Kultusministerin: Schwangere Lehrerinnen dürfen nicht in Präsenz unterrichten

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Schwangere Lehrerinnen dürfen in Baden-Württemberg in der Regel nicht in Präsenz unterrichten. «Wir dürfen schwangere Lehrkräfte pandemiebedingt nur in Einzelfällen im Präsenzunterricht einsetzen», sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart. Man habe mit der Regelung Hinweise aus dem Bundesfamilienministerium umgesetzt.

Derzeit seien 3300 Lehrerinnen schwanger, sagte Schopper. Die Schulen müssen nun Ersatzlösungen für den ausfallenden Präsenzunterricht finden. Hintergrund für die Regelung ist, dass die Ständige Impfkommission bisher keine Empfehlung für eine Impfung gegen das Coronavirus für Schwangere abgegeben hat. Laut Landesozialministerium haben Schwangere bei einer Corona-Infektion ein sechsmal höheres Risiko als Nicht-Schwangere, schwer zu erkranken und auf eine Intensivstation zu müssen. dpa

Schulministerium setzt Schwangere, Vorerkrankte und Ältere für mündliche Prüfungen ein

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77 KOMMENTARE

  1. Bei uns an der Schule fallen die Schwangeren seit Jahren spätestens mit Beginn des 5. Monats komplett wegen Krankschreibung aus. Und mit den kurzen AUB der Ärzte gibt es keinen Ersatz und die verbleibenden KollegInnen machen Mehrarbeit. Auch die Angewohnheit, die Elternzeit feriengerecht aufzustückeln, erfreut immer wieder.

    Natürlich ist das alles rechtens.

    • Erlebe ich auch bei mir im Kollegium seit einigen Jahren so. Und wenn die Beurlaubten dann nach 2-3 Jahren zurückkommen, wird jeder abstruse Stundenplanwunsch erfüllt, weil ja der Mann richtig arbeiten muss. Und Mami halt nur die Urlaubskasse saniert…..

    • Mit dem 5. Monat seid ihr noch gut dran. Bei uns beginnt der Urlaub mit der Bekanntgabe. Ärzte hauen die Attest bei Schwangeren raus, als gäbs kein Morgen mehr. Ehrlich gesagt fragt man sich, wie die Frauen früher das gemacht haben, die konnten doch tatsächlich bis zum Mutterschutz arbeiten….

    • Genau, die Kollegen müssen das auffangen und die schwangeren sitzen zuhause bei vollem Gehalt. Bei uns war das schon vor Corona so.

      Sogar feriengerecht aufstückeln? Davon habe ich noch nicht gehört.

      • Die Elternzeit startet 3 Tage nach Schuljahresbeginn, geht bis zum Tag vor den Herbstferien und startet wieder danach etc…
        Machen die ach so verantwortlichen Papas so. Natürlich immer nur, wenn Mama auch in Elternzeit ist, sonst müssten sie sich ja um alles allein kümmern. Gerne werden die Phasen so gelegt, dass das Kind schon groß genug für einen laaaaagen Urlaub ist. Kollege war in China. Und der Hammer: während Homeschooling etc. wurden Elternzeiten 2x abgebrochen- da war man ja Schilling sowieso zu Hause. Für uns in der Schulleitung super-KuK jubeln.
        Soll mir keiner mehr was erzählen!

    • @Julia: Dass der Ausfall zu Mehrarbeit bei anderen Lehrern führt, ist aber doch nicht den Schwangeren anzulasten, sondern der Tatsache, dass für diese Fälle kein Personalpuffer vorgehalten wird. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn angehende oder junge Mütter wegen ihres Mutterdaseins und der damit einhergehenden Verantwortung für ihren Nachwuchs angegriffen werden. Es ist doch klar, dass die Priorität in dieser Situation auf dem eigenen Nachwuchs liegt.

      • @DerDip, hier wurde niemand angegriffen, weil sie schwanger oder weil sie Mutter (geworden) ist. Hier wurde und wird kritisiert, dass sich anscheinend verschiedene (alle?) Bundesländer leisten, schwangere Lehrerinnen „in einen 9-Monate-Urlaub“ zu schicken.

        Naja, das zahlt ja der Steuerzahler und nicht die Herren und Damen in den Amtsstuben.

    • Schwangeren-Bashing par excellence… und das auch noch von einer Frau! Ich habe als Mann vollstes Verständnis dafür, dass Schwangere sich und ihr Ungeborenes nicht einer unkalkulierbaren Gefahr durch Covid-19 aussetzen wollen. Dass Sie den Schwangeren den schwarzen Peter für die verfehlte Personalausstattung an den Schulen zuschieben wollen, finde ich, mit Verlaub, ein bisschen bösartig. Dabei bedienen Sie leider auch das Klischee, dass Frauen in Sachen Geschlechtergerechtigkeit sich oft gegenseitig in den Rücken fallen.

    • Ich bin bei beiden Schwangerschaften (vor Corona) bis zum letzten Tag vor dem Mutterschutz in der Schule gewesen. (Habe sogar noch die QA im 7. Monat schwanger mitgemacht.) Bei meinen Freundinnen war es ähnlich. Es ist total falsch zu behaupten, dass das immer so läuft mit den frühen Krankschreibungen. Vielleicht haben Sie solche Fälle erlebt aber, ich finde es echt nicht in Ordnung, das zu pauschalisieren. Ich war während meiner Schwangerschaften keinen einzigen Tag krank, nur die Woche zu Hause, in der ich auf den Termin für die amtsärztliche Untersuchung gewartet habe.

