Verkehrswacht fordert Radfahr-Erziehung nach der Grundschule

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BREMEN. Auf ihrer Jahreshauptversammlung hat sich die Deutsche Verkehrswacht (DVW) für die Stärkung und Weiterentwicklung der Radfahr-Erziehung ausgesprochen.

Nach Meinung der Delegierten solle sie künftig über die bisherigen Angebote zur Bewegungsförderung und die Radfahrausbildung in der Grundschule hinausgehen. Kurt Bodewig, Ex-Verkehrsminster und derzeitiger DVW-Präsident lobte den Beschluss: “Die Radfahrausbildung ist jetzt schon zentrales Element der schulischen Verkehrs- und Mobilitätserziehung. Wenn wir dieses erfolgreiche Modell über die vierte Klasse hinausbringen, können wir die Sicherheit von Kindern weiter erhöhen.”

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Kinder ab der 5. Klasse erleben im Verkehr oft andere Risikosituationen als Grundschüler. Foto: Timelynx / Pixabay (CC0 1.0)

Empfohlen wird die Fortsetzung der Radfahr-Erziehung in der 5. und 6. Klasse, um typischen Unfallrisiken in dieser Altersgruppe zu begegnen. Dafür soll eine Vereinbarung mit den Kultusministerien der Länder angestrebt werden.. Eltern sollen kontinuierlich unterstützt werden in Fragen zum Radfahren lernen und der Vermittlung der Bedeutung des Fahrrads für die sichere und eigenständige Mobilität der Kinder. “In allen Entwicklungsprozessen ist eine umfängliche Einbeziehung der Eltern enorm wichtig”, gab Bodewig zu verstehen

Zur Stützung der bestehenden Radfahr-Erziehung in der Schule sollen Lehrkräfte zielgerichtet aus- und fortgebildet werden und auch die Rolle der Polizei, die für die fahrpraktische Ausbildung sorgt, soll in personeller und fachlicher Hinsicht gestärkt werden. In Ergänzung brauche es eine sichere Finanzierung von Lehrmaterialien und für die Ausstattung von Jugendverkehrsschulen. Weiterhin müsse der Stellenwert von Sport und Bewegungsförderung erhöht und Herausforderungen der Inklusion bewältigt werden. (ots)

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