Politische Bildung zum Hören: „Superhelden im Auftrag der Demokratie“

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STUTTGART. In der vierten Folge des Podcasts „POLITISCH BILDET“ schickt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) bekannte Helden in Rennen. Denn auch von Harry Potter, Batman, Wonderwoman und Co. können wir demokratische Werte lernen.

Moderne Mythen mit politischer Botschaft: Jetzt im LpB-Podcast „POLITISCH BILDET“.Bild: LpB

LpB-Fachreferentin Bianca Braun spricht mit Annette Loers, Leiterin des Kulturzentrums Merlin in Stuttgart, über die Inhalte der gemeinsamen Projektreihe „Von Hogwarts nach Wakanda. Eine Reise zu Demokratie und Werten in modernen Mythen“.

Superhelden und Fantasy sind nicht nur bei Kindern und Jugendlichen gefragter denn je. Dabei haben diese modernen Mythen politische Dimensionen, die es sich lohnt, genauer zu betrachten: Batman und Selbstjustiz, Harry Potter und der Widerstand, Star Wars und der Wandel von Gut zu Böse. Es geht um Politik und Gesellschaft, um Ethik, Macht, Gerechtigkeit und Freiheit.

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Beim LpB-Podcast kommen regelmäßig etwa 20 Minuten lang gesellschaftliche, politische oder historische Kontroversen zur Sprache – bearbeitet mit den Handwerkzeugen der politischen Bildung. Die Hörerinnen und Hörer erfahren mehr über wissenswerte Fakten, das Für und Wider von Argumenten, gesellschaftliche Hintergründe und die Bedeutung demokratischer Werte. Mit dem Podcast sollen Gedanken angestoßen und zur eigenen Meinungsbildung angeregt werden – auch um für einen themenbezogenen Konflikt gewappnet zu sein.

Der LpB-Podcast „POLITISCH BILDET“ kann über die Homepage der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg unter www.lpb-bw.de/lpb_podcast.html gehört werden. Zudem gibt es ihn bei Spotify, SoundCloud, podcast.de und neuerdings auch bei i-Tunes.

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31 KOMMENTARE

  1. So, So, jetzt sollen schon die Kleinsten infiltriert werden. Ist mit „Demokratie“ denn auch die echte Demokratie gemeint oder die der selbsternannten linken Demokraten wie unserer Bundeskanzlerin?! Ich bete, nicht letztere.

    • Wenn hier jemand ein Demokratieproblem hat, dann sind es offenbar Sie. Die Bundeskanzlerin ist mit Mehrheit gewählt.

      • Frau Krause meinte die linken Demokraten. Die Bundeskanzlerin ist nur ein Beispiel unter ihnen. Es ist aber tatsächlich zu hoffen, dass sich die Podcast-Produzenten mit dem Framing zurückhalten.

        • Sind Sie mit Frau Krause liiiert, sodass Sie wissen, was sie meint? Und ist sie nicht in der Lage, das selbst zu erklären?

          Die Bundeskanzlerin soll eine „selbsternannte linke Demokratin“ sein. Hä? Offenbar reichen in gewissen Rechtsaußen-Kreisen die Schlagworte „Demokratie“, „Merkel“ und „links“ – völlig sinnfrei miteinander kombiniert – aus, um Beißreflexe auszulösen. Dann kommt noch „Framing“ und die „Lügenpresse“ mit rein – und fertig ist die neueste Social-Media-Wutwelle.

          • Wer anderer Meinung als Sie ist, hat nicht zwangsläufig ein Demokratieproblem.
            Ich finde auch nicht gut, wenn die Kleinsten schon politisch belehrt (indoktriniert) werden. In Diktaturen berieselt man bekanntlich Kinder mit Lernstoff dieser Art, während in Demokratien gute Tradition ist, die Jüngsten damit in Ruhe zu lassen.

          • Wer demokratisch gewählten Politikern die Legitimität abspricht, hat nunmal ein Demokratieproblem. Das hat mit meiner „Meinung“ nichts zu tun.

            Ich wüsste auch nicht, dass es „gute Tradition“ in Demokratien wäre, Kinder „damit“ (womit?) in Ruhe zu lassen. Mit Demokratie wächst man auf – oder man tut es eben nicht. Was glauben Sie, wofür es zum Beispiel die Schülervertretung gibt? Und natürlich gibt es auch zahllose Programme zur Mitbestimmung von Kindern auch in Kita und Grundschule.

