Im „Laschet-Land“ (Spiegel) NRW explodieren die Inzidenzwerte – Lauterbach: Schulen werden das Geschehen anheizen

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DÜSSELDORF. Es ist nicht mal eine Woche her, seit NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) per Schulmail verkünden ließ: „Der Schulbetrieb in Präsenz ist nicht mehr an bestimmte Inzidenzwerte gebunden.“ Die Schulen sollen also offenbleiben. Um jeden Preis? Möglicherweise fliegt Laschet die Ankündigung mit Rasanz um die Ohren: Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist mit 103,3 wieder dreistellig und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Die Zahlen wachsen exponentiell. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt bereits: „NRW verliert die Kontrolle.“ Die Schulen dürften das Geschehen weiter anheizen, sagt er voraus.

Schulschließungen hat er praktisch ausgeschlossen – und nun? NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: Land NRW / Ralph Sondermann

Die Sieben-Tage-Fallzahlen zeichnen ein deutliches Bild: Die meisten der registrierten Neuinfektionen (2.647) entfallen laut „Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen“ zum Meldedatum 22. August auf die Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen – gefolgt von den 15- bis 19-Jährigen (2.283). Dritter Platz: die Fünf- bis Neunjährigen (1.815). Binnen einer Woche (gegenüber dem 15. August, also vor Schuljahresbeginn) haben sich damit die Zahlen für die Grundschüler und für die Sekundarstufe-I-Schüler fast verdreifacht, für die Sekundarstufe-II-Schüler verdoppelt. Keine andere Altersgruppe weist eine solche Dynamik aus. Die Inzidenz für die Null- bis 19-Jährigen liegt aktuell bei 221, mehr als doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärt in einem Interview mit dem Sender n-tv: „Ich glaube, dass die Kinder und Schulen bis jetzt keine so großen Rollen spielen, die Schule ist ja erst seit einer Woche auf.“ Der Unterrichtsbeginn könne sich deshalb noch nicht auf die Zahlen ausgewirkt haben. Allerdings sagt er mit Blick auf den Präsenzunterricht voraus: „Die Kinder werden in den nächsten Wochen eine Rolle spielen.“

Das tun sie tatsächlich jetzt schon. Beispiel Wuppertal: Am Mittwoch hat das Schuljahr begonnen. Die Stadt verzeichnet seit Freitag einen weiteren deutlichen Anstieg der Corona-Fälle, wie die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet. Mit einem Inzidenzwert am Sonntagmorgen von 162 liegt Wuppertal in der Spitzengruppe in NRW, aber auch bundesweit. „Das ist leider der höchste Wert seit Mai“, räumt Gesundheitsdezernent Stefan Kühn dem Bericht zufolge ein. Und: Die Hälfte der neu positiv Getesteten seien Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren. Und: 80 Prozent weisen die Delta-Variante auf.

Ähnlich ist die Lage in Köln, der größten Stadt des Landes. An den 297 Schulen und 685 Kitas im Stadtgebiet gab es bereits am Freitag 479 Infektionsfälle – betroffen waren laut Verwaltung 58 Mitarbeitende in Schulen, 349 Schülerinnen und Schüler, 20 Kita-Mitarbeitende und 52 Kita-Kinder. Die 7-Tage-Inzidenz bei Kindern unter fünf Jahren stieg auf 87, bei Kindern zwischen sechs und zehn Jahren auf 165 und bei der Altersgruppe der Elf- bis 18-Jährigen sogar auf 261.

„Es ist ein zentrales schulpolitisches Anliegen der Landesregierung, auch in der Pandemie den Schulbetrieb in Präsenz sicherzustellen“

Der Anstieg seit Wiederbeginn des Schulunterrichts „kam mit Ansage“, meint Wuppertals Gesundheitsdezernent Kühn. Am Mittwoch, dem ersten Schultag, gab es bereits in 13 Wuppertaler Schulen mindestens einen Corona-Fall. Am Donnerstag, als auch die Erstklässler starteten, waren es schon 28, am Freitag 23 und am Samstag kamen noch einmal zehn Schulen nachträglich hinzu. 64 verschiedene und damit gut die Hälfte der rund 120 Schulen in Wuppertal ist bislang betroffen. „Das hat aber nichts mit Verantwortungslosigkeit der Eltern zu tun, die ihre Kinder ,krank’ schicken“, betont der Dezernent. Vielmehr weisen die positiv Getesteten keine Symptome auf. „Nach den Ferien kommt die Wahrheit des Sommers zum Vorschein.“

Gleichzeitig nimmt auch die Zahl der Covid-Patientinnen und Patienten in den Wuppertaler Krankenhäusern wieder zu. Am Sonntag waren es 25, davon zehn auf den Intensivstationen. Das sei zwar noch kein Vergleich mit der Hochphase der Pandemie, so Kühn, als es um die 140 waren. Aber: „Es gibt wieder mehr schwere Verläufe“, so Kühn. Betroffen seien praktisch ausnahmslos Ungeimpfte. Die vierte Welle sei „eine Pandemie der Ungeimpften“, sagt der Gesundheitsdezernent.

