Kurz nach Schuljahresbeginn in Brandenburg: Erste Schulen schon wieder geschlossen

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Die Zahl der Corona-Fälle an Brandenburger Schulen hat gegenüber der Vorwoche zugenommen. Zwei Schulen sind in dieser Woche wegen Corona-Infektionen geschlossen worden, wie das Bildungsministerium in Potsdam am Freitag mitteilte. In der vergangenen Woche gab es noch keine Schließung.

Schulschließungen soll es nicht mehr geben – gibt es aber doch. Foto: Shutterstock

In 62 Schulen sind mit Stand Donnerstag 113 einzelne Lerngruppen in Quarantäne, in der vergangenen Woche waren es 60 betroffene Schulen mit 99 Lerngruppen. Von den rund 25.000 Lehrkräften sind 25 positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der Vorwoche waren es 12 Lehrerinnen und Lehrer. 97 Lehrkräfte sind in Quarantäne nach 68 in der vergangenen Woche. Von den rund 297.700 Schülerinnen und Schülern an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft sind 318 positiv getestet worden, in der Vorwoche waren es 268. In Quarantäne sind 3085 Schüler – nach 2928 in der vergangenen Woche.

Im neuen Schuljahr lernen die Brandenburger Schülerinnen und Schüler im vollständigem Präsenzunterricht, auch die rund 23.000 Erstklässler. Allerdings gilt wegen der Corona-Pandemie für Schüler der weiterführenden Schulen und Lehrkräfte eine Masken- und für alle Schüler eine regelmäßige Testpflicht.

KMK-Präsidentin und Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hatte mit Blick auf Corona und die Lage an den Schulen in einem Interview mit «Zeit Online» gesagt: «Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, erneute Schulschließungen zu verhindern». Sie nannte die Möglichkeit zur Impfung ab zwölf, Masken, Luftfilter und Tests. dpa

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17 KOMMENTARE

  1. Das ist aber peinlich für Frau Ernst … Dabei hatte ihr Mann doch kürzlich noch gesagt : “ Die Schulen müssen offen bleiben . „

  2. Das Frau Ernst Luftfilter erwähnt, ist echt niedlich: erst kürzlich verwies sie wieder darauf, dass Luftfilter das Lüften nicht ersetzen würden und damit ihre Wirksamkeit in der Pandemie „von Experten“ als fraglich eingeschätzt werden würde.
    Bis jetzt gibt es in der überwiegenden Mehrzahl der Schulen keinen einzigen Luftfilter, da sich die regierende SPD bis zum Schluss sträubte, diese zu fördern, sondern auf die Bundesförderung verwies – Brandenburgs Kommunen sind jedoch nicht für ihren Reichtum und die Investitionsfreudigkeit in Schulen bekannt (ich glaube, das ist ein bundesweites Phänomen).
    Angekündigt ist eine Landesförderung für Luftfilter in schlecht lüftbaren Räumen auch in den weiterführenden Schulen – passiert ist meines Wissens nach noch nichts.
    Das Thema Masken ist auch witzig: bis auf einmalig 12 verteilte FFP2MASKEN und 50 OP Masken gab es keine für die Lehrkräfte: wir kaufen freudig selbst. Soweit ich weiß, gibt es Masken für den Landtag und seine Mitarbeiter in benötigter und nicht limitierter Zahl.
    Bildungspolitik in Brandenburg ist auch ohne Corona keine Erfolgsstory gewesen. Mit Corona ist sie ein Trauerspiel.

    • Da hat Mika ja richtig Glück gehabt mit den Masken.
      Ich habe bisher einmalig 10 FFP2 Masken erhalten und zwar im Februar.
      Das Unwort der letzten Monate müsste eigentlich „anpassen“ sein.
      Neue Regelungen, Festlegungen und Anweisungen werden so lange angepasst, bis sie für die Bildungsministerin „passen“ und möglichst nichts kosten.
      Ich bin entsetzt, wie mit unserer Gesundheit und die der uns anvertrauten Kinder umgegangen wird. Wissentlich wird riskiert, dass sich in den kommenden Wochen noch viele Kinder und Lehrer anstecken. Das kommt fast einer vorsätzlichen Körperverletzung gleich.

