierte Schulform entgegenstellen – und setzt dabei auf die Eltern. Foto: EnergieAgentur.NRW / Flickr (CC BY 2.0)

Die Befürworter streben an, die neue Schulart gesetzlich zu verankern. Das Ziel besteht darin, Kinder nicht schon nach der vierten Klasse der Grundschule zu trennen. Allerdings soll das sächsische Schulsystem nicht in Frage gestellt werden. Dort ist die Gemeinschaftsschule als Option formuliert – nur wenn Lehrer, Schüler und Eltern das Modell an bestimmten Schulen wollen.

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Der sächsische Lehrerverband sprach sich am Montag erneut gegen Änderungen am bisherigen System aus: «Vor dem Hintergrund der derzeitigen, angespannten Personalsituation braucht das sächsische Schulsystem in erster Linie Kontinuität und Planungssicherheit statt einschneidender Reformen.» Eine neue Schulart verschärfe unnötig den Wettbewerb unter den Schularten um rare Ressourcen. dpa

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2 KOMMENTARE

    • na, eben länger. Das geht schrittweise. Erst ein bisschen, dann bis zum Ende der Schulzeit, dann bis zum Erreichen der Lebensleistungsrente.

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