Ungeimpft sind auch die allermeisten Schülerinnen und Schüler. Nur jeder fünfte Schüler im Alter zwischen 12 und 17 ist in Nordrhein-Westfalen vollständig gegen Corona geimpft – von den jüngeren keine (für sie ist kein Impfstoff zugelassen). Trotzdem hat die schwarz-gelbe Landesregierung von Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) in der vergangenen Woche – kurz vor Schuljahresbeginn – per Schulmail erklärt, unabhängig von Inzidenzwerten die Schulen offenzuhalten.

„Für das vor uns liegende Schuljahr ist es ein zentrales schulpolitisches Anliegen der Landesregierung, auch in der Pandemie den Schulbetrieb in Präsenz sicherzustellen“, so heißt es in einem von Staatssekretär Mathias Richter (FDP) unterzeichneten Schreiben. „Mit einer Neufassung der Coronabetreuungsverordnung wurde nunmehr geregelt, dass der Präsenzunterricht inzidenzunabhängig gewährleistet wird. Damit ist der Schulbetrieb in Präsenz nicht mehr an bestimmte Inzidenzwerte gebunden. Dies ist vor allem durch die vielfältigen, bewährten Schutzmaßnahmen wie Testungen, Maskenpflicht, Lüften und aufgrund der erweiterten Impfangebote verantwortungsvoll möglich. Gerade deshalb ist es von besonderer Bedeutung, diese Schutzmaßnahmen und alle sonstigen Hygienemaßnahmen weiterhin strikt einzuhalten.“

„Es braucht Kriterien, ab wann Schutzmaßnahmen für die Schulen wegfallen oder verschärft werden müssen“

Die Kritik daran wächst. Oliver Ziehm, Vorsitzender der Landeselternschaft der Gymnasien NRW, erklärt in der „Rheinischen Post“: „Es braucht Kriterien, ab wann Schutzmaßnahmen für die Schulen wegfallen oder verschärft werden müssen.“ Harald Willert, Vorsitzender der Schulleitungsvereinigung NRW, sagt gegenüber dem Blatt: „Im neuen Schuljahr ist die Bildung so wenig gesichert wie im vorigen Jahr.“ Die GEW-Landesvorsitzende Ayla Çelik hatte schon vorher erklärt: „Das Schulministerium hat nicht die medizinische Expertise, um die RKI-Empfehlungen zu ignorieren und die Inzidenzwerte zu missachten.“

Hintergrund: Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt (mit Blick auf die Delta-Variante und die unklare Datenlage hinsichtlich schwererer Krankheitsverläufe bei Kindern) nach wie vor für den Schulbetrieb, ab einem Inzidenzwert von 50 die Abstandsregel – und damit Wechselunterricht in kleineren Lerngruppen – vorzusehen. Sämtliche Kommunen in Nordrhein-Westfalen liegen seit heute oberhalb dieser Marke. Der „Spiegel“ spöttelt bereits über mögliche Auswirkungen auf den Wahlkampf: „Hohe Werte im Laschet-Land – nur leider die falschen“. News4teachers

Vierte Welle: Inzidenzen unter Schülern steigen rasant – Scholz: „Die Schulen müssen offen bleiben“

 

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50 KOMMENTARE

    • Leider hat er noch die Möglichkeit , unvorstellbaren Schaden anzurichten . Bis zu seiner krachenden Wahlniederlage im September und dem damit unvermeidlichen Rücktritt als Vorsitzender der CDU werden noch viele Infektionen hinzukommen . Die Politik von Gebauer , Laschet und Laumann ist eine einzige Katastrophe .

    • Ich wäre vorsichtig.
      Es wäre eine Katastrophe, wenn so jemand Kanzler würde, aber wir erinnern uns an die USofA. Dass Trump Präsident wird, hätte auch keiner gedacht.
      Vielleicht wäre die Sache anders gelaufen, wenn die Politik sich ehrlich machen würde. Kann Politik aber wohl nicht weder bei der Bildung noch beim Umweltschutz. Was immer geht ist Geld, aber nur nehmen. Oder anderen zuschachern…

  1. Katastrophe mit Ansage.
    Ich wünsche es uns nicht, aber vorhersagbar ist mit jeder zusätzlichen Ansteckung auch die Wahrscheinlichkeit neuer Varianten.
    Mit ganz viel Pech sind das dann solche, gegen die Impfungen nicht mehr wirken.

    Gegen eine Pandemie wirkt nur eins:
    Dem Erreger eine Zeit lang JEDE Gelegenheit zu nehmen, weiter verbreitet zu werden.

    Ob die Politik das möchte oder nicht, ob das zu irgendjemandes Nachteil ist oder nicht, ob wir darüber erfreut sind oder nicht.
    Alle anderen Optionen werden unangenehmer, langwieriger, kostspieliger sein und am Ende mehr Menschen ihre Gesundheit oder das Leben kosten.

    Vor einem Jahr haben wir fast auf Knien drum gebeten, Wechselunterricht machen zu dürfgen und damit Abstand sicherzustellen.
    In den Schulen hat sich nichts geändert – außer dass die Lehrer meist geimpft sind.
    Die Kinder sind es nicht. Zu eng ist es weiterhin. Viele haben Angst.
    Äußert man Bedenken, wird man wie ein Nestbeschmutzer behandelt oder als überängstlich tituliert, im Zweifel wird einem unterstellt, man habe keine Lust auf Unterricht (der „faule Lehrer“ lässt grüßen…)….

