Sicherheit auf dem Schulweg: Eine Frage des Geldes

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MÜNCHEN. Die AOK Bayern will vom kommenden Schuljahr an – in Kooperation mit der Landesverkehrswacht (LVW) – alle Grundschulen mit reflektierenden Sicherheitswesten ausstatten. Wie die Krankenkasse mitteilte, startet die Aktion «Sichtbarkeit auf dem Schulweg» in diesem Schuljahr zunächst mit den Förderschulen. Rund 5000 Erstklässler sollen ab Ende September eine solche Weste bekommen.

Obwohl Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kürzlich für mehr Sicherheit auf den Schulwegen geworben hat, gab es zum Schulstart 2019/2020 nicht für alle 115 000 Erstklässler eine Weste. Der Grund: Die Finanzierung lief bisher allein über lokale Sponsoren. In der Summe sei in den vergangenen Jahren nie genug Geld zusammengekommen, um alle Erstklässler auszustatten. Das teilte die LVW mit. Die Lücke will nun die AOK als landesweiter Sponsor füllen.

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Ministerpräsident Markus Söder schließt eine Finanzierung von Warnwesten für Erstklässler durch das Land Bayern aus. Foto: Shutterstock

Die Kooperation ist erstmal nur für zwei bis drei Jahre geplant. Dass danach die Landesregierung die Finanzierung aus eigenen Mitteln garantiert, schloss Söder aus. Er will beim System des Sponsorings bleiben. «Es gibt keinen staatlich organisierten Schulweg», sagte der CSU-Chef der. Die Schüler seien «ausreichend versorgt».

Insgesamt liegen die Kosten für die Westen im niedrigen sechsstelligen Bereich, sagte LVW-Geschäftsführer Manfred Raubold, der sich eine längerfristige Finanzierung der Aktion wünscht. Gleichzeitig bleibe die Verkehrssicherheit vorrangig Aufgabe der Eltern, sagte er. Sie seien dafür verantwortlich, dass ihre Kinder mit reflektierender Kleidung und Schulranzen unterwegs sind. (dpa)

Verkehrserziehungsexperte: Wir bewegen uns tagtäglich in einem Raum der Unsicherheit

 

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