  2. In Nds. Sieht man das nicht so eng, nur Schülerinnen und Schüler dürfen sich in besonderen Fällen vom Präsenzunterricht befreien lassen und das wird sehr streng geprüft. Für alle anderen und insbesondere Lehrkräfte gilt: Antreten zum Dienst, auch für Schwangere, Vulnerable oder solche mit gefährdeten Angehörigen.
    Das gibt’s keine Ausnahmen mehr, die untergebenen Weisungsempfänger haben zu spuren!

  3. Bevor das Lehrerinnen Bashing wieder einsetzt: das gilt auch für alle schwangere Erzieherinnen, Ärztinnen, Pflegerinnen, Polizistinnen und für alle Schwangere, die es nicht mehr geschafft haben, sich vor Beginn der Schwangerschaft 2mal impfen zu lassen und vermehrten Kundenkontakt haben.

    • Sorry, aber auch bereits geimpft Schwangere bleiben fröhlich zu Hause!!! Die Richtlinien reden nämlich nur von Schwangeren, und nicht von geimpft oder nicht!

      • Bei uns schon. Für Geimpfte gilt, wie auch schon in der Vor-Corona Zeit:
        6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ist Schluss mit Arbeit!
        Gilt übrigens auch für Nichtlehrerinnen!

    • Das Lehrer-/ Beamtenbashing bloppt automatisch und reflexartig auf, wenn diese Meldung (oder irgendeine andere beamtenthemenbezogene) in den Medien auftaucht. Leider verstehen die Wenigsten, dass der Adressat der Beschimpfungen in nahezu allen Fällen der falsche ist.

      • Huch, @Bauklötzchen, long time no see!
        Habe Ihre ausgewogenen Kommentare schon vermisst!

        Ich glaube, dass zumindest bei älteren Lehrerinnen wie mir, auch ein wenig Neid mitspielt, da es bei uns „nur“ die 6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen nach der Geburt bezahlten Urlaub gab! Bis zum 6.Monat des Kindes gab es noch Müttergeld (600,-DM im Monat) und Beihilfe für Mutter und Kind.
        Danach: NIX! Kein Gehalt, keine Kita, Kindergarten wenn überhaupt von 9 Uhr bis 12 Uhr, (175,- DM im Monat), keine verlässliche Grundschulzeiten, keine OGS, keine Beihilfe!
        Entweder man hatte einen Ehemann in der GKV oder Pech gehabt.
        Wurde man früh Witwe wie ich, brauchte man ein umfassendes ( und teures) Netz aus Tagesmüttern und Babysittern. Teilzeitarbeit ohne Anpassung der PKV, 5 Pflegetage für die kranken Kinder pro Jahr und eine entsprechend niedrige Pension waren halt die Strafe fürs Kinder kriegen.

        Es ist gut, dass sich die Zeiten geändert haben. Leider habe ich nichts davon.

        • @Alla Danke für Ihren netten „Welcome back“ – Eingang 🙂
          Es musste eine Abstandsfrist zu all‘ dem Wahnsinn und der beständigen Beschäftigung damit sein.
          Zum Thema – und ich illustriere das gerne an einem persönlich erlebten Beispiel: Einer meiner Schüler fehlte anderthalb Wochen. Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, warum. Es hieß, er sei „krank“. Als er wieder da war, übergab er mir fast umarmend die Entschuldigung seiner Mutter. Darauf stand: Salmonellenvergiftung. Das ist nun mal die Gefahr bei hoher Frequenz an Sozialkontakten, im Besonderen mit Kindern und damit einhergehenden Kinderkrankheiten – schwangere Kolleginnen tragen ein hohes Risiko. Viele Eltern ignorieren die Meldepflicht bestimmter Erkrankungen, manchmal vergisst auch eine SL, Fälle von Röteln, Masern etc. an das Kollegium weiterzumelden.
          Natürlich mache auch ich dicke Backen, wenn es heißt, die Mehrarbeit aufzufangen, auch ich empfinde die abzugfreie Weiterbesoldung ungerecht. Da kann aber die schwangere Kollegin kaum etwas dafür. Gerechte Lösungen wären Ersatzpersonal oder Abzüge. Aber – und da schließt sich der Kreis – das letzte Jahr hat mir gezeigt: Zwischen Vernunft und Wahnsinn zieht sich in diesem, unserem System nur eine fragile Linie.

      • @Bauklötzchen, nee, hier wurde auch berichtet, wie schamlos Schwangere es ausnutzen, nicht arbeiten gehen zu müssen und nicht erst 6 Wochen vor der Geburt, sondern bis zu 9 Monate!

        • „Schamlos“ finde ich eher Ihre Unterstellungen. Soviel ich weiß, können sich Schwangere die AU – Bescheinigung nicht selbst ausstellen – das muss immer noch ein Arzt machen. Reden Sie doch dann bitte über die Schamlosigkeit von Ärzten, die in Schulen ein erhöhtes Infektionsrisiko sehen und deshalb die Schwangeren dort rausziehen. Sprechen Sie bitte über die Schamlosigkeit der Arbeitgeber, die es nicht hinbekommen, den Arbeitsplatz Schule so ausgestalten, dass Ärzte diesen als ungefährlich für Schwangere ansehen.