    Wir rennen wieder in die gleiche Falle, weil der Landesherr es so WILL !?!?!?!?

    • Der Sommerurlaub und die ungetesteten Kinder und Jugendlichen treiben jetzt die Zahlen nach oben – in allem BL.
      Ist das so gewollt, dass nur die Eltern nach dem Urlaub aus Risikogebieten getestet werden müssen und deren jüngere Kinder nicht? Und diese dann in geschlossene Räume mit anderen gestopft werden?

  2. Spitzenreiter Leverkusen hat noch üblere Zahlen: Heute (23.8.) beträgt die Inzidenz der 5-14-jährige fast 600/100000. Ohne Wahlkampf und ohne Kanzlerkandidat Laschet kann ich mir nur noch schwer vorstellen, dass es zu keinen verschärften Maßnahmen auch in den Schulen gekommen wäre.

  3. Und was macht Laschet? Drängt darauf, die 50er-Inzidenzregel aus dem Infektionsschutzgesetz zu nehmen und ist damit, wie man heute auch lesen kann, leider wohl erfolgreich. Die Frage ist nicht mehr, welche Schule es erwischt, sondern nur noch, wann es bei uns „einschlägt“. Aber Hauptsache, das Wahlvolk wird beruhigt und Eltern können brav weiter arbeiten gehen.

    • Wahlkampf in Kombination mit Inkompetenz in den hochrangigen Ämtern.

      Die Politiker fragen sich allerdings irgendwo doch berechtigt, wieso sie den geimpften Menschen noch immer dieselben Einschränkungen zumuten. In so einem Fall sollen sie es aber den Wählern ehrlich sagen, dass ihnen die Gesundheit der Kinder vollkommen egal ist, weil sie ohnehin nur sehr selten überhaupt und noch seltener schwer erkranken.

  4. Bitte genau bleiben….
    Herr Lauterbach sagt in einem Interview heute bei NTV
    https://www.n-tv.de/22759250
    Folgendes:
    „Ich glaube, dass die Kinder und Schulen bis jetzt keine so großen Rollen spielen, die Schule ist ja erst seit einer Woche auf. Die Grundschule beginnt gerade. Somit werden die Kinder in den nächsten Wochen eine Rolle spielen. Es kann sich aber noch nicht ausgewirkt haben, weil der Schulstart so spät war.“

    Ich kann die Sorgen hier im Forum als Mutter von 2 Schulkindern verstehen. Aber bitte bleiben Sie wie ansonsten auch sachlich.

  5. Wenn das mal gut geht. Es scheint ja nicht nur politischer (Herr Lauterbach mal ausgenommen), sondern auch gesellschaftlicher Konsens zu sein: Die vierte Welle der Ungeimpften durch die Schulen laufen zu lassen. Alle großen Petitionen für Luftfilter in allen Klassenräumen haben gerade einmal deutschlandweit gut 100.000 Unterschriften erreicht, meien eigenen inbegriffen – schön, aber das reicht nicht….
    Gibt es hier noch Ideen, was mensch tun kann? Ich selbst habe remonstriert, unzählige Leserbriefe geschrieben, aber jetzt verlässt mich alles.
    In mythischen Zeiten hat man Jungfrauen dem Drachen geopfert; opfern wir nun einen Teil unserer Kinder, vielleicht meine eigenen dem sog. „Wohlstand“? Wenn das mal gut geht.
    Ideen, bitte!

  6. Läuft!!!

    Es ist quasi wie erwartet… wer unter diesen Bedingungen glaubt, dass das „Multi-Barrieren-Konzept“ von Aushilfshobbit im Karnevalskostüm zuverlässig gegen eine Infektion in Schulen nützt, der glaubt auch, dass der Mond aus Käse besteht.
    An unserer Schule kommen täglich neue Quatantäne- und Infektionsfälle dazu…die v.a. auch in die Familien hineinragen (Väter und Mütter, die nun infiziert sind)
    Die I-Werte galoppieren mit „Sieben-Meilen-Stiefeln“ davon…aber wir können ja weiterhin unbesorgt (wenn auch nicht unbekümmert) sein. Den SuS merkt man den absurden Widerspruch zwischen den politischen Botschaften und dem daran gekoppelten Handeln und der eigenen – zumeist von gesundem Menschenverstand geprägten – Wahrnehmung an. Sie handeln eher intuitiv…wenn auch nicht immer den Vorstellungen einer infektionsvermeidenden Handlungsweise gemäß.

    Wer will es ihnen verdenken?
    Zeigen die eigentlich Verantwortlichen und Entscheidungsträger seit Monaten, dass sie nicht dazu in der Lage sind, reale Gefahren richtig einzuschätzen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Ja ja, die Jugend hat so gelitten in den letzten Monaten…deshalb mutet z.B. „Poison Yvi“ alias Gebauer und ihr – mittlerweile nachweislich absolut inkompetente – resp. nachweislich verlogener ministerpräsidiale Chef Armin der Große, aka „der Karnevalsprinz“, aka der Aushilfshobbit, aka der Blödmannsgehilfenzwerg aus Aachen … bekannt unter dem Kriegsnamen Laschet … Chef uns diese Situation weiter bewusst zu…ohne weitergehende Hilfen zur Verfügung zu stellen als den alten breitgetretenen Quark aus den vergangenen Monaten.