      • Ich habe bisher keine einzige Maske erhalten.
        Wir bekamen zwar von THW und Gemeinde ein paar Päckchen, wurden aber darauf hingewiesen, dass diese den Lehrern nur für äußerste Notfälle zur Verfügung stehen und für Schüler gedacht seien, die ihre vergessen oder kaputt gemacht haben.

  3. Leider stimmt die Aussage über die Maskenpflicht in den Schulen nicht komplett. In den Grundschulen gilt die Maskenpflicht nur für Lehrkräfte. Die Schüler dort tragen keine Masken mehr, weder im Unterricht noch in den Fluren. Auch die Gruppierung der Klassen auf dem Schulhof und in den Fluren wurde aufgehoben. So stürmen morgens und in den Pausen geballt alle Kinder der Schule zusammen ins Schulhaus und durch die Flure.
    Auch das Thema mit den Luftfilter wird in Brandenburg scheinbar anders gesehen. Diese gibt es laut Aussage von Frau Ernst nur für Klassenräume, in welchen kaum oder gar nicht gelüftet werden kann.
    Faktisch beruht der Schutz unsere Kinder in den Grundschulen komplett auf den von den Eltern zu Hause durchzufuhrenden Tests zwei Mal pro Woche.

  4. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum wieder jeder sein eigenes Süppchen kocht. Schüler der Oberstufen herzen und umarmen sich, eine Wasserflasche wandert an viele Münder. Das Thema Luftfilter ist insgesamt ein schlechter Witz und wird auch nie Realität werden, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Unsere Kinder sind das Kanonenfutter der unfähigen Politiker, die kurz vor den Wahlen ihr letztes Hemd retten wollen. Warum wird nicht die Maskenpflicht, das Abstand halten, Hygienekonzepte konsequent umgesetzt? Wir hatten uns doch schon daran gewöhnt und es funktionierte. Mal abgesehen davon, dass das in meiner Schulzeit selbstverständlich gewesen ist, bis auf die Masken.

    • Abstand wurde nie bei uns eingehalten. Geht auch in den kleinen Klassenräumen gar nicht.
      Aber eine konsequente Umsetzung wäre mal ein Anfang. Hiesse bei uns aber : Wechselunterricht.

      Und da laufen Eltern, Politiker und einige KUK schon fast wieder amok.

  5. Die neue Delta-Variante führt nachweislich nicht zu mehr schweren Krankheitsverläufen bei Kindern und immer noch kann man von Fachleuten hören, dass Kinder keine Pandemietreiber sind, auch wenn das hier immer bestritten wird.

    „Kinder sind keine Pandemietreiber
    Die aktuelle COVID-19-Familienstudie Baden-Württemberg unterstreicht zudem erneut, dass Kinder das Pandemiegeschehen nicht anheizen, sich deutlich seltener infizieren und weniger schwer erkranken als Erwachsene. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten mehrfach 328 Familien mit mindestens einem an COVID-19 erkrankten Mitglied. Insgesamt nahmen 548 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren und 717 Erwachsene teil. Das Ergebnis: In Familien mit einer infizierten Person steckten sich Kinder (34 Prozent) deutlich seltener an als Erwachsene (58 Prozent) und zeigten – im Fall einer Infektion – fünfmal häufiger keinerlei Krankheitszeichen (Erwachsene: 9 Prozent, Kinder: 45 Prozent). Zudem zeigten Kinder elf bis zwölf Monate nach der Infektion stärkere und länger anhaltende spezifische Antikörperspiegel als Erwachsene. Und zwar unabhängig davon, ob Krankheitszeichen bestanden hatten oder nicht.“
    https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/coronavirus/coronavirus-ist-die-delta-variante-gefaehrlicher-fuer-mein-kind-795695.html

    • Wenn Kinder sich in der Familie selten anstecken und in der Schule gar nicht (Infektionen werden ja immer nur hereingetragen und finden in den Schulen gar nicht statt, da Kinder sich untereinander ja gar nicht anstecken), stellt sivh die Frage: Wo stecken sich die Kinder eigentlich an? Denn, dass sie sich irgendwo infizierrn müssen, zeigen die hohen Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen. An der fast komplett durchgeimpften Lehrerschaft kann es auch ncht liegen, oder die müssren alle Impfdurchbrüche haben.