          • Die AU muss eigentlich der Arbeitgeber aussprechen, sofern er die Schwangere nicht an einem geschützten, zumutbaren Arbeitsplatz einsetzen konnte. AU macht der Arztt nur, wenn körperliche Beeinträchtigungen dazu kommen und die Schwangere zb viel liegen muss

            Hier müssten die Kollegen vielleicht auch schauen, ob die Schwangere sie von zuhause aus eventuell unterstützen könnte. Korrigieren von Arbeiten. Erstelken von Arbeitsblättern usw oder Onlineunterricht

  4. Frau Schopper und Herr Kretschman verkaufen die Schulen für Schüler und Lehrerschaft die Schulen als sicher und Gesundheitsschutz ist gewährleistet. Schwangerschaft ist eine Krankheit und bedeutet eine Befreiung vom Unterricht halten an der Schule. Frau Schopper, sie sucht doch dringend nach Lehrer an den Schulen und befreit somit Lehreinnen von der Schule. Ein Ersatz kann und wird es nicht geben und für die anderen Lehrer die nicht schwanger sind, wird es eine Doppelbelastung. Werden in anderen Berufen auch schangere befreit?????? Frau Schopper ihre Glaubwürdigkeit ist mangelhaft auf sicheren Unterricht an Schulen.

  5. Das gilt in Bayern schon seit letztem Jahr. Wenn eine Kollegin schwanger ist, muss sie sich melden, und darf anschĺießend die Schule nicht mehr betreten.
    Da mußte dann von heute auf morgen die Vertetung geregelt werden.

  6. Ist mir neu. Unsere schwangeren Kolleginnen haben in der Pandemie bis zum Mutterschutz in Präsenz gearbeitet, lange bevor es eine Impfung gab. Und wer jetzt schwanger ist, ist meist eh schon geimpft, da in BW Lehrer schon Ende Februar mit Astra geimpft wurden.

    • Auszug aus der Amtsverfügung der KM:
      Für alle schwangeren Beschäftigten (Beamtinnen und Arbeitnehme-
      rinnen) des gesamten Geschäftsbereichs des Bayerischen Staatsmi-
      nisteriums für Unterricht und Kultus wird ein betriebliches Beschäfti-
      gungsverbot für eine Tätigkeit in der Schule bzw. Behörde ausge-
      sprochen.

      wurde dieser Tage erst verlängert!

  7. Stop. Mit Impfung hat das nichts zu tun. Ich bin schwanger und will als, Lehrerin arbeiten. Ich darf nicht. Und das fällt Ihnen 2 Tage vor Schuljahresbeginn ein.

  8. An den Berliner Grundschulen gehen Schwangere schon seit Jahren sofort nach Schwangerschaftsfeststellung in „Urlaub“. Die sitzen dann, je nachdem wann die Schwangerschaft festgestellt wurde, 9,8,7 Monate bei vollem Gehalt zuhause.

    In Zeiten des Lehrermangels ist das schon ein ziemlicher Luxus. Früher wurden sie in dieser Zeit noch in der Verwaltung eingesetzt, aber selbst das passiert nicht mehr. 8 Monate lang rund 5000 Euro geschenkt bekommen, ist schon eine ziemlich große Wertschätzung.

  9. Ich finds ziemlich traurig wie hier über Schwangere gewettert wird. Es ist doch so, dass viele Schulen die Schutzmaßnahmen für Schwangere (nämlich regelmäßige Möglichkeiten zum längeren Sitzen/Pause machen, Verletzungs- und Infektionsrisiko minimieren) bieten können und der Lehrermangel dazu führt, dass Schwangere nicht ersetzt werden können. Das ist nicht die Schuld der Schwangeren. Vielmehr müssen die Arbeitsbedingungen attraktiver werden, sodass der Lehrermangel bekämpft werden kann und der Ausfall einer Schwangeren nicht zu Mehrarbeit der Kolleg/innen führt. Momentan kommt hinzu, dass ein wirksamer Infektionsschutz (zumindest in meinem Bundesland) nicht umgesetzt wird. Sechs Stunden am Stück eine Ffp2-Maske tragen, ist so schon anstrengend, bei Schwangeren mit eh weniger Puste, ein Unding. Mit der Aufweichung der Quarantäne ist es nur noch absurd. Schwangere haben ein erhöhtes Risiko bei einer Infektion im Krankenhaus zu landen. Ich glaube, dass jede/r verstehen kann, dass die Beatmung einer Schwangeren und eine medikamentöse Behandlung nicht von Vorteil für das Baby sind. Ich finde es schade, dass wir anfangen uns gegenseitig zerfleischen und gerade Schwangeren in dieser Zeit nicht ein bisschen mehr Verständnis entgegen bringen.

    • Hier wird nicht gewettert, sondern aus Schulleitungs- bzw. Personalratssicht festgestellt.
      Und was die Arbeitsbedingungen angeht- die sind doch klasse für die Elternzeit-Papis.
      Und die Schwangeren, die krank sind, bleiben doch zu Hause. Schade halt, dass sie durchweg (mehr als) die halbe Schwangerschaft krankgeschrieben sind. Das war schon vor Corona so. Seit Corona haben wir in unserer Schule keine von den Schwangeren mehr live gesehen.
      DIE DUMMEN SIND DIE KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN VOR ORT, DIE DAS AUFFANGEN!!! DIE schützt nämlich niemand- nicht vor Corona und nicht vor der Mehrarbeit.

      (Werdende) Eltern werden hier mitnichten gebasht!

      • Empfinde ich beim Lesen einiger Kommentare hier tatsächlich anders (also schon irgendwie Bashing). Es gibt Berichte über vermehrte Totgeburten durch Corona-Infektionen der Mütter. Es gibt, wie wir alle wissen, keinen wirklichen Schutz an den Schulen. Meine derzeit schwangere Kollegin hat von ihrem Arzt sofort ein Berufsverbot bekommen, und das finde ich gut und richtig so. Die schwangeren Kolleginnen können bichts für die nicht vorhandenen Schutzmassnahmen und auch nichts für die miserable Personalsituation.

