BERLIN. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auch bei Kindern deutlich gestiegen. Das geht aus einer Präsentation des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor, die dem „Spiegel“ vorliegt. Demnach wurden in der ersten Novemberwoche mehr als 10.400 Corona-Infektionen bei Kindern unter 14 Jahren gemeldet – zehnmal mehr als in der Vergleichswoche im September.
Wie sich die Situation seitdem entwickelt hat, sei unklar, so berichtet der „Spiegel“. Neuere Daten würden erst am Dienstag erwartet. Anfang September seien pro Woche noch weniger als 1000 Infektionen bei Kindern unter 14 Jahren gemeldet worden. Die Zahlen bereiteten den Experten beim RKI Sorgen, so heißt es in dem Bericht.
“Wir sehen immer mehr Ausbrüche in Schulen”
Bereits in der vergangenen Woche hatte RKI-Präsident sich Prof. Lothar Wieler zu Wort gemeldet: „Wir sehen immer mehr Ausbrüche in Schulen.“ Zu beobachten seien hohe Neuinfektionszahlen in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen. Das Infektionsgeschehen werde in die Schulen und auch aus ihnen heraus getragen. Wieler: „Wir wissen ja schon seit langer Zeit, dass natürlich auch Kinder infiziert werden können.“
Die Mehrzahl der betroffenen Kinder zeigt dem RKI zufolge nach bisherigen Studien einen asymptomatischen oder milden Krankheitsverlauf. Nur ein sehr kleiner Teil benötige eine intensivmedizinische Versorgung und werde beatmungspflichtig. News4teachers