            So sagt zum Beispiel der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann völlig zu recht: „Nur, wenn wir es als Gesellschaft schaffen, junge Menschen frühzeitig in ihrer eigenen Meinungsbildung zu unterstützen, sie in einem von Toleranz und Respekt geprägten kritischen Denken fördern, wird sich die Zukunft unserer Gesellschaft im Einklang mit unserem Grundgesetz weiterentwickeln können.“ Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2019/05/70-jahre-grundgesetz-lehrerverbaende-junge-menschen-muendig-machen-damit-sie-den-rattenfaengern-nicht-ins-netz-gehen/

            Aber klar, dass das auf stramm rechts nicht gerne gesehen wird – da gilt ja das Prinzip Befehl und Gehorsam.

          • „Wer demokratisch gewählten Politikern die Legitimität abspricht, hat nunmal ein Demokratieproblem. “
            Ich stimme Ihnen von ganzem Herzen zu.
            War Kemmerich in Thüringen demokratisch gewählt?

          • Ich weiß zwar nicht, was das mit Demokratiebildung zu tun hat – aber ja, Kemmerich ist in Thüringen demokratisch gewählt worden. Mit der Unterstützung durch Faschisten. Dann ist ihm offenbar auch selbst mal aufgefallen, dass er mit der Neonazi-Truppe um Höcke nicht regieren kann – und er ist zurückgestreten.

            Es hat meines Wissens keinen Putsch in Thüringen gegeben.

            Wäre es für Sie auch ok, wenn sich ein Politiker mithilfe von Islamisten in ein Staatsamt hieven ließe? Oder sind Rechtsradikale für Sie nicht so schlmm?

          • Ich habe Hochachtung für W. Kretschmann, dass er nach dem Ausgang des Volksentscheids zu Stuttgart 21 sagte, wir bauen das jetzt (obwohl er – vermutlich zu recht – dagegen war), weil er die demokratische Ordnung achtete. Wenn wir die Ordnung der Demokratie mal achten, mal beiseite schieben, mal durch mediale Übermacht zerstören, je nachdem, wie es uns politisch in den Kram passt, dann machen wir die Demokratie kaputt.
            Insofern: ja, mit Zähneknirschen akzeptiere ich auch ein demokratisches Wahlergebnis, das mithilfe von Islamisten oder Kommunisten oder anderer extremer Gruppen zustande kommt. Denn auch solche Abgeordnete sind vom Volk gewählt.

          • Zweierlei:

            1. Die AfD hat in Thüringen keine Mehrheit – also auch keinen Anspruch auf den Posten des Ministerpräsidenten (ob nun direkt oder indirekt).

            2. Zur „Ordnung der Demokratie“, auf die Sie sich hier so pathetisch berufen, gehört natürlich auch der Rechtsstaat. Heißt: Deutschland ist keine Vulgärdemokratie, in der gemacht wird, was immer auch eine Mehrheit entscheidet. Hier gelten Gesetze, und zwar für alle – und den Rahmen setzt das Grundgesetz mit seiner Ewigkeitsklausel, die die Grundrechte der Staatsbürger, die demokratischen Grundgedanken und die republikanisch-parlamentarische Staatsform garantiert.

            Dass die faschistische Höcke-AfD diese Grundprinzipien nicht akzeptiert, können Sie dem Verfassungsschutzbericht entnehmen. Darin heißt es: „Das durch den ‚Flügel‘ propagierte Politikkonzept ist primär auf die Ausgrenzung, Verächtlichmachung und weitgehende Rechtlosstellung von Ausländern, Migranten, insbesondere Muslimen, und politisch Andersdenkenden gerichtet. Es verletzt alle Elemente der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, die Menschenwürdegarantie sowie das Demokratie- und das Rechtsstaatsprinzip. Die Relativierung des historischen Nationalsozialismus ist zudem prägend für die Aussagen der ‚Flügel‘-Vertreter.“

            Verfassungsfeinde mit allen rechtsstaatlichen Mitteln der – wehrhaften! – Demokratie zu verteidigen, gehört ebenfalls zum demokratischen Grundauftrag, der uns durch die Verfassung vorgegeben wird. Auch das sollten Schüler lernen, und manche Lehrer (wie ich Ihrem Post entnehme) offenbar ebenfalls.

            Quelle: https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/zur-sache/zs-2019-002-fachinformation-zu-teilorganisationen-der-partei-alternative-fuer-deutschland-afd

          • Sie haben völlig Recht. Wenn eine Partei verfassungsfeindlich ist, muss man sie verbieten. Das machen Gerichte, keine Redaktionen und keine Twitter-Aktivisten.