      • Das ist aber nicht an allen Schulen so. Ich habe auch einige schwangere Kolleginnen, eine davon bald im 6. Monat, alle sind da und gehen in die Klassen. Nur diejenige mit Risikoschwangerschaft ist daheim und sie soll so viel wie möglich liegen.
        Für ein hoffentlich gesundes, neues Menschenkind bin ich da gerne auch bereit, kollegial zu unterstützen. Nicht alle nutzen eine Schwangerschaft oder die Elterzeit aus. Wenn es bei Ihnen anders ist, kann ich aber auch Ihren Standpunkt verstehen.

        • Mir scheint, an Grundschulen müssen/dürfen sie sofort raus, an weiterführenden Schulen nicht.

          Nichtsdestotrotz könnten sie doch für ihr Geld (Gehalt) in der Verwaltung aushelfen. Überall herrscht doch Personalmangel.

      • @ Julia, Zustimmung! Die Kollegen müssen das ausbaden und die Kinder, wie ich unten schrieb, auch !!!!!!!!!! Das ist den Schwangeren aber anscheinend egal.

        • Ganz ehrlich, wenn ich schwanger wäre, dann wäre mir die Gesundheit meines Ungeborenen auch wichtiger als die Arbeitsbelastung meiner Kollegen. Der Personalmangel liegt ja wohl nicht in der Verantwortung der schwangeren Kollegen! Und wenn bei Ihnen eine solche Stimmung im Kollegium herrscht – nee danke. An meiner Schule ist es mit derzeit 4 schwangeren Kolleginnen extrem schwierig, und ich kenne trotzdem niemanden hier, der sagen würde: zurück in die Schule, Ihr faules Pack!

        • Ihr Kommentar greift gedanklich viel zu kurz. Eine Schwangere ist schützenswert. Ebenso wie das ungeborene Leben, für das Verantwortung übernommen werden muss. Es ist – auf Grund der miserablen Bedingungen an den Schulen – mehr als folgerichtig, dass Schwangere mittels Beschäftigungsverboten geschützt werden. Wer dankt es denn der Frau, oder unterstützt sie finanziell, wenn das Kind Schädigungen davonträgt? Die Kolleg/innen oder der Dienstherr sicher nicht.

          • Ist doch nichts Anderes als in anderen Berufsbereichen auch. Chemikantinnen, Laborantinnen, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte etc. unterliegen den gleichen Bedingungen.

    • Danke für deinen Kommentar. Leider eine schlechte Folge einer Stundenabdeckung von unter 110 oder 120 %. Jedes Unternehmen muss damit klarkommen, das Frauen beschäftigt. Die Alternative ist, das Mami ohne Berufsausbildung wie 1960 zu Hause auf Papi wartet. Das kann sich unsere überalterte Gesellschaft nicht mal ansatzweise leisten. Man kann sich ja mal kurz darüber Gedanken machen, wie Schule heutzutage ohne Frauen aussehen würden. Nicht nur dass, dann massiv Lehrkräfte fehlen würden. Diese dann ehemaligen Lehrerinnen würden dann zuhause sitzen und ihr drittes, viertes oder gar x-tes Kind bekommen. Welches Schulsystem soll diese Welle an Schülern ohne die Hilfe von Frauen denn verarbeiten können?

      • Stundenplan Abdeckung von 120%? Ein Traum, wenn man eine Abdeckung von 85% in der verlässlichen GS hat! Kinder können nicht nach Hause geschickt werden!

        Wenn jetzt noch eine LK schwanger wird oder längerfristig erkrankt, sind wir am A…..!

        Schon jetzt werden Hilfskräfte, Praktikanten, erwachsene Lehrerkinder (FSJler) und alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, eingesetzt, um Unterricht zu erteilen!

        • Was für ein Armutszeugnis! Und die Lösung ist jetzt, dass sich eine Schwangere dafür „opfert“, um die Fehler die Politik auszugleichen? Wie abstrus ist das denn?! Nicht nur, dass von Grundschullehrer/innen erwartet wird, dass sie für die Schule ihre Freizeit opfern, jetzt soll auch noch das eigene Kind bitteschön hinter der Institution Schule zurückstehen. Wehrt euch endlich gegen eure schlechten Arbeitsbedingungen, statt nach unten zu treten! Das ist echt erbärmlich!

    • Ich dachte schon, hier gibt es gar keine vernünftigen Menschen. Ich bin wirklich erschrocken, wie hier über Schwangere gesprochen wird. Haben Sie alle keine Kinder? Ist das Neid? Sie leben doch alle von Menschen, die Kinder bekommen. Unglaublich.

      • So ein Quatsch. Was hat denn das mit Neid zu tun, wenn sich Leute auf Kosten der Gemeinschaft „bereichern“? Man kann es wohl auch „Mitnahmeeffekte“ nennen. Der Staat lässt das zu und die Leute nutzen es aus. Unten schrieb jemand, wie dadurch andere leiden, weil in der Schule die Lehrkäfte fehlen und die Förderung gestrichen wird. Ist das Neid für Sie?

        • Was für eine Verdrehung! Steuerhinterzieher sind Menschen, die ich auf Kosten der Gemeinschaft bereichern, und nicht etwa Schwangere! Wer neidisch auf eine Schwangere im Beschäftigungsverbot ist, sollte sich mal psychologisch beraten lassen!

