Bundeselternrat: Impfung darf keine Bedingung für Schulbesuch sein

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Elternvertreter haben die Verantwortlichen in der Politik davor gewarnt, eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für den Schulbesuch zu machen. «Viele Eltern stehen dem Impfangebot sehr skeptisch gegenüber – mindestens solange die Ständige Impfkommission keine Empfehlungen dafür abgibt», sagte Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, dem «Redaktionsnetzwerk Deutschland».

Schüler ab 12 Jahre sollen jetzt bundesweit ein Impfangebot bekommen. Foto: Shutterstock

Noch fehlten Studien zur Verträglichkeit und den Langzeitwirkungen der Impfungen bei Kindern und Jugendlichen. Trotzdem fühlten sich Eltern unter Druck gesetzt, ihre Kinder impfen zu lassen, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen, kritisierte Weber.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, begrüßte hingegen den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag, mehr Impfangebote für 12- bis 17-Jährige zu machen – zum Beispiel auch in Impfzentren. «Damit werden die Chancen erhöht, Schulen länger geöffnet zu lassen und am Präsenzunterricht festzuhalten», sagte er dem RND. dpa

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7 KOMMENTARE

    • @Anne

      Natürlich gibt es Lehrer, die noch nicht geimpft sind.
      1. Genesene, die erst nach 6 Monaten geimpft werden können.
      2. Lehrer, deren 2. Impfung noch aussteht.
      3. Lehrer, die aus gesundheitlichen Gründen keine Impfung bekommen können.
      4. Impfskeptiker
      In unserem Kreis: 80% der Lehrer vollständig geimpft (mit 2 Wochen Wartezeit), 8% bekommen noch ihre 2. Impfung oder haben die 2 wöchigen Wartezeit noch nicht erfüllt. 5% gelten noch als Genesen und bekommen bald ihre Boosterimpfung. 7% wollen sich nicht impfen lassen, unterrichten dann halt mit Testpflicht in Präsenz.
      Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung finde ich das Ergebnis schon toll.

        • @Alla: Sehe ich genauso, unsere Berufsgruppe ist schon ziemlich weit in Sachen Impfung. Mir ging es eher darum, dass es so gar keine Reaktion gab, als es auf einmal hieß, Lehrer und Erzieher wären zur Impfung verpflichtet, ggf. per Gesetz (und da war von Impfpflicht für Pflegepersonal noch gar keine Rede).

  1. So sind Eltern … Sie wollen Präsenzunterricht , lehnen aber die Maßnahmen , ihn zu ermöglichen , ab : Impfung , Maske , Test . So kann das nichts geben .

    • Richtig.

      Aber genauso wenig wie es DIE Lehrer gibt, gibt es auch DIE Eltern nicht.
      An unserer Schule sind schon einige SchülerInnen geimpft (je älter, desto mehr, in der Oberstufe schon an die Hälfte), und die sicher nicht alle gegen den Willen der Eltern.
      Die allermeisten Eltern haben auch kein Problem mit den Masken, die wenigen, die das Problem haben, sind nur besonders laut.

  2. Jedes Elternteil muss selber wissen, ob sie ihre Kinder impfen wollen oder nicht. Mein Sohn ist mehrfachbehindert durch Autismus und geistiger Behinderung und vollständig geimpft. Selbstestungen auf Corona waren zu Hause die reinste Qual (Abwehrhaltung, wie ich das Stäbchen in die Nase bekommen hatte, war der reinste Kampf). Für ihn besteht wegen der Impfung keine Testpflicht mehr. Ein Glück. Ich hoffe, dass das Schuljahr (Förderschule, die ganze Klasse ist vollständig geimpft inkl. Lehrer) in Präsenz durchläuft inkl. Praktikum (wichtig für die Aufnahme in der Werkstatt für behinderte Menschen)im Februar nächsten Jahres. Das ist das letzte Schuljahr für ihn. Ich habe keine Lust, dass es wieder zur Schulschließungen kommt, Praktikum ausfällt und mein Sohn die Aufnahme in die WfbM nicht schafft. Das Praktikum könnte für den Gesamteindruck notwendig werden. Wieder Schulschließungen hieße für mich, da gibt Sachen, die schon wieder nicht auf die Reihe kriegt. Und das auf Kosten unserer Kinder.

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