  2. Die wenigsten Angeboten der bpb richten sich überhaupt an Kinder, schon gar nicht an „die Kleinsten“, bei den Podcasts steht FSK 10.
    Diese Kinder sind am Ende der Grundschulzeit, sie schnappen vieles auf, sie interessieren sich für ihre Umgebung und haben viele Fragen.
    Kindernachrichten und andere mediale Angebote, die ihnen die Welt nahe bringen, sind durchaus sinnvoll, AUCH im Hinblick auf Demokratie.

  3. @Bernd
    Der Begriff „Demokratie“ muss meiner Meinung nach reichlich viel aushalten.
    In seinem Namen wird heutzutage auf Teufel komm raus indoktriniert, verleumdet, denunziert, Rechtsbruch als Anstandsgebot dargestellt und Faschismus unter der Fahne von Antifaschismus betrieben.
    Dabei wird vorgeschrieben, was jeder zu denken, zu sagen und zu wählen hat. Auf dem Wahlzettel dürfen nicht mehr alle zugelassenen Parteien angekreuzt werden, denn bei „falscher“ Wahl und mangelnder Geheimhaltung drohen Beschimpfung, soziale Ächtung, Bestrafung der Familie und vieles mehr.

    Nein, Bernd, wer die Demokratie fördern und schützen will, lehnt solche faschistischen Methoden ab – der erkennt unsere Gesetze und staatlichen Organe an, nicht zuletzt die Verfassungsgerichte, den Verfassungsschutz und die Polizei.

    Wem Demokratie mehr ist als ein Lippenbekenntnis, der findet es selbstverständlich, dass die Bürger alle Parteien und Personen angstfrei dürfen. Er lehnt Strafandrohungen ab – besonders dann, wenn sie als einzig demokratisch und anständig daherkommen.

    Auch mir bereiten die Vorschläge zur Demokratieerziehung von Kindern und Jugendlichen Kopfschmerzen. Wenn nicht mehr das Grundgesetz, die Verfassungsgerichte und staatliche Gewalt das alleinige Sagen in Kitas und Schulen haben, sondern parteipolitische Mehrheiten mit ihren Freund-Feind-Interpretationen beim Geschehen mitmischen, schrillen meine Alarmglocken.

    Zuletzt sei noch gesagt, dass sich ein Verbot der AfD nicht abzeichnet, wie Sie suggerieren. Es wird allerdings gebetsmühlenartig und lautstark von den Gegnern gefordert.

    • Dass diese Demokratie viel ertragen muss – da gebe ich Ihnen mal recht.

      85 Prozent der deutschen Bevölkerung müssen von Leuten wie Ihnen ertragen, dass Rechtsradikalismus verharmlost wird, dass gegen diese Demokratie und ihre Institutionen gehetzt wird, dass demokratische Politiker verächtlich gemacht werden, dass verharmlost wird, dass Mord und Totschlag von Rechtsaußen das Land überzieht, Ihr Gejammer und Gezeter über den Untergang des Abendlandes, über die angeblich so dumme Jugend, über Migranten, über Medien, Kunst und Wissenschaft, über eine liberale und offene Gesellschaft, über alles und jeden – nur nicht über den Kern Ihres Problems: Ihre Psycho-Macken, die Leute wie Sie zu politisieren versuchen.

      Die Ärzte haben all das in einem schönen Lied auf den Punkt gebracht – hier anzuhören: https://www.youtube.com/watch?v=6X9CEi8wkBc

      Gut, dass in diesem Land jetzt langsam mal aufgeräumt wird: https://www.tagesschau.de/inland/seehofer-rechtsextremismus-109.html

    • Unser demokratischer Rechtsstaat hält viel aus, auch dass anerkannte Faschisten, wie ein Bernd Höcke oder andere Politiker, wie Herr Kalbitz, mit engen Kontakten zu Rechtsradikalen in Griechenland und Deutschland, in Landtagen sitzen, diese Demokratie als Ochlokratie diffamieren und mit euphemistisch formulierten Endlösungswerken, wie „Nie zweimal in den selben Fluss“, euphemistisch formuliert darauf hinweisen, wie sie sich eine deutsche Lösung einer erklärten „Migrantenfrage“ in ihrer Hand mit einfachen Lösungsvorstellungen vorstellen – alle Abschieben und die politisch Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen und sich von Widerständlern gegen eine rassistische Abschiebepraxis trennen, was deren Eliminierung bedeutet.
      Gut organisierte öffentliche Volksaufmärsche, wie in Chemnitz im August 2019, als sich die gesamte Führungsspitze aller Feinde unserer pluralistischen und freiheitlichen Demokratie sich einfanden, sind im Rückblick auf die jüngere deutsche Geschichte, Ausdruck und ein Mittel einer völkisch-nationalistischen Bewegung, die über den Druck der Straße die demokratisch gewählten Volksvertreter verunsichern will, die Wut einer aufgehetzten Menge gegen unsere Demokratie zu richten versuchte.
      Da schrillen dann bei Bernd Höckes öffentlich vorgetragenen Wahlkampfreden die Alarmglocken.
      Es ist dieser Personenkreis der Neuen Rechten um einen Götz Kubitschek, die dieser Demokratie den Kampf angesagt haben.