    Die Infektionswerte – gerade in Schulen -werden weiter steigen…der Blick auf andere Länder ist solchen Leuten, wie Laschet, Gebauer…(Liste kann endlos fortgesetzt werden) zu anstrengend, da sie mit der Situation im eigenen „Beritt“ bereits überfordert sind. (Wenn ich ein Zimmer einer Wohnung nicht in Ordnung zu halten imstande bin, warum will ich dann die Verantwortung für ein ganzes Haus???) Für uns wird es tragisch, wenn diese Kretins tatsächlich weiter die Weisungsbefugnis inne haben, mit dieser aber erkennbar seit Monaten nicht umzugehen in der Lage sind.

  7. Angeblich ist die Präsenz in der Schule ja SOOOO wichtig. Das beeilen sich sämtliche Politiker, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu sagen. Nur: Sie tun NICHTS dafür.

    Wie kann man auf die Idee kommen, die Schule direkt nach dem Ende der Reisewelle im Präsenzbetrieb starten zu lassen? Die aktuellen Zahlen sind (zumindest in unserem Stadtkreis) zu wenigstens 50% von Reiserückkehrern bestimmt. Das erzeugt eine sehr hohe Grundinzidenz und das ist dann die Startbedingung für die Schule. Was dann passiert, ist 100% klar… haben wir ja auch im letzten Jahr gesehen. Nur: Damals war die Startinzidenz nach den Ferien wesentlich niedriger. Die Ausgangssituation dieses Jahr ist damit viel schlechter.

    Unser Stadtkreis veröffentlicht jeden Donnerstag die Statistiken der Woche. Im Vergleich der letzten beiden Wochen sind aus 2 Krankenhauspatienten (mit Corona) nun 8 geworden… also eine Vervierfachung. Noch mag das Niveau niedrig sein, aber es liegt in der Natur exponentieller Vorgänge, dass der Sprung von „scheinbar harmlos“ zu „unbeherrschbar“ ziemlich schnell kommt. Dazu kommt, dass die Positivquote der Tests aktuell bei irrsinnigen 44,1% liegt! Am Ende der letztjährigen Sommerferien war das im Vergleich dazu verschwindend gering. Die aktuelle Inzidenz von knapp 140 hat also noch eine deutliche Dunkelziffer.

    Es ist eine Katastrophe mit Ansage. Leider ist Wahlkampf, so dass zu erwarten ist, dass es vor der Wahl keine (scheinbar unpopulären) Maßnahmen gibt. Danach ist der Kontrollverlust dann absolut.

    Im Vergleich zu 2020 gibt es drei wesentliche Unterschiede für die Schule:

    1. Die Startinzidenz ist viel höher
    2. Durch diverse Lockerungen denken viele, dass die Pandemie vorbei ist und verhalten sich so
    3. Delta ist viel ansteckender als die Urversion, die 2020 bestimmend war. Das betrifft auch Weitergaben von Kind zu Kind

    Impfungen haben für das Infektionsgeschehen in Grundschulen und Kitas quasi keine Bedeutung, weil es unter 12 keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Ab 12 sieht das anders aus, aber das Verhalten der Stiko hat dazu beigetragen, die Chance zu verpassen, dort mit besseren Impfquoten zu starten.

    Kinder mögen „meist“ leichte Verläufe haben, aber wenn man hinreichend viele Kindr infiziert, dann gibt es auch eine relevante Anzahl mit eben keinem leichten Verlauf. Das alleine ist schon kritisch… LongCovid hingegen ist ein weiterer Aspekt, der zu unlösbaren Problemen in naher Zukunft führen kann.

    • Als Ergänzung:

      Letztes Jahr stieg die Covid-IntensivpatientInnenzahl bei Weitem später an, nicht schon Mitte August. Und sie war laut Tagesschau-Grafik deutlich geringer als 2021, nämlich:

      24.08.2020: 245
      24.08.2021: 806

      https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-zahlen-gesundheitssystem-103.html

      Ich dachte, die Inzidenz soll nicht mehr allein von Interesse sein? Die Tendenz der Intensivbelegung interessiert jedoch auch wenig, denn diese Zahlen erscheinen nur am Rande der Nachrichten und das auch nur selten. Sie sollten aber schleunigst täglich mit der Inzidenz benannt werden. Als schmuckes statistisches Beiwerk auf der Tagesschau-Homepage verfehlen sie dagegen ihre öffentliche Wirkung.

      Wenn über Hospitalisierung berichtet wird, dann unter dem Hinweis, es seien v. a. Ungeimpfte. So quasi: Da seht ihr’s, geht impfen.
      Es geht weiterhin auch um die, die nicht geimpft werden können oder schwach auf die Impfung reagiert haben. Herrschaftzeiten. Zählen sie nicht?

      Diese Inzidenz-Hospitalisierungsdiskussion hat nicht das Ziel, weiterhin Schwache zu schützen. Sie ist verlogen.

      Ich bin geimpft und lehne dennoch die Schulöffnungsideologie ab. Zum Schutz anderer und für mich.