    • Der von Ihnen verlinkte Artikel widerspricht Ihren Aussagen komplett. Wir haben derzeit die höchsten Inzidenzen in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen. Wenn Kinder sich wenig oder kaum bei ihren Eltern anstecken, bleiben als Ansteckungsquelle nur die Schule, Kontakte in der Peergroup während der Freizeit bzw. die Kita. Ergo finden dort die Ansteckungen statt: innerhalb der jeweiligen Altersgruppe.
      Wer die Ansteckungszahlen in Kita und Schule negiert und immer noch die Mär von den sicheren Schulen propagiert, gehört für mich in die gleiche Liga wie Menschen, welche unseren Einfluss auf den Klimawandel leugnen, sich gegen wissenschaftliche Fakten stemmen und/oder Aluhüte tragen.
      Der Begriff Pandemietreiber wird übrigens von seriösen Wissenschaftlern insbesondere im Zusammenhang mit einem neuartigem Virus, dem alle Bevölkerungsgruppen erst mal nichts entgegen zu setzen haben, normalerweise nicht gebraucht – da ist ein jeder Treiber der Pandemie.

  6. Querdenker gehen auf die Straße, um ihre Rechte einzufordern. Warum gehen Eltern mit Schulkindern nicht auf die Straße, um ihre Kinder zu schützen. Sie können nicht geimpft werden und deshalb sind sie anfällig Corona zu bekommen und zu übertragen. Die Kinder fahren mit der S und U- Bahn. Dort gelten die Abstandsregeln überhaupt nicht. Eins der größten Orte der Übertragung. Die Bussunternehmen sollten darauf achten und Kontrollen durchführen. Es wird vieles untersagt, aber wenn wir nicht konsequent alles einhalten, bekommen wir diese Virus nicht in den Griff. Da sind alle gefragt, ob jung und alt. Ja, die Regierung hat in Vielen was Corona angeht versagt und sich zum Teil daran bereichert. Wir selbst sind aber auch gefragt. Viele kennen das Wort Solidarität nicht mehr und stellen ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund ohne Rücksicht und Verluste. Liebe Eltern ihr könnt Eure Kinder immer und immer nur darauf hinweisen alle Regeln, die die Verbreitung von Corona verhindern zu beachten. Das ist schon ein kleiner Beitrag. Wichtig ist, dass Corona nicht nur in Deutschland ausgebrochen ist, sondern weltweit und Deutschland schon in einigen Ländern wieder als Risikogebiet gilt. In diesem Sinne müssen wir alle zusammen halten und gemeinsam dem Virus Paroli bieten.

  7. Genau genommen sind es Orte, Veranstaltungen und Situationen, wo viele Menschen (vorzugsweise ungeimpft) ohne Abstand und Schutz aufeinander treffen, möglichst für einen längeren Zeitraum….DAS SIND DIE BRANDBESCHLEUNIGER!
    Und wo finden wie dieses, ausser vielleicht bei Querdenker Partys? … in Schulen und Kitas!
    Hier zwingt man Menschen in solche, pandemietreibenden Situationen.
    Aber wir tun ja bald unser Bestes um das noch zu befeuern. Alle Maßnahmen fallen lassen, keinen Abstand, Masken, Testen etc mehr, damit die Kinder wieder glücklich sind. Vielleicht merkt ja keiner wie dumm, ignorant und gefährlich das ist, zumindest bis die Wahlen vorbei sind. Wenn dann ein paar dran glauben müssen…..ein bisschen Schwund ist immer! (Ironie off)

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