  10. Bei uns schon. Für Geimpfte gilt, wie auch schon in der Vor-Corona Zeit:
    6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ist Schluss mit Arbeit!
    Gilt übrigens auch für Nichtlehrerinnen!

  11. Ich finde als ausgleichende Gerechtigkeit sollten kinderlose Sonderurlaubsrechte erhalten. Sie kompensieren nicht nur die ausfallenden Kolleginnen und Kollegen (muss ja nicht immer Schwangerschaft sein), sondern auch die danach bestehenden Bedürfnisse. „Ich kann nicht zur ersten Stunde, weil die Kita später öffnet“ oder „ich muss nach der sechsten Stunde wieder los, weil ich mein Kind abholen muss“! Kinderlose kommen als erstes und gehen als letztes. Zusätzlich die ganzen Kinderkrankheitstage, Einschulungen am Schuljahresbeginn usw.

    Ich finde, dass das alles allmählich zu viel wird.
    Ich befürchte leider auch, dass das System komplett ausgenutzt wird. Letztendlich entscheidet man sich zu arbeiten. Wenn man nicht alles unter einen Hut bekommt, sollte man sich vielleicht überlegen zu reduzieren, damit man Kolleginnen und Kollegen wegen persönlichen Belangen nicht ständig Mehrbelastet.

    • @Defence: Schon mal darüber nachgedacht, wer für die Erwirtschaftung der zukünftigen Pensionszahlungen zuständig sein wird, auch für die Kinderlosen? Das System funktioniert nicht, weil es keinen Personalpuffer gibt für die zu erwartenden Ausfälle.
      Ich gebe Ihnen recht, dass in vielen Fällen eine stärkere Reduktion der Stunden zu etwas mehr Planungssicherheit beitragen könnte. Aber hier gibt es eine weitere Ungerechtigkeit für die Teilzeitkräfte, da diese trotz Reduktion der Unterrichtsstunden an Konferenzen und ähnlichen Aktivitäten meist in vollem Umfang teilnehmen. D.h. obwohl eine StundenReduktion proportional zu weniger Einkommen führt, sinkt der Arbeitsaufwand nur Unterproportional.
      Insgesamt sehe ich die Teilzeitkräfte mit eigenen Kindern ggü Vollzeitkräften ohne Kinder eher benachteiligt. Letztere haben am Ende die höhere Pension, die vom Nachwuchs der ersteren erarbeitet werden muss.

      • Sie tun ja gerade so, als wenn Paare in Deutschland Kinder „produzieren“, um die Renten zu sichern, DerDip! Renten kann man auch anders sichern als durch möglichst viele Kinder, die ja dann auch wieder Renten haben wollen.

        Schon mal drüber nachgedacht, was Kinderlose alles mitfinanzieren, ohne es selbst je nutzen zu können? Sie werden höher besteuert, haben keinen Kinderfreibetrag, können keine Emäßigungen in Anspruch nehmen, bezahlen das gesamte Bildungswesen (Schule, Ausbildung, Universität) mit ihren Steuern mit! Sie zahlen das durch ihre Steuern mit und nehmen es auch in Anspruch durch ihre Kinder. Kinderlose zahlen alles mit, ohne es in Anspruch zu nehmen.

        Kinderlose zahlen auch Ihre üppigen Pensionen mit. Schon mal dran gedacht!

        • @Megalodon: Kinderlose haben keinen Kinderfreibetrag. Und das wars auch schon an den von Ihnen genannten finanziellen Nachteilen. Der Kinderfreibetrag gleicht die Kosten der Kinder aber keinesfalls aus, denn die Opportunitätskosten sind darin nicht enthalten (also z. B. die damit verbundene Notwendigkeit in Teilzeit zu gehen und damit verbundene Karrierenachteile).
          Interessant finde ich ihre Überzeugung, man könne die Finanzierung von Renten oder Pensionen ohne Nachwuchs, also ohne Folgegeneration, sicherstellen. Hier schlage ich Ihnen ein Gedankenexperiment vor: Stellen Sie sich vor, alle Kinderlosen Gründen ein eigenes Land mit eigener Pensionsversorgung. Es wird keinen Nachwuchs geben und keinen Ausgleich durch Immigration. Wie stellen Sie sich dann die Sicherstellung der Pensionen oder z. B. der Pflege vor, wenn es keine Folgegeneration und somit keine Menschen im arbeitsfähigem Alter geben wird, wenn die Kinderlosen in Rente oder Pension sind? Bin auf die Lösung sehr gespannt.

          • Und ich stelle mir vor, alle Eltern müssten von ihren eigenen Kindern versorgt und gepflegt werden….als Kompensation für finanzielle Leistungen und Vorteile. Wenn Kinderlose im Gegensatz nicht in die Systeme einzahlen und das gesparte Geld behalten würden, hätten sie Geld genug, um später entsprechende Dienstleistungen zu finanzieren. Und aus anderen Ländern gibt’s die Arbeitskräfte zu hauf. Warum, Herr Dip, soll es keine Migration geben? Nur um das Loch in Ihrer Argumentation zu stopfen?