  8. Die Labore sind überlastet, die Gesundheitsämter auch. Alles, weil die Inzidenz in Schulen explodiert. Aber hey, die Kids sind betreut! Darauf kommt doch an, oder?

  9. Die eigentliche Tragödie ist, daß ein Eozentriker und sich ständig widersprechender Selbstdarsteller mit offensichtlichen geistigen und gesubdheitlichen Schwierigkeiten wie Lauterbach selbst von Menschen im Schuldienst noch ernst genimmen wird.

    Die Inzidenzen sind vollkommen irrelevant, da die Hospitalisierubgsrate verscheindend gering ist. Dennoch wird auch hier mit allen Mitteln versucht, die Panik aufrecht zu halten.

    Das ist beschämend.

    • Ja, mit niedrigen Hospitalisierungraten haben alle drei Wellen angefangen und Prophezeiungen, dass es nicht schlimm wird, gab es auch jedes Mal. Blablabla..

      • Hmm. Aber wie kriegen das dann die Nachbarländer von uns hin: z. B. Schweiz, Niederlande, Dänemark. Ist unser Gesundheitssystem so viel schlechter aufgestellt als in diesen Ländern? Oder hat man in diesen Ländern schlicht früher verstanden, dass eine hohe Inzidenz bei der jüngeren Bevölkerung tendenziell unproblematisch ist? Am Ende werden wir den gleichen Weg gehen. Und auch die NoCovid Länder wie Australien und Neuseeland.

        • @DerDip
          Auch in diesen Ländern steigen die Zahlen.
          In Dänemark z.B. gilt aber schon länger 3G.
          Ausserdem ist in diesen Ländern die Impfrate der vollständig Geimpften deutlich höher als bei uns.

        • Die Nachbarländer kriegen das auch nicht hin. Aber man wird hier ja nicht müde, auf andere Länder zu deuten, bei denen ja alles toll läuft.
          Tut es nicht! Nirgends:
          Schulen und Reiserückkehrer hauen überall die Zahlen hoch: Inzidenz, LC und Hospitalisierung. Überall!

  10. https://www.bargteheideaktuell.de/aktuell/72074/schulen-werden-hochinzidenzgebiete/
    Siehe auch:
    „Hochinzidenzgebiete mit einer Inzidenz, die ein Mehrfaches über derjenigen von Deutschland liegt, mindestens aber 200 beträgt.“
    Da kommen wir diese Woche bei den Inzidenzen für SuS locker drüber in unserer NRW Stadt. Zu sehen in den öffentlichen Statistiken auf der Stadtwebseite. Bin gespannt, wann unserer OB die Reißleine zieht und wie, der ist nicht in einer christlichen oder über-alles-frei und-erhaben Partei.

  11. @Andre Hog
    @Jan aus H
    Ich kann nur absolut zustimmen.
    Es ist erschreckend…

    Aber auch erschreckend, wieviele Menschen es gibt,
    die weiter überzeugt sind Corona sei vorbei. Die sorglos, ohne Achtsamkeit der Meinung sind alles könne wieder normal laufen. Sie belächeln die Mahnenden als Coronapaniker.
    Ich mag mir nicht vorstellen was uns noch erwartet und was es für die ungewollt Ungeimpften bedeutet.

  12. Viele vergessen, dass wir im Moment ganz andere Voraussetzungen vor der angelaufenen 4. Welle haben wie vor der 3. Der größte Teil der für schwere Verläufe gefährdeten Menschen (Alter, Vorerkrankung etc.) ist geimpft (so sie es denn nicht verweigert haben).

    Eine schnelle Durchseuchung ist mit den Maßnahmen (Lockdown, Maskenpflicht, AHA, Impfen etc.), die seit Auftreten diesen Virus bislang ergriffen wurden, zum Glück recht erfolgreich soweit verlangsamt worden, so dass inzwischen jeder die Möglichkeit hat, sich den Piks zu holen. Einen 100% Schutz gibt es natürlich nicht, das „Restrisiko“ bleibt, das gilt aber auch für die saisonale Grippe. Die aktuelle Datenlage aus den Krankenhäusern zeigt jedenfalls, dass es Wirkung zeigt. Im Moment landen nämlich vorwiegend Ungeimpfte auf den ITS. Wer sich dann immer noch nicht impfen lassen will (warum auch immer) ist selbst schuld, wenn er da landet. Damit schließe ich natürlich diejenigen aus, die nicht z.B. aus medizinischen Gründen geimpft werden können.

    Mittel- und langfristig wird sich die Durchseuchung der Bevölkerung jedenfalls nicht verhindern lassen, das liegt in der Natur dieses (jeden) Virus. Das ist natürlich auch mit der Gefahr von weiteren Mutanten, die mehr oder weniger ansteckend bzw. mehr oder weniger gefährlich sind, verbunden. Das sieht man an der aktuellen Entwicklung in Israel, GB und den USA.

    Aber da müssen wir mit leben lernen, so wie wir gelernt haben mit Chaoten, Querdenkern und unfähigen Politikern zu leben. Dagegen hilft keine Medizin, kein Lockdown, keine Maske, kein Filter.

    • Leider haben die unter 12 jährigen noch nicht die Möglichkeit, sich den „Piks“ zu holen. Und diejenigen, die sich an der Stiko orientieren, haben auch für ab 12jährige Kinder zeitlich noch keine Chance auf eine volle Immunisierung gehabt, bevor die Kinder wieder in die Schule geschickt werden müssen.

