Bildungsministerin Ernst: Sitzenbleiben trotz Pandemie-Bedingungen wieder möglich

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POTSDAM. Das Sitzenbleiben in der Schule ist laut Brandenburger Bildungsministerium in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie nicht ausgeschlossen. Inzwischen gebe es eine andere Regelung als im vergangenen Jahr, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Freitag im Bildungsausschuss des Landtages, daher könnten Leistungen im Distanzunterricht bewertet werden.

„Schülerinnen und Schüler wollen, dass ihre Leistungen anerkannt werden“: Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonfererenz. Foto: Nicola, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

In den ersten Monaten der Pandemie im vergangenen Jahr sei der Distanzunterricht der Schüler nicht bewertet worden, da es keine rechtliche Regelung gegeben habe. Das habe zu großer Kritik geführt, sagte Ernst. Gerechterweise wollten die Schüler, dass ihre Leistungen anerkannt werden. Deshalb sei das Verfahren umgestellt worden.

«Es ist schwieriger, im Wechselunterricht oder im monatelangen Distanzunterricht Schülerleistungen zu bewerten», sagte sie. «Nur im Umkehrschluss zu sagen, wir verzichten in einem Jahr komplett auf eine Leistungsbewertung, halte ich für falsch», sagte die Ministerin.

Die Linken-Landtagsabgeordnete Kathrin Dannenberg hatte zuvor gefordert, dass alle Kinder versetzt werden. Bewertungen in Form von Noten solle es bis zu den Sommerferien nicht geben, mit Ausnahme der Abschlussklassen. Die Lehrkräfte sollten in den Zeugnissen auf die Kompetenzen der Kinder eingehen und deren positive Entwicklung deutlich machen. Sie sei überzeugt, dass eine Vergleichbarkeit derzeit überhaupt nicht möglich sei, sagte Dannenberg. «Da sind Bewertungen in Form von Zensuren nicht angebracht», sagte sie. dpa

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3 KOMMENTARE

  1. „Die Lehrkräfte sollten in den Zeugnissen auf die Kompetenzen der Kinder eingehen und deren positive Entwicklung deutlich machen.“
    … und was ist mit der negativen Entwicklung?

    • Negative Bemerkungen in Zeugnissen? Sind bei uns schon seit Jahren nicht gewünscht. Selbst ein „noch nicht“ in einem Text wird hier moniert. So steht dann am Ende der Klasse 2 vielleicht der positive Satz, dass das Kind bis 20 rechnet. Dass es aber eigentlich bis 100 rechnen müsste, steht da nirgends.

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