          • @Megadolon: Im Gegensatz zu meiner Argumentation lässt sich Ihre Argumentation leicht entkräften:
            1. Mein o.g. Gedankenexperiment zeigt, dass es vollkommen egal ist, wieviel Geld Kinderlose beiseite legen, wenn es nicht die Kinder anderer gäbe.
            2. Ich habe nicht geschrieben, dass es keine Migration geben darf. Da haben Sie mich wohl falsch verstanden. Ich habe lediglich aufgezeigt, dass eine Folgegeneration benötigt wird, damit die Vorgängergeneration im Alter versorgt werden kann. Ob dies nun durch eigene Kinder oder durch Einwanderung erfolgt, ist zunächst einmal zweitrangig. (Wenngleich m.E. eine nachhaltige Gesellschaft in dieser Sache nicht von Migration abhängig sein sollte)
            3. Zu ihrem Gedanken: Ich stelle mir vor, alle Eltern müssten von ihren eigenen Kindern versorgt werden. Wenn Sie schon provozieren, dann stellen Sie sich vor, ALLE werden nur von den eigenen Kindern vorsorgt.
            4. In Deutschland gibt es ja den Generationenvetrag. Damit soll die Versorgung der Alten und Jungen durch die Generation im arbeitsfähigem Alter sichergestellt werden. Damit dieser Generationenvertrag funktioniert, darf sich niemand da raus ziehen dürfen. Finde ich übrigens richtig, damit der unter Punkt 3. genannte Ansatz nicht notwendig ist. D.h. jeder im arbeitsfähigem Alter muss sich an der Versorgung der Jungen und Alten beteiligen. Dies erfolgt durch Sozialabgaben und Steuern. Aber eben auch dadurch, dass Kinder gezeugt und großgezogen werden. Dies ist nun mal ein Beitrag zur Erfüllung des Generationenvertrages in der Zukunft. Und wer diesen Beitrag leistet, sollte zumindest unterstützt werden, z.B. über das Kindergeld/Kinderfreibetrag. (Was, wie oben erläutert, die Opportunitätskosten nicht im Ansatz abdeckt). Und wer diesen Beitrag nicht leistet, sollte auf andere Weise stärker einbezogen werden. Dies erfolgt indirekt (übrigens auf für Menschen mit Kindern) indem höheres Einkommen stärker besteuert wird.
            Sie haben ja als Kind davon profitiert und werden dies im Alter auch tun. Also ist es nur gerecht, wenn Sie während Ihres Arbeitslebens einen entsprechend Beitrag dazu leisten, zumindest das an die nächste Generation zurückzugeben, was Sie bereits erhalten haben.
            5. Zu ihrer Anmerkung „Und aus anderen Ländern gibt’s die Arbeitskräfte zu hauf“: Ich weiß nicht, welche Länder Sie genau meinen. Aber zumindest aus Osteuropa wird es immer schwieriger werden, diese Arbeitskräfte zu bekommen, da das Einkommensniveau dort schnell steigt und die Geburtenrate auch dort sehr niedrig ist (z.T. niedriger als bei uns). Zudem sollten Sie eines nicht vergessen: Jeder, der z.B. für die Pflege von dort hierher kommt, fehlt dort. Das meinte ich oben mit Nachhaltigkeit: Wenn man bei uns das Loch mit Migration stopft, verursacht man u.U. woanders das Problem.

  12. Es ist schön, dass junge Eltern heute viele ( auch finanzielle) Erleichterungen haben, die meine Generation nicht hatte. Eine Gesellschaft entwickelt sich weiter, und da ist es klar, dass Regelungen an die Erfordernisse der Zeit angepasst werden. Ich gönne es den jungen Familien auch und bin da frei von jeglichem Gram. Trotzdem muss die berechtigte Kritik erlaubt sein, dass die Arbeit dann ungerecht umverteilt wird, die restlichen KuK dann Mehrarbeit leisten müssen. Ich hatte in den vergangenen Jahren vier Mal das Vergnügen- und immer zur Abizeit, also zusätzlichen Kurs korrigieren und mdl. Prüfungen abnehmen. Das geht auf die Dauer nicht!
    Es ist auch klar, dass Schwangere in pandemiezeiten nicht in die Keimhöhle Schule gehören. Aber Beschäftigungsverbot? Erschließt sich mir nicht. Das Gehirn ist doch nicht krank! Vielleicht phasenweise bisschen hormonumnebelt und müde, aber nicht 9 Monate. Man kann doch zu Hause in Sicherheit Klausuren und Tests für die vertretenden kuK entwerfen und dann auch korrigieren- also mir würden viele Tätigkeiten einfallen, die man da delegieren kann. Und nur zu Hause sitzen und brüten ist doch auf die Dauer auch nichts oder ich bin zu doof, das zu verstehen.
    Denn dann wollen sie plötzlich das 10 Monate alte Wunschkind Ganztags in die “Kita” geben und Vollzeit (!!!!) wieder arbeiten. Wie soll das denn funktionieren? Was dabei rauskommt, sehen wir ja täglich in der Schule.
    Und ja, ich weiß Bescheid, habe auch zwei Kinder großgezogen.
    Und nein, kein Bashing, aber eine ehrliche Diskussion ist angebracht.
    Die KuK, die in den düstersten Zeiten der Pandemie ungeimpft jeden Tag in die Schule gegangen sind und sich außerdem um ihre ebenfalls ungeimpften gebrechlichen Eltern gekümmert haben, konnten sich auch nicht zu Hause verstecken, mussten ständig mit der Angst leben, das Virus mitzubringen und dann die alten Eltern anzustecken. Das hat die Gesellschaft nicht interessiert. Und Schutz am Ende des Lebens ist genauso wichtig wie am Anfang.