      • Die vergesse ich natürlich nicht. Ich habe ja geschrieben, dass ich diejenigen ausschließe, die sich nicht impfen lassen können, dürfen, dazu gehören die Kinder.

        Die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen steigen ja auch, wen wundert es, überproportional an. Nach Stand der Dinge sind schwere Verläufe in dieser Altersgruppe zwar nicht ausgeschlossen aber wohl ehr selten. Natürlich gibt es ein Risiko, aber mit Null Risiko funktioniert das Leben nun einmal nicht. Jedes Jahr (Stand 2.020) verunglücken über 20.000 unter Kinder im Straßenverkehr. Schaffen wir deshalb die Autos ab? Lassen wir deswegen Kinder nicht mehr Fahrrad fahren?

        • Sie werden staunen: aufgrund des anwachsenden Autoverkehrs fahren tatsächlich immer weniger Kinder mit dem Fahrrad: zu gefährlich. Autos werden deshalb natürlich nicht abgeschafft: Sie haben zielsicher ein Beispiel herausgegriffen, welches die mangelnde Rücksichtnahme Erwachsener Kindern gegenüber noch unterstreicht. Mir fehlt in der ganzen Diskussion politiker- und auch bevölkerungsseitig der Wille, die Betreuungseinrichtungen und Schulen infektionsvermeidend auszustatten und damit den Kindern wieder ein halbwegs normales Sozialleben zu ermöglichen. Mantramäßiges „die Schulen sind sicher“ und stures Offenhalten allein bringt diesbezüglich nämlich keine Punkte!

          • Was heißt denn halbwegs normales Sozialleben für Kinder?

            Für mich heißt das vor allem Kontakte in der Schule, gemeinsame Freizeitaktivitäten, gemeinsamer Sport, zusammen spielen usw. usw.. Da ist die Schließung von Schulen und Kitas das wohl kontraproduktivste!

            Wo Kontakte sind, ist immer das Risiko einer Infektion. Natürlich sind Schulen daher nicht sicher. Schulen können gar nicht sicher sein. Wie soll das gehen?

            Man kann man das Risiko durch geeignete Maßnahmen vielleicht senken, wie zum Beispiel die Anwendung von Luftfiltern. Da werfe ich den Verantwortlichen z.B. vor, dass kaum was passiert ist. Mrd. Euro werden für Unsinn ausgegeben, aber für Filter ist kein Geld da. Zeit genug hatte man.

            Unbestritten ist aber, wo Menschen egal ob Kind oder Erwachsener auf engen Raum mit oder ohne Filter, mit oder ohne Maske zusammen sind, steigt die Infektionsgefahr und es kommt zwangsläufig zu mehr Infektionen. Man kann die Infektionsgefahr in Schulen durch entsprechende Maßnahmen vielleicht verringern, aber nicht vermeiden.

            Daher wird die Durchseuchung, wie ich bereits gesagt habe, mittel- und langfristig stattfinden. Egal was wir machen.

        • …und warum warten wir dann nicht, bis die Kinder unter 12 auch die Chance auf eine Impfung hatte? Die Studien nähern sich dem Ende… vielleicht sogar schon im September. Mit ein wenig Glück gibt es dann im Oktober oder November eine Zulassung.

          Wenn man so lange + Zeit für Impfung + 2 Wochen wartet, ehe man die Schulen aufreisst, würde man VIEL Leid vermeiden und den Menschen vor allem eine Wahl geben.

          Jetzt hingegen muss es wieder schnell gehen… wir haben drei Corona-Halbjahre durchgehalten, aber jetzt muss man auf Biegen oder Brechen durchseuchen, statt noch die paar Wochen zu warten.

          • Ich stimme dem voll zu.. Die Kinder haben gerade keine Chance und auch die über 12 Jährigen haben noch nicht die Möglichkeit des vollen Impfschutzes seid die Stiko diese empfiehlt.

            @geimpfter Rentner: Und wir Eltern warten auch noch auf den 2. Piks und das, weil wir keine Priorisierung hatten und das Impfzentrum zunächst nach Aufhebung der Priorisierung nur Termine für Zweitimpfungen vergeben hat. Ich finde es ziemlich hart, dass wir kurz vor dem vollen Impfschutz durch die offenen Schulen ohne sinnvolles Hygienekonzept so gefährdet werden und auch für unsere Kinder sehe ich die Situation als sehr Problematisch.
            Sie können entscheiden, welches Risiko Sie als schon 2x geimpfter eingehen wollen. Wir haben keine Wahl, wir müssen uns dem vollen Risiko aussetzen, obwohl wir die Schulen für absolut unsicher halten (bei uns im Sportverein gelten z.B. viel strengere Regeln) und haben gar keine Chance eigenverantwortlich zu handeln.

          • Ja, und das ist ganz klar das Resultat des Wahlkampfs und hat nichts mit sinnvollen Entscheidungen zu tun!

            Wenn ich einen Arzt hätte, der Kinder unter 12 impft, würde ich keine Sekunde mehr zögern, um diesem Irrsinn zumindest persönlich zu entrinnen. So wird es eher eine Zitterpartie: schaffen es die Kinder bis zur Zulassung oder nicht?