      • Höcke ist kein anerkannter Faschist, ein Gericht hat nur beschlossen – nicht geurteilt -, dass bei einer Demonstration ein Plakat gezeigt werden dürfe, dass Höcke als Faschisten bezeichne. Das kann man gut oder schlecht finden, aber als echter Demokrat muss man das aushalten und differenzieren können.

        • Was ist denn ein „anerkannter Faschist“?
          Muss man dafür einen Antrag stellen?
          Reicht das ausgefüllte Formular oder muss man weitere Taten und Äußerungen als Beleg anfügen?

          • Wer sich in der rassistischen und Menschen verachtend motivierten Weise öffentlich äußert, so wie Herr Höcke, der sich beständig gegen die in unserem Grundgesetz verbrieften Grundrechte wendet, der hat sich zu Recht diese Bezeichnung verdient.
            Die AfD hat auf Grund der Durchsetzung mit Rechtsextremisten, gewaltige Probleme damit, sich von den Führungspersonen des rechten Flügels zu trennen, wie man es an den gescheiterten Partei-Ausschlussverfahren gegen Herrn Höcke von Frau Petri und Herrn Prof.Lucke ablesen kann.

          • @Palim
            Sie fragen, was denn ein „anerkannter Faschist“ sei.
            Ich denke, das sind alle, die ihre Herkunft oder politische Meinung für allein richtig und geboten halten, die Andersaussehende oder Andersdenkende unterdrücken, verdrängen oder zum Schweigen bringen wollen.
            Zuerst geschieht’s mit verbaler Beschimpfung, Diffamierung oder Ausgrenzung, dann mit härteren Bandagen wie Sachbeschädigung, Körperverletzung oder sogar Mord.

            Aller Anfang ist jedoch glühende Ablehnung gegen bestimmte Menschen, die entweder zu einer anderen „Rasse“ gehören oder politisch anderer Meinung sind.

            Gegen Fremde zu sein, gilt vor allem als rechtsfaschistisch. Gegen Andersdenkende zu sein, als linksfaschistisch.
            Beide Gesichter des Faschismus prägten die NS-Zeit. Das Wort „National-Sozialismus“ enthält bereits beide Formen des Faschismus. Auf der einen Seite der Nationalismus, der Fremde verfolgt, auf der anderen der Sozialismus, der Andersdenkende bekämpft.

          • Bemerkenswert, wie Leute sich mit pseudo-wissenschaftlichen, selbstgebastelten Argumenten die Realität zurechtbiegen. Nicht jeder, der sich im Recht wähnt, ist ein Faschist, nicht jeder Autokrat ist einer und nicht jede Diktatur ist faschistisch. Sie verniedlichen den Faschismus, indem sie links, rechts und irgendwie-autoritär in einen Topf werfen, umrühren und feststellen: überall Faschisten.

            Tatsächliche Wesensmerkmale von faschistischen Bewegungen sind laut Bundeszentrale für politische Bildung „a) eine charismatische, autoritäre Führerfigur, b) die strikte Unterwerfung unter das Führerprinzip und c) der hierarchische Aufbau der politischen Organisation; weiterhin d) das rechtsextreme, offen rassistische und fremdenfeindliche Gedankengut und e) die (in Bezug auf andere politische Überzeugungen) negative Eigendefinition (als antidemokratisch, antiparlamentarisch, antiliberal, antihumanistisch etc.).“

            Das trifft auf Höcke, Kalbitz und Co. zu, wenn man dem Bericht des Verassungsschutzes folgt.

            Darin heißt es unter anderem: „Der Fortbestand eines organisch-einheitlichen Volkes wird vom ‚Flügel‘ als höchster Wert angesehen. Der einzelne Deutsche wird nur als Träger des Deutschtums wertgeschätzt. ‚Kulturfremde“ Nicht-Deutsche gelten als nicht integrierbar. Ihnen soll eine Bleibeperspektive konsequent verwehrt werden. Ziel des ‚Flügels‘ ist ein ethnisch homogenes Volk, welches keiner ‚Vermischung‘ ausgesetzt sein soll.“

            Das hatten wir schon mal – zwischen 1933 und 1945.