  13. Bei uns war es sogar so, dass der Amtsarzt der Kollegin KEINE Arbeitsunfähigkeit (oder wie das heißt) ausstellte und dann ging sie zu ihrem Hausarzt und holte sich von dort eine. Zusammen mit anderen fehlten dann zeitweise 3 schwangere Kolleginnen (nicht in der Elternzeit, sondern während der ganzen Schwangerschaft) und weil Schwangere nicht als „fehlend“ gelten, bekamen wir auch keinen Ersatz. Da wurde dann einfach die sonderpädagogische Förderung gestrichen und diese Kinder mussten das ausbaden, denn ihre „Förderlehrer“ mussten den Unterricht der Schwangeren ersetzen !!!

    Ist das nicht eine Schwe………………………..???

    • Das ist bei uns ständig so, ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem die per Erlass geregelten Stunden der sonderpädagogischen Grundversorgung (Inklusion) oder die bewilligten Stunden für besondere Unterstützungsbedarfe, Brennpunkt oder DaZ über längeren Zeitraum eingesetzt werden konnten.

      Dazu das Einarbeiten der ständig anderen, gerne auch schulformübergreifenden Abordnungen.

      • Was hat denn das jetzt damit zu tun, dass Schwangere mit Nichtstun bei vollem Gehalt monatelang vor der Geburt bereits nicht arbeiten müssen und auch anderswo nicht mehr eingesetzt werden? Wie können wir uns sowas leisten? Können wir uns sowas leisten, wenn überall die Lehrkräfte fehlen?

  14. und wieder ist es von Bundesland zu Bundesland anders!
    Bei uns heißt es. Wer sich seiner schwanger bewußt geworden ist, muß sich sofort bei der Schulleitung melden und muß anschließend das Schulgelände verlassen und darf dieses nicht mehr betreten. Dafür hat die Lehrkraft das Kollegium von zu Hause zu unterstüzen.
    Das wurde letztes Schuljahr sogar rigorus durchgeführt, dass sich die Lehrkraft nicht einmal persönlich von der Klasse geschweige denn vom Kollegium verabschieden durfte.

    • Und die Unterstützung von zu Hause aus bei vollem Gehalt sah genau wie aus?

      Wir hatten eine, die kam zwar für 2 Wochen zur Schule und hat dann Bücher sortiert. Bei vollem Gehalt !!

      • vielschichtig:
        Prüfungen vorbereiten und korrigieren, Arbeitsaufträge verteilen
        sich ins Klassenzimmer per Video-Kofenrenz zuschalten lassen (war intressant – alle Schüler im Klassenzimmer und die Lehrerin von Zuhause zugeschaltet)
        Verwaltungstätigkeit …

        wobei das Sotieren der Bücher wäre vermutlich bei uns wegen dem Betretungsverbot ja wieder nicht gegangen.

  15. Das größte Problem dabei ist doch der LK Mangel!

    Studienplätze sind rar, das Studium dauert 7 Jahre, in der Mehrzahl entscheiden sich Frauen für diesen Beruf, eine Vertretungsreserve gibt es sogut wie nirgends und – seitdem wieder junge Lehrerinnen eingestellt werden – können diese “ Überraschung!“, schwanger werden.
    Außerdem gehen viele LK in Pension, die auch nicht ersetzt werden können, es sei denn durch -genau – PensionärInnen! Auch ich musste meine Pensionierung mal eben um 11 Monate herausschieben!

    Andererseits stimmt es auch, dass der Arbeitseifer bei vielen jüngeren Kollegen nachgelassen hat.

    Während wir Alten damals froh sein durften, einen Job bekommen zu haben und bei vermehrten Krankheitstagen sofort das Damoklesschwert der Vorführung beim Amtsarzt über unseren angestellten Köpfen hing, kann eine der „begehrten“ Lehrerinnen heute monatelang fehlen, ohne dass es Konsequenzen gibt, sogar bei immer wieder 14-tägiger Krankschreibung.
    Das „nervt“ uns viel mehr als Schwangerschaften!

    Die einzige Kollegin, die während der Pandemie im letzten Oktober schwanger wurde, hat uns wirklich einige Arbeiten abnehmen können, die ohne Kinderkontakt durchgeführt werden konnten (Medienkonzept überarbeiten, Unterstützung bei der Vorbereitung der FK, Unterstützung bei Korrekturen usw.).

    Ob man die Gunst der Stunde ausnutzt oder nicht, hängt weniger von Schwangerschaften als von der Arbeitseinstellung und dem Pflichtgefühl (altmodisches Wort!) der einzelnen LK ab!

    • Naja, weil Sie eine solche vorbildliche schwangere Kollegin kennen, ist das ja kein Gegenbeweis für all die vielen, die wie oben beschrieben wurde die Möglichkeit, ab Schwangerschaft in einen gutbezahlten „Dauerurlaub“ zu gehen, schamlos ausnutzen und sogar von einem Arzt zum anderen laufen, bis sie das ersehnte Attest bekommen. Kennt man ja von den „Masken-Attesten“!!!!!

      • Tja, ich kenne nur „vorbildliche“ Schwangere, die bis zum letzten Tag arbeiten kamen. Und nun? Reicht ihnen das als „Gegenbeweis“?
        @Alla: Wir haben auch eher das Problem der „ständig-immer-wieder-mal-kranken LK“, die zwischendurch für ein paar Tage kommen können und dann wieder wochenlang krank sind. Die LK sind wirklich krank, sie tun mir echt leid, aber das ändert nichts an unserer Misere, das irgendwie aufzufangen. Und natürlich leidet darunter irgendwann die Stimmung im Kollegium.