  13. „…….verantwortungsvoll möglich“.

    ( O-Ton Mr. Märchenwelt (Armin Laschet) zu den anberaumten Kaum-Schutz-Maßnahmen an Schulen).

    Morgen werde ich jedem, der mir begegnet, vor’s Schienbein treten.
    Solange dies verantwortungsvoll geschieht, sollte doch alles ok sein.
    Oder muss ich etwa auch die Verantwortung dafür übernehmen?

    Mr. Märchenwelt,
    ich habe Fragen!

  14. Interessant, dass es eine Welle der Ungeimpften sein soll.
    Komisch nur, dass das CDC offiziell auf ihrer Seite geschrieben hat, dass Geimpfte genauso eine Viruslast aufweisen. Auch eine israelische Studie belegt dies.
    Komisch, dass in Israel 62% der Erkrankten 2-fach geimpft waren.
    Komisch, dass durch die Erkrankung Immunisierte nicht über 6 Monate hinaus als genesen gelten, obwohl selbst Herr Lauterbach sagte, dass die Impfung mit Biontech viel schneller an Wirkung verliert, als wenn man erkrankt war.
    Komisch, dass aus meinem Bekannten- und Freundeskreis einige sehr stark an Covid19 erkrankten, obwohl sie 2-fach geimpft waren und das über die Zeit hinaus, die das Protein braucht, sich einzunisten. Dies wurde per PCR -Test nachgewiesen.
    Weswegen wird ständig auf den Ungeimpften herumgescholten? Vielleicht wissen davon einige, dass sie, per Laboruntersuchung bestätigt, Genesene sind und wollen sich deswegen nicht impfen lassen?

    • Danke für diese Seite der Medaille. Auch ich erlebe Erkrankungen im Bekanntenkreis unter doppelt Geimpften. Die private deutsche Krankenkasse meiner in Dubai lebenden Bekannten hat sogar einen neuen Vertrag geschickt, wo sämtliche Behandlungskosten bei sofortigen oder späteren Impfschäden durch die COVID Impfung ausgeschlossen werden. Warum wohl? Und ungeimpfte Lehrer jetzt als Buhmänner und Frauen hinzustellen, sie würden die nicht geimpften Kinder gefährden ist eine Anmaßung ohne gleichen. Es ist ja weiterhin bekannt, dass Geimpfte ebenso Überträger, Weiterreicher, Gefährder sind. Und das heißt nicht, alle Kinder durchzuimpfen, nicht mit experimentellen Impfstoffen, deren Gefahrenpotenzial bereits durch den Entwickler dargelegt wurden und Studien zu ähnlichen mRNA Impfstoffen unter Obama abgebrochen wurden, weil sie zu gefährlich waren. Und nein, ich bin kein Impfgegner/Querdenker.

      • Quellen zu Ihren Aussagen immer bitte mit angeben (siehe „das habe ich im Studium gelernt“). Danke!

        Was Sie schildern ist einer der Gründe warum man sich besser nicht privat krankenversichern sollte. Ihre Bekannte sollte einfach den neuen Vertrag nicht unterschreiben

      • @teacherin
        Ganz aus Interesse: um welche deutsche private Krankenkasse handelt es sich, die explizit Behandlungskosten für Impfschäden aus einer Impfung gegen SARS-Cov2 ausschließt? Ich würde nämlich gern bei dieser Krankenkasse die Motivation dafür erfragen.
        Vielen Dank schon mal im Voraus!

  15. Dem Loser-Laschet wird NRW noch VOR der Wahl sowas von um die Ohren fliegen und damit endgültig den Kanzlertitel kosten. Aber er hat es nicht anders verdient und ohnehin in keinster Weise das Format Kanzler zu werden.

    Danach wird er ein Bundesland der „verbrannten Erde“ hinterlassen haben und dann ganz schnell in Vergessenheit geraten. Armer Clown…

    Aber das bringt den vielen Infizierten dann leider auch nichts mehr…

    Wer kennt bitte einen Arzt, der schon jetzt Kinder unter 12 impft, an den ich mich wenden kann? Die Dosis kennen wir ja schon bei Biontech und die Zulassung wird kommen wie das Amen in der Kirche. Also wieso weiter warten?

  16. Es ist schändlich, wenn Laschet und Gebauer auf dem Rücken von Kindern und Erwachsenen Wahlkampf betreiben. Diese Leute sind verantwortungslos!

  17. Laurerbach sagt, …
    Nun ja, der gute Herr lag mit seinen Prognosen in der Vergangenheit oft daneben. Vielleicht ist es ja auch diesmal so.

    Ehrliche Politik. Wenn jemand in der Politik ehrlich ist und die reine Wahrheit sagen würde, wird er nicht gewählt. Das war schon immer so, und das Wahlvolk will es auch so. Siehe auch das Thema Durchseuchung bei den unter 12 Jährigen. Ich vermute, es wird so kommen, ob mit oder ohne Schule, wir leben nicht auf einer Insel.

    Der Großteil der Wähler, die auch gehen werden, wollen offene Schulen bzw. Freiheiten weil sie jetzt doppelt geimpft sind. Die anderen wählen vermutlich die Alternative (oder Parteien, die nach der Wahl nichts mehr zu sagen haben.)