            Quellen: https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/17480/faschismus

            https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/zur-sache/zs-2019-002-fachinformation-zu-teilorganisationen-der-partei-alternative-fuer-deutschland-afd

        • Ursache und Wirkung im wirtschaftspolitischen Kontext werden aufgezeigt: Die Strukturanalyse dieser Doku beleuchtet aufgrund einiger Interviews mit Rechtsextremen zudem psychologische Hintergründe, wie rassistisches Denken immer auf Angst abzielt, die geschürte, riesige Furcht benachteiligt zu werden mit der kriminellen Konstruktion von Feindbildern. Zeitgleich zur Schau gestellte Verharmlosungsstrategien, um insbesondere Jugendliche aus der bürgerlichen Mitte zu ködern, bieten empfehlenswerten Diskussionsstoff.

  4. Demokratieerziehung ist sowieso schon generelle Leitlinie einer Lehrkraft. Vielleicht ist es eine Bundeslandfrage, aber in NRW findet sich zum Beispiel der Begriff politische Bildung schon sehr lange im Referenzrahmen und den Lehrplänen wieder.
    https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Unterricht/Demokratie-gestalten/index.html
    Ich weiß nicht, was viele darunter verstehen oder verstehen wollen, aber Demokratieerziehung bedeutet in keinem Fall „Indoktrinisierung“ oder „Infiltrierung“. Diese diffamierenden Begriffe zielen darauf ab, eine offene-Werte-Orientierung als einseitig orientiert zu degradieren und dadurch den Fokus auf das vermeintlich Unbeachtete zu lenken. (Ein sehr kluger Schachzug der Unterwanderung politisch offen gesinnter Menschen, wobei es mir nicht um links, rechts, mitte oder sonst irgendwas geht.)
    Demokratieerziehung bedeutet allerdings explizit keine Färbung! Es bedeutet, dass gelehrt wird, kritisch mit politischen Inhalten umzugehen, sich seine eigene Meinung frei von propagandistischen Einflüssen zu bilden und es bedeutet Demokratie in den Schulstrukturen zu leben (siehe SV, Klassenrat etc.). Das ganze muss gar nicht durch die Erwähnung von politischen Parteien/ Machtinstrumenten geschehen, sondern kann schon durch den allgemeinen Umgang mit den SuS geschehen und durch eine analytische und reflektierte Grundhaltung, die nicht immer ein richtig oder falsch kennt.

    • Eine „analytische und reflektierte Grundhaltung“, die das Grundgesetz zum Maßstab nimmt, lässt glasklare Schlüsse zu.

      Nochmal aus dem Bericht des Verfassungsschutzes:

      „‚Flügel‘-Vertreter wenden sich auch gegen das Demokratie- und das Rechtstaatsprinzip. Demokratische Entscheidungen werden nur akzeptiert, wenn diese zu einer Regierungsübernahme durch die AfD führen. Im Falle des Scheiterns der AfD gelte: ‚Danach kommt nur noch: Helm auf.'“

      Oder:

      „Der Fortbestand eines organisch-einheitlichen Volkes wird vom „Flügel“ als höchster Wert angesehen. Der einzelne Deutsche wird nur als Träger des Deutschtums wertgeschätzt. ‚Kulturfremde‘ Nicht-Deutsche gelten als nicht integrierbar. Ihnen soll eine Bleibeperspektive konsequent verwehrt werden. Ziel des „Flügels“ ist ein ethnisch homogenes Volk, welches keiner ‚Vermischung‘ ausgesetzt sein soll.“

      Ich kann als Politiklehrer völlig sachlich die Schülerinnen und Schüler aufgrund von Zitaten analysieren lassen, welche Partei in Deutschland Bezüge zum Nationalsozialismus erkennen lässt. Gibt’s irgendwelche Zweifel, wo sie da landen?

      Quelle: https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/zur-sache/zs-2019-002-fachinformation-zu-teilorganisationen-der-partei-alternative-fuer-deutschland-afd

  5. Der Mann darf sehr wohl als Faschist auf Grund seiner öffentlich gegen die im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechte, sowie seine gegen die parlamentarische Demokratie gerichteten Zielvorstellungen und seiner rassistisch formulierten gegen Menschen mit einem Migrationshintergrund und seiner gegen Migranten formulierten Ausgrenzungen, so bezeichnet werden.

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/rechtsextremismus-bjoern-hoecke-afd-fluegel-rechte-gewalt-faschismus

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