  16. Ich verstehe nicht, warum hier die Schwangeren angegriffen werden.
    1. Beschließt es das jeweilige Bundesland, dass die Lehrkraft aufgrund der Pandemie zu Hause bleiben muss und nicht die Schwangere selbst. Wenn man hier vollständig geimpft ist, bekommt man in unserem Bundesland auch kein Beschäftigungsverbot von der Betriebsärztin ausgesprochen. Lediglich allein das Bundesland legt fest, dass Schwangere zu Hause bleiben müssen.
    2. Auch andere Berufsgruppen dürfen bei voller Bezahlung zu Hause bleiben, wenn der Arbeitsplatz als zu gefährlich für die Schwangere eingeschätzt wird. Z. B. Weil es am Arbeitsplatz giftige Dämpfe, Stäube oder eine Gefahr von Ansteckung mit gewissen Krankheiten gibt.
    3. Ich denke, dass man hier anders diskutieren/urteilen würde, wenn man selbst schon einmal schwanger gewesen wäre oder in solch einer Situation stecken würde. Ich denke keine Schwangere möchte sich später einmal Vorwürfe machen, dass irgendetwas in der Schwangerschaft schief gelaufen ist oder das Kind nicht gesund ist, nur weil sie unterrichten musste.
    4. Ja, man könnte sich mit Mundschutz schützen. Aber wer schon mal schwanger war, weiß wie anstrengend es ist mit Mundschutz hochschwanger 6 Stunden zu unterrichten.
    5. Mehrarbeit : Schwangere haben da sicher auch ein schlechtes Gewissen gegenüber ihren Kollegen, aber letztendlich sollte das Bundesland dafür Ersatz bereit halten.
    Fazit: Ich finde es unfair hier Schwangere einfach so zu verurteilen. Vielleicht sollte manchmal etwas länger darüber nachgedacht werden, bevor man gleich einen Kommentar absetzt.

  17. Erstaunlich wie manche reagieren wenn eine schwangere Kollegin Elternzeit nimmt. Erstaunlich wie viele Lehrer hier assozial sind. Bin selber Lehrer (m) und finde es gut wenn man seine Eltern Zeit nutzt.
    Dass wir anderen alle Mehrarbeit haben ist ja nicht im Verschulden der Kolleginnen.
    Sorry. Aber sowas…

    • Meine volle Zustimmung. Ich bin auch erschrocken darüber, wie – vor allem Frauen – an den Schwangeren verbal ihren Frust ablassen! Wenn Männer Kinder kriegen würden, wäre vieles eine Selbstverständlichkeit! Auch Gewalt unter der Geburt würde nicht geben! Liebe Frauen, ihr sitzt doch alle im selben Boot! Seid halt a bissl solidarisch miteinander!

  18. Ich bin selbst schwanger und darf nicht in die Schule. Ich möchte gerne arbeiten, aber wir sind technisch so weit zurück, dass ich nicht arbeiten kann! Sicher korrigiere ich mal für eine Kollegin oder ähnliches, mache digitale Fortbildungen etc. Aber ohne Digitalisierung und bei Präsenzunterricht gibt es für mich kaum etwas zu tun. Mich nervt das, ich habe nicht geplant ungeimpft schwanger zu sein – aber manchmal spielt das Leben so. Ich freue mich, dass Schwangere hier in vielen Kommentaren als faule Sozialschmarotzer gelten… *Ironie Off*

    • Herzlichen Glückwunsch! Das wichtigste ist jetzt, dass Sie und Ihr Kind gesund bleiben. Ich bin auch ein wenig erschüttert von so manchen Kommentaren hier.
      Alles Gute!

    • Sie haben die Kommentare nicht richtig gelesen oder verstanden. Es geht hier nicht um Schwangere und ihre Einstellung im Allgemeinen, sondern nur um schwangere Lehrerinnen.

  19. Sorry, aber ich bin erschüttert wie hier geurteilt wird.
    Es geht um ungeborenes Leben. Dies ist absolut und ohne Wenn und Aber schützenswert.
    Schwangeren allgemein hier vorzuwerfen sich vor der Arbeit zu drücken, um lustig zu Hause bei vollem Lohn zu sitzen, basiert einzig auf Neid und Missgunst.
    Keiner von euch kann einer Mutter ihr Kind zurück geben, oder ein krank geborenes Kind gesund machen, wenn in der Schwangerschaft etwas passiert, was durch den Kontakt und die Arbeit in der Schule ursächlich ist.
    Für mich persönlich geht die Gesundheit und Sicherheit einer Schwangeren in jedem Fall vor!
    Liebe Schwangere, lasst euch nicht beirren, achtet auf euch und euer Ungeborenes, egal was andere sagen!

  20. Yes. So geht es mir auch. Ich will arbeiten , bin geimpft und darf nicht. Und zur Mehrbelastung der Kollegen. Dann dürfte die ganze Corona Zeit über keine Lehrerin mehr schwanger werden. Dabei hängt unsere Arbeit doch von den Kindern ab. Ohne Kinder keine Arbeit… Ich habe mich sogar beim Schulamt erkundigt, ob ich durch die Impfung nicht ein Einzelfall bin und in Präsenz darf. Nix zu machen… Also Vorsicht mit Vorwürfen. Nicht den Frust an Leuten ablassen, die nix dafür können. Und Frauen, die schwanger sind und ein Beschäftigungsverbot wollen finden immer einen Weg auch ohne Corona… Und das in jedem Job. Also Ball flach halten. Das Problem ist je eher, dass es nach wie vor keinen Schutz für uns Lehrer und die Schüler gibt.

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