    Auch wenn hier gerne auf Laschet draufgehauen wird. Die Grünen in BW verzichten komplett auf die Inzidenz, die CSU in Bayern machts es zukünftig auch so, in Hamburg sieht es auch nicht besser aus. Und was die Spaltung im Land betrifft, brauchen wir gar nicht über den Teich schauen, da siehts bei uns auch nicht besser aus.
    Also bei dem Thema wird sich nichts ändern, egal wer an diexMacht kommt.

  18. @ den geimpften Alten (weiter oben)

    Gesprochen von einem, der den Großteil seines Lebens hinter sich hat, mit Kindern wohl wenig um die Ohren hat, freigeimpft seine letzten Tage in „Freiheit“ verbringt resp. verbringen kann und deswegen CDU/Laschet wählen wird – und alles schön brav relativiert!

    Also jemand, für den sehr viele Menschen – auch Kinder – unter dieser/seiner Altersgrenze, sehr lange „Maske“ getragen und „Lockdown“ gestemmt haben.

    Erst hieß es, Solidarität für die Alten – nun käme es auf die Solidarität der Alten (ja, und der Geimpften) bzgl. der Kinder an, et viola: Sind ja nur Kinder.

    Und diese haben noch 70 Jahres Lebenszeit und nicht nur noch 7 Jahre, aber egal (…): Hauptsache ich habe mein Schaf im Trocknen – dank Armin.

    • Zu 1. Ich werde mit Sicherheit nicht CDU/Laschet wählen.

      Zu 2. Ich habe weder den „Lockdown“ gefordert, noch habe ich von irgendjemand verlangt zu meinem Schutz „Maske“ zu tragen. Es war meine Entscheidung bis zur Impfung, soziale Kontakte zum Eigenschutz auf ein Minimum zu reduzieren.

      Zu 3. Die Kinder haben meine Solidarität uneingeschränkt immer gehabt und haben sie auch weiter. Die Frage ist, wie! Bestimmt nicht, indem ich mich nicht impfen lasse. Bitte helfen Sie mir! Wenn Sie mir sagen können, wie ich verhindern kann, dass Kinder sich infizieren, dann nur zu, ich bin für jeden Tipp dankbar!

      Zu 4. Selbst wenn ich nur noch 1 Jahr hätte, hat das nichts mit dem zu tuen, worüber wir hier reden.

      Denken Sie mal drüber nach, was Sie da loslassen!

  19. Und was mich auch regelmäßig auf die Palme bringt ist, dass offensichtlich jetzt der Tenor herrscht, man wolle sich von der Inzidenz ABKEHREN (sprich, spielt GAR keine Rolle mehr), statt sich an die Vereinbarung zu halten, zur Inzidenz weitere Parameter mit zu berücksichtigen!!!! Was ist das??? Die Inzidenz steigt, aber egal??? Gerade in NRW sind wir seit knapp einer Woche um die 100 herum. Egal? Abschaffen der 50. Und was zählt dann? Komplette Abkehr? Nur ein weiterer Faktor? Aber was bedeutet die Inzidenz dann weiterhin? Nix? man redet sich offensichtlich auch hier wieder alles passend. Läuft…

    • Genau so läuft es. Noch steht die 50 im Infektionsschutzgesetz, also müsste man verschärfte Regeln umsetzen. Interessiert aber keinen Politiker mehr, die tun alle so, als gäbe es das Gesetz schon nicht mehr.

    • Vielen dank für den Link! Tja, da steht das drin, was eigentlich ausschlaggebend wäre, aaaaber – mer wisse ja Bescheid: Wird elegant ignoriert werden. Is ja Wissenschaft, gell? Manchmal möchte man einfach nur laut schreien…200 ist das neue 50…das Leben ist schön…

  20. An alle: Ihr seid nicht allein. Wir, die Bundesländer, die in den folgenden Wochen in den Präsenzunterricht starten, werden euer Schicksal teilen. Da geht noch was – da kommt was auf uns zu, quasi mit Ansage. (So war auch die Stellungnahme Lauterbachs zu verstehen.) Leider werden erst wieder Konsequenzen ergriffen, wenn wir alle mit dem Rücken zur Wand stehen. Und dann gehen zwangsläufig auch wieder Türen von einzelnen Klassen oder Schulen zu. Wer trägt dafür die Verantwortung?

  21. Immer mehr doppelt Geimpfte infizieren sich, werden aber nicht mehr getestet. Sie tragen das Virus also überall hin, neue Mutationen blieben eine Weile möglicherweise unbemerkt. Es kann dann auch wieder schwere Verläufe geben bei Geimpften. Über MRNA Impfstoffe ist zu wenig bekannt um zu sagen impfen ist die Lösung aller Probleme. Vielleicht wirkt es bei manchen Menschen nur ein paar Wochen, bei anderen evtl. Jahre oder nach 3 oder 4 Impfungen wirkt es gar nicht mehr. Alles ist möglich. Laschet wird sich wie immer rausreden wenn es zu schweren Verläufen bei Kindern kommt. Leider sind die meisten seiner großen Fehler unter den Teppich gekehrt worden und in Vergessenheit geraten. Die krassen Fehler von Frau Gebauer sind komischerweise kaum bekannt, leider.

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